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Die perfekte FreundinDie perfekte Freundin

Die perfekte Freundin

Lionel Shriver
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Die perfekte Freundin — Inhalt

Was, wenn die alten Freunde nicht zur neuen Partnerin passen?

Weston liebt Paige, doch als es ans Heiraten geht, verlangt sie von ihm ein Opfer. Er soll sich von seiner langjährigen Freundin – und Ex-Flamme – Jillian lossagen, die Paige schon immer etwas zu einnehmend, zu schillernd, kurz: zu gefährlich fand. Weston setzt sich zur Wehr. Aber beweist das nicht, dass Paige mit ihrer Forderung ins Schwarze trifft?

Nur wenige Schriftsteller beherrschen es, Konflikte so unmerklich und gründlich eskalieren zu lassen wie Lionel Shriver. Schonungslos und heiter erzählt sie von Vertrauen, Vereinnahmung und den Entbehrungen, die wir für die Liebe auf uns nehmen.

„Diese Frau kann einfach keinen Satz schreiben, der nicht intelligent wäre ... Lionel Shriver hat den Blick eines John Updike oder einer Patricia Highsmith.“ The Times

„Ein schmales, überaus scharfsinniges Buch, das eloquent vor Augen führt, mit welchen Mitteln Menschen versuchen, Besitz voneinander zu ergreifen.“ Observer

„In Die perfekte Freundin lotet Lionel Shriver clever aus, was eigentlich die Freundschaft zwischen Mann und Frau ausmacht.“ Brigitte

„Großartig erzählt von Lionel Shriver, die aus einer solchen Story ein psychodramatisches Meisterstück macht.“ NDR Kultur

„Die Geschichte ist uralt: Die Neue mag die Ex nicht, zumal diese noch die beste Freundin des Mannes ist. Lionel Shriver verdichtet das in ihrer atemberaubend rasanten Novelle zu einem Bravourstück darüber, zu welchen Gemeinheiten vermeintlich zivilisierte Menschen fähig sind.“ Brigitte Woman

€ 18,00 [D], € 18,50 [A]
Erschienen am 30.11.2020
Übersetzt von: Christine Richter-Nilsson
160 Seiten, Hardcover
EAN 978-3-492-07020-1
Download Cover
€ 14,99 [D], € 14,99 [A]
Erschienen am 30.11.2020
Übersetzt von: Christine Richter-Nilsson
128 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-99727-0
Download Cover
„Shriver bleibt nah an ihren Figuren. Meisterlich seziert sie die stabile Zweierbeziehung und macht aus ihr ein fragiles Dreieck. Ein unterhaltsamer Roman darüber, welche Dynamik zwischen Menschen entstehen kann.“
Evangelische Zeitung
„In ›Die perfekte Freundin‹ lotet Lionel Shriver clever aus, was eigentlich die Freundschaft zwischen Mann und Frau ausmacht.“
Brigitte

Leseprobe zu „Die perfekte Freundin“

Es verwirrte Jillian Frisk, abgelehnt zu werden. Doch offenbar verwirrte es sie nicht genug, denn wenn sie so darüber nachdachte, war sie ständig versucht, den Standpunkt ihrer Verleumderin einzunehmen. Immer war es eine andere Frau, und vielleicht hatte das für sich genommen schon etwas zu bedeuten, etwas nicht besonders Erfreuliches. Neulich jedenfalls war ihr die Aversion einer Frau aufgefallen, und jetzt fühlte sie sich unwohl, war ratlos und verstört, ja sogar ein wenig ängstlich. Gelähmt. In Anwesenheit ihrer Verleumderin spürte sie das dringende [...]

