Die Stille unter dem Eis

Die Stille unter dem Eis

Roman

€ 16,99 inkl. MwSt.

»Ein beeindruckender Roman der meisterhaft mit der Rauheit und Schönheit Alaskas spielt.« Publishers Weekly

Anna trampt durch Alaska. Als der junge Fischer Kyle sie auf der Straße aufsammelt und in seinem Pick-up mitnimmt, merken die beiden schnell, dass sie viel gemeinsam haben: Ihre Liebe zur wilden, einsamen Landschaft Alaskas, ihren starken Drang nach Unabhängigkeit und Abenteuer. Sie werden ein Liebespaar. Als man ihnen anbietet, den Winter in einem abgelegenen Leuchtturm auf einem kleinen Felsen vor der Küste Alaskas zu verbringen, stimmen sie zu. Seit der letzte Leuchtturmwärter zwanzig Jahre zuvor auf mysteriöse Weise verschwand, hat dort niemand mehr gewohnt. Das perfekte Abenteuer für das junge Paar. Doch in der Einsamkeit der Wildnis und dem immer gnadenloser hereinbrechenden Winter Alaskas wird mehr und mehr klar, dass beide ihre Geheimnisse voreinander haben ...

  • € 16,99 [D], € 17,50 [A]
  • Erschienen am 05.10.2015
  • 288 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • Übersetzt von: Yola Schmitz
  • ISBN: 978-3-86612-397-7
 
 

Leseprobe zu »Die Stille unter dem Eis«

1


Als diesiges Licht von draußen durch die schwere Holztür der Bar fällt, drehen sich alle um. Niemand lächelt außer mir. Kyle war für eine gute Woche mit der Crew der Laura Ann beim Fischen gewesen. Ich lasse die Krüge im seifigen Wasser stehen und falle in seine Arme.

»  Hi  «, flüstert er mir ins Ohr und mir wird heiß.

» Wie ist es gelaufen  ?  « Ich lehne mich zurück, um sein Gesicht zu mustern. Ein Arm bleibt um meine Schultern gelegt.

Er schaut zu mir runter, die dunklen Locken völlig ­zerzaust, dann zieht er einen zerknüllten Scheck und ein gefaltetes Stück Papier aus seiner [...]

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Rachel Weaver

Rachel Weaver

Rachel Weaver arbeitete für den Alaska Forest Service, wo sie über Sing- und Greifvögel, Schwarz- und Braunbären forschte. Sie hat einen Abschluss in »Writing and Poetics« von der Naropa University in Boulder und lebt mit ihrem Mann und ihren Zwillingssöhnen in Colorado. Ihr Roman »Die Stille unter mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Märkische Oderzeitung


»Rachel Weaver erzählt in einer knappen, ungeschönten Sprache vom persönlichen Scheitern, von Entwurzelung und Sinnsuche, unterdrückten Gefühlen und davon, wie schwer es ist, nicht nur anderen, sondern auch sich selbst zu verzeihen.«   

Peiner Allgemeine Zeitung


»Ein beeindruckendes Debüt, das meisterhaft mit der Rauheit und Schönheit Alaskas spielt.«   

Passauer Neue Presse


»Eine atemberaubende Abenteuergeschichte.«   

Ruhr Nachrichten


»Rachel Weaver weiß, wovon sie schreibt, und es fröstelt den Leser entsprechend.«   

tanzschrift.at


»Authentisch, warmherzig und dramatisch, ein beeindruckender Roman.«   

Hamburger Morgenpost


»Ein Buch voller Intensität und unterdrückter Gefühle.«   

Hessische/ Niedersächsische Allgemeine


»absolut lesenswert – vor allem an kalten Herbstabenden auf dem warmen Sofa.«   

buchtipp-neuerscheinungen.de


»grandiose Beschreibungen der Landschaft. (...) Unbedingt lesen, wenn Gletscher und Eiswelten Sie begeistern können.«   

Für Sie


»›Die Stille unter dem Eis‹ glänzt mit einem Mix aus Spannungs- und Liebesroman.«   

Women‘s Adventure Magazine


»Eine Geschichte über Vergebung, Liebe und Stärke, geschickt und wunderschön verflochten. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen.«    

Bibliotheksnachrichten


»Die Schilderung des Alltags auf dem Leuchtturm, die Härte eines derart ausgesetzten Lebens und die Beschreibung der beiden nach Halt Suchenden machen den Roman zu einem Erlebnis.«   

