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Ein Sonntag auf dem Lande

Ein Sonntag auf dem Lande

Roman

Taschenbuch
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Ein Sonntag auf dem Lande — Inhalt

Seit seinem Ruhestand lebt Monsieur Ladmiral mit seiner Haushälterin Mercédès in einem Vorort von Paris. Jeden Sonntag kommt sein Sohn Gonzague mit seiner Familie zu Besuch. Anders als seine flatterhafte Schwester Irène, die sich bei ihrem alternden Vater nur selten blicken lässt, führt der pflichtbewusste Gonzague ein angepasstes bürgerliches Leben. Und so brodelt es gewaltig, als die beiden Geschwister eines Sonntags im Haus ihres Vaters aufeinandertreffen.

€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 14.07.2014
Übersetzt von: Rainer Moritz
160 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-30489-4

Leseprobe zu »Ein Sonntag auf dem Lande«

Wenn Monsieur Ladmiral über das Älterwerden klagte, sah er seinem Gesprächspartner mitten ins Gesicht und schlug einen provozierenden Ton an, der nach Widerspruch zu verlangen schien. Wer ihn schlecht kannte, täuschte sich leicht und antwortete, wie man es zu tun pflegt, höflich, dass sich Monsieur Ladmiral etwas einrede, er immer noch putzmunter sei und alle anderen überleben werde. Darüber ärgerte sich Monsieur Ladmiral jeweils und führte Beweise ins Feld: Er könne nicht mehr bei künstlichem Licht arbeiten, stehe in der Nacht bis zu vier Mal auf, [...]

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Wenn Monsieur Ladmiral über das Älterwerden klagte, sah er seinem Gesprächspartner mitten ins Gesicht und schlug einen provozierenden Ton an, der nach Widerspruch zu verlangen schien. Wer ihn schlecht kannte, täuschte sich leicht und antwortete, wie man es zu tun pflegt, höflich, dass sich Monsieur Ladmiral etwas einrede, er immer noch putzmunter sei und alle anderen überleben werde. Darüber ärgerte sich Monsieur Ladmiral jeweils und führte Beweise ins Feld: Er könne nicht mehr bei künstlichem Licht arbeiten, stehe in der Nacht bis zu vier Mal auf, leide unter Kreuzschmerzen, nachdem er Holz gesägt habe, und zu guter Letzt sei er über siebzig Jahre alt. Dieses Argument diente dazu, den größten Optimisten den Mund zu stopfen, und das umso mehr, da Monsieur Ladmiral nicht nur über siebzig war, sondern schlicht ganze sechsundsiebzig Jahre auf dem Buckel hatte. Folglich war es besser, keine Anstalten zu unternehmen, ihm zu widersprechen, wenn er sich übers Älterwerden beklagte. Und überhaupt: warum sollte man ihm seine letzten Vergnügen nicht gönnen? Es ärgerte ihn, älter zu werden, aber es tröstete ihn ein wenig, darüber zu klagen. Tatsächlich alterte Monsieur Ladmiral stark und das immer schneller. Das Alter ist ein sanfter Abhang, aber selbst am Ende eines sehr sanften Abhangs nehmen die Steine schließlich rasch Fahrt auf.

