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Ein Freund aus alten Tagen

Ein Freund aus alten Tagen

Kriminalroman

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Ein Freund aus alten Tagen — Inhalt

1990, in Stockholm stirbt der Albaner Aron Bektashi auf mysteriöse Weise. Doch die Behörden bestreiten die Existenz eines Mannes mit diesem Namen, und als kurz darauf der einzige Zeuge ums Leben kommt, steht für den jungen Journalisten Tobias Meijtens fest, dass es sich um ein Verbrechen handelt. Zusammen mit der erfahrenen Kollegin Natalie lüftet er die Identität des Toten: Bektashi war schwedischer Staatsbürger und wurde vor 25 Jahren unter dem Namen Erik Lindman als sowjetischer Spion enttarnt. Wieso aber sollte Lindman freiwillig nach Schweden zurückkehren? Hatte er noch eine Rechnung offen? ...

€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 14.05.2013
Übersetzer: Paul Berf
400 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-96164-6

Leseprobe zu »Ein Freund aus alten Tagen«

Erster Teil

 

Der Mann aus Albanien

 

Stockholm, im September 1990

 

1 Sven Emanuel ging mit ungleichmäßigen Schritten die Fjällgatan hinunter und murmelte leise vor sich hin. Den Menschen, die ihm auswichen, sobald sie ihn sahen, schenkte er keinerlei Beachtung, stattdessen blieb er stehen, um mit seinen großen Stiefeln fest aufzustampfen. Alles in Ordnung, das Zeitungspapier in seinen Schuhen lag genau richtig und bildete eine wärmende Schicht. Er schlang den Schal fest um Hals und Kopf, blies warme Luft in seine Hände und ging weiter. Die Leute, [...]

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Erster Teil

 

Der Mann aus Albanien

 

Stockholm, im September 1990

 

1 Sven Emanuel ging mit ungleichmäßigen Schritten die Fjällgatan hinunter und murmelte leise vor sich hin. Den Menschen, die ihm auswichen, sobald sie ihn sahen, schenkte er keinerlei Beachtung, stattdessen blieb er stehen, um mit seinen großen Stiefeln fest aufzustampfen. Alles in Ordnung, das Zeitungspapier in seinen Schuhen lag genau richtig und bildete eine wärmende Schicht. Er schlang den Schal fest um Hals und Kopf, blies warme Luft in seine Hände und ging weiter. Die Leute, denen er begegnete, fanden seine Kleidung möglicherweise ein wenig übertrieben für diesen lauen Herbstabend, aber sie waren sicher auch auf dem Weg in ihre geheizten Wohnungen.
Sven Emanuel schaute sich um und ging schneller. Zu seiner Linken glitzerten Neonlichter über dem Wasser, und er hätte alle Kirchtürme und Sendemasten der Stadt zählen können, aber für so etwas hatte er keine Zeit. Niemand durfte ihm zuvorkommen oder sein Geheimnis entdecken. Es war sein Platz, den ihm keiner wegnehmen durfte. Seit die Abteilung geschlossen worden war, hatte er nicht mehr so gut geschlafen wie dort. Mittlerweile hatten allerdings auch ein paar Jugendliche den Weg dorthin gefunden und saßen manchmal die halbe Nacht zusammen, während Sven Emanuel etwas entfernt im Gebüsch wartete.
»Verdammte Scheiße, was für ein Dreckspack«, murrte er und packte seine beiden Plastiktüten fester. Am Ende der Straße bog er rechts ab und eilte mit schnellen, trippelnden Schritten zu den Gebäuden der Diakonie Ersta. Er ging zu dem Torbogen, durch den man in einen kleinen Innenhof gelangte, und spähte den Hügel hinauf. Dort oben war es. Warme Luft strömte aus einem Lüftungsschacht und über die glatte Metallplatte, die für einen Schlafplatz die perfekte Größe hatte. An das schwache Brummen im Hintergrund hatte er sich gewöhnt und fand es fast schon gemütlich. Über der Platte war ein Dach angebracht, das sie vor Regen schützte und von Schnee und Feuchtigkeit frei hielt. Manchmal leerte die Müllabfuhr nur wenige Meter entfernt die Container, aber das störte ihn selten, meistens nahm er es kaum wahr.
