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Fremde Heimat Sibirien

Fremde Heimat Sibirien

Leben an der Seite eines Taigajägers

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Fremde Heimat Sibirien — Inhalt

Die Hamburgerin Karin Haß folgt dem Ruf der russischen Taiga – wo die Flüsse im Winter monatelang zufrieren und ein Satellitentelefon die einzige Verbindung zur Außenwelt ist. Nach anfänglichen Paddeltouren durch abgeschiedene Wälder gelangt sie nach Ostsibirien, in ein entlegenes Dörfchen am Oljokmafluss, und beschließt, acht Monate hier zu leben. Dabei lernt sie den harten Alltag der Bewohner kennen, schließt Freundschaften und findet schließlich ihre große Liebe: den Ewenken Slava, der seinen Unterhalt durch Jagd und Fischfang bestreitet. Ein einfühlsamer Bericht über eine fremde Kultur, zwei völlig verschiedene Menschen und eine Entscheidung fürs Leben.

Erschienen am 08.12.2014
384 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-492-40558-4

Leseprobe zu »Fremde Heimat Sibirien«

Srednjaja Oljokma, 20. Juni 2006

 

Noch vor 15 Monaten saß ich als Programmiererin in einem Hamburger Büro vor dem Computer, und heute blicke ich aus dem Fenster auf die vorüberströmende Oljokma, auf das noch frühlingshafte Grün der Lärchen und Birken am gegenüberliegenden Ufer, auf hölzerne Bauernhäuser mit hellblauen Fensterumrahmungen.

Nach einer ersten Anwesenheit von acht Monaten bin ich in dieses abgelegene sibirische Dörfchen zurückgekehrt, um für unbestimmte Zeit hier zu leben, dieses Mal jedoch unter einem ganz anderen Aspekt als bei meinem [...]

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Srednjaja Oljokma, 20. Juni 2006

 

Noch vor 15 Monaten saß ich als Programmiererin in einem Hamburger Büro vor dem Computer, und heute blicke ich aus dem Fenster auf die vorüberströmende Oljokma, auf das noch frühlingshafte Grün der Lärchen und Birken am gegenüberliegenden Ufer, auf hölzerne Bauernhäuser mit hellblauen Fensterumrahmungen.

Nach einer ersten Anwesenheit von acht Monaten bin ich in dieses abgelegene sibirische Dörfchen zurückgekehrt, um für unbestimmte Zeit hier zu leben, dieses Mal jedoch unter einem ganz anderen Aspekt als bei meinem vorherigen Besuch. Und als ich vor drei Wochen auf dem langen Weg hierher war, erschien mir in einigen sorgenvollen, schlaflosen Nächten das beabsichtigte emotionale Wagnis des Zusammenlebens mit einem Jäger vom Volke der Ewenken als das wesentlich größere Abenteuer mit noch mehr Unbekannten als damals.

Das Dorf Srednjaja Oljokma liegt rund 1700 Kilometer östlich des Baikalsees im Tschitinsker Verwaltungsbezirk am Fluss Oljokma inmitten der Taiga in einer landschaftlich reizvollen, leicht gebirgigen Umgebung. Es hat etwa 80 Einwohner. Die nächsten beiden Ortschaften mit Bahnanschluss beziehungsweise einer Autotrasse befinden sich in jeweils rund 300 Kilometer Entfernung. In der eisfreien Zeit ist Srednjaja Oljokma nur per Boot zu erreichen. Während der Frostperiode gibt es einen mit Jeep oder Lkw befahrbaren Winterweg hierher, der größtenteils auf dem zugefrorenen Fluss verläuft, doch von Oktober bis in den Dezember hinein sowie von April bis Mitte Mai ist der Ort von der übrigen Welt abgeschnitten, weil der zufrierende oder tauende Fluss nicht befahrbar ist. Unter normalen Bedingungen verkehrt einmal im Monat ein Fahrzeug, das Post und einige notwendige Lebensmittel bringt, die in einem kleinen Laden verkauft werden. Es gibt eine morgendliche Kommunikationsmöglichkeit mittels Radiofunk mit dem für das Dorf zuständigen Verwaltungsort Tupik. Ein Dieselgenerator liefert täglich von 8 bis 10 Uhr und von 16 bis 1 Uhr elektrischen Strom.

Die Arbeit des heutigen Tages ist getan. Mein Laptop steht bereit für den Roman, den ich seit genau einem Jahr erlebe, einen Roman, wie ihn auszudenken mir meine Erfindungsgabe nicht gestattet hätte. Und doch – so überraschend mir die Geschehnisse auch erscheinen – ich erkenne eine Folge von Berührungen, Neigungen, Handlungen, die auf den Weg hierher führte.

