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Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben (Above the Clouds 1)Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben (Above the Clouds 1)

Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben (Above the Clouds 1)

Gabriella Santos de Lima
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Roman

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Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben (Above the Clouds 1) — Inhalt

Die Weite des Himmels, leuchtend rote Wolken und das Funkeln von tausend Sternen
Flugbegleiterin Olivia Green hatte nie vor, sich zu verlieben – schon gar nicht in den attraktiven, grüblerischen Nick Saint James. Der frisch ausgebildete Pilot scheint genau wie seine arroganten Kollegen aus dem Cockpit zu sein. Doch je näher die beiden sich kommen, desto deutlicher kann Olivia den Menschen sehen, der Nick wirklich ist: ein verlorener Künstler, der seinen größten Traum aufgeben musste. Mit jedem Blick aus seinen mehrfarbigen Augen bringt er ihre Gefühle aufs Neue durcheinander. Und Olivia muss sich fragen, ob sie ihr Herz wirklich in seine Künstlerhände legen möchte …

„Dieses Buch ist ein einziger Herzstillstandmoment. Für mich schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight unter den deutschsprachigen New-Adult-Romanen.“ Sarah Sprinz, Autorin von „What if We Drown“ 

»Mit ›Flaming Clouds‹ hat sich Gabriella direkt in mein Herz geschrieben. Der poetische Schreibstil und die authentischen Charaktere machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ein Must-Read für alle, die ihr Herz verlieren wollen.« @bookspumpkin

Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitet nebenberuflich als Flugbegleiterin. Am liebsten schreibt sie mit Aussicht auf pulsierende Innenstädte mit laut aufgedrehter Musik. Die Autorin ist bereits in den Social Media bekannt, auf Instagram postet sie unter @gabriellasantosdelimaa Buchtipps und Neuigkeiten aus ihrem Leben.

€ 12,99 [D], € 13,40 [A]
Erschienen am 01.03.2021
416 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06251-0
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€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 01.03.2021
416 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-99866-6
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Leseprobe zu „Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben (Above the Clouds 1)“

Rote Wolken

Es war Ende Dezember. Und es passierte an einem Montag. Montag, der Dreißigste. Der letzte Wochenbeginn des Jahres, das bloß angefangen hatte, um vorüberzugehen. Damit ich Tag für Tag in meinem Kündigungskalender mit einem Kreuz abhaken konnte, das laut Lilah nur jeweils vierundzwanzig Stunden Warten bedeutete. Wie ein Leben, das ich auf Pause gestellt hatte. Und das wäre Mist, weil ich doch schon so viele Kreuze gemalt hätte. Tausendsiebenundsechzig, um genau zu sein. Vielleicht hatte meine Freundin recht. Vielleicht auch nicht. Wenn ich [...]

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Rote Wolken

Es war Ende Dezember. Und es passierte an einem Montag. Montag, der Dreißigste. Der letzte Wochenbeginn des Jahres, das bloß angefangen hatte, um vorüberzugehen. Damit ich Tag für Tag in meinem Kündigungskalender mit einem Kreuz abhaken konnte, das laut Lilah nur jeweils vierundzwanzig Stunden Warten bedeutete. Wie ein Leben, das ich auf Pause gestellt hatte. Und das wäre Mist, weil ich doch schon so viele Kreuze gemalt hätte. Tausendsiebenundsechzig, um genau zu sein. Vielleicht hatte meine Freundin recht. Vielleicht auch nicht. Wenn ich ausrechnete, wie viele Tage noch bis zum ersten September fehlten, war das kein Warten. Das war Leben in seinen träumerischsten Farben, mit meinem wild pulsierenden Herzen, das sich dann so anfühlte, als höbe es ab. Hoch, höher und immer weiter in den Himmel, bis es nicht mehr zu erkennen war.

An diesem Montag stand ich unter roten Wolken, als ich ihm begegnete. Drei unendliche Ewigkeiten lang betrachtete er die Zeichnungen vor sich. Völlig verträumt. Was für ein Idiot, dachte ich, aber genau dort, dort in Heathrow, mit aufsteigenden Fliegern in den Ohren und den müden Gedanken im Kopf, passierte es.


Kapitel 1 - Olivia
Noch 246 Tage

Meine beste Freundin Lilah marschierte mit einer Mission auf mich zu. Das erkannte ich an ihrem Gang, zielorientiert und bestimmt, wie eine Art Soldatin auf Pumps. Gekonnt erkämpfte sie sich den Weg durch den Flughafendschungel, die königsblaue Uniform war dabei ihre undurchdringliche Rüstung.