Dann entdeckte er den Mann unter der Straßenlaterne, an der einzigen Stelle des Hofs, die beleuchtet war. Sven Emanuel musterte ihn von Kopf bis Fuß, und sein Magen krampfte sich zusammen. Der Mantel des Mannes war abgewetzt, die grauen Haare sahen aus, als hätte er sie selbst geschnitten, ein Schuh war an der Sohle eingerissen, und das Gesicht war so zerfurcht, als wäre es zu lange Wind und Wetter ausgesetzt gewesen. Ein verdammter Penner, der bestimmt zur selben Stelle wollte wie er.
Als Sven Emanuel sich ihm vorsichtig näherte, zuckte der Fremde zusammen und riss den Arm hoch, als wollte er sich verteidigen, lächelte dann aber und zwinkerte ihm freundlich zu. Vielleicht wollte er seine ängstliche Reaktion überspielen. Ein Schneidezahn war abgebrochen, und seitlich glänzte eine unförmige Brücke aus Metall. Der Mann stand aufrecht da, sein Blick flackerte nicht, und er bewegte sich wie jemand, der es gewohnt war, ernst genommen zu werden. Nun erinnerte er Sven Emanuel ein bisschen an den Hausmeister in seiner alten Schule und war ihm instinktiv sympathisch. Er brauchte sich keine Sorgen zu machen, dieser Mann war nicht auf der Suche nach einem Schlafplatz.
Er schielte über Sven Emanuels Schulter hinweg zu dem dunklen Torgewölbe.
»Wartest du auf jemanden?«, fragte Sven Emanuel.
Der Fremde antwortete ihm jedoch nicht, sondern betrachtete ihn nur nachdenklich, ehe er eine Geste mit beiden Händen machte, um auszudrücken, dass er ihn nicht verstanden hatte. Sven Emanuel begriff, dass der Mann nicht aus Schweden stammte, und als er sich zögernd auf den Hügel zubewegte, nickte ihm der ausländische Herr aufmunternd zu. Anschließend wandte er sich um und schaute wieder zu dem Torbogen hinüber. Muss wirklich jemand Wichtiges sein, auf den er da wartet, dachte Sven Emanuel.
Auf dem Hügel angekommen, überprüfte er ein letztes Mal, ob ihm auch keiner gefolgt war. Er hockte sich hinter ein Gebüsch und sah auf die Aussichtsterrasse hinunter. Der freundliche Ausländer stand immer noch im Schein der Laterne, Sven Emanuel konnte seine Gesichtszüge deutlich erkennen. Nun lächelte der Mann nicht mehr. Sven Emanuel folgte seinem Blick und hätte beinahe aufgeschrien, als er am Torbogen eine schattenhafte Gestalt entdeckte. Der Mann in dem abgewetzten Mantel schaute sich um und ging zum Geländer, das an einer Felskante entlangführte. Der Schatten am Torbogen bewegte sich auf denselben Punkt zu. Als wüssten sie beide Bescheid, als hätten sie sehr lange aufeinander gewartet.
Der Schatten drehte sich hastig um, als wollte er sich vergewissern, dass sie allein waren. Sven Emanuel duckte sich noch tiefer, ließ die beiden Gestalten jedoch nicht aus den Augen. Die Augen dieses Schattens hatte er schon einmal gesehen, diesen urteilenden Blick, der alles sah und sich an alles erinnerte. Gedanken schossen ihm durch den Kopf, und plötzlich wollte er laut rufen, hinunterrennen und seinen Freund in dem abgetragenen Mantel warnen. Stattdessen drehte er sich um und lief mit pochendem Herzen über die Kuppe hinweg zu dem sicheren Platz, den nur er kannte.