Ich entsinne mich, als etwa 18-jähriges Mädchen im Radio eine Sendung gehört zu haben, in der ein sibirischer Taigajäger interviewt wurde. Was er sagte, verstand ich nicht, aber ich war so fasziniert von seinem weichen, melodischen Russisch, von seiner Stimme und dem, was sie mir über sein Wesen zu vermitteln schien, dass ich ihn in den vielen vergangenen Jahren nicht vergessen habe. Bildete dies den Anfang?

Meine Vorliebe für nördliche, kaum besiedelte Landschaften, für das Wanderpaddeln auf einsamen, sauberen Flüssen, die Freude an körperlicher Anstrengung, Unabhängigkeit von Gesellschaft und Unterhaltung, eine gewisse Genügsamkeit – auch das waren Wegepunkte.

Vor der Perestroika gab es für Ausländer keine Möglichkeit, sich wochenlang fern von Touristenrouten in Russland zu bewegen. Doch danach öffnete sich das Tor zu meinen Träumen. Dieses ferne, weite Land Sibirien mit seinen endlosen Taigawäldern, Bergen, zahlreichen Seen und Flüssen, mit Gebieten, die keines Menschen Fuß je betrat – ich fühlte mich von ihm wie von einem starken Zauber angezogen.

Dorthin wollte ich, um wenigstens einen Urlaub lang zu paddeln auf einem schönen Fluss durch die Einsamkeit sibirischer Wälder.

 

Frauen paddeln durch die Taiga

Meine erste Reise nach Sibirien hatte mit einem Blick in den Atlas begonnen, lange bevor das deutsche Fernsehen Sibirien entdeckte.

Ich wollte eine Gegend finden, die sehr abgeschieden in der Taiga lag, mittelgebirgig war und durch die ein möglichst langer, aber nicht zu breiter Fluss strömte. Das Mittelsibirische Bergland zwischen den Flüssen Jenissei und Lena schien diesen Vorstellungen zu entsprechen – Taiga so weit das Auge reicht, keine Straßen- oder gar Zugverbindungen, nur ganz vereinzelt kleine Ansiedlungen. Mein Blick fiel auf den Fluss Tschunja, der bis zur Einmündung in die Steinige Tunguska circa 800 Kilometer weit von Ost nach West durch unzugängliche Landschaften mäandert. An seinem Lauf liegen nur zwei Dörfer.

Völlig unklar war, ob man den Fluss mit Faltbooten befahren und wie man dorthin gelangen konnte. Topografische Karten in einem auswertbaren Maßstab gab und gibt es für dieses Gebiet nirgends zu kaufen. Informationen über den Fluss oder über spezielle innerrussische Verkehrsmöglichkeiten waren nicht zu bekommen und meine spärlichen Russischkenntnisse nicht ausreichend, um im Internet auf russischen Suchmaschinen nach Auskünften zu fahnden. So gab ich im Internet auf gut Glück einige Begriffe ein, die in irgendeiner Weise mit dem Gebiet in Verbindung gebracht werden konnten, und fand die in Berlin veröffentlichte Diplomarbeit eines Ethnologen, die sich mit der Siedlungsgeschichte im Autonomen Kreis der Ewenken beschäftigte, also genau mit dem von mir ins Auge gefassten Bezirk. Nun hoffte ich, dass der Verfasser vielleicht in Berlin wohne, und tatsächlich hatte ich das Glück, ihn dort über das Telefonbuch ausfindig zu machen. Als ich ihm telefonisch mein Vorhaben schilderte, war er überhaupt nicht begeistert von meiner Idee und ließ sich erst nach einem längeren Gespräch zu etlichen für mich wertvollen und entscheidenden Auskünften bewegen. Über ihn gelangte ich an russische Generalstabskarten im Maßstab 1:200 000 und an die Internetadresse einer polnischen Ethnologin, die die Tschunja kannte.

Die russischen Karten eignen sich hervorragend zur Gewässerbeurteilung, weil Strömungsgeschwindigkeit, Stromschnellen, Flussbreite und -tiefe, Beschaffenheit und Höhe des Flussgrundes über dem Meeresspiegel angegeben sind, sodass sich auch das durchschnittliche Gefälle von Streckenabschnitten ausrechnen lässt. Nach Auswertung der Karten und Kontakt mit der Ethnologin stand für mich fest, dass ich diesen Fluss fahren konnte und wollte.

Aber wie dorthin kommen? Nach vielen vergeblichen Anfragen fand ich endlich ein Reisebüro, das bereit war, die innerrussische Logistik der Reise individuell nach meinen Wünschen zu organisieren.

Nun stellte sich die Frage nach den Paddelpartnern.