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Es verwirrte Jillian Frisk, abgelehnt zu werden. Doch offenbar verwirrte es sie nicht genug, denn wenn sie so darüber nachdachte, war sie ständig versucht, den Standpunkt ihrer Verleumderin einzunehmen. Immer war es eine andere Frau, und vielleicht hatte das für sich genommen schon etwas zu bedeuten, etwas nicht besonders Erfreuliches. Neulich jedenfalls war ihr die Aversion einer Frau aufgefallen, und jetzt fühlte sie sich unwohl, war ratlos und verstört, ja sogar ein wenig ängstlich. Gelähmt. In Anwesenheit ihrer Verleumderin spürte sie das dringende Bedürfnis zu widerlegen, was angeblich so abscheulich an ihr war. Doch was auch immer sie sagte oder machte, immer bestätigte sie unfreiwillig ebenjene Eigenschaft, die die Fehlerfinderin nicht an ihr ausstehen konnte. War es ihre Eitelkeit oder ihre exzentrische Art? Ihr theatralisches Getue?

Denn zum Unbeliebtsein gehörte unbedingt, dass man sich den Kopf darüber zerbrach, was es wohl sein könnte, das die anderen so schrecklich verstimmte. Sie sagten es einem ja fast nie direkt ins Gesicht, und so blieb man auf einer wachsenden Liste unausstehlicher Charakterzüge sitzen, die man für diese Leute zusammenstellte.

Also stufte Jillian ihre Garderobe von ausgefallen auf farbenfroh oder sogar gewöhnlich herunter und bemerkte auf einmal, dass ihre schrillen Secondhandoutfits mit den Samtwesten, breiten Gürteln, Stufenröcken und ausreichend vielen Schals, um Isadora Duncan mindestens drei Mal zu töten, als Ausdruck gefallsüchtigen Verhaltens verstanden werden könnten. Für die Argwöhnischen war eine klare, kraftvolle Stimme einfach nur laut, aber wann immer sie ihre Lautstärke drosselte, um besser keinen Anstoß zu erregen, wurde sie direkt unhörbar, was auch unerträglich war. Außerdem war sie offenbar nicht in der Lage, mehr als eine halbe Stunde ihren Kopf einzuziehen und ein unscheinbares Benehmen an den Tag zu legen, ohne dass es sich anfühlte, als würde man ihre Seele binden wie die Füße einer Chinesin. Zweifelsohne waren ihre ausholenden Gesten, wenn sie überschwänglich wurde, pathetisch. Wenn sie wieder einmal ein schwelender Blick von der anderen Seite des Tisches traf, presste sie ihre Hände in den Schoß, wo sie dann wie eingesperrte Vögel flatterten. War sie nur einen Moment lang unaufmerksam, entkamen die verflixten Extremitäten und schleuderten ihre Serviette zu Boden. Dann hörte sie, wie ihr vollkehliges Gelächter in ihren eigenen Ohren als lästiges Lachen widerhallte. (Was kann man schon gegen ein lästiges Lachen machen? Aufhören, etwas lustig zu finden?) Und es blieb nicht dabei, dass sie all diese entsetzlichen Attribute verkörperte, allein die Gegenwart eines Menschen, der sie nicht leiden konnte, ließ sie noch dicker auftragen und in die abstoßende Rolle der Nervösen und Reumütigen schlüpfen, nach dem selbstzerfleischenden Motto: Wenn du sie nicht schlagen kannst, dann schlag dich auf ihre Seite.

Doch inzwischen hätte es Jillian besser wissen müssen, nachdem sie lange genug die ganze Bandbreite von Abneigung bis Abscheu (selten jedoch Gleichgültigkeit) ausgehalten hatte. Das mag selbstverständlich klingen, aber wenn die Leute dich nicht leiden können, dann können sie dich nicht leiden.

Das heißt, den Anstoß gab nicht eine Reihe von identifizierbaren Gewohnheiten, Glaubensvorstellungen oder Charakterzügen, beispielsweise die Vorliebe, sich übermütig mit der Hüfte gegen einen Schalter zu lehnen, als wäre man rattenscharf, oder die inflationäre Verwendung des Wortes fantastisch, oder die fehlgeleitete Überzeugung, dass Wahlverweigerung eine politische Aussage darstelle, oder die Neigung, eher zögerliche Mitmenschen mit dem plötzlichen Vorschlag zu überrumpeln, am selben Nachmittag noch campen zu gehen, und ihnen dann das Gefühl zu geben, sie wären Spielverderber, wenn sie nicht mitkämen. Nein, es war die Gesamtsumme, die den Ärger auslöste, der Gesamteindruck, der Wesenskern, auf den alle Anzeichen zurückzuführen waren.