Natürlich musste man sich davor hüten, Monsieur Ladmiral zu sehr beizupflichten. Er behielt sich vor, von seinem Älterwerden zu sprechen, und unternahm in Wirklichkeit große, wenn auch vergebliche Anstrengungen, diese unerfreuliche Tatsache zu verbergen – unerfreulich vor allem für ihn –, die er letztlich doch kaum verbarg, außer vor sich selbst. Und zum Preis von was für Lügen! Als Monsieur Ladmiral zehn Jahre zuvor Paris verlassen hatte, um nach Saint-Ange-des-Bois zu ziehen, hatte er, um mit dem Haus zu prahlen, das er gekauft hatte, alle wissen lassen, dass es acht Minuten vom Bahnhof entfernt liege. Damals stimmte das fast. Später lag das Haus, je älter Monsieur Ladmiral wurde, zehn Minuten vom Bahnhof entfernt, dann eine gute Viertelstunde. Monsieur Ladmiral hatte dieses Phänomen sehr langsam begriffen und es nie zu erklären gewusst, richtiger gesagt, hatte er es nie zugegeben. Es war eine ausgemachte Sache, dass er immer noch acht Minuten vom Bahnhof entfernt wohnte, was nicht dazu angetan war, sein Leben zu vereinfachen: Man musste Spielchen mit den Wanduhren machen, bei den Zeitplänen falsche Berechnungen einbauen und behaupten, dass die Bahnhofsuhr vorgehe oder dass der Fahrplan heimlich geändert worden sei. Zu der Zeit, als Monsieur Ladmiral noch nach Paris fuhr, hatte er sogar heldenhaft Züge verpasst, damit niemand sagen konnte, er wohne mehr als acht Minuten vom Bahnhof entfernt.

»Ich gebe gern zu«, sagte er an solchen Tagen der Aufrichtigkeit, »dass ich ein wenig langsamer als früher gehe, aber man wird mir nie weismachen, dass dieser Weg in weniger als zehn Jahren (es handelte sich um etwas mehr als zehn Jahre) um zehn Minuten länger geworden ist.«

Monsieur Ladmiral lebte mit Mercédès, einer Bediensteten, zusammen, die mit äußerster Höflichkeit und untrüglicher Sicherheit immer mit den unangenehmsten Worten antwortete.

»Monsieur irrt sich«, sagte sie, »wenn er sich nicht bewusst macht, dass sich Monsieur inzwischen wie eine Schnecke fortbewegt. Aber wenn es Monsieur genehm ist, liegt es nicht an mir, dafür Gründe zu suchen. Meine Mutter ist ganz wie Monsieur; alte Leute sind oft so.«

Monsieur Ladmiral nahm diese Art respektvoller Unverschämtheit mit sehr großer Gelassenheit hin. Seit langem hatte er begriffen, dass Mercédès ihm in seiner Einsamkeit unentbehrlich war und dass man sie nicht verärgern durfte, denn sie war strohdumm und eine Giftkröte obendrein. Beim ersten heftigeren Vorfall, sagte er sich, wäre sie auf und davon und schlüge die Türen hinter sich zu. Was eine reine Lüge war, und Monsieur Ladmiral wusste das sehr wohl. Mercédès dachte nicht daran, eine so gute Stellung aufzugeben, und sie liebte ihren alten Herrn. Aber dieser pflegte mit Sorgfalt die irrige Furcht, verlassen zu werden, eine letzte Erinnerung, die ihm vielleicht vom normalen Umgang mit Frauen geblieben war.

Mercédès hütete sich wie alle Frauen davor, die Situation auszunutzen; sie bediente sich ihrer, und das reichte.

Als die Diskussion über den Bahnhof und die acht Minuten wieder auflebte, fügte Mercédès hinzu: »Solange sich Monsieur nicht wie ein Krebs im Rückwärtsgang bewegt, hat Monsieur immer eine Chance, den Zug zu erreichen.«

»Zunächst einmal«, grummelte Monsieur Ladmiral, »bewegen sich Krebse nicht rückwärts.«

»Das mag stimmen«, antwortete Mercédès. »Monsieur kennt sich da besser aus als ich, aber Monsieur hat mich sehr gut verstanden.«

