Eine englische Ehe

Eine englische Ehe

Roman

Hardcover
E-Book

€ 22,00 inkl. MwSt.

"Was ich liebe: Wie wir damals waren und wie wir hätten werden können."

Eigentlich hatte sie andere Pläne. Ein selbstbestimmtes Leben, Reisen, vielleicht eine Karriere als Schriftstellerin. Doch als sich Ingrid in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebt und von ihm schwanger wird, wirft sie für ihn all dies über Bord. Gil liebt seine junge Frau, und dennoch betrügt er sie, lässt sie viel zu oft mit den Kindern in dem kleinen Ort an der englischen Küste allein. In ihren schlaflosen Nächten beginnt sie, Gil heimlich Briefe zu schreiben. Statt ihm ihre innersten Gedanken anzuvertrauen, steckt sie ihre Briefe in die Bücher seiner Bibliothek und verschwindet schließlich auf rätselhafte Weise. Zwölf Jahre später glaubt Gil, seine Frau wieder gesehen zu haben - und ihre gemeinsame Tochter Flora, hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, beginnt nach Antworten zu suchen, ohne zu ahnen, dass sie nur die Bücher ihres Vaters aufschlagen müsste, um sie zu erhalten ...

 

  • € 22,00 [D], € 22,70 [A]
  • Erschienen am 01.03.2017
  • 368 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • Übersetzt von: Susanne Höbel
  • ISBN: 978-3-492-05791-2
 
 

Leseprobe zu »Eine englische Ehe«

Prolog

Gil Coleman blickte aus dem Fenster der Buchhandlung im ersten Stock und sah seine tote Frau unten auf dem Gehweg. Er hatte sich den ganzen Nachmittag zwischen den Regalreihen aufgehalten und in den antiquarischen Büchern geblättert. Wenn er eine umgeknickte Ecke oder ein paar unterstrichene Zeilen entdeckte, hielt er einen Moment inne und blätterte dann weiter, als wollte er die Seiten ermuntern, ihm das zu offenbaren, was sich möglicherweise zwischen ihnen verbarg. Der Tee, den Viv ihm gebracht hatte, war kalt geworden und stand vergessen auf dem Fenstersitz. Gegen drei Uhr [...]

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Claire Fuller

Claire Fuller

Claire Fuller lebt mit ihrem Mann in Winchester, England, und hat zwei erwachsene Kinder. Für ihren späten Debütroman "Our Endless Numbered Days" erhielt sie viel Kritikerlob und wurde mit dem Desmond Elliot Award ausgezeichnet. "Eine englische Ehe" ist ihr zweiter Roman und wurde in mehr als 10 mehr ...

1 Buchblog Veröffentlicht am 02.03.2017 von Piper Verlag/ Claire Fuller

Claire Fuller interviewt Übersetzerin Susanne Höbel

Unsere Autorin Claire Fuller hat die Übersetzerin ihres Romans »Eine englische Ehe« zu ihrem Beruf befragt: Was würden Sie jungen Übersetzern raten? Und was waren die Besonderheiten bei der Übersetzung von »Eine englische Ehe«? Lesen Sie hier das Interview.

Rezensionen und Pressestimmen

Westdeutsche Allgemeine


»Geschickt wie in einem Krimi zieht Claire Fuller den Leser in diese Geschichte.«   

Kieler Nachrichten


»Ein bemerkenswerter, so ganz und gar auf Klischees verzichtender Roman von Claire Fuller.«   

Schweriner Volkszeitung


»Ein raffiniert erzählter Roman über Liebe, Ehrlichkeit und Verantwortung.«   

buecherstadtkurier.com


»›Eine englische Ehe‹ ist unterhaltsam, spannend und nachdenklich stimmend.«   

WDR


»Ein kluger, stilistisch brillanter Roman über Menschen, Beziehungen, Sprachlosigkeit.«   

Hamburger Abendblatt


»Eine Geschichte mit rätselhafter Spannung, die wortgewandt überzeugt und tief berührt.«   

Neue Presse


»Ein einfühlsamer, vielschichtiger Roman.«   

Brigitte Wir


»Ein einfühlsamer Roman über die Sprachlosigkeit in Beziehungen und über die Macht der Fantasie, die das Schweigen zu überwinden versucht.«   

Freie Presse


»Claire Fuller hat Figuren geschaffen, die in ihrer Zerrissenheit, ihren Enttäuschungen den Leser von der ersten Seite an fesseln. Ihr gelingt es mit einem wunderbaren Schreibstil, der Geschichte einen immer rasanteren Verlauf zu geben, mit unvorhergesehenen Wendungen zu überraschen. Das alles macht das große Lesevergnügen aus.«   

Münchner Merkur


»Claire Fullers Kunst: Bei aller Traurigkeit gelingt ihr ein so lebendiger Roman, dass es trotz der düsteren Story zu jeder Zeit – und aus jeder Perspektive – Spaß macht, ihn zu lesen.«   