Ich halte Wildnistouren weder für problematisch, sofern man sich gut darauf vorbereitet und unterwegs nicht leichtsinnig ist, noch für körperlich besonders anspruchsvoll, wenn man bei guter Gesundheit und ausreichend fit ist. Es bedarf weder großer Körperkräfte noch sonderlichen Mutes. In manchen Büchern über Outdoor-Touren wird dagegen ein ganz anderes, oft prahlerisches Bild vermittelt – vielleicht glauben die Verfasser, dass sich die Bücher dadurch besser verkaufen lassen.

Es reizte mich, Frauen zu ermutigen und zu zeigen, dass wir eine solche Tour ohne männliche Hilfe durchführen konnten. Diese Erfahrung können wir nur in einer reinen Frauengruppe machen, denn in gemischten Gruppen nehmen einem die männlichen Teilnehmer oft ungefragt bestimmte Arbeiten aus der Hand und vermitteln so den Eindruck, dass wir ohne sie nicht zurechtkommen können. Als ich zum Beispiel nach der mehrwöchigen Frauen-Sibirienexkursion eine Tour nur mit Männern machte, fühlte sich sogar der in der Wildnis unerfahrenste und körperlich am wenigsten trainierte Mann bemüßigt, mir Ratschläge zu erteilen und mir bei dem zu helfen, was ich mit Leichtigkeit selbst machen konnte und wollte. Es war vermutlich nett gemeint, doch durch ein solches, häufig auftretendes Verhalten kann eine Frau leicht zum hilfsbedürftigen Wesen degradiert werden.

Meine Suche nach Paddelpartnerinnen für die Sibirientour begann mit einem für mich höchst überraschenden Erlebnis: Ich wurde nämlich ausgelacht – und das in Hamburg im Jahre 1997.

Der Wildwasserkanute Jonas Nöckel zeigte in einem Hamburger Hörsaal einen Dia- und Filmvortrag über seine spektakuläre Befahrung des Sambesi – rasante Strömung, riesige Walzen, Stufen und Wasserfälle, und zu allem Überfluss lagerten große Krokodile an den Ufern, die darauf zu warten schienen, die natürliche Auslese unter den weniger geschickten Kanuten besorgen zu können. Der Hörsaal war voll besetzt mit Mitgliedern Hamburger Kanuvereine sowie anderen Paddlern und Paddlerinnen. Vielleicht sind darunter Frauen, die sich für meine Sibirienexkursion interessieren, dachte ich und ließ zum Schluss der Veranstaltung durchsagen, dass ich für eine Frauen-Faltboottour in Sibirien Teilnehmerinnen suche. Daraufhin brach ein großes Gelächter aus, und erstaunlich herzlich lachten die Frauen selbst. Weil ich eigentlich gar nichts Besonderes an meinem Plan fand, war ich völlig perplex über diese Reaktion und peinlich berührt über das geringe Zutrauen der Frauen zu sich. Wenn Männer eine derartige Tour planen, lacht keine darüber.

Ich ließ mich dennoch nicht entmutigen und fand über Zeitschriftenanzeigen zehn Interessentinnen, von denen im Laufe der Zeit einige wieder zurücktraten. Zwei verzichteten, weil sie Männer kennengelernt hatten, ein für mich schwer nachvollziehbarer Grund. Ein weiterer Rücktrittsgrund von Interessentinnen war Angst. Wenn es sich nicht um irrationale Ängste handelt, ist Angst an sich nichts Schlechtes, denn sie hindert einen, sich in Gefahrensituationen zu begeben, die man nicht zu beherrschen meint. Es ist nützlich, sich seine Ängste bewusst zu machen und sie auf ihren Gehalt zu untersuchen, weil man dabei viel über sich lernen kann. Mit Leuten umzugehen, die ihre Ängstlichkeit offen zeigen, finde ich sehr viel einfacher als den Umgang mit jenen, die ihre Furcht nicht einmal sich selbst eingestehen. Ich machte die Beobachtung, dass oft die ganz forsch auftretenden Frauen, von denen man es auf den ersten Blick am wenigsten annehmen würde, unter Angst leiden. Diese Angst wird indessen sorgsam verborgen und äußert sich in einem überhöhten Sicherheitsbedürfnis, das jedes denkbare Risiko auszuschließen sucht. Der Ausschluss von Risiken ist aber weder im Stadtleben noch in der Wildnis möglich, nur scheinen die Gefahren in der Stadt weniger bedrohlich, weil wir an sie gewöhnt sind.

Silvia und Monika aus Zürich waren die Einzigen, die bereits eine richtige, allerdings geführte Wildnispaddeltour gemacht hatten. Wir anderen drei Frauen waren bisher nur in Europa gepaddelt, wenn auch teilweise in dünn besiedelten Gegenden wie Nordfinnland, und wurden nun vor weitgehend neue Anforderungen gestellt.

