Die Würde ist antastbar

Essays

Erschienen am 11.08.2014
144 Seiten, Laminierter Pappband
ISBN: 978-3-492-05658-8
€ 16,99 [D], € 17,50 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage

»Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet.«

Oft ist es nur der Zufall, der den Einzelnen zum Täter oder Opfer macht. Schuld ist das, was einem Menschen persönlich vorgeworfen werden kann. - Nicht zuletzt seine so überzeugend formulierten Gedanken über Gut und Böse, über die moralischen und ethischen Fragestellungen in unserer Gesellschaft haben seine Stories und Romane zu Welterfolgen gemacht. In seinen Essays widmet sich Ferdinand von Schirach brisanten Themen wie den Schauprozessen gegen Prominente, der Sicherheitsverwahrung oder der Folterandrohung gegen Kindermörder. Daneben geht er aber auch der Frage nach, wie es in Zeiten des iPads um unser Lesen bestellt ist oder was der Zwang zu schreiben für einen Schriftsteller wirklich bedeutet. Ferdinand von Schirach ist einer der klügsten und originellsten Köpfe unserer Zeit. "Die Würde ist antastbar" versammelt erstmals alle von ihm im »Spiegel« veröffentlichten Essays in einem Band.

Leseprobe zu »Die Würde ist antastbar«

Verfahren als Strafe


Über die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsanwaltschaft

 


Im Gerichtssaal ist es unerträglich heiß. Im Radio ­sagen sie seit Tagen jeden Morgen Regen an, aber es regnet nicht. Wir hören seit neun Uhr Aufzeichnungen von Telefonaten, eine Drogensache. Die Anrufe sind digital gespeichert, das ist besser als noch vor ein paar Jahren. Aber die Lautsprecher für den gerichtseigenen Computer sind einfach grauenhaft, die Justiz hat kein Geld. Die Stimmen krächzen, sie sind zu laut oder zu leise, immer verzerrt, und vor allem aber wird auf Arabisch gesprochen. Es sieht hier [...]

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Ferdinand von Schirach

Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 18.11.2015 von Piper Verlag

Ferdinand von Schirach international

Ferdinand von Schirachs Bücher sind vielfach übersetzt worden. Hier finden Sie eine Liste aller internationaler Ausgaben.

Medien zu »Die Würde ist antastbar«

Rezensionen und Pressestimmen

Westdeutsche Zeitung


»Die Essays sind brillant geschrieben und absolut lesenswert.«   

Falter (A)


»Ferdinand von Schirach ist ein Schreibender in der Tradition Dostojewskis.«   

Literaturkurier


»Wie und über was er schreibt, macht ihn zu einem beachtenswerten zeitgenössischen Autoren.«   

Kölnische Rundschau


»Seine Gedanken (...) sind brilliant und eine Bereicherung.«   

General Anzeiger


»Ein zweistündiges Feuerwerk an pointierten Geschichten über wahre, höchst grausame Fälle sowie an messerscharfen rechtsphilosophischen Essays brannte der Mann nun ab, dessen Bücher ›Verbrechen‹, ›Schuld‹, ›Tabu‹ und ›Der Fall Collini‹ internationale Bestseller sind.«   

Dresdner Neueste Nachrichten


»Bei seinem Auftritt im Dresdner Schauspielhaus hat Ferdinand von Schirach den Besuchern nicht nur die offensichtlichen Wahrheiten über den ›Rechtsstaat‹ vermittelt. Er hat sie mit seiner Lesung und Aktion regelrecht mitgerissen.«   

Badische Neuste Nachrichten


»Der Strafverteidiger von Schirach trägt mit seinen schriftstellerischen Werken wie den Essays unter dem Titel ›Die Würde ist antastbar‹ dazu bei, dass die formellen Wahrheiten der Justiz verständlicher werden können.«   

Peiner Nachrichten


»Ein glänzender Komponist der Sprache«   

Der Tagesspiegel


»In schnörkellosem Stil beschreibt der Strafverteidiger Opfer und Täter, seine Prosa vereint kühle Distanz und kluge Komposition.«   

literaturkritik.de


»Von Schirachs Stil folgt einem Ideal der Ruhe und Transparenz. Die Sprache ist die eines Mitfühlenden, immer persönlich Beteiligten, der aber seine Distanz wahrt.«   

Kölnische Rundschau


»Unverblümt, messerscharf und genial sind nur einige der Adjektive, mit denen man den Strafverteidiger und Bestsellerautor Ferdinand von Schirach beschreiben kann.«   

Main Echo


»Ferdinand von Schirach (...) überragt so manches und beeindruckt (...) wegen seiner glasklaren Aussagen.«   

Ruhr Nachrichten


»Bei seinem Auftritt am Freitag im Schauspielhaus zeigte Ferdinand von Schirach, wie dicht Lesung und Gespräch, Komik und Grusel, aber auch Unterhaltung und Denkanstöße beieinander liegen können.«   

Darmstädter Echo


»Ausgreifende Betrachtungen zu aktuellen Themen, die so grundsätzlich sind, dass die Lektüre lohnt, auch wenn der Anlass fast schon vergessen ist.«   