 

2 Hinter seiner Glasscheibe glotzte ihn der Pförtner misstrauisch an, aber Tobias Meijtens ließ sich nur noch tiefer in die große Ledercouch im Eingangsbereich des Rathauses sinken. Er blätterte scheinbar zerstreut in einer Broschüre, und nichts in seinem Verhalten deutete darauf hin, dass ihn die Aufmerksamkeit des Pförtners störte.
Die einzelnen Dezernenten waren schon vorbeigegangen. Sie konnten nicht ahnen, dass dieser Mann im Cordjackett mit den halblangen, leicht zerzausten Haaren so viel über sie wusste. In den letzten Wochen hatte er ihr Aussehen, ihre Parteizugehörigkeit, ihre Berufe und kleine interessante Details wie ihre politischen Lieblingsprojekte und ihre Beziehungen untereinander in seinem Gedächtnis gespeichert. Nur der referierende Dezernent war noch oben. Hatte er geahnt, dass Meijtens auf ihn wartete, und den Hinterausgang genommen? Dann würde er eben an seiner Haustür klingeln müssen. An diese Seite seines Jobs hatte Meijtens sich zwar noch nicht gewöhnt, aber manchmal ging es eben nicht anders. Zumindest nicht unter den jetzigen Bedingungen.
Das ganze Haus wirkte verlassen, aber in der Ferne hörte man Schritte, die sich näherten. Als der Mann die Treppe herunterlief, erkannte Meijtens ihn trotz der Entfernung und der schummrigen Beleuchtung sofort. Der Mantel flatterte um seine Beine, die Aktentasche schwang nervös hin und her, und sein Blick flackerte unsicher. Der arme Kerl, dachte Meijtens, rührte sich aber nicht von der Stelle.
Als der Mann auf gleicher Höhe mit Meijtens war, blieb er stehen und warf einen Blick auf den Pförtner und anschließend auf Meijtens. Danach setzte er seinen Weg fort, als hätten sie sich noch nie gesehen. Meijtens ließ ein paar Sekunden verstreichen, ehe er aufstand und hinausging. Am hinteren Ende des Vorplatzes holte er den Mann ein, der sich zu ihm umdrehte.
»Ja, sind Sie denn von allen guten Geistern verlassen?«, sagte er. »Begreifen Sie eigentlich, was passiert, wenn uns hier jemand sieht?«
Der Gedanke, dass ihn irgendwer erkennen und als Journalist identifizieren könnte, war in gewisser Weise schmeichelhaft, aber Meijtens kommentierte die Bemerkung nicht.
»Ich habe versucht, Sie telefonisch zu erreichen, und mehrere Nachrichten auf Ihrem AB hinterlassen. Wir benötigen eine Bestätigung für das, worüber wir gesprochen haben. «
Der andere Mann wandte sich ab und murmelte etwas Unverständliches.
»Im Grunde haben wir alles, was wir brauchen«, fuhr Meijtens fort, »aber ich möchte Ihnen die Chance geben, unsere Informationen zu kommentieren und zu bestätigen, was Sie mir schon erzählt haben.«
Meijtens ließ einige Sekunden verstreichen. »Lassen Sie uns irgendwohin gehen, dann erzähle ich Ihnen, was wir wissen. «
Er war sich sicher, dass dieses Angebot für jemanden, der in den letzten Tagen vermutlich an nichts anderes gedacht hatte, unwiderstehlich sein musste.