Bevor sie mich erreichte, blinzelte ich mir selbst im schwarzen Laptopbildschirm entgegen. Unendlich dichtes Haar, Sommersprossen und todmüde Augen. Hellwach, dachte ich.

„Ich wusste, dass du hier bist“, sagte sie.

„Weil ich es dir geschrieben habe, Sherlock.“

Lilah brauchte keine Einladung, um sich mit ihrem Coffee to go an meinem Tisch niederzulassen. Das Starbucks im Terminal 3 war so gut besucht wie immer. Bunte Reisetaschen, umherrennende Kinder und Touristen, die sich bei veganem Bananenbrot in fremden Sprachen unterhielten. Ich, die in den letzten zweiundneunzig Minuten Worte getippt hatte, um sie gleich darauf wieder zu löschen. Jetzt auch Lilah, die den schwarzen Bambusbecher zwischen den Fingern fest umklammerte. Ein Weihnachtsgeschenk ihres Bruders Dean, bedruckt mit bunten Glitzersprenkeln und der Konstellation ihres Sternzeichens. Zwilling, immer unterwegs, kreativ und unruhig.

„Was hasse ich mehr, als in Uniform mit der Piccadilly Line nach Heathrow zu fahren?“, fragte sie und nahm einen Schluck von ihrem Kaffee.

„In Uniform mit drei Busumstiegen nach Heathrow zu fahren, weil die U-Bahn-Fahrer streiken.“

„Das war zu einfach.“ Sie deutete augenrollend auf meinen Laptop. „Wie viele Versuche gibst du mir? Drei?“

„Wir wissen beide, dass du nur einen brauchst.“

„Du hast an dem Motivationsschreiben für das Emilia-Graham-Stipendium gearbeitet“, sagte sie und meinte damit die leere Worddatei namens Green_Olivia_Herkunft, an der ich verzweifelte. „Natürlich brauche ich nur einen Versuch. Wieso solltest du auch sonst nach einem Nachtflug hier sitzen? Ist ja nicht so, als hätten wir eine Wohnung in Shoreditch. Du weißt schon, dort, wo dein Bett steht und Mister Gegenüber seinen One-Night-Stands keine Privatsphäre in Form von Jalousien gibt.“

Bei dem Wort Bett pochte es mir in den Schläfen.

Zusammen mit June waren Lilah und ich nicht bloß die engsten Freundinnen und Flugbegleiterinnen bei LondAir, sondern auch Mitbewohnerinnen. Wir hatten ein gemeinsames Zuhause, ein Altbau in der Swanfield Street, drei Zimmer, eine Wohnküche, vierundsiebzig Quadratmeter voller Pflanzen und Chaos.

„Ich bin um zwölf von Porto gelandet“, murmelte ich. „Geplante Landung war kurz nach neun, aber wir hatten über drei Stunden Verspätung und –“

„Drei Stunden? Krass. Trotzdem erklärt das nicht, wieso du noch hier bist. Selbst wenn du nach deiner halben Nachtschicht unbedingt an diesem Aufsatz arbeiten willst.“

Mit einem tiefen Atemzug griff ich in meiner Tasche nach Sam der Zweiten, die so wie ihre Vorgängerin auch ein mittelgroßes Smythson-Modell war. Beweise waren immer besser als Ausreden, also schlug ich die Seite des heutigen Tages auf.

Stipendiumaufsatz beginnen und Nachhilfestunde vorbereiten.

„Wenn ich jetzt nach Hause gehe, ist meine Disziplin im Eimer, und ich schwöre meinem Bett, dass ich es nie wieder verlasse. Vielleicht meine ich es dann sogar ernst. Egal, ob ich die Punkte auf meiner Liste abgearbeitet habe oder nicht.“

Und das ging nicht.

Und das wusste Lilah.

Natürlich fand sie es wahnsinnig, dass ich vier Monate vor Einsendeschluss mit dem Aufsatz begann. Aber sie fand es auch ziemlich verrückt, dass ich Primzahlen vor mich hinmurmelte, wenn ich nervös war. »Livy, Livy, Livy …«, sagte sie dann, mein Name in dreifacher Wiederholung, verpackt in einem tiefen und ratlosen Seufzer.

Livy, Livy, Livy …

Was machst du hier? Du bist nicht hellwach.

Lilah war nicht die Einzige, die meinen Namen so eindringlich wiederholen konnte. Diese Stimme in meinem Kopf war das Schlimmste nach den wachen Nächten. Egal, ob ich einschlafen wollte oder den wichtigsten Aufsatz meines Lebens schreiben musste. Klar war ich nicht hellwach. Ich war endlose Schlaflosigkeit auf zwei Beinen und ein Zombie mit schnell pochendem Herzen, weil Herzen manchmal rasten, wenn Körper zu wenig Schlaf bekamen.

