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Er liebt, sie liebt

Er liebt, sie liebt

Roman

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Er liebt, sie liebt — Inhalt

Er liebt, sie liebt, alle lieben Nick Spalding!

Dating ist die Hölle – findet Jamie, seit er die Bekanntschaft mit einer sexuell Krieg führenden Geschiedenen gemacht hat. Nie wieder – sagt auch Laura nach ihrem letzten Speed-Dating-Desaster. Doch als Jamie und Laura sich kennenlernen, funkt es heftig, und sie vereinbaren ein erstes Treffen. Die echten Katastrophen können beginnen, denn Amor hat sich ganz offensichtlich mit dem Universum gegen die beiden verschworen, um mal wieder so richtig herzhaft zu lachen.

€ 5,99 [D], € 5,99 [A]
Erschienen am 10.12.2013
Übersetzer: Christina Kagerer
336 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-96300-8

Leseprobe zu »Er liebt, sie liebt«

Jamies Blog

O mein Gott, die stinkt ja aus dem Mund wie eine Kuh aus dem Arsch ! Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich Isobel am Donnerstagabend vor dem Pub JD Wetherspoon traf. Der zweite war, dass ich Jackie umbringen würde, sobald ich am Montagmorgen das Büro betrat.

» Du musst unbedingt meine Freundin Isobel kennenlernen «, hatte dieser verlogene Drache vor ein paar Wochen an der Kaffeemaschine zu mir gesagt. » Sie ist wirklich total nett. Ihr zwei werdet euch prima verstehen ! «

Und ich Idiot habe ihr geglaubt.

Jeder, der [...]

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Jamies Blog

O mein Gott, die stinkt ja aus dem Mund wie eine Kuh aus dem Arsch ! Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich Isobel am Donnerstagabend vor dem Pub JD Wetherspoon traf. Der zweite war, dass ich Jackie umbringen würde, sobald ich am Montagmorgen das Büro betrat.

» Du musst unbedingt meine Freundin Isobel kennenlernen «, hatte dieser verlogene Drache vor ein paar Wochen an der Kaffeemaschine zu mir gesagt. » Sie ist wirklich total nett. Ihr zwei werdet euch prima verstehen ! «

Und ich Idiot habe ihr geglaubt.

Jeder, der Jackie kennt, weiß, dass sie fast alles krankhaft optimistisch sieht. Ich hätte also wissen müssen,
dass ihre Beschreibung von Isobel mit der Realität nichts zu tun hat. Doch ich beschloss, mein Bauchgefühl zu ­ignorieren. Ich bin jetzt seit zwei Jahren Single, und ­unter diesen erschwerten Umständen siegt die Verzweiflung immer über den gesunden Menschenverstand.

Zwei Jahre … Ich kann es kaum glauben. So lange bin ich noch nie allein gewesen. In dieser Zeit habe ich bestimmt schon Tausende von Single-Fertigessen gekauft. Allerdings hatte ich nach Carla auch lange Zeit keine Lust, mich mit irgendwelchen Frauen zu verabreden. Das ganze Experiment mit meiner fiesen Exverlobten hatte mich davon überzeugt, dass es für mich das Beste sei, Single zu bleiben – jedenfalls die ersten Monate, bis sich der üble Beigeschmack dieser Geschichte in Luft aufgelöst hatte.

Ohne eine tolle Frau an seiner Seite geht es einem Mann allerdings nur halb so gut. Mit » toller Frau « meine ich eine mit Herz und ohne Hautkrankheiten. Und wenn ich » an seiner Seite « sage, meine ich » auf ihm und nackt «. Das Trauma, das ich bei der schlimmen Trennung von Carla erlitten habe, hat mich zwar emotional und geistig davon abgehalten, irgendwelche Frauen zu treffen, aber erzähl das mal meinem besten Stück …

Ehrlich gesagt, selbst wenn Jackie mir gleich verraten hätte, dass Isobels Muschi einer Bärenfalle gleicht – ich wäre wahrscheinlich trotzdem mit ihr ausgegangen.