 

Als sie wenig später in dem kleinen Café an dem Platz saßen, betrachtete Meijtens den Mann nachdenklich. Johan Sjöhage war Schwedens jüngster Baudezernent, ihm wurde eine glänzende Karriere in seiner Partei prophezeit. Er war Anfang oder höchstens Mitte dreißig und in jeder Hinsicht das Gegenteil von Meijtens. Sjöhage trug die kurz geschnittenen Haare sorgsam gekämmt, seine Kleidung war korrekt, und das Lächeln, das er der Cafébedienung schenkte, war zwar bemüht, aber charmant.
Aus seiner abgegriffenen Satteltasche zog Meijtens einen Aktenordner, der mit einem umfassenden Inhaltsregister und kleinen Reitern in unterschiedlichen Farben versehen und so voller Dokumente war, dass er sich kaum schließen ließ. Sjöhage starrte ihn resigniert an und begriff vielleicht, dass irgendwo zwischen diesen zahllosen Blättern das stand, was er mehr als alles andere fürchtete. Vielleicht wunderte er sich aber auch über den Kontrast zwischen dieser akribischen Ordnung und Meijtens sonstiger Erscheinung.
Als Meijtens sein Notizbuch aus der Innentasche des Jacketts zog, fiel ihm auf, dass das Futter noch etwas weiter eingerissen war. Das ließ sich nicht ändern. Im Grunde benötigte er weder den Ordner noch seine Notizen, sie waren bloß Requisiten. Jedes kleine Detail, das er in den letzten Monaten gefunden hatte, lag fein säuberlich in seinem phänomenalen Gedächtnis archiviert.
»Okay, wir wissen Folgendes.«
Ruhig und sachlich referierte er die Informationen, die er recherchiert hatte, und die Schlussfolgerungen, die er aus ihnen gezogen hatte. Obskure kleine Berichte aus verschiedenen kommunalen Ämtern, Gutachten von einigen niederen Beamten und Informationen aus anderen Quellen innerhalb der Stadtverwaltung. Er wusste, dass Sjöhage Fakten und klare Strukturen respektieren würde. Das war ihm in Fleisch und Blut übergegangen, aber manchmal unterbrach er dennoch den Vortrag und wollte wissen, wer was gesagt hatte. Als Antwort lächelte Meijtens nur freundlich und bewegte sich zielstrebig und systematisch zu dem entscheidenden Punkt im vergangenen Jahr vor, als der Mann, der ihm nun schwitzend gegenübersaß, der Verwaltung völlig neue Anweisungen erteilt hatte. Das geplante Naherholungsgebiet neben dem Bootshafen sollte auf einmal in ein Wohnungsbauprojekt umgewandelt und der Ankauf direkt über die Stadtverwaltung abgewickelt werden. Eine schäbige kleine Geschichte, wie sie die Leser von 7Plus lieben würden.
Sjöhage hatte in den letzten Tagen Tics entwickelt, als hätte seine Rüstung unter dem einen Nasenflügel einen winzigen Riss bekommen und ein zitterndes Inneres entblößt.
Meijtens verstummte und sah auf die Uhr. Jetzt hing alles davon ab, was Sjöhage sagen würde. Meijtens’ Finger, die den Stift umschlossen, wurden weiß. Jetzt komm schon, erzähl’s mir. Er brauchte die Bestätigung heute, so lautete das Ultimatum der Redaktionsleitung.
»Als wir uns vor sechs Monaten sprachen . . .«
»Ich habe gedacht, Sie wären ein Taxifahrer.«
»Ich war auch Taxifahrer. Da meinten Sie, dass Sie neue Anweisungen erhalten hätten. Wir glauben zu wissen, von wem, und wir sind uns auch fast sicher, was die Gründe betrifft. «
»Ich habe nur gesagt, dass ich die Politiker satthabe. Und dann wollte ich den Bootshafen sehen, solange es ihn noch gibt. Das war doch alles nur betrunkenes Geschwätz.« Sjöhage konnte den Blick nicht von dem Ordner nehmen. »Wie viel Zeit haben Sie eigentlich darauf verwandt, das alles zusammenzutragen? «
Das war eine durchaus relevante Frage, die ihm auch Hanna in den letzten Monaten mehrmals gestellt hatte. Der stellvertretende Chefredakteur hatte sich das ebenfalls gefragt. Aber Meijtens sah keine Veranlassung, in diesem Augenblick darauf einzugehen.
»Wissen Sie, ich habe mich über Sie erkundigt«, platzte Sjöhage heraus. »Laut Protokoll haben Sie Einsicht in Hunderte von Akten beantragt, und ich weiß, dass Sie bestimmt zwanzig Beamte kontaktiert haben.«