Selbst wenn Jillian mit zusammengepressten Lippen stillhielt, zog sie den Hass ihrer Kollegin Estelle Pettiford auf sich, die wie Jillian ein paar Handwerkskurse beim Sommercamp in Maryland geleitet hatte und deren Vorstellung von spannender Freizeitbeschäftigung für Fünfzehnjährige darin bestand, im Juli Weihnachtsbäume aus Telefonbüchern zu basteln. Estelle hätte sie bis in alle Ewigkeit gehasst, auch wenn das Objekt ihrer Abscheu keinen Finger mehr gerührt und keine Silbe mehr von sich gegeben hätte. Das war es eben, was Jillian am Unbeliebtsein so erschütterte: Es gab kein Heilmittel dagegen, keine Chance, eine Antipathie in Nachsicht oder gesunde Gleichgültigkeit zu verwandeln. Was diese Leute in den Wahnsinn trieb, war einfach nur dein Dasein, und selbst wenn du dich umbrächtest, würden sie sich darüber ärgern. Über den Versuch, noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen.

Der vorschnelle Standardratschlag lautete: einfach ignorieren. Alles klar. Außer dass es unmöglich ist, die Tatsache abzuschütteln, dass dich jemand verachtet. Das zu erwarten war unmenschlich. Und so wurde man nicht nur von jemandem gehasst, sondern es machte einem obendrein auch noch etwas aus, und das sollte es offenbar nicht. Dass es dich störte, ließ dich nur noch verabscheuungswürdiger erscheinen. Deine Unfähigkeit, die Feindseligkeit des anderen auszublenden, war ein weiterer Beweis dafür, dass etwas nicht in Ordnung war mit dir. Denn das war ja eben der Punkt: Diese ablehnende, hämische Haltung schien immer mehr Schlagkraft zu besitzen als die Zuneigung aller anderen, die dich entzückend fanden. Deine Freunde waren die Gelackmeierten. Die Nörgler wussten, wo du wohnst.

Da war auch Linda Warburton, eine Kollegin aus ihrer Zeit als Touristenführerin im Stonewall Jackson House, die sich jedes Mal unglaublich aufgeregt hatte, wenn Jillian in der Personalküche eine Kanne starken Kaffee zubereitete – und bei Jillian wurde immer alles stark –, weil sie ihren Java-Kaffee eher schwach trank. Doch Jillians Bemühungen, es allen Geschmäckern recht zu machen und Extrawasser aufzukochen, damit die Kollegin ihre Tasse Kaffee nach Herzenslust verdünnen konnte, schienen die pummelige, vorzeitig gealterte Fünfundzwanzigjährige in noch heftigere Antipathie zu treiben: Linda reichte tatsächlich eine formelle Beschwerde bei der Tourismusbehörde des Staates Virginia ein und bemängelte, dass Jillian Frisk das Häubchen zu ihrem Kostüm „auf historisch inkorrekte Weise in frecher Schräglage“ trage.

Und dann gab es Tatum O’Hagan, die anhängliche, unfähige Mitbewohnerin von 1998, die mit Jillians Einzug gleich ihre Busenfreundin hatte werden wollen – ehrlich gesagt ging der Austausch von Vertraulichkeiten beim Browniebacken irgendwann zu weit – und die, nachdem Jillian gnädigerweise doch noch etwas von sich offenbart hatte, ihre Gegenwart mit einem Mal so unerträglich fand, dass sie einen Stundenplan entwarf, an welchen Abenden die eine oder die andere das Wohnzimmer belegen und von wann bis wann die eine oder die andere kochen durfte.

Vor nur zwei Jahren war die beflissene Olivia Auerbach dazugekommen, eine weitere unbezahlte Organisatorin der jährlichen Maury River Fiddler’s Convention, die ihr vorwarf, „die Musiker vom Üben abzuhalten“ und „die Grenzen der zwangsläufig bescheidenen Rolle einer freiwilligen Helferin zu überschreiten“. (Und wie: Jillian hatte eine knisternde Affäre mit einem Teilnehmer aus Tennessee, der nicht nur mit seinem Bogen zu fiedeln verstand.)