Einige Leute, die es ganz genau zu wissen glaubten, kündigten uns an, dass wir von »russischen Mafiosi« oder entlaufenen sibirischen Strafgefangenen ausgeraubt, vom Absturz eines technisch unzulänglichen russischen Flugzeuges zu Tode gebracht, von Bären angefallen oder wenigstens von schweren Wildnisunfällen beziehungsweise Krankheiten heimgesucht werden würden. Nicht nur in Deutschland waren diese Vorstellungen verbreitet, sondern wir stellten später belustigt fest, dass auch die Moskauer große Besorgnisse bezüglich der Zustände in Sibirien hegten, während dasselbe umgekehrt bei den Sibirjaken bezüglich der Zustände in Moskau der Fall war.

Obwohl wir all diese Befürchtungen nicht oder nur bedingt teilten, wollte alles genau bedacht und geplant sein. Ein Jahr lang verbrachten wir alle zwei Monate ein Wochenende zusammen, an dem wir die Reise sorgfältig vorbereiteten. Im Verlauf einer viertägigen Testfahrt prüften wir die Zweckmäßigkeit unserer Ausrüstung.

Endlich war es so weit, und wir fünf Frauen im Alter von 37 bis 54 Jahren konnten im Juli 1998 in Deutschland den Abflug antreten: Silvia – Gymnasiallehrerin, Monika – Ausbilderin, beide aus Zürich, Gisela – Ärztin aus Eisenhüttenstadt, Petra – Ärztin aus Erfurt und ich – Systemanalytikerin aus Hamburg.

Der russische Zoll auf dem Moskauer Flughafen hatte glücklicherweise keine Lust, sich mit unserem Berg an Gepäck Arbeit zu machen, und so konnten wir die Ausrüstung ohne größere Umstände entgegennehmen und einen Tag später zum Weiterflug nach Krasnojarsk in Sibirien einchecken.

In Krasnojarsk holten uns Beauftragte unseres Reisebüros vom Flughafen ab und brachten uns in eine geräumige, saubere Wohnung in einem abgewirtschafteten Wohnblock. In der Nacht entwickelte sich dort zu unserem Entsetzen ein lebhaftes Kommen und Gehen; zahlreiche Kakerlaken spazierten durch die Räume. Als wir auf der Rückreise wieder eine Nacht in der Wohnung verbrachten, begrüßte uns nur noch eine reduzierte, aber standhafte Anzahl unserer Bekannten, die übrigen schienen dem grausamen Walten eines Kammerjägers zum Opfer gefallen zu sein. Weil wir die vom tragischen Schicksal Verschonten nicht aus Versehen ihrer Heimat entreißen wollten, hielten wir die Reißverschlüsse unserer Taschen immer ängstlich verschlossen. Doch ein Jahr später bekam ich einen beträchtlichen Schreck, als mir in meiner Hamburger Wohnung eine Kakerlake über den Weg lief. Ich befürchtete, illegale Einwanderer mitgeschleppt und die Grundlage zu einer neuen Großfamilie gelegt zu haben. Das war mir so peinlich, dass ich diese Vermutung dem Vermieter gegenüber um keinen Preis zugegeben hätte. Zu meiner Erleichterung fand der pfiffige Kammerjäger aber heraus, dass die Quelle des Übels eine andere Wohnung war.

Alle Häuser unseres Krasnojarsker Wohnviertels waren vor mindestens 30 Jahren in Platten-Blockbauweise errichtet worden, und es hatte nicht den Anschein, als wäre danach jemals noch ein Pinselstrich oder irgendetwas anderes daran getan worden, denn sie machten einen unsäglich heruntergekommenen Eindruck. Umso verblüffender wirkte es auf mich, als aus der lädierten Tür eines solch verrottenden Hauses eine traumhafte weibliche Erscheinung in einem makellosen weißen Chiffonkleidchen trat, auf hohen Absätzen, perfekt geschminkt, manikürt und frisiert.

Die russischen Mädchen und jungen Frauen legen extrem viel Wert auf ein ausgesprochen feminines Äußeres: hohe Absätze, die Weiblichkeit betonende, verzierte Kleidung, Schminke, lange Haare. Wir in unseren schmucklosen Hosen, schlichten T-Shirts und Kurzhaarfrisuren waren Exoten und fielen eher nachteilig auf. Von den schick aufgemachten russischen Frauen wurden wir mit sichtbarem Unverständnis oft abschätzig gemustert. Manchmal zog man uns aber auch freundlich ins Gespräch.

Das Erste, was uns nach der Ankunft in Krasnojarsk auffiel, war, dass die Menschen im Gegensatz zu Moskau fröhlich und aufgeschlossen waren. Elendsgestalten und krasser Armut sind wir im Straßenbild nicht begegnet, womit ich nicht sagen will, dass es sie nicht gibt.