Meijtens studierte seine Hände. Das kam ungefähr hin.
»Und dabei haben Sie bei diesem Magazin nicht einmal eine feste Stelle.«
Offenbar würde es nicht klappen. Stattdessen würde Sjöhage nur immer bockiger werden und sich nicht vom Fleck rühren. Meijtens rührte den letzten Rest Kaffee in seiner Tasse um und war beeindruckt von Sjöhages Loyalität, obwohl dieser sich sowohl hintergangen als auch ausgenutzt fühlen musste. Wenn die Dinge wirklich so lagen, wie Meijtens annahm.
In den letzten Wochen hatte er mit Sjöhage gelebt und geatmet, trotzdem war ihm der Mann noch immer ein psychologisches Rätsel. Meijtens war eher zufällig über seine pietistische Herkunft gestolpert, denn den strengen Glauben seiner Eltern hatte Sjöhage längst zugunsten eines Lebens für die Politik und die Partei aufgegeben. Er hätte gerne die Gründe gekannt und fragte sich, was Sjöhage in diesem Moment dachte.
»Ich habe bereits genügend Material für einen ganz ausgezeichneten Artikel zusammen, aber das reicht mir nicht, da fehlt noch etwas.«
Sjöhage fragte ihn nicht, was es war, er wusste es. Meijtens wartete.
» Ich will die wahre Geschichte schreiben «, sagte er schließlich.
Sjöhage starrte auf die Tischplatte. »Ich kann nicht. Das wäre nicht richtig. Sie haben ja keine Ahnung, welche Konsequenzen das haben würde.«
Meijtens lehnte sich vor und senkte die Stimme. In den folgenden Tagen würde er sich selbst bescheinigen, dass es nur ein spontaner Einfall gewesen war.
» Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht. «
Sjöhage blickte erstaunt auf. Jeder Muskel in seinem Gesicht schien sich zu entspannen, als gäbe endlich alle Willenskraft nach.
Meijtens schaltete den Kassettenrekorder ein.

 

Es dauerte sicher eine halbe Minute, bis Sjöhage etwas sagte. Dann erzählte er mit eintöniger Stimme, wie er selbst – und er ganz allein – das Projekt Schärenstadt durchgesetzt hatte. Meijtens warf Fragen ein, erhob Einwände und wies auf Widersprüche hin, aber es war sinnlos. Sjöhage hatte sich entschieden. Meijtens wunderte sich vor allem über den Detailreichtum im Bericht des jungen Dezernenten. Er musste diese Enthüllung sorgsam vorbereitet haben, als einen letzten Ausweg für den Fall, dass ihm kein anderer Weg mehr offenstehen würde.
Als Sjöhage fertig war, stand er auf und gab Meijtens die Hand. Förmlich wie ein Trauergast auf einer Beerdigung. Meijtens machte einen letzten Versuch, ihn umzustimmen. Er hielt Sjöhages Hand fest, legte ihm seine andere Hand auf die Schulter und erklärte, das sei doch idiotisch. Niemand werde ihm das danken. Aber Sjöhage befreite sich aus seinem Griff und verschwand in der herbstlichen Dunkelheit.
Als Meijtens einige Minuten später das Café verließ, regnete es, und er lief mit seiner Tasche über dem Kopf zur nächstgelegenen Telefonzelle, um in der Redaktion anzurufen. Monica teilte ihm mit, Bertil Andersson, der stellvertretende Chefredakteur, telefoniere gerade. Meijtens wartete. Wochenlang hatte er sich darauf vorbereitet, Sjöhage zur Rede zu stellen, und dabei verschiedene Szenarien durchgespielt und wie er auf sie reagieren würde. Nichts hätte ihn jedoch darauf vorbereiten können, was gerade passiert war. Nach einigen Minuten hörte er am anderen Ende der Leitung ein Röcheln.
» Ja? «
»Hier spricht Meijtens.«
»Das weiß ich. Hast du die Bestätigung?«
Meijtens erinnerte sich an Sjöhages tonlose Stimme, die so klang, als wäre jede Lebenskraft aus ihm gesogen worden. Er brauchte Zeit, er musste nachdenken.
»Ich habe die Story.«
»Und die Verbindung zu den entscheidenden Köpfen im Stadtrat? Konnte er sie bestätigen?«
Der Regen trommelte auf die Telefonzelle. Ihm fiel etwas ein, was sein alter Doktorvater Jakub einmal gesagt hatte. Etwas über die Wahrheit, die die hässliche Schwester der Lüge sei. Auf Tschechisch klang das vermutlich besser.
» Hallo, Meijtens? «
»Es gibt eine Verbindung.« Er hörte noch die nächste Frage des stellvertretenden Chefredakteurs, während er einhängte.