„Schau nicht so.“ Ich tätschelte Lilah den Handrücken. „Noch zweihundertsechsundvierzig Tage, dann ist alles vorbei.“

„Du bist so verrückt.“

Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Eigentlich brauchte Lilah bloß mit den Mundwinkeln zu zucken, damit in ihrem Gesicht die Sonne aufging. Wie ferngesteuert begannen selbst ihre Ohrläppchen zu strahlen, und alles ringsum wurde heller. Wenn man ihr direkt gegenübersaß, wurde einem sogar wärmer. Nur jetzt war ihr Lächeln nicht ganz so breit, denn es hing schief.

Ich war so in Gedanken versunken, dass ich fast nicht bemerkte, wie sie mir Sam aus der Hand nahm und nach einem Kugelschreiber in ihrer Tasche fischte. In Rekordgeschwindigkeit kritzelte sie ein paar Zeilen in den Kalender und schob ihn mir wieder hin. Kritisch beäugte ich das Geschriebene.

Ich werde nach Hause gehen, schlafen und mir, wenn ich aufwache, eine Liste mit Neujahrsvorsätzen erstellen, die nichts mit meinen großen Plänen zu tun haben. Spontan sein, wild sein, frei sein. Skinny Dipping. Mich auf ein Abenteuer begeben. Einfach so an den Strand fahren. Menschen nicht immer gleich wegstoßen. Lilah mindestens einmal am Tag für ihre grandiosen Vorschläge danken.

„Skinny Dipping? Abenteuer? Einfach so an den Strand fahren?“, las ich mit zusammengezogenen Brauen laut vor.

Noch während ich die Worte überflogen hatte, war sie aufgestanden.

„Was auf deiner To-do-Liste steht, ist Gesetz, schon vergessen?“ Sie strich sich die Hose glatt. »Natürlich ist es sehr klischeehaft. Achtung, Achtung, Pathosalarm! Das würde mein Dozent jetzt sagen, aber es sind Semesterferien. Also … Übrigens würde ich wirklich gern mit dir die Vorsätze ausdiskutieren, wenn ich nicht losmüsste. Hinterher komme ich noch zu spät und erhalte ein herzallerliebstes Feedback von dem Kabinenchef.« Sie unterdrückte ein weiteres Augenrollen. „Vielleicht hilft dir June, wenn sie noch nicht bei ihrem Dad ist. Sonst seht ihr euch ja morgen auf dem Flieger.“

Statt meiner Freundin zu antworten, starrte ich ihre Notizen weiter an. „Skinny Dipping“, wiederholte ich angeekelt.

„Du musst es ja nicht wörtlich nehmen.“ Sie musterte mich erwartungsvoll. „Was ist? Bekomme ich zum Abschied keine Neujahrsumarmung? Das ist doch das Mindeste, nachdem ich nach dir gesehen habe.“

„Du wolltest mir deine Neujahrsvorsätze aufdrücken. Das war deine Mission. Hab ich übrigens schon an deinem Gang bemerkt. Außerdem ist Neujahr erst übermorgen.“

„Na und? Komm schon, umarm deine beste Freundin zum letzten Mal in diesem Jahr!“

Lilah lachte diesmal völlig sorglos und gar nicht schief, da war sie wieder, die Mittagssonne in ihrem sonst so blassen Gesicht. Als ich mich erhob, quietschten die Stuhlbeine.

„Du siehst schrecklich müde aus“, hauchte sie mir ins Ohr und drückte mich an sich. „Wie die gesteigerte Version eines Zombies.“

„Nein“, sagte ich ganz ernst. „Ich bin hellwach.“

„Wie viele Tage musst du dir die Lüge noch selbst glauben?“ Lilah löste sich schnaubend von mir.

Es war immer etwas seltsam, sie in ihrer LondAir-Version zu beäugen. Eigentlich trug sie nur Schwarz auf Schwarz in Form von zerrissenen Hosen mit ausgewaschenen Shirts ihrer Lieblingsbands. Kings of Leon, Giant Rooks, The Kooks. Kopfhörerschnüre und zerfranste Jutebeutel anstelle von Perlenohrringen und des Namensschilds. Als wäre sie außerhalb des Flughafens immer verspätet auf dem Weg zu einer Vorlesung und beherbergte keinen Koffer mit zig verblassten Aufklebern neben dem Jackett in ihrem Zimmer.