Alte Frauen verkauften an der Straße mit Freundlichkeit und Würde Produkte aus ihren Gärten. Manchmal waren das nur einige Sträußchen Petersilie oder wenige Blumen. Da hatte der große Markt, auf dem wir fast alle Lebensmittel für die nächsten vier Wochen kauften, wesentlich mehr zu bieten. Nie hätten wir erwartet, mitten in Sibirien eine solche Vielfalt an frischem Gemüse und Obst, Trockenobst, Backwaren, Süßigkeiten, Nährmitteln, Käse, Fisch (vor allem Wildlachs), Fleisch und vielem mehr zu finden. Wir kosteten von den Süßigkeiten und kauften für unterwegs zwei große, unterschiedlich aussehende Klumpen, deren Gemeinsamkeit darin bestand, dass sie wie getrockneter Bärenkot mit Asbestfasern aussahen, aber köstlich schmeckten.

Wieder in der Wohnung angekommen, portionierten und verpackten wir die Vorräte in haltbare Plastikbeutel, die sich gut verstauen ließen und aus denen wir während der gesamten Wasserwanderung leben wollten, da wir unterwegs nichts nachkaufen konnten.

In einer kleinen, kaum 30 Plätze fassenden Maschine flogen wir am nächsten Tag Hunderte von Kilometern über Flüsse, Sumpfgebiete und endlos erscheinende Taiga bis nach Wanawara am Oberlauf der Steinigen Tunguska, einem Ort ohne sonstige Verkehrsverbindungen, in dessen Nähe im Jahre 1908 ein rätselhafter Meteorit eingeschlagen war, bekannt als der Tunguska-Meteorit. Dort vertrauten wir uns einem gecharterten alten Armeehubschrauber an, der 130 Kilometer weiter auf einer mit Türkenbundlilien und anderen Blumen übersäten Wiese in der Nähe des Dorfes Mutorai landete. Bewegt blickte ich beim Anflug auf das sich windende, den blauen Himmel widerspiegelnde Band der Tschunja. Lange hatte ich von diesem Fluss geträumt, und nun lag er unberührt, schlicht und selbstverständlich im Grün des Waldes unter mir. Mehr als 500 Kilometer sollte er uns tragen nach Baikit, einem Ort mit etwa 2000 Einwohnern, der einige Kilometer hinter der Einmündung der Tschunja in die Steinige Tunguska liegt und nur per Boot oder Flugzeug erreichbar ist.

Die ganze Nacht lag ich wach am Lagerfeuer, verloren in die wechselnden Farbschattierungen des Himmels, hörte die leisen Geräusche der Wiese und das Fließen des Wassers, und ich war sehr glücklich und voller Dankbarkeit, hier sein zu dürfen.

Nachdem am Folgetag die Faltboote aufgebaut, Ausrüstung und Lebensmittel verstaut waren, statteten wir dem am anderen Ufer gelegenen Dorf Mutorai einen Besuch ab und wurden herzlich empfangen. Die Einwohner, Ewenken und Russen, führten uns durch das Dorf und beschenkten uns großzügig mit geräuchertem Fisch, selbst gebackenem Brot und Gemüse. Sogar die Jagdhunde waren außerordentlich friedlich und freundlich. Das Dorf bestand aus ebenerdigen Blockhäusern mit Gemüsegärten und Holzstapeln davor. Wir bestaunten einen gerade fertiggestellten Holzschlitten mit den Ausmaßen eines Busses.

In der Annahme, die Einheimischen müssten die wirksamsten Mückenmittel kennen, fragten wir sie um Rat. Sie schenkten uns daraufhin Mückenmilch, in die sie zwecks Erhöhung des Effektes einen Schuss Petroleum gemischt hatten. Sobald wir uns damit einrieben, vertrieb das die Insekten in einem Umkreis von zehn Metern, was uns anfangs ganz zufrieden stimmte. Leider bekamen wir davon bald lauter Blasen auf der Haut, und das war nicht weniger unangenehm als Insektenstiche.

