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Die Verflüchtigten

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Roman

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Die Verflüchtigten — Inhalt

Sich in Luft auflösen, das ist in Japan ein gängiger Weg, der Familie große Schande zu ersparen. Kaze hat sein Gesicht verloren, weil er, altgediente, treue Angestellte einer großen Investementbank nach den Ereignissen von Fukushima plötzlich fristlos entlassen wurde. Mit einem Koffer und drei Pappkartons verschwindet er nachts nach San'ya, das verlorene Viertel Tokios. Dort regieren die Yakuza, die japanische Mafia. Und dort kreuzt sein Weg den von Akainu, einen Jungen, den der GAU zum Straßenkind gemacht hat. Vor der Bedrohung durch die Yakuza fliehen die beiden weiter nach Norden, zu den Landschaften der Verwüstung, auch um Akainus Familie zu suchen. In San Francisco hat derweil Kazes Tochter beschlossen, den Vater aufzuspüren und bittet ihren Exfreund Richard B. um Hilfe. Der ist Privatdetektiv, Gelegenheitsdichter, Reisehasser und vor allem immer noch unsterblich verliebt in die schöne Yukiko und ihr rätselhaftes Land. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg.

€ 12,99 [D], € 12,99 [A]
Erschienen am 01.03.2016
Übersetzt von: Brigitte Große
320 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-8270-7882-7
»Reverdy verwebt geschickt Erzählstränge und Textformen, wagt kurze Ausflüge in die Lyrik. [...]. Dabei zeichnet der 42-Jährige das Bild eines postapokalyptischen Milieus, das Brigitte Große meisterlich ins Deutsche übersetzt hat.«
GEO SAISON
»Thomas Reverdy will in seinem Roman "Die Verflüchtigten" vieles zugleich: spannend unterhalten, existenziell verunsichern, eine vertrackte Liebesgeschichte erzählen, ein fernes Land nahebringen, und: mit fein geschliffenen Perioden und poetisch subtilen Einwürfen literarisch überzeugen. Auch wenn nach rund hundert Seiten die Überraschungsmomente seltener werden, hat er sich an diesem hohen Selbstanspruch nicht überhoben. Viele seiner Kapitel, die zwischen einer und neun Seiten lang sind, erreichen das Eigengewicht einer Kurzgeschichte.«
Deutschlandfunk "Büchermarkt"
»Packende Mischung aus Detektivgeschichte und Gesellschaftsroman, die Japans Schattenseiten ("Armut ist eine erneuerbare Energie") auslotet. Melancholisch und dicht.«
Öko-Test-Magazin
»Reverdy ist es gelungen, eine politisch brisante Thematik in einer spannenden Geschichte zu verpacken. Die Protagonisten sind vielschichtig, der Schreibstil elegant und mitreißend.«
Böhme-Zeitung
»So nackt und trostlos Sprache und Handlung oft sind, so viel feinfühlige, oft auch literarisch sehr interessante Beobachtungen finden sich im Buch.«
japanliteratur.net

Leseprobe zu »Die Verflüchtigten «

Ein Mann verflüchtigt sich

Er sitzt an seinem Schreibtisch, vor der Wand, den Kopf in die Hände gestützt und über die Seiten des Briefes geneigt, die von schwarzen Filzstiftzeichen in seiner feinen Schrift übersät sind. Aber er sieht sie nicht mehr. er hat die Augen geschlossen, weil ihm alles verschwimmt, vor Tränen oder vor Müdigkeit.
Wer hat je einen Samurai gesehen, der vor dem Selbstmord einen Abschiedsbrief an seine Frau schreibt?
Aber Samurai gibt es nicht mehr, und dies ist kein Selbstmord, nicht ganz jedenfalls.nichts an dem Vorhaben ist [...]