Groß und schlank, mit hennaglühendem Haar, das in einem dichten Schopf bis zur Hüfte reichte, fiel es Jillian schwer, nicht aufzufallen, und dafür konnte sie nichts. Sie ging davon aus, dass sie hübsch war, obwohl dieses Adjektiv mit einer Verjährungsfrist einherging. Mit dreiundvierzig war sie wahrscheinlich bereits auf attraktiv herabgestuft worden und bereitete sich nun, da ihr mit der Menopause das geschlechtsneutrale Kompliment blühte, auf gut aussehend vor; und meine Güte, danach war es wirklich nicht mehr weit bis gut gehalten. Sie hätte also allen Grund gehabt, die erstaunlich regelmäßig auftretende Feindseligkeit seitens dieser Frauen als zickige Demütigung auf einem Laufsteg abzutun. Wenn Jillian sich aber in Lexington umsah, wo jeden Herbst eine neue Welle von bezaubernden Studienanfängerinnen den Campus der Washington and Lee Universität flutete, die ihr jedes Jahr jünger vorkamen und sie mit ihrem eigenen Verfallsdatum konfrontierten, war sie von der Fülle an schönen Frauen in der Welt eingeschüchtert, von denen ja wohl nicht alle Zielscheiben unerbittlicher Feindseligkeit sein konnten. Im Gegenteil, in ihren Highschool-Tagen in Pittsburgh, als Jillian noch schlaksig gewesen war und unter ihrer Größe gelitten hatte, rotteten sich die Studentinnen zusammen, allesamt sonnige blonde Sexbomben, die meist den Ruf genossen, freundlich und großzügig zu sein, nur weil sie ihr Lächeln verschenkten. Jillians Problem war nicht ihr Aussehen, oder zumindest nicht ihr Aussehen allein, obwohl ihr Haar an sich und ohne ihr Zutun schon eine Botschaft aussandte. Jillian hatte Haare, denen man gewachsen sein musste.

Im Rückblick war es extrem naiv gewesen, in den frühen Tagen der sozialen Medien Fotos von ihren selbst gebastelten Kreationen zu posten und dann ein paar wohltuende Reaktionen wie „süß!“ oder „super!“ zu erwarten – oder eben keine Reaktion, was auch in Ordnung gewesen wäre. Wenn ihr selbst getöpfertes Geschirr sich dagegen Kommentare einhandelte wie „du hast kein Talent, du Scheißamateur“ oder „zertrampeln und dann auf den Müll mit diesem grauenhaften Pfusch“, zuckte Jillian zurück, als hätte sie eine heiße Herdplatte berührt. Als die Kommentare bei anderen regelmäßig zu Vergewaltigungsdrohungen ausarteten, hatte sie ihre Konten längst gelöscht.

Einige Menschen schien es zu ärgern, dass Jillian eine bekennende Dilettantin war. Sie brachte sich aus einer frivolen Laune heraus ein bisschen Italienisch bei, aber nicht, weil sie einmal nach Rom fahren wollte, sondern weil ihr der melodiöse Klang des expressiven Mamma mia gefiel oder die wie Kohlensäure sprudelnden Worte für „kleiner Stift“: piccola matita. Diese Phase hatte keinen bestimmten Zweck, und das eben war der Punkt. Jillian verfolgte Zwecklosigkeit als Selbstzweck. Sie hatte einige Jahre für die Einsicht gebraucht, dass es ihr so schwerfiel, eine berufliche Laufbahn einzuschlagen, weil sie gar keine wollte. Umgeben von ehrgeizigen Machern, ließ sie ihnen gern ihre Ziele, ihre Laufbahnen, ihre Hoffnungen, ihr fieberhaftes Schuften auf irgendeine ferne Bestimmung hin, die sie zwangsläufig enttäuschen würde, wenn sie überhaupt jemals einträte. Manche mussten die Welt eben dort auskosten, wo sie sich gerade befanden, anstatt aus dem Autofenster zu starren und sich immer wieder loszureißen. Dahinter verbarg sich weniger eine festgelegte Einstellung als ein Hang zu Trägheit oder sogar Faulheit. Jillian hatte sich fröhlich damit abgefunden. Sie war weniger darauf aus, jemanden zu bekehren, als einfach mit den Entschuldigungen aufzuhören.

