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Die SchwesterDie SchwesterDie Schwester

Die Schwester

Das Leben der Elisabeth Förster-Nietzsche

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Die Schwester — Inhalt

Elisabeth und Friedrich Nietzsche. Ihr frühes Bündnis gegen die Zumutungen des Daseins schien unkündbar zu sein. Sie gab sich keine Mühe, einen Mann zu finden. Er gab sich keine Mühe, eine Frau zu finden. Bis doch eine zwischen sie trat, Elisabeth ihren Bruder verstieß und Friedrich Nietzsche die eigene Schwester zu seiner Fernsten erklärte. Zur Strafe heiratet sie: einen Antisemiten.

»Du entkommst mir nicht!«, weiß Elisabeth, nachdem ihr Bruder in Turin verhaltensauffällig wird: Er hatte ein geprügeltes Droschkenpferd umarmt. Aber sein Ruhm wächst. Friedrich Nietzsche gilt noch immer als der beliebteste, meistgelesene und meistzitierte Philosoph weltweit. Dass erhalten ist, was er schrieb, ist nicht zuletzt Elisabeths Verdienst.

Drei Mal wird sie für den Nobelpreis vorgeschlagen, gar zur »ersten Frau Europas« erklärt. Friedrich Nietzsche hat seiner kleinen Schwester vieles zugetraut, aber auf den Gedanken, dass sie einmal seine Wirkungsgeschichte mitbestimmen würde, wäre er nie gekommen. In aller Beiläufigkeit widerlegt sie sein Frauenbild.

 

€ 24,00 [D], € 24,70 [A]
Erschienen am 02.11.2016
656 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-8270-1277-7
€ 14,00 [D], € 14,40 [A]
Erscheint am 04.09.2018
656 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-31285-1
€ 19,99 [D], € 19,99 [A]
Erschienen am 02.11.2016
656 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-8270-7906-0
Kerstin Decker

Über Kerstin Decker

Biografie

Kerstin Decker, geboren 1962 in Leipzig, promovierte Philosophin, ist Autorin des »Tagesspiegel«. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter »Lou Andreas-Salomé. Der bittersüße Funke Ich« und »Nietzsche und Wagner. Geschichte einer...

Pressestimmen

FAZ

»In stringenten biographischen Schritten entwickelt Kerstin Deckers Biograhie über Elisabeth Förster-Nietzsche, wie aus der schwesterlichen Servicekraftallmählich eine kulturelle Großmacht der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert wurde. (…) Viele Sätze – und gerade solche, die von weiblichen Raumnahme in den Herrschaftsgebieten des männlichen Geistes handeln – können aus Canettis ›Blendung‹ oder Jelineks ›Klavierspielerin‹ stammen.«

Süddeutsche Zeitung

»Elegante biografische Erzählung […]«

SWR 2

»Ein gewichtiges, reiches und faszinierendes Werk.«

Neue Westfälische

»Selten sind Biografien sprachlich-stilistisch so ein Genuss.«

Lübecker Nachrichten

»Das Schicksal einer kleinen Schwester eines großen Bruders ist kaum jemals so intensiv dargestellt worden wie durch Kerstin Decker. Ein herausragend gut geschriebenes Buch, informativ und auch – trotz der schwierigen Materie – unterhaltsam zugleich. Ein großer Wurf.«

Neues Deutschland

»Ein faszinierendes Buch.«

NZZ am Sonntag (CH)

»Ironisch, perspektivisch, pointiert, gestützt auf ausführliche Recherchen. Das Besondere dieses Lebensberichts besteht nicht in spektakulär neuen Fakten und Funden, sondern in der dezidiert perspektivischen Art der Darstellung, das heisst der Form des ›Erzählens‹. Damit zeigt die Autorin, die schon Bücher über Wagner, Nietzsche und Lou Andreas-Salome vorgelegt hat, dass sie einen Kern von Nietzsches Philosophie, nämlich dessen Auffassung von der Perspektivität allen Denkens und Erkennens, sehr ernst nimmt und zur Grundlage ihres Schreibens gemacht hat.«

inforadio rbb

»Die Berliner Publizistin Kerstin Decker hat sich in einer Biographie der ›Schwester‹, wie der Titel ihres Buches heißt, genähert - und kommt zu überraschenden Deutungen, die sich von der üblichen Verdammung weit entfernen. (…) Für die Autorin galt es aber nicht nur, ein Bild zurecht zu rücken, sondern auch - mit der Geschichte Elisabeth Förster-Nietzsches - durch den Absturz des damaligen deutschen Mittelstands zu gehen, von der Jahrhundertwende an bis in die dreißiger Jahre.«

Buchkultur

»Historisch ambitionierte und aüßerst detaillierte Biografie eines Lebens im Schatten von Friedrich Nietzsche.«

Weiberdiwan (A)

»Fundiert recherchiert mit spannenden sozialhistorischen Analysen und großem Humor beschreibt sie das Leben einer aktiven, selbstbewussten Frau, die sich nicht mit den Rollen als Ehefrau und Mutter zufrieden geben wollte.«

Kommentare zum Buch

Feine Ironie - Die Schwester
Helena Herrmann am 13.02.2017

Da ich mich noch nie für Friedrich Nietzsche interessiert oder mich mit ihm beschäftigt habe, war ich überrascht, als mir ein guter Freund diese Biografie schenkte. Entsprechend skeptisch bin ich ans Werk gegangen - und bin begeistert. Die Autorin hat es meisterlich verstanden, mittels einer filigrane Sprache die Menschen haarscharf zu sezieren und mit feiner Ironie zu überziehen. Das macht das Lesen so vergnüglich. 

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