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Ein Mann verflüchtigt sich

Er sitzt an seinem Schreibtisch, vor der Wand, den Kopf in die Hände gestützt und über die Seiten des Briefes geneigt, die von schwarzen Filzstiftzeichen in seiner feinen Schrift übersät sind. Aber er sieht sie nicht mehr. er hat die Augen geschlossen, weil ihm alles verschwimmt, vor Tränen oder vor Müdigkeit.
Wer hat je einen Samurai gesehen, der vor dem Selbstmord einen Abschiedsbrief an seine Frau schreibt?
Aber Samurai gibt es nicht mehr, und dies ist kein Selbstmord, nicht ganz jedenfalls.nichts an dem Vorhaben ist ritterlich.
Er steht auf, durchquert das winzige Zimmer, schiebt die Trennwand zum Vorraum beiseite und öffnet die Tür, bleibt aber davor stehen. Die ganze Kälte der Nacht springt ihn an und ohrfeigt ihn. Kein licht in der Nachbarschaft. im Unterholz knackt es wie zur Antwort auf das Krächzen eines schlaflosen Raben irgendwo in den Bambus- und Uukalyptuswäldern, durch die Tanuki und streunende Katzen stöbern. Irgendwo dort draußen. Die Welt kommt ihm auf einmal so dunkel vor. Er zieht seine Schuhe und den langen Wollmantel an, rafft ihn an den Seiten zusammen, ohne ihn zuzuknöpfen, hüllt sich darin ein und zündet sich eine Zigarette an. »Ich werde keine Hausschuhe mehr tragen.« So begann der Brief an seine Frau. etwas Besseres war ihm nicht eingefallen, er wusste nicht, wie er ihr anders sagen sollte, dass er nicht wiederkommen würde.
Er schaut auf die Uhr, ob noch Zeit ist für eine zweite Zigarette. er lächelt. Er hat doch alle Zeit der Welt! Aber er merkt gleich, dass ihn das nicht tröstet. Die Zigarette nicht, der Gedanke nicht und das Lächeln nicht. Der Mond ist nicht zu sehen, aber in seinem Licht erbleichen Wolken und Schieferdächer, der Sand auf dem Weg in den Wald und die Straße, die noch von den Regenschauern des Abends schimmert.
Bei diesem Wetter und zu dieser Zeit setzt man besser keinen Fuß vor die tür.
Japan schläft.
Kazehiro geht.
Er wird seinen Namen durch dessen Kurzform ersetzen und sich Kaze nennen. Das sagte sie immer zu ihm.
In dem Brief, den paar Blättern ohne Umschlag, die er auf dem Schreibtisch liegengelassen hat, bittet er sie, nicht traurig zu sein und so zu tun, als ob er tot wäre.
Er spricht darin über sie, es ist wohl der erste Liebesbrief, den er ihr schrieb. Fünfunddreißig Jahre sind eine lange Zeit. Die Kleine ist weit weg. Sie waren einmal glücklich.
Jetzt ist es so weit. Er schließt seinen Mantel und kramt in den Taschen. legt alles auf die Holzkonsole im Vorraum: die Schlüssel, das Telefon und die Geldbörse, aus der er ein Bündel großer Scheine nimmt, die er extra von der Bank geholt hat und die er sich jetzt in die Hosentasche stopft. Für eine Reise, hat er dem Bankbeamten vorgeflunkert, als müsste er sich entschuldigen, weil er sein Konto fast leergeräumt hat. Man weiß ja nie, was alles passieren kann. er schaut noch einmal auf die Uhr, hört ein Motorengeräusch näherkommen. er schließt die Tür und geht hinaus.
Der Lieferwagen hält mit ausgeschalteten Scheinwerfern ein paar Meter vorm Haus. Ein etwas untersetzter, plumper Mann steigt aus, er trägt eine Lederjacke und eine zu weite, an den Knien abgewetzte Hose. Sie beobachten einander.
»Sind Sie allein?«