Monsieur Ladmiral regte sich darüber auf, so schnell einen Streit zu beenden, der so gut begonnen hatte. Aber mit Mercédès lief das immer so. Kaum hatten ein oder zwei Entgegnungen die Debatte in Gang gebracht, verlief sie im Sande. Oder aber Monsieur Ladmiral zügelte sich und verzichtete darauf weiterzumachen, weil es unter seiner Würde lag, sich mit seinem Dienstpersonal einzulassen. Oder aber – und das passierte häufiger – Mercédès machte kurzen Prozess mit einer dieser Repliken, die dem Streit den Wind aus den Segeln nehmen. Monsieur Ladmiral war von seiner Frau her an eine sehr gebildete und genaue Debattierkunst gewöhnt: minuziös, erschöpfend, ja beinahe luxuriös in ihrem Aufwand an Nachforschungen und Ausschmückungen. Eine etwas altmodische Streitkultur vielleicht, aber reich und gepflegt, und sie besaß Stil. Keines seiner Kinder hatte von dieser mütterlichen Gabe etwas abbekommen, und Monsieur Ladmiral hatte sich, als er Witwer geworden war, sehr allein gefühlt. Auch Mercédès war ihm nicht ebenbürtig, und in Anbetracht dieses unzulänglichen Gegenübers fühlte sich Monsieur Ladmiral als Verlierer, selbst wenn er siegreich war. Wenn Mercédès einen Schlussstrich unter eine schön lebhafte Debatte setzte, fühlte er sich unwohl, nervös und gereizt, die Kehle verstopft mit Argumenten, Klagen, bloßen Worten, die sich bedrängten, anrempelten, die es nicht schafften, weder nach oben zu gelangen noch in der Versenkung zu verschwinden – wie eine Menschenmenge, die stehen bleibt –, und die ihm die Luft nahmen.

»Ich erinnere Monsieur daran, dass Monsieur und Madame Edouard um zehn Uhr fünfzig ankommen«, sagte Mercédès an diesem Morgen. Es war Sonntag.

»Na und, was soll das heißen?«, sagte Monsieur Ladmiral. »Ich werde um zwanzig vor losgehen«, schloss er in einem schrofferen Tonfall. »Und ich füge hinzu, dass Monsieur Edouard Gonzague heißt, was schon mehr hermacht.«

Monsieur Ladmirals Sohn hieß tatsächlich Gonzague. Aber als er heiratete, hatte seine Frau Angst vor diesem Vornamen und wählte seinen zweiten – Edouard – aus, der bestärkend auf sie wirkte. Monsieur Ladmiral hatte diese zweite Taufe nie akzeptiert.

»Gonzague oder nicht«, sagte Mercédès, »diese Leute kommen um zehn Uhr fünfzig an.« Und sie fügte hinzu: »Dass Monsieur sich nicht stören lässt!«

Die Szene spielte sich in der Küche ab. Monsieur Ladmiral, der gerade aufgestanden war, trug einen Schlafanzug mit breiten grünen Streifen. Die Hosenbeine waren über dem Knie wie ein Turban zusammengerollt und enthüllten zwei magere Beine. Die nackten Füße steckten in großen Halbschuhen, die nicht zugeschnürt waren. Monsieur Ladmiral, einen Fuß auf einem Hocker, brachte seine Schuhe auf Hochglanz, als Mercédès ihn bat, sich ja nicht stören zu lassen, und den Hocker zu sich heranzog. Er musste sich, ohne seine Bürste loszulassen, in Sicherheit bringen, indem er quer durch die Küche humpelte, um ein wenig weiter entfernt seinen Fuß auf den Rand des Spülbeckens zu stellen. Alsbald hatte Mercédès am Spülbecken zu tun und kam näher.

»Dass Monsieur sich nur nicht stören lässt«, setzte sie wieder an und nahm erneut ihre Jagd auf Monsieur Ladmiral auf. Scheinbar planlos durchquerte sie das Zimmer von hier nach dort. In Wirklichkeit war ihr Weg derart ausgeklügelt, dass er von einer Sekunde auf die andere genau an die Stelle führte, wo der immer noch hinkende Monsieur Ladmiral gerade aufgetaucht war und vornübergebeugt seinen Schuh polierte.