Trotz ihres fürchterlichen Mundgeruchs beschließe ich, Isobel eine Chance zu geben. Vorausgesetzt, mein Gesicht befindet sich nicht direkt vor ihrem. Ihr entsetzlicher Atem ist leider schon auf einen halben Meter Entfernung zu riechen. Ein Begrüßungsküsschen auf die Wange ist also keine gute Idee. Ich halte die Luft an und kann der Situation relativ glimpflich entgehen.

Isobel ist nicht ganz unattraktiv, obwohl ihre mausbraunen Haare so streng in einem Pferdeschwanz nach hinten gebunden sind, dass es aussieht, als hätte sie sich selbst ein Facelifting verpasst. Vor Mitleid kommen mir fast die Tränen. Ihre Titten sehen ganz nett aus, wie es halt der Fall ist bei einem Wonderbra, der mindestens eine Nummer zu klein für sie ist. Die schwarze Bluse, für die sie sich entschieden hat, wirkt ein bisschen zu aufgeputzt, und der kastanienbraune, knielange Rock bringt ihren kantigen Hintern nicht gerade optimal zur Geltung. Aber ich habe die Wahl zwischen ein paar Stunden im Pub mit ihr oder meinem einsamen Häuschen, wo ich mir wieder mal zu Pringles mit Barbecue-Geschmack ­einen runterholen kann.

Mit einem resignierten Seufzer öffne ich die Tür des Pubs und warte darauf, dass sie eintritt.

» Danke sssön. Was für ein Gentleman «, sagt Isobel. Anscheinend hindert sie ihr Mundgeruch daran, das » sch « korrekt auszusprechen.

» Ist mir ein Vergnügen «, antworte ich mit gezwungenem Lächeln.

Während sie vor mir in Richtung Bar läuft, kann ich nicht anders, als mutlos auf ihren kantigen Hintern zu starren. Irgendwie symbolisiert er für mich mein totales Versagen, was den erfolgreichen Aufbau von Frauenbeziehungen in den letzten Jahren betrifft.

» Was möchtest du trinken ? «, frage ich sie an der schäbig aussehenden Bar, in der Hoffnung, dass sie sich ein Glas Mundwasser bestellt.

» Einen doppelten Wodka Bull, Süßer. «

Großer Gott.

Fünf Minuten später sitzt Jamie Newman mit seinem liebreizenden Blind Date in einer lausigen Sitzecke am hinteren Ende des Pubs. Der Tisch hat kaum Flecken, aber irgendjemand hat in überdimensionalen Buchstaben » Pete hat den Größten « auf die Platte geritzt. Diese große Schnitzkunst hat bestimmt eine gute Stunde in Anspruch genommen.

Es mag Leute geben, die der Meinung sind, Donnerstag sei der neue Freitag, aber von denen ist heute Abend keiner hier. Im Pub ist es so ausgestorben wie in der Wüste Gobi. Das Atemmonster und ich sind die einzigen Gäste, mal abgesehen von einem schrumpeligen ­alten Mann in grüner Regenjacke, der an der Bar mit seinem letzten Rest Bier kämpft, und zwei fetten Kerlen undefinierbaren Alters, die den Spielautomaten mit ­ihrem Arbeitslosengeld füttern – und das mit einem ­Eifer, der für den Sieg ihres sorglosen Optimismus über die kalte, harte Realität steht.

» Jackie sagt, du bist Journalist oder so was «, sagt ­Isobel, während sie ihren Drink kippt.

» Ähm, ja, so ähnlich. «

Eigentlich bin ich freiberuflicher PR-Berater und Werbetexter und unterstütze momentan eine Lokal­zeitung dabei, ihr Image wieder aufzupolieren. Aber um Isobel diesen Unterschied zu erklären, bräuchte ich ein Flipchart und jede Menge Geduld. Also belasse ich es ­dabei.