FAZ


»›Eine englische Ehe‹ wird den Namen der Autorin auch nach Deutschland tragen.«   

Freundin


»Eine fesselnde literarische Schnitzeljagd und eine großartige Geschichte über die Sprachlosigkeit in Beziehungen.«   

Die Welt am Sonntag - kompakt


»Zum Schmökern schön.«   

Bielefelder


»Feinfühlig«   

flow


»Ein toll erzähltes Drama und gut zur Auseinandersetzung damit, was man selbst will von einer Beziehung.«   

LiteraturSPIEGEL


»Der Roman ist ein Lehrstück menschlicher Abgründe, unerbittlich, aber auch liebevoll, am Ende nicht ohne Hoffnung.«   

ELLE


»feinfühlig, modern und überraschend«   

Kommentare zum Buch
1. Szenen einer (englischen) Ehe - mit Schwimmlektionen!
Sagota am 04.04.2017 - 23:09:18

Kurzrezension/Fazit:   Ein ernsthafter, durchaus lesenswerter und sehr sensibel geschriebener Roman über den verhinderten Lebensentwurf einer jungen Frau; tragisch, teils von Melancholie begleitet, dessen englischen Titel ich hier noch passender fand. Ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung für LeserInnen von Beziehungsromanen, die zum Nachdenken anregen.   (Bei Interesse: Die komplette Rezension z.B. bei Lovelybooks, Literaturschock (Großes Bücherforum), nachzulesen).

2. Eine englische Ehe
Angela Busch am 12.03.2017 - 16:45:16

MEINE MEINUNG: Beim Betrachten des schön gestalteten Cover und Titels, ein gebundenes Buch , mit einem traditionellen Lesebändchen versehen , kam mir die leise Ahnung, dass es hauptsächlich um Leben und Geschichte der Frau geht ,natürlich bezugnehmend auf den Ehemann und die gemeinsame Ehe. Der Roman fängt mysteriös und geheimnisvoll an, ist fast wie ein Krimi aufgebaut und spielt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Beschreibung des Vergangenen anhand der Briefaufzeichnungen von Ingrid. Zweitens nach zwölf Jahren, die Zeit beschreibend , die Gil mit den Kindern allein verbringt. Ich bin schnell mit den Hauptprotagonisten Ingrid, Gil und den Kindern Nan und Flora vertraut geworden, dank der flüssigen, spannenden, einfühlsamen und sehr angenehm zu lesenden Schreibweise der Autorin. Das Hineinstolpern der jungen, naiven Studentin Ingrid in die Ehe mit dem sehr viel älteren Gil, hat mich betroffen gemacht. Ihre realen Erfahrungen mit dem Alltag einer sehr jungen , unerfahrenen Mutter, der niemand beistand, haben mich sehr berührt. Eigentlich passiert alles so, wie es Louise, eine alte Studienfreundin von Ingrid immer warnend prophezeit hat. Gil’s Liebe würde verfliegen und Ingrids Enttäuschung würde ihre Wünsche und Hoffnungen an das Leben zerstören. Beim Lesen hat sich bei mir immer mehr Entrüstung aufgebaut gegenüber dieser Art von Ehe. Eine englische , kühle Ehe! Ingrid leidet unter der Vernachlässigung durch ihren Ehemann. Die Autorin hat es geschafft, dieses mit jedem Brief von Ingrid an Gil deutlicher werden zu lassen. Eindringlich fordert Ingrid seine Rückkehr, konnte sich ihm persönlich und verbal wohl mit ihren Wünschen nicht öffnen. Die Briefnotizen werden bitterer, enttäuschender und ich habe mit Ingrid gelitten und auf Veränderung gehofft. Mit viel Einfühlungsvermögen und sehr guter, intensiver Erzählweise hat Claire Fuller diese traurige Entwicklung beschrieben. Das Buch behandelt die typischen Eheprobleme, wie Untreue, Enttäuschung, Verletzung , Unverständnis für den Partner und seine Wünsche . Die Briefauszeichnungen wurden von Ingrid in einer sehr kurzen Zeitspanne geschrieben, sozusagen eine Abrechnung mit dem Eheleben, kurz vor ihrem mysteriösem Verschwinden vom Strand des Meeres. Trotz allem hat sich jedes Mitglied dieser Familie in seiner Persönlichkeit zum Positiven weiterentwickelt, vielleicht gerade auch weil das Familienleben nie glatt und heil verlaufen ist. Ich habe mir beim Lesen oft die Frage gestellt, ob die Hoffnung auf eine gute, konventionelle Ehe überhaupt für die meisten Menschen erstrebenswert ist. Das Ende des Buches tröstet aber den Leser und hat einen sehr überraschenden Ausgang, von dem ich hier natürlich nichts verraten werde.

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