„Zweihundertsechsundvierzig Tage“, flüsterte ich und widerstand dem Drang, mit dem Finger über die schwarze Tinte auf meinem Handgelenk zu fahren.

In zweihundertsechsundvierzig Tagen werde ich gekündigt und in Oxford angenommen sein. In zweihundertsechsundvierzig Tagen wird es nur noch mich und meine Zahlen geben. Das Eulersche E, die Kreiszahl Pi, alle Brüche, alle Wurzeln, kein Gefühl von plötzlicher Taubheit mehr, das mich manchmal einfach überrennt. Endlich.

Später würde ich mich detailgetreu an diesen Moment erinnern. Das Wasserschlauchzischen der Kaffeemaschinen und das aufgerissene Zuckerpäckchen auf dem benachbarten Tisch. Wie ich Lilah nachsah, bis sie mit der Flughafenhektik verschwamm. Eine Flugbegleiterin am Boden, anziehend, bevor sie aufstieg. Ich würde mich haargenau an die unterdrückte Erschöpfung erinnern, mit der ich mich wieder hinsetzte und die eingegangene Mail schließlich bemerkte.

Evergibson@gmail.com, bestimmt Spam oder Werbung, in jedem Fall lästig und löschbar. Tja. Nicht ganz.

Ever Gibson

An: olivialgreen@gmail.uk

Betreff: Wichtig

Liebste Olivia,

ich sende dir anbei einen Link, der dich interessieren könnte.

Liebste Grüße!

E


Vierzehn Worte, ein Buchstabe, eine Abkürzung. Mit gerunzelter Stirn erkannte ich, dass der Link mich auf eine Dozentenwebseite der Stanford führte. Robert Gibson, Professor für theoretische Astrophysik und Kosmologie, Anfang vierzig und lächelnd. Mit dem Hemd und dem markanten Brillengestell schien er so professionell und kompetent. Alles an ihm schrie förmlich Privatuni hoch tausend. Seine Augen waren das Anziehendste. Tief und dunkel wie schwarze Löcher in einem gebräunten Gesicht.

Ich überflog die Biografie, vorbei an wissenschaftlichen Publikationen und hochgestochenen Worten. Bachelor in Stanford, Master in Cambridge, ausgezeichnet mit dem Bruno-Rossi-Preis 2009. Selbst seine fundamentalen Forschungsinteressen waren aufgelistet.

Woraus besteht das Universum?

Welche physikalischen Gesetze regeln die Gesetze des Universums?

Tief einatmend beäugte ich das Foto erneut. Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung, Eigenschaften von klassischen schwarzen Löchern. Sommersprossen, Möchtegerneinsteinfrisur und ein undeutbarer Blick, Eigenschaften von Robert Gibson. Ein sonnenmassenschweres Phänomen und ein Mensch. Beides Gravitationsfallen, die alles auf ihrem Weg verschlangen.

Ich schloss das Tab so schnell, als könnte ich mich in verbogener Zeit verlieren, starrte ich dem American Boy länger ins Gesicht.

Noch in derselben Sekunde piepte es mir im linken Ohr. Mein Stresstinnitus. Ich hätte einfach ein emotionales Ohr, hatte die Ärztin vor Jahren mal gemeint.

Emotionales Ohr, taubes Herz, dachte ich manchmal.



Kapitel 2 - Nick
Nach 893 Tagen

Wir trafen uns um drei. Scott, Chester, Remy. Und ich. Scott und Chester waren schon da, als ich das Rascal im Terminal 3 erreichte. Die Flughafenbar war das Lieblingslokal unter meinen Kolleginnen und Kollegen in ganz Heathrow. Mit dem Mitarbeiterausweis gab es zwanzig Prozent auf die gesamte Karte, die dunklen Wände und das gedämpfte Licht im Innern wirkten beruhigend auf Augen und Nerven. Vor allem nach Zwölf-Stunden-Schichten in der grellen Beleuchtung einer Flugzeugkabine. Statt des ständigen Rauschens und der verzerrten Funkstimmen hörte ich nun die Musik aus den versteckten Lautsprecherboxen. Nichts Schnelles und ja nichts Drängendes. Nur angenehme Hintergrundklänge, passend zum Feierabend, den man ausklingen ließ.

„Nick, Mann, da bist du ja endlich!“

Chester winkte mir breit lächelnd zu. Er trug einen dunklen Sweater über dem Hemd, an seinen Füßen glänzten die ledernen Schnürschuhe. Blitzblank poliert sahen sie genauso neu aus wie meine eigenen.