 

Meijtens wischte mit seinem Jackettärmel die beschlagene Windschutzscheibe frei und stellte die Scheibenwischer auf die höchste Stufe. Natürlich hatte er mehrfach versucht, ein längeres Interview mit dem Bürgermeister zu bekommen, herausgekommen waren allerdings nur zwei müde Minuten zwischen zwei Sitzungen. Leider keine einzige Lücke im Terminkalender mehr frei, verstehen Sie? Eine reine Verwaltungsangelegenheit, sprechen Sie mit Sjöhage. In Wahrheit fand er wohl, dass Meijtens zu unbedeutend und seine Beweise zu dünn waren.
Der Stadtrat hatte sich den Rücken freigehalten. Wie, sagten Sie, heißt Ihr Wochenmagazin, 7Plus? Ist das nicht eines dieser Boulevardblätter?
Bertil Andersson war an die Decke gegangen. »Finde den verdammten Zusammenhang, den du mir versprochen hast, dann nehmen wir diese Typen in die Mangel. Sonst lassen wir die Sache fallen.«
Als er das sagte, hatte keiner von ihnen damit gerechnet, dass Sjöhage aus Gründen, die Meijtens nur teilweise nachvollziehen konnte, die ganze Schuld auf sich nehmen würde. Seine Geschichte war außerdem so genial formuliert, dass man problemlos Fakten finden würde, die sie untermauerten. Wenn man das wollte. In Gedanken ging Meijtens schwammige Entscheidungsprotokolle, seltsame Zufälle und ängstliche Aussagen niederer Beamter durch, die nicht zitiert werden wollten. Zusammenhänge, die in eine ganz andere Richtung wiesen. Zu selbstherrlichen Politikern, die sich ihrer Sache ein wenig zu sicher gewesen waren und sich zu große Freiheiten herausgenommen hatten.
Gereizt trommelte er aufs Lenkrad. Bertil Andersson würde bestimmt noch zwei Stunden in der Redaktion bleiben. Wenn er sich beeilte, hätten sie genügend Zeit, gemeinsam zu besprechen, wie der Artikel geschrieben werden sollte, aber das war momentan das Letzte, was Meijtens wollte. Er musste Zeit gewinnen, um zu zeigen, dass er diese Geschichte auf seine Art schreiben konnte.
Am Stadsgårdskai auf Södermalm standen einige Streifenwagen und ein Krankenwagen am Straßenrand. Ein Unfall? Oder etwas noch Schlimmeres? Meijtens hielt an und schaltete das Warnblinklicht ein. Wenn er erst in die Redaktion zurückkehren wollte, nachdem alle heimgegangen waren, brauchte er eine gute Entschuldigung, und die hier war so gut wie jede andere. Gerade schlossen die Rettungssanitäter die Türen eines Krankenwagens und fuhren los. Polizisten blickten zum Felsabsatz fünfzehn Meter über ihnen hinauf und führten Gespräche über Funk. Als Meijtens ihren Blicken folgte, lief ihm ein Schauer über den Rücken. Er begriff. Und dort oben musste es einen vorgesetzten Beamten geben, der mehr wusste.
Er fuhr hinauf, parkte vor der Diakonie Ersta, durchquerte den Torbogen und betrat den schwach beleuchteten Innenhof. Seine Schuhe schmatzten auf dem nassen Weg, und sein Blick wanderte an der vor ihm liegenden Felskante entlang. Es gab ein Stahlgeländer, das allerdings nicht sonderlich hoch war. Hatte der Verunglückte versucht, darauf herumzubalancieren, und war durch ein Missgeschick abgestürzt? Meijtens wollte gerade zu zwei uniformierten Beamten gehen, die das Gelände absperrten, als er hinter sich eine Stimme hörte.
»Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?«
Er drehte sich um und sah eine Silhouette, die jedem Reporter in Stockholm, der etwas auf sich hielt, vertraut war. Kriminalinspektor Tilas war groß und hielt sich so aufrecht, dass es fast schon unnatürlich wirkte. Seine grau melierten Haare waren kurz und zurückgekämmt. Meijtens stellte sich vor und wollte Tilas eine Visitenkarte überreichen, die dieser jedoch ignorierte.
»So, so, einer von Anderssons Lakaien.« Es zuckte leicht in seinem Mundwinkel, eventuell war das ein Lächeln. Man erzählte sich, Tilas sei eine von Anderssons Quellen, und die beiden stünden schon seit zwanzig Jahren in Verbindung.
»Was ist passiert, ein Unfall oder Selbstmord?«
Eine Straßenlaterne beleuchtete Tilas’ Gesicht, und die scharfen Linien um Nase und Kinn wirkten wie aus Stein gemeißelt. Der Wind versuchte, in seinen dunklen Mantel zu fahren, der jedoch nicht nachgeben wollte. Der Polizist fuhr sich durch die zerzausten Haare, und Meijtens bemerkte, dass seine Hand kurz zitterte. Ihm fiel ein, dass er ein Gerücht über Tilas gehört hatte, erinnerte sich aber nicht mehr an den Inhalt.
»Selbstmord, Unfall, wer weiß. Ich tendiere allerdings zu der Annahme, dass es keine Nachricht für 7Plus ist, so viel ist sicher. Richten Sie das Bertil von mir aus.«