»Mein Kollege ist im Auto. Er richtet die Gurte. Sind die Kisten fertig?«
»Es sind nur drei und ein Koffer. Vorhin gepackt, sie stehen dort hinten, in der Garage.«
»Versteh ich nicht. Wir hatten doch eine Abmachung. Ein Umzug in der Nacht, das kommt nicht so oft vor, und das geht nur, wenn alles fertig dasteht.«
»Es ist ja nicht der ganze haushalt, ich ziehe allein um. Meine Frau bleibt hier.«
»Dann nehmen wir nur drei Kisten und einen Koffer mit?«
»Und mich.«
»Da hätten Sie auch ein Taxi rufen können!«
»Das wäre teurer gewesen. Außerdem: Drei Kisten stemmen Sie locker, aber ich allein kann sie nicht tragen.« Der Mann schaut ihn an, stutzt, ein wenig misstrauisch. Wie morgens auf der Bank fühlt er sich verpflichtet, eine Erklärung zu liefern. Die nächste Lüge.
»Es ist nur vorübergehend, wegen der Arbeit. Morgen früh muss ich einsatzbereit sein. Und seien Sie bitte vorsichtig mit den Kisten! ich möchte die Nachbarn nicht stören um diese Zeit. Außerdem schläft meine Frau.«
Bevor sie losfahren, dreht sich der Möbelpacker in der Lederjacke noch einmal zu ihm um.
»Nicht mal einen Regenschirm nehmen Sie mit?«
Ganz kurz fragt er sich, ob ihn der Typ nicht gerade verarscht. Einen Regenschirm? Die Frage kommt ihm so lächerlich vor. Aber der andere blickt ihm regungslos in die Augen und wartet mit einem so mitleidigen Gesichtsausdruck auf seine Antwort, dass es ihm kalt den Rücken hinunterläuft. Der Packer fixiert ihn immer noch, als wollte er sagen: »Armer Kerl, du kennst wohl nur ein Leben in Häusern und Büros, mit Metro und Regenschirm. Du weißt noch gar nicht, dass der Regen denen, die nichts mehr haben, ziemlich zusetzt.« Nein, das kann er nicht denken! Woher soll so ein Klotz das ahnen? Es war nur eine schlichte, dumme Frage. Er zuckt die Schultern und steigt ein.
»Wenn es regnet, kaufe ich mir einen.«
Der Wagen rollt leise und langsam die Straße hinunter, die zur Stadt führt. erst auf dem flachen Stück, bevor die Schnellstraße anfängt, dreht der Fahrer den Zündschlüssel um und die Scheinwerfer auf. er solle sich lieber ausruhen, rät ihm der Witzbold mit dem nervtötenden Akzent des Südens, aber natürlich ist Schlafen unmöglich. Genauso unmöglich wie das innere des Lieferwagens: die versiffte Fahrerkabine, die Kaugummipapiere, der volle Aschenbecher, die halbleere Wasserflasche, die zwischen seinen Füßen herumrollt, der Gestank nach Benzin und Plastikplane und die schweigende Anwesenheit des »Kollegen«, der hinten an seinem Koffer lehnt und schläft, alles zum Kotzen. An dem beschlagenen Fenster ziehen die Straßenlaternen und Neonlichter der Stadt vorbei, bekannte Viertel und Gebäude, die zu dieser Zeit geschlossenen Geschäfte und da und dort ein paar erleuchtete Fenster in den Häusern wie Feuer in der Wüste. Die ganze dunkle, ferne Welt zieht draußen vorbei, verzerrt durch die beschlagene Scheibe und den Regen, der nun doch wieder fällt, die Welt und sein Leben ziehen vorbei in den Blitzen, die die Nacht zerreißen, und alles ist zum Heulen. Im radio laufen Songs, die er verabscheut, wie um ihn mit ihrer dümmlichen, kitschigen Volksmusikfröhlichkeit noch mehr zu deprimieren.
Kaze lehnt die Stirn an die Scheibe.
Schließt die Augen. Beißt die Zähne zusammen. er kotzt und heult innerlich.