Publishers Weekly


»Ein beeindruckendes Debüt, das meisterhaft mit der Rauheit und Schönheit Alaskas spielt.«   

Emotion


»Eine Geschichte, die mich trotz eisiger Gletscher nicht kaltgelassen hat. Das raubt den Atem: Wie man die bedrängende Enge inmitten tiefer Gletscherspalten fast spürt – und auf der nächsten Seite die grenzenlose Weite Alaskas.«   

Love Letter


»Wer sich auf den Roman einlässt, wird mit einer großartigen Erzählung belohnt über zwei Menschen, die ihren Weg finden müssen.«   

Library Journal


»Ein unglaublich bezaubernder Roman über Vergebung.«   

O – The Oprah magazine


»In diesem unglaublich packenden Debüt wird die Liebesgeschichte zwischen einer Tramperin und einem Fischer Seite um Seite spannender, als sie beschließen gemeinsam als Wächter in einem abgelegenen Leuchtturm in Alaska zu arbeiten.«   

Kommentare zum Buch
1. Spannendes Psychodrama mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung & der Auseinandersetzung mit sich selbst
Lena am 11.10.2017 - 18:45:32

Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und entscheiden sich dafür, neun Monate auf der unbewohnten Insel Hibler Rock zu verbringen und dort als Leuchtturmwärter zu arbeiten.   Bereits in der ersten Nacht nach der Ankunft geht alles schief, als ihr Boot mit sämtlichen Vorräten und persönlichen Gegenständen sinkt und auch der Motor des Bootes daraufhin defekt ist. Kyle schafft es jedoch, einen alten Außenbordmotor aus einem Schuppen wieder flott zu machen, so dass sie sich mühsam auf den Weg in die nächstgelegene Stadt machen, um von ihrem Ersparten ein wenig Kleidung, Lebensmittel und Wasser zu kaufen. Anschließend begeben sie sich voller Elan daran, den seit 1978 unbewohnten Leuchtturm für sich einzurichten, einen Verschlag für Feuerholz und ein Gewächshaus zu bauen, damit sie möglichst autark auf der Insel leben können, denn im Winter wird durch den Wind und starken Wellengang keine Möglichkeit mehr bestehen, auf das Festland zu gelangen.   Das Paar, das sich noch nicht lange kennt, gelangt bald körperlich und emotional an seine Grenzen und merken, dass jeder für sich Geheimnisse verbirgt, die er dem anderen nicht Preis geben möchte und dass sie den Aufenthalt auf der Insel und die Einsamkeit nutzen, um vor der Vergangenheit wegzulaufen und sich zu verstecken.   Der Roman in der Ich-Form aus der Sicht von Anna geschrieben und vermittelt eine durchweg melancholische Stimmung. Der Schreibstil der Autorin hat mich an die Romane von Lucy Clarke erinnert, deren Bücher auch immer (traurige) Schicksale von jungen Frauen zum Thema haben.   Anna und Kyle sind beide Abenteurer und Einzelgänger, die in der Vergangenheit etwas erlebt haben, das sie nicht ganz verarbeitet haben, vor dem sie weglaufen und über das sie mit dem anderen nicht reden möchten. Als Paar ziehen sie sich gemeinsam auf die Insel zurück, halten sich aber gegenseitig auf Distanz und gehen dort getrennter Wege oder üben Kritik am anderen. Während Anna mit dem mangelnden Komfort gut zurecht kommt, ist es vor allem Kyle, der das einsame Dasein nicht erträgt. Nach einem Vorfall auf dem Meer kehrt Kyle nicht mehr auf die Insel zurück und Anna ist ohne zu wissen weshalb, auf sich allein gestellt.   "Die Stille unter dem Eis" ist ein leises, aber durchweg spannendes Psychodrama, das von zwei Menschen handelt, die beide mit einem unverarbeiteten Trauma leben, sich zufällig begegnen und zusammentun. Während man bei Anna durch ihre Erinnerungen in Rückblenden erfährt, woran sie leidet, ist der Leser so wie Anna auch im Unklaren, was mit Kyle los ist. Darüber hinaus ist es spannend zu erfahren, welche Verbindung es zu dem letzten Leuchtturmwärter William Harris gibt, auf den sie im Leuchtturm Hinweise finden und der im Jahr 1978 spurlos verschwunden ist.   Es ist ein atmosphärischer Roman, bei dem man sich unmittelbar nach Alaska und Hibler Rock versetzt fühlt, die Kälte des Windes und die raue See spürt, eine Geschichte mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst.

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