» Gefällt dir die Arbeit ? «

» Ähm … ja. Ich denke schon. Ich schreibe für mein ­Leben gern, und bei dieser Arbeit habe ich jede Menge Gelegenheit dazu. Ich kann mich also nicht beklagen. «

» Wirklich ? « Isobel lächelt spöttisch. » Ich hasse Sssreiben wie die Pest. «

Das wundert mich nicht.

» Da musst du dir doch ständig Gedanken über irgendwelche Grammatikregeln aus Großmutters Zeiten machen, oder ? «

Das muss ich tatsächlich. Bei schwierigen Werbetexten habe ich mich schon instinktiv geduckt – aus Angst, von meiner Oma für jedes überflüssige Füllwort eins auf die Mütze zu kriegen.

» Jackie hat erzählt, du bist Friseurin «, sage ich, um das Thema zu wechseln.

» Ja, stimmt. Ich hab meinen eigenen Laden. Cool, oder ? «

Ich wette, er heißt » Hairgott «.

» Er heißt › Kamm in ‹. «

Verdammt.

» Läuft echt gut. Jede Menge Kunden zurzeit. Nächsten Monat nehm ich mir ’ne Woche frei und mache Spaßurlaub auf Malle. «

Ich will sterben. Ich will auf der Stelle sterben.

» Oh … wie schön «, sage ich und nehme einen großen Schluck von meinem lauwarmen Stella Artois.

» Hast du irgendwelche Urlaubspläne, Jake ? «

» Jamie «, korrigiere ich sie. » Vielleicht. Ich habe ein paar Freunde in Kanada, die ich Ende des Jahres vielleicht mal besuchen werde. «

» Ich hab mir echt noch nie Gedanken über Kanada gemacht «, sagt Isobel desinteressiert. » Aber ich hab mal gehört, da wird Französisch gesprochen. « Sie macht eine Pause und legt den Kopf schief. » Dann ist Kanada in der Nähe von Frankreich, oder ? «

O mein Gott ! Diesen Reinfall wird mir Jackie büßen, keine Frage. Apropos Reinfall: Ich gebe ehrlich zu, dass es ein großer Fehler war, diese Nacht mit Isobel Sex zu haben.

Im Verlauf des Abends genehmigte ich mir noch ­einiges an lauwarmem Bier, um nicht in eine lähmende ­Depression abzurutschen. Und wir alle wissen, dass ­Alkohol in kürzester Zeit eine ziemlich schlimme Situation absolut unerträglich machen kann.

Während Isobel mir alles über ihren Bruder erzählt, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde – er saß sechs Monate für einen Einbruch, den ihm » die verdammten Bullen angehängt haben « –, bin ich schon fast fertig mit Glas Nummer fünf, und ihr Hintern sieht gar nicht mehr so eckig aus.

Über Nick Spalding

Biografie

Nick Spalding, geboren 1973 in Southampton, kann nicht ernst sein – selbst wenn er wollte. Er arbeitet in der Medienbranche, leidet gelegentlich unter Schlaflosigkeit und denkt immer noch, Batman sei cool. Nick Spalding lebt mit seiner Verlobten im Süden Englands.

Pressestimmen

JOY

»Schonungslos und witzig geschriebene Geschichte um Liebesverwicklungen.«

Kommentare zum Buch

Beziehungsratger oder abschreckendes Beispiel?
kassandra10 am 15.02.2014

Wenn jemand wirklich ein abschreckendes Beispiel für einen Beziehungsratgeber lesen will, ist hier genau richtig! Irrungen und Wirrungen, Sex und Alkohol und insgesamt eine brenzlige Mischung aus Sehnsucht und Vorsicht!

er liebt, sie liebt
caro am 26.01.2014

Ich liebe dieses buch!witzig und doch gefühlsvoll! ich kann es absolut empfehlen...in 3 tagen war ich durch,so süchtig hat es gemacht. und laura ist übrigens ne bomben Frau ;)

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