Mercédès, die nicht aufhörte, ihrem Herrn nachzustellen, warf ihn schließlich aus der Küche. Es handelte sich um eine große, sehr saubere und gut ausgestattete Landhausküche, in der sich Mercédès, wie es sich gehört, lieber allein aufhielt. Monsieur Ladmiral kehrte in sein Badezimmer zurück, wie er, nicht ganz ohne Grund, einen gekachelten und auslackierten Raum nannte, der mit einer Wanne und einem Badeofen geschmückt war. Doch Monsieur Ladmiral badete nie; er hatte seine Kindheit, seine Jugend und seine reiferen Jahre in einer Zeit und in Häusern verbracht, wo man Bäder für einen Luxus gehalten hatte, und er konnte feststellen, dass ihn das nicht daran gehindert hatte, ein beachtliches Alter zu erreichen, ohne sich schlechter und vor allem schmutziger als andere zu fühlen. Er verzichtete auf Wannenbäder, so selbstverständlich, wie er seit Jahr und Tag einen Bart trug.

Als Monsieur Ladmiral von der Küche, aus der ihn Mercédès vertrieben hatte, wieder nach oben gegangen war, begann er damit, seine Schuhe auszuziehen. Um sie einzuwachsen, zog er sie jeden Morgen über die nackten Füße. Danach streifte er sie wieder ab und steckte sie auf Schuhspanner, während er seine Morgentoilette machte. Seine Kinder machten sich über diese Macke lustig, aber er hatte leichtes Spiel, wenn er ihnen antwortete, dass jeder seine Macken habe, es ziemlich spät sei, das zu ändern, ihre arme Mutter es aufgegeben hatte, ihn von dieser Angewohnheit heilen zu wollen, und die arme Frau selbst darunter dreißig Jahre lang gelitten habe. Überdies müsse man gerecht sein und erwähnen, dass sie wiederum die Marotte hatte, beim Frühstück vor dem Kaffee die Milch in ihre Tasse zu gießen – eine Angewohnheit, die man ihr im Internat beigebracht hatte und von der sie sich nie hatte freimachen können (oder wollen?). Ihn machte das krank. Man kann nicht erklären, warum: Es gibt Dinge, über die man nie hinwegkommt. An manchen Tagen richtete er es so ein, nicht mit seiner Frau zu frühstücken, um das nicht mitansehen zu müssen.

»Was belegt«, sagte Monsieur Ladmiral, »dass man immer miteinander auskommen kann, wenn es sich um kleine Dinge handelt. Wenn die Leute das nicht begreifen, ist es, weil sie nicht verstehen, in großen Dimensionen zu denken.«

Monsieur Ladmiral führte gegenüber seinen Kindern gern Beispiele solcher Art an. Seinen zwei Kindern. Noch ein Problem … Man fand immer Lösungen für die Probleme, ärgerlich war, dass man sich ihnen stellen musste … Seine beiden Kinder … Ohne sich zu sehr damit zu quälen, war Monsieur Ladmiral dennoch daraufgekommen, sich zu fragen, ob sein Sohn Gonzague und seine Tochter Irène einander immer sehr gut verstünden. »Sich verstehen« innerhalb einer Familie war für ihn etwas anderes und mehr als eine Pflicht, es war eine natürliche Aufgabe. Das Gegenteil war kaum denkbar. Um die vollkommene Einheit zwischen Bruder und Schwester nicht in Zweifel ziehen zu müssen, wünschte der alte Vater sie daher mit Gewalt herbei, öffentlich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und deshalb führte er gern Beispiele als Belege an, die die Tatsachen ersetzen sollten. Aber er zitierte sie selten vor beiden Kindern, denn sie kamen nicht oft gemeinsam nach Saint-Ange-des-Bois. Ehrlich gesagt, kam Irène so gut wie nie hierher. Ihr letzter Besuch lag zwei Monate zurück … o ja … mindestens, oder sogar noch länger. Kalt war es gewesen; am Abend hatte Irène in ihrem Zimmer ein Feuer gemacht (sie war über Nacht geblieben, was selten geschah). Ja, es war im April, als der Frost plötzlich zurückkam. »Wie dumm bin ich!«, dachte Monsieur Ladmiral. »Sie ist am Ostermontag gekommen! Ja. Vor bald drei Monaten!« Gonzague kam treu und brav jeden Sonntag … oder fast jeden … mit seiner Frau und den drei Kindern. Und immer mit dem Zug um zehn Uhr fünfzig, wie heute Morgen. Monsieur Ladmiral zog eine Spur verärgert die Augenbrauen zusammen, als ob ihm jemand gerade gesagt hätte, dass er noch zu spät zum Bahnhof kommen würde. Und er machte absichtlich keine Anstalten, sich zu beeilen.