Die vielfältige Insektenfauna sorgte fortgesetzt für Abwechslung, sodass es uns kein bisschen langweilig wurde. Morgens wurden wir freudig empfangen von Mücken mannigfacher Art, die uns in der Regel durch den Tag begleiteten. Wenn Wind aufkam, oder auch direkt am Wasser, überließen sie großen Bremsen den Vortritt. Am Abend an den Uferwiesen wurden wir von Blackflies angezapft, deren zahllose Bisse winzige Blutströpfchen und heftigen Juckreiz hinterließen. Die Nachtwache vereinte ihre Stimmen zu einem lauten Chor, dessen grausiges Lied mich immer zu langem Zaudern veranlasste, wenn ich nachts wegen eines menschlichen Bedürfnisses das Zelt verlassen musste. Wir versuchten, uns mit fester Kleidung, Handschuhen, Mückennetzen und Lotion zu schützen. Bei Temperaturen über 30 Grad war es nicht sehr angenehm, so vermummt bleiben zu müssen. Trotz alledem fanden die Blutsauger genügend ungeschützte Stellen, musste man doch beim Essen und Zähneputzen das Mückennetz anheben, beim Waschen im Fluss und beim Toilettengang empfindliche Körperteile bloßlegen. Einige Tage später waren wir alle übersät von Stichen verschiedenster Art; Gesicht, Hände und Knöchel waren geschwollen. Erfreulicherweise hatten wir auf dem Wasser Ruhe vor den Plagegeistern, und paddelnd unterwegs zu sein, war deshalb die reine Erholung für mich. Darum war ich wenig erfreut über den Vorschlag, schon nach zwei Tagen einen Ruhetag einzulegen. Ich verbrachte ihn aber dann recht angenehm auf dem Wasser, indem ich ein schmales Nebenflüsschen stromaufwärts erkundete. Eine deutliche Bärenspur im feuchten Ufersand veranlasste mich zur Umkehr, denn ich erkannte plötzlich, dass ich keinerlei Ausweichmöglichkeiten hätte, wenn ein Bär hinter mir auftauchen würde, da eine Flucht gegen die Strömung schwierig war und die Ufer fast unzugänglich waren.

Es zeigte sich, dass drei Teilnehmerinnen die körperliche Dauerbelastung als sehr anstrengend empfanden. Diejenigen, die zu Hause nicht regelmäßig Sport getrieben hatten, wurden anfangs schnell müde, aber nach einigen Tagen hatten sie sich auf den Kräfteverbrauch eingestellt. Sie schlossen sich enger zusammen und wählten wortlos eine von ihnen zur Führerin, vermutlich als Schutz vor eventueller Überforderung durch mich und aus dem Bedürfnis nach Führung. Sie bestimmten, ohne Silvia und mich zu fragen, Pausenzeiten, Lagerplätze, Ruhetage. Da wir uns vor der Fahrt alle einig gewesen waren, keine Führerin zu brauchen und Entscheidungen im Konsens fällen zu wollen, war ich ziemlich enttäuscht, fand mich aber notgedrungen mit dem Zustand ab.

Auch sonst empfand ich das Auftreten dieser Teilnehmerinnen oft als wenig angenehm (ganz im Gegensatz zu ihrem Verhalten während des Vorbereitungsjahres). Hatte ich mir vor der Tour vorgestellt, innerhalb einer Frauengruppe eine besonders harmonische Reise machen zu können, so stellte sich das als Irrtum heraus. Ich fühlte mich verletzt und war leider nicht souverän genug, eine offene Diskussion über die Situation zu führen.

Zwischenmenschliche Probleme bei solchen Unternehmungen sind jedoch kein Einzelfall und treten in Männermannschaften bisweilen noch ausgeprägter auf. Das Verhalten einer Gruppe lässt sich vorher selten richtig einschätzen. Menschen, die sich unter anderen Umständen als umgänglich und teamfähig erweisen, können unter größeren Belastungen ganz überraschende, nicht immer angenehme Eigenschaften entwickeln.

Als wir eines Nachmittags am Ufer einen Lagerplatz für die Nacht suchten, fielen uns mehrere Bärenspuren ins Auge, worauf wir einstimmig beschlossen: »Der Klügere gibt nach« und weiterfuhren. Trotzdem lagerten wir sicherlich häufig an von Bären frequentierten Stellen, da die Spuren auf Steinen und grobem Kies nicht immer sichtbar waren. Wir wussten, dass wir in diesen Gebieten auf Bären treffen würden, und hatten uns entschieden, möglichst jeden Interessenskonflikt zu vermeiden. So platzierten wir Küchenausrüstung und Lebensmittel, die Bären anziehen konnten, etwa 100 Meter von den Zelten entfernt, schütteten abends alle Essensreste stromabwärts in den Fluss und verwendeten keine duftenden Hautcremes oder Shampoos. Wenn wir ein Stück in die Taiga gingen, um Holz für das Kochfeuer zu sammeln, trugen wir Bärenglöckchen, damit uns die Tiere rechtzeitig hören und ausweichen konnten. Die Bären ihrerseits hatten beruhigenderweise auch keine Lust auf uns und wichen vermutlich aus, ohne von uns bemerkt zu werden.

Als wir einmal alle Boote zu einem Floß zusammengelegt hatten und gegen den Wind still den Fluss hinuntertrieben, sahen wir am Ufer einen Braunbären grasen. Ja, richtig: grasen. Im Frühsommer nach dem Winterschlaf fressen sie an den Ufern gern den wilden Schnittlauch und anderes Grünzeug. Der Bär bemerkte uns lange nicht und blickte erst auf, als wir fast auf gleicher Höhe mit ihm waren. Er erschrak furchtbar beim Anblick des seltsamen großen, bunten Gefährts auf dem Fluss und verschwand im Galopp über die Böschung in den Wald.