„First Officer Saint James hat es endlich zu uns geschafft.“ Scott hob seine weiße Tasse, während ich mich auf dem Stuhl ihm gegenüber niederließ.

„Gut erkannt, First Officer Porter.“

„Vielen Dank, First Officer Pike.“

„Ihr seid echt bescheuert.“ Ich rollte mit den Augen, aber eigentlich meinte ich es nicht ernst.

First Officer. Keine Ahnung, wie lange meine Freunde und ich davon geträumt hatten, die zwei Worte auf unseren Namensschildern zu haben. Natürlich war es affig, wie wir hier saßen, vor uns hin witzelten, lachten, Heißgetränke bestellten, weil es zu früh für Bier war, und Remy mit „Na, hallo, First Officer Crawford!“ begrüßten, als auch er mit seinem Trolley auf uns zukam. Wir erzählten vom Fliegen, diskutierten über unsere Lieblingsdestinationen, die besten Hotels auf der Strecke, über das Pilotenleben im Ganzen und fragten uns, ob es so war, wie wir es uns vorgestellt hatten. Dabei hoben sich die Stimmen meiner Freunde so, als würden sie mit vibrierenden Triebwerken starten.

Aber irgendwie war es auch nicht affig.

Wir hatten uns das verdient. Zwei Jahre lang hatten wir uns zu Linienpiloten ausbilden lassen. Viel Arbeit und viel Angst, die wir meistens verheimlicht hatten, weil die meisten von uns doch harte Kerle waren, die bei Dating-Apps happy pilot to be in ihr Profil schrieben.

Seit drei Monaten hatten wir unseren Final Check hinter uns. Seit drei Monaten trugen wir die drei Streifen an den Ärmeln unserer Jacken und flogen auf dem rechten Sitz im Cockpit durch Europa. Seit drei Monaten hatten wir uns treffen wollen. Und endlich hatte es geklappt. Chester war vor einer guten Stunde von Palma gelandet, und Scott kam von einem schnellen Genf-Turnaround. Remy hingegen würde in knapp eineinhalb Stunden die Crew seines heutigen Romflugs im FOC begrüßen. FOC war unsere gängige Kurzversion für das Flight-Operation-Center, das Gebäude neben dem nördlichen Flughafenausgang, wo jeder unserer Arbeitstage begann. Auch ich hatte letzte Nacht nicht in meinem Bett geschlafen, sondern in Oslo übernachtet.

„Wir leben nicht nur einen Traum“, sagte Scott. „Wir leben einen Traumjob.“

Daraufhin nickten alle. Pilot zu sein, das war nicht bloß ein Traumberuf, das war eine echte Berufung, für die man geboren wurde. Grenzenlose Freiheit und ewiger Weltenbummler, das Pilotendasein enthielt alles und mehr.

»Wenn …« Remy fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Seine Augen waren müde, leuchteten aber. Das machte das Fliegen aus dir. Du warst todmüde und todglücklich zugleich. „Wenn ich mir vorstelle, nie mehr fliegen zu können, wird mir ganz anders. Ich glaube, wenn ich wirklich nie wieder fliegen könnte, würde ich sterben.“

Mein Freund klang so ernst, dass niemand eine Antwort darauf wusste. Bis Scott die Stille mit einem Räuspern brach und die weiße Tasse hochhielt.

„Auf das Fliegen!“, rief er, ganz ernst, ganz sicher und fast feierlich.

„Auf das Fliegen“, wiederholten wir und hoben unsere Heißgetränke.

Keine Ahnung, ob jemand das Zittern in meiner Stimme hörte.


Kapitel 3 - Olivia

Vier kribbelnde Gliedmaßen, sonnenmassengroße Gedanken an Robert Gibson, jeweils ein rasendes Zombieherz und ein todmüder Körper. Mein total fertiger Körper. Okay, na schön. Ich war ohne Frage nicht hellwach.

Als mein Handy um 16:34 Uhr mit einer Nachricht von Mrs Murphy vibrierte, sah ich das ein und legte den Stift beiseite. Jasons Mum, die Mutter eines meiner Nachhilfeschüler, fragte mich, ob ich morgen eine Extrastunde dazwischenschieben könne. Jason kann wirkliche jede Ihrer Stunden gebrauchen, wegen der Versetzung, Sie wissen schon, schrieb sie. Ich fuhr mir mit der Hand über das Gesicht. Am Vormittag hatte ich bereits eine Nachhilfestunde mit Andy vereinbart, und um fünf Uhr nachmittags sollte ich den Flug nach Dublin antreten, wo ich übernachten würde. Silvester während eines Auslandsaufenthalts mit June zu verbringen war eigentlich genauso unmöglich wie ein Sechser im Lotto. Selbst wenn wir uns im Planungsportal gemeinsame Flüge wünschten.