Meijtens schoss durch den Kopf, dass es gut sein könnte, ein paar Äußerungen des ermittelnden Polizeibeamten vorweisen zu können, wenn er erklären wollte, warum er nicht sofort in die Redaktion zurückgefahren war. Auch wenn sie niemals in seinem Wochenmagazin landen würden.
»Wissen Sie schon etwas über die Identität des Verunglückten? «
Tilas strich sich scheinbar unbewusst mit der Hand über den Mantel. »Ich glaube nicht, dass . . .« Er wurde von einem Polizisten unterbrochen, der nach ihm rief. Daraufhin nickte er Meijtens müde zu und entfernte sich mit zielstrebigen Schritten.
Meijtens ging zur Felskante und lehnte sich vorsichtig über das Geländer. Ein Unfall war durchaus vorstellbar, ein betrunkener Mensch, der aus irgendeinem Grund über den Zaun auf den Felsabsatz hinausgeklettert war. Für einen Selbstmord war es auch keine schlechte Stelle. Es raschelte in den Blättern, und Meijtens drehte sich um. Der Mann musste sich herangeschlichen haben, nachdem die Polizisten verschwunden waren. Er hatte mehrere Kleiderschichten an und stank nach Schweiß. In den Armen hielt er zwei Plastiktüten.
»Wo kommen Sie her?«
»Aus Västerås«, antwortete der Penner verblüfft, ehe er das Missverständnis erkannte. »Ich meine, von da drüben, bei der Kirche.« Er schlug sich selbst mit der Faust in die Magengrube, eine seltsame Geste der Scham, die Meijtens zusammenzucken ließ.
Er zwinkerte dem Obdachlosen freundlich zu. »Ich kenne ein paar Leute aus Västerås, alles nette Kerle.«
Der Mann blickte erstaunt auf und lächelte zurückhaltend.
»Wie heißen Sie?«, fragte Meijtens.
» Sven Emanuel. «
»Haben Sie gesehen, was hier passiert ist?«
Sven Emanuel wand sich, ohne ihm zu antworten.
»Wenn ja, sollten Sie mit der Polizei sprechen. Oder mit mir. «
»Ich mag die Polizei nicht.«
»Dann können Sie ja mit mir reden.«
»Ich habe den Schatten gesehen, der zum Rand gegangen ist. Diese Augen. Ich kann sie einfach nicht vergessen.«
»Sie haben gesehen, als er gefallen ist?«
» Nein, aber ich habe den Schatten gesehen. Und den anderen auch. «
Meijtens bewegte sich ein wenig, achtete jedoch darauf, dass sein Schatten im Licht der Straßenlaterne dem Mann keinen Schrecken einjagte. »Aber Sie haben nicht mitbekommen, wie er hinuntergestürzt ist?« Sven Emanuel schüttelte den Kopf, und Meijtens gab ihm eine seiner Visitenkarten. »Ich könnte mir vorstellen, dass Sie das eine oder andere bemerken, was die Polizei vielleicht übersieht. Rufen Sie mich an, wenn Ihnen noch etwas einfällt. «
Sven Emanuel ließ verwundert den Daumen über das glatte Papier gleiten.
»Warten Sie, ich gebe Ihnen auch noch meine Privatnummer. «
Sven Emanuel schien nicht geneigt zu sein, die Visitenkarte wieder abzugeben, weshalb Meijtens eine neue herauszog und seine Nummer in die rechte obere Ecke schrieb. Ihm wurde bewusst, was Hanna davon halten würde, aber es war schon zu spät. Sven Emanuel blickte auf, und ein scheues Lächeln huschte über sein Gesicht, während er die Karten in eine Innentasche stopfte, die er mit einer Sicherheitsnadel verschloss. Seine Bewegungen waren langsam und feierlich, als handelte es sich um echte Wertgegenstände. Er stampfte mit den Füßen auf und begann, warme Luft in seine Hände zu blasen, die schrundig und von kleinen Wunden überzogen waren. Sie sahen furchtbar aus, und Meijtens fiel ein, dass in seiner Tasche ein zweites Paar Handschuhe lag.
»Möchten Sie die vielleicht haben?«, sagte er und fischte sie heraus.
Wortlos und mit langsamen Bewegungen zog Sven Emanuel die Handschuhe an und entfernte sich, während er Meijtens einen letzten Blick zuwarf.
Als Meijtens durch den Torbogen hinausging, tauchte Tilas aus der Dunkelheit auf. In der Hand hielt er eine kleine, durchsichtige Tüte mit einem runden Gegenstand darin, der etwas größer war als eine Münze. Er ließ die Tüte in seine Tasche gleiten. Hatte er auf Meijtens gewartet?
»Und, haben Sie eine Story gefunden?«
»Wie Sie schon sagten, es ist nichts für uns.«
»Warum sind Sie dann hier hochgekommen?«
Meijtens studierte Tilas’ Gesicht. Seine Stimme klang, als würde es ihn wirklich interessieren.
»Ich habe die Absperrungen gesehen und wollte einfach mal nachschauen, was los ist.«
Tilas räusperte sich. »Sie haben nach seiner Identität gefragt. «
Meijtens wartete.
»Er trug einen albanischen Pass bei sich.«
» Seinen eigenen? «
»Das werden wir morgen sehen, wenn die Gerichtsmediziner ihn ein bisschen aufgehübscht haben.«
Tilas warf ihm noch einen kurzen Blick zu und entfernte sich. Meijtens drehte nachdenklich die Autoschlüssel in der Hand und beschloss, den Wagen stehen zu lassen und stattdessen zur Folkungagatan hinunterzugehen. Als er sich umblickte, bemerkte er, dass Tilas ihm hinterhersah.