Ein anderes Mal fuhr ich ein Stück voraus und suchte die Ufer nach einem Nachtlagerplatz ab. Dadurch achtete ich weniger auf den Fluss, bis ich plötzlich im Wasser ein Stück vor mir einen großen, dunklen Kopf entdeckte und zuerst annahm, es handle sich um eine Elchkuh. Ich bin ziemlich kurzsichtig, trug aber keine Brille, weil der Brillenbügel gerade kaputtgegangen war. Doch irgendwann bemerkte ich: »Bär auf Konfrontationskurs!« Jählings wendete ich das Boot gegen die Strömung und versuchte, Abstand zu gewinnen. Erst durch meine heftige Reaktion wurde der Bär auf mich aufmerksam und richtete sich im Wasser auf. »Was macht er jetzt?«, schoss es mir durch den Kopf. Erleichtert sah ich, dass er ans Ufer schwamm und im Wald verschwand.

Nie hatten wir das Gefühl, uns der trügerischen Sicherheit eines Gewehres anvertrauen zu müssen, aber dass Bären auch für die Einheimischen ein Thema waren, merkten wir daran, dass wir von ihnen immer gefragt wurden, ob uns unterwegs Bären begegnet seien.

Aus dem Fluss stiegen morgens leichte Nebel auf und hüllten die Umgebung in geheimnisvolle Schleier, mittags spiegelten sich der blaue Himmel und die weißen Wolken in ihm, in der Dämmerung wiederholte er das rotgoldene Farbenspiel des Firmaments, und nachts legte der Mond seine weiße Spur auf das Wasser, während über uns die Sterne kalt aus einem unendlichen Weltenraum funkelten.

Die Schönheit des Flusses und seiner Umgebung ließ uns häufig verstummen und versetzte mich in eine geradezu meditative Stimmung. Leise glitten unsere Boote im Angesicht des Taigawaldes durch das klare, leicht torfig gefärbte Wasser. Der Fluss war gesäumt von Wiesen, auf denen eine große Vielfalt von Blumen in allen Farben blühte und verschiedene essbare Kräuter wuchsen. Andere Ufer bestanden aus sauberen, kiesigen Stränden oder aus groben Gesteinsbrocken vor felsigem Hintergrund. Der breite Uferstreifen vor einer großen Flusskurve sah wie eine gut gepflasterte Straße aus; vermutlich hatten Eis und Hochwasser die Steine im Laufe vieler Jahre plan gedrückt und geschliffen.

Zum Zelten eigneten sich nicht die Wiesen, in denen das erbarmungslose Mückenvolk hauste, sondern die kiesigen Strände am besten. Manchmal, wenn kein geeigneterer Platz zu finden war, mussten wir mit großsteinigen Ufern vorliebnehmen, an denen sich einzelne ebene Stellen für die Zelte fanden. Jede von uns balancierte mit großer Aufmerksamkeit über die Steine, denn ein Knochenbruch oder eine andere schwerwiegende Verletzung hätte uns vor das Problem gestellt, mit dem Notsender ein Hilfesignal absetzen und die Tour beenden zu müssen, wobei wir nicht einmal sicher waren, ob das Signal in Sibirien tatsächlich zu einer Hilfsaktion führen würde. Immerhin war es sehr beruhigend, zwei Ärztinnen im Team zu haben, die vor der Tour mögliche Risiken kalkuliert und entsprechende Medikamente mitgenommen hatten. Glücklicherweise mussten wir ihre Dienste nicht ein einziges Mal in Anspruch nehmen.