Richard B.

Ich hasse reisen, dachte Richard B. wieder, als er seinen Koffer packte. Nichts auf der Welt liebte er mehr als seine Gewohnheiten: sein Haus, seine Freunde, sein Viertel North Beach und dass er in seinem Stammlokal in der Stadt den Barchef persönlich kannte und in den Geschäften, in die er mehrmals pro Woche ging – Richard besaß kein Auto und mied Supermärkte –, dass er dort mit einem professionellen Lächeln bedient wurde, als wäre er was Besseres als die anderen Kunden, ja, das liebte er, genauso wie seinen Sonntagsspaziergang zu den altmodischen Attraktionen und Eisverkäufern von Fisherman’s Wharf, wo er am Rückweg immer die Blumenfrau an der Ecke zum Washington’s Square, gleich neben dem Tabakladen, grüßte und mit ihr ein Schwätzchen hielt – über Nichtigkeiten, was ihm aber nichts ausmachte –, all diese Gewohnheiten also, diese gewissenhaft in sein Leben gepflanzten Keime, die tagtäglich der Pflege bedurften und die er nur deshalb ausgesucht und kultiviert hatte, weil es eben seine Gewohnheiten waren.
Das und dass ihm manchmal unversehens ein alter Freund über den Weg lief, aus der Agentur C. Card oder Smith & Smith, wo er früher gearbeitet hatte, bevor er sich vor ein paar Jahren selbstständig machte. So eine Begegnung in einer riesigen Stadt wie San Francisco konnte man seinen Gewohnheiten zuschreiben, aber auch dem unwahrscheinlichsten Zufall, und das wiederum war für ihn eine Art Definition des Wunders. Auch wenn nichts Derartiges passierte, reichte allein die Vorstellung, dass es geschehen könnte, dass also eine – wenn auch noch so geringe – Wahrscheinlichkeit für diesen Zufall bestand, um ihm den Tag zu erhellen. So ging er morgens aus dem Haus und dachte beispielsweise: Vielleicht treffe ich ja zufällig den großen Rothaarigen aus Oregon – wie hieß er noch gleich? –, der mitten im Schuljahr bei uns aufschlug, mit seinem orangen Anorak, seiner Wollmütze und den Taschen voller 22er-Kugeln, mit denen er Äpfel vom Baum schoss, und dann schlenderte Richard lächelnd durch die Stadt und erinnerte sich an all seine folgenlosen Dummheiten von damals. Da er in solchen Momenten glücklich war, lächelten ihm auch die Leute auf der Straße zu.
Das war nicht immer so.
Richard hatte viel Zeit, herumzuschlendern, seine Gewohnheiten zu pflegen und seine Zufälle zu hätscheln, weil er wenig arbeitete und ziemlich allein war. So geht es vielen Leuten: Sie sind nicht unglücklich, aber ihr Leben ist auch nicht besonders lustig. immerhin ist es ein Leben. Richard füllte seines mit oft seltsamen Beobachtungen, denen er unterhaltsame Seiten abzugewinnen versuchte, um sich zu zerstreuen.
Wahrscheinlichkeiten faszinierten ihn. Dadurch bekommen auch sehr unwahrscheinliche Dinge eine berechenbare Chance, sich zu ereignen. Dass es Frösche regnet oder man sich auf der Straße verliebt – alles möglich.
Das gilt natürlich auch für Katastrophen, die man im Allgemeinen nur erwähnt, um vor ihnen zu warnen: Erdbeben zum Beispiel. Wenn man sie vorhersagen könnte – was zurzeit ins Teich der Science-fiction gehört –, ja sogar, wenn man sie mit einem relativ kurzen Vorlauf von, sagen wir, zwei tagen, und einer vernünftigen Wahrscheinlichkeit vorhersagen könnte – auch wieder Science-Fiction –, würde die Bevölkerung trotzdem nichts davon erfahren, wie Seismologieexperten ungerührt erklären. Denn die ausbrechende Panik würde Berechnungen zufolge wahrscheinlich mehr Tote fordern als das Erdbeben selbst. Und dafür wurden Leute auch noch bezahlt, dass sie einen solchen Gefahren aussetzten.
Richard interessierte das wenig, diesen Gebrauch der Wahrscheinlichkeit hielt er für rein pessimistisch.
Was haben die eigentlich alle, die Journalisten, die Experten und die Politiker, die uns regieren, die Leute, die ständig im Fernsehen auftreten, warum wollen die uns immer noch mehr runterziehen?
Irgendwann würde die halbe Stadt ins Meer kippen, das war so. Von Tokio bis Los Angeles wartete alle Welt auf »The Big One«, das endlich die Zehn auf der Richterskala erreichte, das war ein bisschen wie mit dem Weltrekord von Jim Hines, der 1968 die Zehnsekundenmarke im Hundertmeterlauf knackte.
Richard wusste natürlich ganz genau, dass dieser Vergleich nur auf der Zehn beruhte und darauf, dass Millionen Menschen diesen seit Jahrzehnten ebenso unwahrscheinlichen wie möglichen Rekord »erwartet« hatten. Auch wenn man der Ansicht war, Hines’ triumph sei das markanteste Ereignis jenes Jahres gewesen – und zumindest in sportlicher Hinsicht war das unbestreitbar –, war kein größeres Unglück zu erkennen, das er nach sich gezogen hätte. na und? Ist eine Katastrophe etwa mehr wert als ein Wunder? Man kann auch ohne Apokalypse begreifen, wie unbedeutend man ist, Richard musste dazu nur den Kühlschrank öffnen, in dem nichts war außer Bier und Fertignudeln, das Big One brauchte er nicht. Weltrekorde dagegen bringen uns zum träumen, und es sind die Träume, die uns am Leben halten. Richard liebte Wahrscheinlichkeiten ohne Hintergedanken. es war das Wunder, das er liebte.
Früher hat man Vögeln den Bauch aufgeschnitten, um Dinge vorauszusagen, die nie eintraten, doch die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist subtiler. Sie besagt, dass etwas stattfinden kann oder nicht. Mit ihr wird sogar die Tatsache, dass nichts passiert, zum Ereignis, so ähnlich, wie wenn man den Schirm mitnimmt, weil der Wetterdienst Regen angekündigt hat, und am Ende bleibt es doch schön. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung lügt nie. Und überhaupt war alles, was passierte, wunderbar. Morgen zum Beispiel würde er verreisen, das war ihm seit 1976 nicht mehr passiert.