 

3» Maestro ! «

 

Auf einen Schlag war der Schankraum im Možels in Bewegung. Sie halfen ihm aus der Jacke, zogen einen Stuhl heran und bestellten lautstark ein weiteres Bier. Jemand tastete seine Satteltasche ab und erkundigte sich, ob sie Dokumente enthalte, mit denen man die Regierung stürzen könne. Ob er einer ganz heißen Sache auf der Spur sei? Ob sie ihn die großen Artikel schreiben ließen oder ob das Ganze nur ein abgekartetes Spiel sei? Als Meijtens meinte, er könne nur eine Stunde bleiben, tat man das mit einer Handbewegung ab. Als er eine Flasche Mineralwasser bestellte, glaubten sie, er mache einen Witz.
Die Theke war abgewetzt, und an den Wänden hing Reklame für tschechisches Bier. Im kleinen Speisesaal war das Stimmengewirr gedämpfter, aber im Schankraum war es so laut wie auf einer Party. Er war mitten in eine Diskussion über den neuen kommerziellen Fernsehsender geplatzt, der in London den Sendebetrieb aufgenommen hatte, sie debattierten über das verdummende Programmangebot, das Risiko einer Machtkonzentration in der Medienbranche und wie man wohl einen Fuß in die Tür bekommen könne. Schon bald wandte sich das Gespräch den üblichen Themen zu – man sprach über Geschäftsideen, die man bald verwirklichen würde, über Romane, die fast fertig waren, und über Dokumentarfilme, denen nur noch die Finanzierung fehlte. Meijtens schwieg und trank sein Mineralwasser. Es dauerte immer noch eine Stunde, bis Bertil Andersson nach Hause gehen würde.
Keiner wusste genau zu sagen, wie sich die Männer in der Wirtschaft kennengelernt hatten. Sie hatten sich einfach in denselben Kreisen bewegt, sie hatten einander und das Možels gefunden und waren geblieben. Manchmal fiel einer von ihnen einer konventionelleren Karriere zum Opfer, die sich nachteilig auf die Geselligkeit auswirkte, oder gründete eine zeitraubende Familie. Wie Mitglieder des Politbüros, die in Ungnade gefallen waren, verschwanden sie und wurden nie mehr erwähnt. Man sprach auch nie über die bescheidenen Jobs, mit denen sich die einzelnen über Wasser hielten. Sie taugten als lustige Anekdoten oder als Finanzierung der Projekte, mit denen man sich eigentlich beschäftigte. Keiner war so taktlos, darauf hinzuweisen, wie lange diese kurzfristigen Arrangements schon andauerten. Hanna nannte sie, wenn sie entsprechend gelaunt war, die »Eigentlich-Clique «.
Als er Hanna vor zehn Jahren kennenlernte, hatte er grundsätzlich nichts vorgehabt oder geplant, was weiter als eine Woche in der Zukunft lag, und irgendwann hatte er sich gefragt, warum das Leben nicht immer so sorglos sein konnte. Die Wochenendschichten als Taxifahrer bescherten ihm ein kleines, aber regelmäßiges Einkommen, und manchmal sprang er in den großen Hotels als Barpianist ein, um eine gute Antwort geben zu können, wenn die Leute ihn nach seiner Arbeit fragten.
Sie waren sich auf einer Party begegnet, auf der sie eher versehentlich gelandet war. Er hatte ihr die übliche Geschichte erzählt, dass er zwei Jahre zuvor wegen einer reinen Formalität die Aufnahme an der Musikhochschule verpasst habe, und hatte behauptet, er schreibe ein Buch über sein Leben als Barpianist. Über zerrüttete Existenzen und Bekenntnisse von Geschäftsleuten zu später Stunde. Sie hatte ihm kein Wort geglaubt, ihn aber trotzdem nach Hause begleitet. Keiner von beiden hatte darin mehr als einen One-Night-Stand gesehen, und sie waren beide überrascht gewesen, als sie nicht nur zusammen zu Abend aßen, sondern auch gemeinsam frühstückten und Meijtens’ sonst so spartanisch ausgestatteter Badezimmerschrank sich nach und nach füllte. Am Ende mussten sie sich eingestehen, dass sie praktisch zusammenwohnten.
Streng genommen war sie zu jung gewesen, eine verblüffend hübsche Medizinstudentin, die eine Woge kastanienbrauner Haare und ihre gutbürgerliche Abstammung mithilfe einer Tweedmütze verbarg, die sie auf einem Trödelmarkt erstanden hatte. Keiner zweifelte daran, was Meijtens in ihr sah, aber wenn es darum ging, warum sie ausgerechnet ihn auserwählt hatte, gingen die Meinungen weit auseinander. Im Možels nahm man an, dass Meijtens – genau wie die Mütze – Ausdruck einer jugendlichen Revolte sei, von der man sich später leichter befreien könne als von einem Tattoo.
Aber die Jahre vergingen, und keine der Prognosen erfüllte sich.

Magnus Montelius

Über Magnus Montelius

Biografie

Magnus Montelius, geboren 1965, arbeitete als schwedischer Umweltberater auf dem Balkan und in den alten Sowjetrepubliken. 2011 publizierte er in dem eigens gegründeten Verlag Columbi sein Kriminalromandebüt „Ein Freund aus alten Tagen“, das zum Überraschungsbuch des Herbstes in Schweden wurde und...

Pressestimmen

Unimag

»Der schwedische Autor Magnus Montelius beweist in seinem neuen Werk »Ein Freund aus alten Tagen« einmal mehr, dass Krimis aus dem hohen Norden ihren Lesern viel Spannung und unterhaltsame Geschichten bieten können.«

Ruhr Nachrichten

»Magnus Montelius ›Ein Freund aus alten Tages‹ ist eine gut recherchierte Spionage-Geschichte. Dialoge bestimmen die Handlung der sauber ausgearbeiteten Figuren.«

Wiener Journal

»Ein wirklich intelligenter Thriller!«

buecherrezensionen.org

»Den historischen Hintergrund für ›Ein Freund aus alten Tagen‹ liefert die europäische Politik, als das kommunistische System nach und nach kollabiert, die Mauer fällt und die Staaten des Ostens sich zögernd öffnen. Magnus Montelius hat in diese epochemachenden Entwicklungen einen fiktionalen Plot eingeflochten, der spannend und anspruchsvoll ist und ohne Klischees und schmerzvolle Szenen in dunklen Verliesen alter Zeiten auskommt.«

OÖNachrichten - Beilage 'Was ist los?'

»Das Debüt des Schweden (...) ist ein intelligenter Spionagekrimi mit präziser Figurenzeichnung - ganz ohne Blutvergießen.«

Hellweger Anzeiger

»Es gibt ihn noch, den Spionageroman (...) Autor Magnus Montelius belebt die Szene in höchst lesenswerter Weise.«

Bücher

»Schwedenkrimi einmal anders: Kluger und sehr spannender Spionageroman über das Land im Kalten Krieg und danach.«

Buchkultur Krimi Spezial

»Großartige Polit-Spannung.«

Krimi-Couch

»Ein lesenswerter Kriminal- (Spionage-)Roman.«

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