Aber irgendwann hatte wohl jeder einmal Glück.

Ich nahm den letzten Schluck meines Chai und schrieb Jasons Mum, dass ich zwischen elf und dreizehn Uhr Zeit hätte, dann packte ich meine Sachen.

Hellwach, aber eigentlich zu müde, um einen Flughafen zu durchqueren, war ein kleiner Horror. Alles war voll und laut und zu hell. Flughäfen glichen schlaflosen Großstädten, nur dass sie nicht hektisch New-York-artig pulsierten, sondern rauschten. Fliegerlärm, Flugzeuglärm und Menschenlärm von überall aus der Welt. Indien, Spanien, Australien. In Heathrow hörte ich Gesprächsfetzen in jeder Sprache. Eigentlich fand ich das interessant, heute jedoch war ich so fertig, dass ich mir auf der nächsten Rolltreppe Kopfhörer in die Ohren steckte. Ich stellte meine liebste Spotify-Playlist ein. Florence-Fantasie. Bloß schwere Lieder. Gerade Cosmic Love, um die Gedankenexplosionen aufgrund von Professor Doktor Robert Gibson zu übertönen. Und wegen dieser E. E wie Ever? Ever wie immer? Wer war sie? Ever Gibson. Eine Schwester, eine Mutter, eine Tochter? Seine Frau? War sie noch betrunken vom Weihnachtspunsch und eingehüllt in diese Weihnachtsblase mit dem dringenden Bedürfnis nach einem Happy End? Aber wieso jetzt? Wieso sie? Wieso nicht er? Wieso aus dem Nichts? Wieso überhaupt ich?

Draußen im Busbahnhof erwischte mich die Luft so eiskalt wie eine Dusche um sechs in der Frühe. Als ich die Kunstwerke auf den hohen Plakatwänden passierte, verlangsamten sich meine Schritte. Inspiriert von ihren Heimatorten Tromsø, Buenos Aires und Honolulu, hatten junge Künstler und Künstlerinnen Bilder für die neueste LondAir-Werbekampagne kreiert. Mein Lieblingsbild war das dritte von links, mit den grünen Schwaden auf einem nachtblauen Himmel und dem Stadtlichtermeer darunter.

Gerade machte eine ältere Dame davor halt, während rechts von ihr Jugendliche in Jogginghosen rauchten. Fünf Schritte weiter bemerkte ich diesen Typen. Die Hände in die Taschen seiner Bomberjacke vergraben, betrachtete er die Bleistiftzeichnungen von Buenos Aires. Er trug weder Jackett noch Pilotenmütze, doch ich machte ihn trotzdem als Co-Piloten inkognito aus. Als Airline-Angestellte achtete ich automatisch auf verräterische Kleinigkeiten. Uniformschuhe zu Jeans, das rote Crew-Label am Koffer. Bei ihm bemerkte ich nicht nur beides, er trug sogar die LondAir-Anzughose. Anfänger, dachte ich und musterte ihn genauer. Er war auf jeden Fall groß und viel größer als die meisten meiner Kolleginnen in den Zehnzentimeterpumps. Seine Statur war schlank, lange Beine, lange Arme, in seinem Nacken rollten sich dunkle Haarsträhnen zusammen. Um sein Gesicht im Profil zu erkennen, war ich zu weit weg.

Ich sah ihn so lange wie möglich an.

Und das war komisch.

Die Uniform schreckte mich eigentlich ab, und von gut aussehenden Piloten hielt ich mich grundsätzlich fern. Das hatte ich beschlossen, als Lilah mit Colson Lexington ausgegangen war, der neben ihr auch eine Flye-Flye-Flugbegleiterin gedatet hatte. „Dieses Klischee stimmt so was von“, hatte sie gesagt und erzählt, dass laut Colson jeder seiner Kollegen zwei-, drei- oder viergleisig fuhr.

Wahrscheinlich mochte ich einfach, wie versteinert der Typ da verharrte. Er wirkte so, als wäre ihm der ganze Flughafentrubel egal und er gar kein Pilot, der gerade von einem Flug kam.

Als wäre er bloß ein Augenpaar, das Bleistiftzeichnungen studierte.