Es war schon komisch, wie sehr sich einige Leute davon provoziert fühlten, wenn man nicht „etwas aus sich machen“ wollte, weil man schon etwas war und nicht den Wunsch verspürte, sich zu ändern, oder wenn man freudestrahlend erklärte, dass man „alles in allem ziellos“ sei, und dabei durch den eigenen Stimmfall andeutete, sich nicht dafür zu schämen. Vor Kurzem war Jillian an der Bar eines Bistros auf der Main Street darüber unterrichtet worden, dass es sich für eine kostspielig ausgebildete Frau aus der gehobenen Mittelklasse und mit großartigen „Möglichkeiten“ nicht schickte, kein anderes Ziel zu haben, als sich zu amüsieren. Das sei schlichtweg „unamerikanisch“.

Jillian besaß die Art von Charme, die sich abnutzte. Das war zumindest ihre Theorie, nachdem sie genügend romantische Diminuendos hinter sich gebracht hatte. Selbst für Typen, deren Männlichkeit jeden ausgewachsenen anaphylaktischen Schock einer allergischen Reaktion in die Schranken verwiesen hätte, war der Überfluss ihrer spielerischen kleinen Projekte, mit denen sie nie einen Namen zu erlangen oder eine Galerie zu finden oder eine Kritik in der Roanoke Times zu bekommen gedachte, auf den ersten Blick vielleicht unterhaltsam und sogar ein bisschen hinreißend. Mit der Zeit aber wirkte sie nur noch kindisch oder durchgeknallt oder peinlich, und die Männer zogen weiter.

Mit einer entscheidenden Ausnahme.


Sie begegnete Weston Babansky in einem schlechten Kurs zu englischer Literatur an der Washington and Lee. Der Lehrer war alles andere als organisiert und murmelte immer vor sich hin, sodass schwer zu sagen war, ob er sich gerade an die Klasse wandte oder mit sich selbst sprach. Es beeindruckte sie, dass Weston – oder „Baba“, wie sie ihn nach einem ersten Kennenlernen getauft hatte – ungern mit den anderen Studenten über Steve Reardons katastrophale Seminare herzog. Sie schimpften immer darüber, dass sie für dieses wirre Geschwafel auch noch hohe Semestergebühren bezahlten, und allein die Lust, mit der sie dies taten, konnte der Grund dafür sein, dass sie nicht absprangen. Stattdessen zeigte Baba Verständnis. Beim ersten gemeinsamen Kaffeetrinken erklärte er Jillian, dass vieles, was Reardon sagte, eigentlich ganz interessant sei, wenn man nur richtig zuhörte. Das Problem sei, dass eine Qualifikation als Akademiker nicht automatisch bedeutete, dass man auch für die Bühne gemacht sei, und Unterrichten sei nun einmal Theater. Er selbst würde da vorn nicht viel besser abschneiden, fügte er an und hatte damit wahrscheinlich recht. Weston Babansky war introvertiert, nachdenklich und mied das Rampenlicht.