Nach Japan immerhin, sagte er zu sich selbst und dachte dabei noch einmal an Yukikos Anruf.

Für einen, der Reisen hasst, ganz schön weit.

Thomas Reverdy

Über Thomas Reverdy

Biografie

Thomas B. Reverdy wurde 1974 geboren, durchlebte, nach eigener Auskunft, eine glückliche Kindheit inklusive humanistischer, aufklärerisch geprägter Erziehung und arbeitet heute als Lehrer in Seine-Saint-Denis. Reverdy lebt in Paris und ist Autor von sechs Romanen.

Pressestimmen

GEO SAISON

»Reverdy verwebt geschickt Erzählstränge und Textformen, wagt kurze Ausflüge in die Lyrik. [...]. Dabei zeichnet der 42-Jährige das Bild eines postapokalyptischen Milieus, das Brigitte Große meisterlich ins Deutsche übersetzt hat.«

Deutschlandfunk "Büchermarkt"

»Thomas Reverdy will in seinem Roman "Die Verflüchtigten" vieles zugleich: spannend unterhalten, existenziell verunsichern, eine vertrackte Liebesgeschichte erzählen, ein fernes Land nahebringen, und: mit fein geschliffenen Perioden und poetisch subtilen Einwürfen literarisch überzeugen. Auch wenn nach rund hundert Seiten die Überraschungsmomente seltener werden, hat er sich an diesem hohen Selbstanspruch nicht überhoben. Viele seiner Kapitel, die zwischen einer und neun Seiten lang sind, erreichen das Eigengewicht einer Kurzgeschichte.«

Öko-Test-Magazin

»Packende Mischung aus Detektivgeschichte und Gesellschaftsroman, die Japans Schattenseiten ("Armut ist eine erneuerbare Energie") auslotet. Melancholisch und dicht.«

Böhme-Zeitung

»Reverdy ist es gelungen, eine politisch brisante Thematik in einer spannenden Geschichte zu verpacken. Die Protagonisten sind vielschichtig, der Schreibstil elegant und mitreißend.«

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»So nackt und trostlos Sprache und Handlung oft sind, so viel feinfühlige, oft auch literarisch sehr interessante Beobachtungen finden sich im Buch.«

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