Außerdem war da noch etwas anderes. Nicht unbedingt etwas Attraktives oder Anziehendes, eher etwas flüchtig Bekanntes, das ich nicht einordnen konnte. War ich schon einmal mit ihm geflogen? Ein schneller Mallorca-Turnaround? Eine Übernachtung in Genf, wo ich ihn beim Frühstücksbüfett als Teil verschiedener Crews bemerkt hatte?

Bevor ich an ihm vorbeiging, kniff ich sogar die Augen zusammen, in der Hoffnung, das fehlende Puzzleteil zu finden. Aber ich fand kein Puzzleteil. Ich konnte nicht einmal sein Gesicht betrachten, weil er sich einzig weiter dieser Bleistiftzeichnung zuwandte.

Wie hypnotisiert.

Angekommen an dem Bushaltesteg 19, drehte ich die Musik in meinem Handy auf. Normalerweise fuhr ich immer mit der U-Bahn, doch heute streikten die Zugführer. Das Chaos, das an den zentralen Haltestellen gerade herrschen musste, wollte ich mir gar nicht vorstellen.

Mein Blick blieb an den Doppeldeckerbussen Richtung West Croydon und Greenford Station hängen, der traurig grauen Flughafenfassade und dann am Himmel voller Flieger. Feuerrote Wolken auf einer vibrierend orangefarbenen Fläche. Unzählige Maschinen stiegen in die Höhe und zogen dabei wolkenweiße Rauchschwaden hinter sich her. Der Himmel sah aus wie ein Gemälde von hellen Pinselstrichen, willkürlich und hemmungslos auf die Leinwand gesetzt, als hätte der Künstler sich beim Malen skrupellos verloren.

Wie von selbst musste ich an Mum denken. Sie mochte den abendroten Himmel, keine Spur von Blau, Blässe und Weiß. Nur Farben, die brannten, ein Horizont, der in Flammen stand. Das war die Welt, die sie liebte. So ruhig, so bunt, so leise und dabei so einfach. Das sei alles, was sie je gewollt habe, hatte sie einmal gesagt und das Wort einfach besonders betont. Ich wusste, dass sie dabei an ihren American Boy gedacht hatte, der ihr nie wirklich gehört hatte, meinen Vater, den ich nicht kannte, und den Mann, der verschwunden war, weil er einfach nicht mehr gekonnt hatte. Robert Gibson, unser schwarzes Loch.

Ein letztes Mal wanderte mein Blick zu dem Flight-Crew-Angestellten inkognito, der immer noch vor der Bleistiftzeichnung von Buenos Aires stand. Ein vor sich hin träumender Pilot an der Central Bus Station in Heathrow.

Anschließend holte ich tief Luft und wählte Mums Nummer, obwohl der Zeitpunkt ungemein unpassend war. Es war der dreißigste Januar. Ein Fastende. Kein Tag, um eine mysteriöse E-Mail zum American Boy zu erhalten. Das nämlich war ein Beginn im Ende und nichts, was ich in diesem Jahr abschütteln könnte.

Mum ging beim dritten Klingeln dran.

„Livy-Liebling?“ Sie klang alarmiert. „Ist alles okay?“

Ich sah vor mir, wie sie im Kiosk saß, das Handy fest gegen das Ohr gepresst. Tabakdosen hinter ihr, Zeitungen rechts, Schokoriegel links. Mum, umzingelt von abgedruckten Promigesichtern und sauren Apfelringen, dabei eingehüllt in ihre vielen Schichten von Kleidung. Shirt, Pullover und Cardigan, vielleicht sogar ein Schal. Meine Mutter war eine phänomenale Schichterin. Sie kochte am liebsten Lasagne, verpackte Geschenke zuerst in schimmerndes Seidenpapier, dann in Kartons und zuletzt in hochwertige Tüten. Morgens spachtelte sie ihr Gesicht fachmännisch mit Feuchtigkeitscreme, Primer, Grundierung und Concealer zu. Erinnerungen an den American Boy verbarg sie unter hastigem Lächeln und abwinkenden Handbewegungen. Unter Wasserhahnrauschen, wenn sie spülte, oder lauter gestelltem Fernsehgelächter, wenn sie im Wohnzimmer saß.

»Ja, alles in Ordnung. Es ist bloß … sagt dir der Name Ever etwas?«

„Ever? Wer soll Ever sein?“

„Jemand, der mir eine Mail geschrieben hat. Mit, äh, einem Link zu dem Dozentenprofil eines Robert Gibson. W… wusstest du, dass er Professor an der Stanford ist?“

„Nein.“ Pause. „Was hat diese Ever geschrieben?“

„Dass mich dieser Link interessieren könnte.“

„Ever.“ Sie überlegte laut. „Ever, Ever, Ever. Nein, da klingelt nichts.“

Ich schwieg.