Neue Osnabrücker Zeitung


»Das, was er tut, ist nur auf den ersten Blick ein von den Menschen abgewandter Vorgang, bei dem von Schirach sich total zurückzieht. Es ist ganz anders: Durch sein Schreiben zeigt er Bereiche auf, die wichtig sind, die es zu bedenken gilt. Menschenfreundlicher kann ein dem Schreiben Verfallener doch kaum sein.«   

dpa


»Ebenso geistreich wie pointiert und unterhaltsam nimmt von Schirach darin zu vielen juristischen und gesellschaftspolitischen Themen Stellung, die in den Medien für heftige Diskussionen sorgten.«   

Rheinische Post


»Glänzend ist all dies aufgeschrieben, intensiv und anregend wirkt es.«   

Dresdner Morgenpost


»Hochspannende Lektüre«   

ZDF Markus Lanz


»Eine Sammlung brillianter Essays ... absolut lesenswert.«   

Stern


»Ferdinand von Schirachs Texte zu lesen ist immer ein Gewinn.«   

NDR Kultur


»Sein Ringen um klaren Ausdruck, die schnörkellosen Sätze sind der rhetorische Beweis für die Klarheit seiner Gedanken. Aber nicht nur das! Ferdinand von Schirach erweist sich auch als großer Humorist, der jeden Hang zur Übertreibung aufs Korn nimmt.«   

Bayrischer Rundfunk


»Wohltuend, wie sich Schirach hier ein weiteres Mal wie in seinen Stories und Romanen als kluger und unbeirrbarer Popularisator von juristischen Fundamentalprinzipien erweist.«   

Hannoversche Allgemeine Zeitung


»Von Schirach erzählt geradlinig, manchmal lakonisch über Verbrecher – und vor allem über deren Motive. Dezent bleibt er, wenn er die tatsächliche Tat schildert. Deutlich ist er, wenn er das Spannungsfeld aufzeigt, in dem sich Täter und Opfer bewegen.«   

B. Z.


»›Die Würde ist antastbar‹ versammelt seine ›Spiegel‹-Essays über Demokratie, den Kachelmann Prozess und Erinnerungen an seinen Großvater, NS-Reichsjugendführer Baldur von Schirach.«   

Sächsische Zeitung


»Ferdinand von Schirach schreibt leicht, seine Sätze sind schlank, vielleicht macht gerade das scheinbar Kunstlose sein Bücher erfolgreich.«   

Leipziger Volkszeitung


»Ferdinand von Schirachs Essays sind Streifzüge durch die Themen der Zeit auf dem Terrain moralischer Wertvorstellungen. Das gibt ihnen zeitlose Gültigkeit. Die richtigen Fragen zu stellen, gehört für den Anwalt zum Handwerk. Er beherrscht es wirklich gut.«   

Deutschlandradio Kultur


»Seitdem Schirach vor gerade einmal fünf Jahren sein literarisches Debüt publizierte, ist er einer der klugen und unbeirrbaren Popularisatoren juristischer Fundamentalprinzipien in dieser Republik.«   

Märkische Allgemeine


»Seine Essays überzeugen durch Präzision.«   

Kommentare zum Buch
1. Nach Würde kann niemand greifen!
German JaCobi am 16.10.2014 - 21:05:45

Würde entsteht erst, wenn wir uns gerecht verhalten und dazu eines der besten Regelwerke der Welt verwirklichen. Der Artikel 1 des Grundgesetzes nennt lediglich das Ziel des Fundaments unserer "Wunschvorstellung Demokratie", ist der Aufgang zu allen Grundrechten. Leider läßt sich das "ordentliche Gefühl Gerechtigkeit" zurechtbiegen, weil kaum jemand weiß, welches Ziel hinter ihm steckt. Und weil es eines ist, nach dem alle streben, gilt es auch für sämtliche Erscheinungsformen der Schöpfung und macht alle zu Partnern: Gemeinsame Zufriedenheit, die weitere Zufriedenheit ermöglicht.   Dieses geradezu magnetische Ziel können Vernunftwesen nur erreichen, wenn sie DAS WICHTIGSTE MENSCHENRECHT kennen, das Recht auf Selbstbestimmung, verankert im Art. 2 GG. Dieses erstaunlich unbekannte Recht ermöglicht in demokratischen Systemen, das Maß jeglicher Fremdbestimmung zu kontrollieren. Es erlaubt auch dem Ohnmächtigsten dafür zu sorgen, daß Selbstbestimmung nur im Rahmen des vom Volk vorgegebenen Willens eingeschränkt wird (mit dem "Instinktersatz Recht"). Damit wird Machtmi§brauch sehr schwierig. Leider gefällt der sehr vielen Mächtigen ...  

2. Die Würde ist antastbar
Dr.Erika Plöntzke am 28.08.2014 - 12:14:59

Herr Von Schirach hat schon mit den Bänden "Schuld", "Verbrechen"und "Collini" mit schlichten einfachen Worten Zweifel an unserem Rechtsempfinden nahe gebracht. Hier ortet er sich mit seiner Vorgeschichte, das ist sehr sympathisch und macht ihn emotional zugänglicher. Aber in den Essays wird er auch politischer uns setzt berechtigte Zweifel an den Entscheidungen an unserem Demokratieverständnis. Er ist aktuell auch life einmal in den Nachrichten erschienen als alle Entscheidungen der Bundesregierung noch offen waren. Ich danke ihm dafür. Dr.Erika Plöntzke

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