Peinlich genau erledigte Monsieur Ladmiral seine Morgentoilette mit nacktem Oberkörper. Er war mager, was er aber nicht immer gewesen war, sodass seine Haut ein paar Falten warf und zwei schlaffe Brüste, der Schwerkraft gehorchend, an ihm herunterhingen und an jeder Seite wie die Umrisse zweier Boote von weißer Behaarung umspült waren. Seine Schultern waren krumm, die Arme kräftig, und die perlweiße Haut wies einige rostbraune Flecken auf. Jetzt beugt sich Monsieur Ladmiral nach vorne und fixiert mit einem fragenden Blick sein Spiegelbild, während er die Hand flach an seine Hüfte drückt. Dann lächelt er. Er hat sein Herz schlagen hören, weder schnell noch langsam, ganz regelmäßig und genau wie immer an seinem Platz. Jeden Morgen macht Monsieur Ladmiral diese Geste, wie ein Reisender, der sich beim Aufwachen vergewissert, dass er seine Fahrkarte nicht verloren hat. Früher überprüfte Monsieur Ladmiral auf diese Weise mehrere Körperpartien. Nun kümmert er sich nur mehr um sein Herz.

Genug von der Nacktheit eines alten Mannes. Das Gesicht taugt mehr. Nicht, dass es sehr bemerkenswert wäre, aber es missfällt nicht. Man sieht darin zuerst und vor allem einen weißen, aufgefächerten Bart, der aus aufgerichteten Rosshaaren besteht, hart und dicht wie eine Bürste, und der den ganzen unteren Teil seines Gesichts einnimmt. Im Ruhezustand erkennt man den Mund nicht, und wenn Monsieur Ladmiral redet, sieht man seine fleischigen roten Lippen ans Tageslicht kommen und sich sehr schnell bewegen, inmitten dieses weißen Gebüschs, wie ein kleines Weichtier, das plötzlich durch das Licht aufgeschreckt wird. Dazu zwei kleine, schwarze tief liegende Augen – man muss Monsieur Ladmiral gut kennen, um mitzubekommen, dass seine Augen ganz starr blicken. Sie sind so stechend, durchdringend und so mit Blicken aufgeladen, dass man sie zuerst für unruhig und lebhaft hält. Sein leuchtendes Gesicht ist rege und schießt Pfeile ab, manchmal wirkt es fast verrückt. Dazu der runde Kopf, die hervorspringenden Wangenknochen, und über dem Ganzen die weißen, strubbeligen Haare, die sich so prächtig wie eine Krone um den Schädel legen, dass Monsieur Ladmiral von vorne betrachtet eine schöne Mähne hat, hinten aber erstaunlicherweise kahl ist.

Über Pierre Bost

Biografie

Pierre Bost, 1901 in Lasalle geboren, gehörte zu den bedeutendsten Literaten und Journalisten der Zwischenkriegszeit. Er schrieb mehr als ein Dutzend Romane, Erzählbände, Essays und Drehbücher. Seine Novelle »Ein Sonntag auf dem Lande« wurde von Bertrand Tavernier verfilmt. Pierre Bost starb 1975...

Pressestimmen

Südkurier

»Neid, Eifersucht und die Angst vor dem Tod des Vaters bestimmen in dieser auf den Punkt gebrachten Situationsbeschreibung die Atmosphäre.«

Fratz&Co (A)

»Eine subtile, charmant erzählte Geschichte über familiäre Muster.«

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