Mum schwieg.

„Es tut mir leid, Liebling“, flüsterte sie, ganz roh und ohne Schichten.

Die pure stechende Wahrheit.

Mir auch, dachte ich.

Gabriella Santos de Lima

Über Gabriella Santos de Lima

Biografie

Gabriella Santos de Lima, geboren 1997 in São Paulo, studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und arbeitet nebenberuflich als Flugbegleiterin. Am liebsten schreibt sie mit Aussicht auf pulsierende Innenstädte bei laut aufgedrehter Musik. Auf Instagram postet sie unter @gabriellasantosdelimaa...

Pressestimmen
weltbild.de

„Eine langsame, manchmal sexy Liebesgeschichte in wunderbar poetischen Worten. Eine Geschichte von alten Verletzungen, fast vergessenen Träumen und der Kraft, über den eigenen Schatten zu springen. Ich empfehle es Fans von Kathinka Engel, Lilly Lucas und Laura Kneidl.“

endlessbookworld

„Unglaublich emotionsgeladen und besonders.“

readbooksandbefree

„Ich habe mich in das Buch, die Protagonisten und die Geschichte einfach verliebt!“

expectobooktronum

„Ich liebe die Charaktere, die sie erschaffen hat, ich liebe es, dass sie nicht so 0815 sind, das leicht melancholische, was mitschwingt.“

hannasbuchblog

„Poetisch, malerisch, lebhaft und einfach wunderschön zu lesen.“

lanasbookworld

„Diese Geschichte ist ein Kunstwerk, gezeichnet mit Worten, bestehend aus Liebe, Gefühlen und Emotionen.“

readness_

„Dieses Buch ist Kunst!“

headoverbook

„Dieses Buch hat mein Herz berührt, zerbrochen, wieder zusammengesetzt, und am Ende war es nicht mehr wie zu Anfang.“

_erzaehlerin

„Es ist so gut und so anders!“

zwischen.prinzen.und.badboys

„Kein irdisches Wesen kann so ästhetisch und künstlerisch mit der Sprache umgehen.“

bookishmoonlight

„Die Autorin geht auf eine ganz einzigartige Art und Weise mit ihren Worten um und zaubert mit ihnen eine emotionale und authentische Geschichte.“

book.wide

„Dieses Buch ist einer der einzigartigsten Liebesromane die ich je gelesen habe und genau deswegen hat das Buch alle Sterne verdient, die ich geben kann.“

girlwho.reads

„Der Schreibstil von Gabriella Santos de Lima ist für mich kaum in Worte zu fassen. Er ist absolut poetisch, künstlerisch und magisch, gleichzeitig jedoch ebenfalls total modern.“

kathis.books

„So verliebt in jeden einzelnen Satz. In jedes einzelne Wort.“

boooks.are.my.life

„Ein absolutes Wohlfühlbuch. Ich habe mich wie Zuhause gefühlt.“

justmiaslife

„Ein wirkliches Meisterwerk. Es besitzt eine unheimliche Tiefe, starke Emotionen, authentische und greifbare Charaktere und eine so enorme Echtheit, dass es eigentlich unmöglich ist, es nicht zu lieben. (...) Dass Flaming Clouds ein Jahreshighlight ist, muss ich glaube nicht mehr erwähnen“

saskiasbuecher

„Ihr Schreibstil ist wirklich grandios - verspielt, verträumt, zum verlieben.“

enisworldofbooks

„Die Worte klingen wie eine Melodie – gefühlvoll, ruhig und berührend.“

Blütenzeilen

„Wie ein lauer Sommerabend, voller Emotionen und unendlich viel Liebe.“

bookspumpkin

„Mit ›Flaming Clouds‹ hat sich Gabriella direkt in mein Herz geschrieben. Der poetische Schreibstil und die authentischen Charaktere machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ein Must-Read für alle, die ihr Herz verlieren wollen.“

mariesliteratur

„Ihre Geschichten sind Saudade, Herzschmerz, Poesie, Kunst, Weltschmerz und Hoffnung zugleich.“

Janine.uk

„ICH BIN VERLIEBT. Verliebt in den Schreibstil, in die Charaktere, in das ganze Setting.“

traumwelt.lesen

„Eine ganz ganz große und laute Empfehlung.“

Buchversum

„Schnell verfällt man dem Werk und kann es nicht mehr aus der Hand legen. Was natürlich am Schreibstil der Autorin liegt, der ungewöhnlich, lyrisch, bildlich und mit wundervollen Vergleichen unterlegt ist.“

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