Es kommt meiner Erfahrung nach selbst bei sehr ungünstigen Witterungsbedingungen selten vor, dass während der Tour jemand erkrankt. Als ich mit zwei Paddelfreunden nördlich des Polarkreises auf dem Porcupine in Kanada und Alaska paddelte, erlebten wir innerhalb von anderthalb Tagen einen Temperatursturz von mehr als 30 Grad. Nach mehreren Tagen mit 24 Stunden Sonnenschein bei Temperaturen von über 30 Grad Hitze bedeckte sich der Himmel. Es begann zu regnen, wobei ein eiskalter Wind aus Richtung Nordpolarmeer wehte und das Thermometer allmählich auf 2, 3 Grad fiel. Weil Charly grundsätzlich nicht das tatsächliche Wetter wahrnahm, sondern fest an das von ihm gewünschte glaubte, zog er keine Regensachen an, denn seiner Überzeugung nach musste gleich wieder die Sonne scheinen. Nachdem ich gerade noch rechtzeitig die Regenjacke übergestreift und die Spritzdecke geschlossen hatte, sagte Charly fast zeitgleich mit dem einsetzenden Regen in beruhigendem Tonfall: »Karin, es regnet nicht«, was ich angesichts der Tatsachen für eine etwas gewagte Behauptung hielt. Erst, als er nach einer Stunde völlig nass geregnet und durchgefroren war, hielt er den Wetterwechsel nicht mehr für eine Sinnestäuschung. Beim Umziehen konnte er vor lauter Zittern kaum die Kleidung halten. Dazu kam, dass er nur einen einzigen einigermaßen wärmenden Pullover mitgenommen hatte, der durch seinen nicht mehr regendichten Anorak bald nass war und den er ganz am Anfang der Tour bei Sonnenschein noch mit den Worten: »Nie wieder nehme ich so ein warmes Kleidungsstück mit« geschmäht hatte. Obwohl dieses unangenehme Wetter eine Woche lang anhielt, trug Charly nicht einmal einen Schnupfen davon.

Da die Tschunja weiter südlich, am 61. Breitengrad, verläuft, blieben uns dort solch krasse Wettereskapaden erspart.

An den Stränden gediehen häufig junge Weidensträucher, jedoch keine Bäume. Erst weiter oberhalb begann der Wald, bestehend aus schwachen Lärchen, wenigen Birken und Erlen und vereinzelten größeren Kiefern. Den äußerst unebenen Waldboden bedeckten Moos, Flechten und Niederwuchs, worin man beim Gehen tief einsank. Strauchwerk und umgestürzte Bäume erschwerten zusätzlich das Durchkommen, und dichte Mückenwolken umlagerten den Eindringling. Deshalb ließen wir die Idee, Wanderungen in der Taiga zu machen, sehr bald fallen. Auch von der Vorstellung, zum Schutz vor Bären die Lebensmittelsäcke in Bäume zu hängen, mussten wir uns schnell verabschieden. Man liest diese Empfehlung in fast allen Outdoor-Büchern, aber woher sollte man in nördlichen Gebieten geeignete Bäume nehmen? Unter den dort herrschenden klimatischen Bedingungen bleiben die Bäume klein und bilden nur schwache Äste aus.

Manchmal paddelten wir an abgebrannten Waldgebieten vorüber, in denen bereits wieder junge Bäume aus der Asche emporwuchsen. Diese lokalen Waldbrände scheinen kein wirkliches Problem zu sein, denn sie dienen wohl eher der Verjüngung des Waldes als dessen Vernichtung. Die hohen Moos- und Flechtenteppiche in älteren Waldbeständen verhindern nämlich das Aufwachsen jungen Gehölzes.

Karin  Haß

Über Karin Haß

Biographie

Karin Haß arbeitete als Buchhändlerin, Industriekauffrau, Betriebswirtin und Programmiererin in Hamburg, bevor sie das Leben in der Großstadt gegen das in der sibirischen Taiga eintauschte. Von ihr liegen bei Malik National Geographic die Bände »Fremde Heimat Sibirien« und »Bärenspeck mit Pfeffer....

Unser Blog zu Karin Haß
Weitere Beiträge
Inhaltsangabe

Karte

Srednjaja Oljokma, 20. Juni 2006 

Frauen paddeln durch die Taiga 

Was blieb 

In der Mongolei 

Weiterreise nach Sibirien 

Rückblick – Faltbootfahrt auf Tungir und Oljokma 

Heimat für acht Monate 

Ein Fluss für mich allein  

Heimgekehrt ins Dorf 

Auf den Hund gekommen 

Herbsttöne 

Streifzüge 

Vom Lieben und vom Glück 

Harte Männer mit großem Herz 

Mein sibirischer Winter 

Ein Zauberer 

Der hässliche Mann 

In der winterlichen Taiga 

Tiefschläge 

Das wahre Abenteuer 

Mein anderes Leben  

Die Elchjagd 

Was wird hier eigentlich gespielt? 

Arztbesuch auf sibirische Art 

Der Alkohol und der Tod

Herr der Taiga 

»Weidmannsheil« auf Russisch 

Die schönste Jahreszeit 

Die Arbeit ist kein Wolf 

Fragezeichen 

Hinweise 

Anmerkungen 

Glossar 

Kommentare zum Buch

Fremde heimat Sibirien
Edith von Lossow am 01.08.2015

zwei wunderbare Bücher von Frau Haß geschrieben, sie entführen in ein fremdes, aber Landschaftliches zauberhaftes Land. Durch ihre Erzählungen fühlt man sich vor Ort. Ich kann diese Bücher voller Überzeugung weiter empfehlen, für Menschen die ebenfalls der Natur so verbunden sind. Einfach wunderbar !

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