Da Jillian bereits mehrere Abneigungsattacken überstanden hatte, schätzte sie Babas Sensibilität, obwohl es an diesem Mann, der drei oder vier Jahre älter war als die meisten ihrer Kommilitonen, nichts Weiches oder Feminines gab. Kaum hatte er eine Meinung zum Ausdruck gebracht, wusste er schon, wie sich die Empfängerseite fühlte, als wäre er Wile E. Coyote und würde ein Gewehr mit einem U-förmigen Lauf abfeuern. Und so kreisten ihre Gespräche neben vielen anderen Themen immer wieder um eines: wie fahrlässig die Leute heutzutage mit ihren Antipathien umgingen, wie sie ihre Beschimpfungen einfach zum Spaß herausschleuderten und wie Säure wahllos in alle Richtungen versprühten, als verübten sie einen Anschlag auf einem belebten öffentlichen Platz. Pure Gemeinheit war zu einer vertrauten Form des Umgangs geworden. Seitdem kein Zweifel mehr daran bestand, dass die Ablehnung ihrer eigenen Person, von der sie wusste, von dem massiven Gespött hinter ihrem Rücken, von dem sie nichts Genaueres wusste, in den Schatten gestellt wurde, hatte Jillian einen immer stärkeren Widerwillen entwickelt, selbst gegen Prominente eine Antipathie zu hegen. Dabei würden Popstars, Politikerinnen, Schauspieler oder Nachrichtensprecherinnen, deren hohes öffentliches Ansehen sie vermutlich zu Vogelfreien machte, den Unterschied nicht einmal bemerken. Manchmal ertappte sie sich bei den Worten: „Oh, ich kann den nicht ausstehen“, um die Verurteilung dann sofort mit den Ohren des Opfers zu hören und zurückzuschrecken.

Es stellte sich heraus, dass Baba aus dem Norden stammte und, was die eigene Zukunft betraf, genauso ahnungslos war wie sie. Und das Beste: Beide waren auf der Suche nach einem Tennispartner, und zwar idealerweise nach jemandem, der einen nicht gleich verächtlich abhakte, wenn mal eine wilde Vorhand über den Zaun flog.

Siehe da, sie passten vom ersten Schlag an perfekt zusammen. Beide nahmen sich viel Zeit zum Aufwärmen, schätzten Scharfsinnigkeit und Stärke gleichermaßen. Lieber schlugen sie den Ball stundenlang übers Netz, als ein formales Match zu spielen. Trotzdem rangen sie um einzelne Punkte, die gewonnen oder verloren wurden, aber niemand zählte mit – ein weiteres Beispiel für Jillians bezweckte Zwecklosigkeit. Es schadete auch nicht, dass Baba gut aussah, allerdings auf jene schüchterne Art, die von den meisten übersehen wurde. Diese sehnigen, geschmeidigen Gliedmaßen eines geborenen Tennisspielers. Er kämpfte erbittert, schlug hart auf, war auf dem Spielfeld ganz und gar ruchlos, aber sein Killerinstinkt verpuffte in dem Moment, in dem er durch das Maschendrahttor nach draußen trat. Jillian nutzte seine Neigung, sich wegen der Fehler, die ihm aus Leichtsinn unterliefen, über sich selbst aufzuregen. Nachdem drei oder vier seiner Rückhände hintereinander das Netzband gestreift hatten, begann er, die Schwerstarbeit für sie zu machen: Er schlug sich quasi selbst. Baba war kompliziert – und komplizierter, als es die anderen wahrhaben wollten, mit einem gewissen Hang zur Depression, wozu er sich grundsätzlich auch bekannte, ohne sich jemals aufzudrängen.

Außerdem fand sie seine unterschwellige Unsicherheit in Gesellschaft liebenswürdiger als all die Mühelosigkeit der Anekdotenerzähler und Lebemänner, die bei jeder Party ihre Klingen schärften und überall ihren Senf dazugaben. Baba verschlug es oft die Sprache, und dann sagte er eben nichts. Von ihm lernte sie, dass Schweigen nicht demütigend sein musste, und erlebte einige ihrer überschwänglichsten Momente in stiller Eintracht.

Baba war eine Art Einsiedler. Er hatte einen ungeregelten Tagesrhythmus und arbeitete am besten um vier Uhr morgens. Wäre der Tennisplatz nachts nicht geschlossen, würde sie ihm nie einen Punkt abnehmen können, witzelte Jillian. Sie war geselliger als er, und nachdem sie sich beim Hin- und Herschleudern der Bälle verausgabt hatten, war sie es, die bei ihrer ritualisierten Nachbesprechung auf der Bank am Platzrand die neuesten Geschichten auspackte. Für einen Mann war er ungewöhnlich fasziniert davon, seinem Gegenüber feinste Gefühlsregungen zu entlocken. So nutzten sie sich gegenseitig als Resonanzboden für die wechselnden Freunde und Geliebten. Baba war weder beunruhigt noch überrascht, als einer Studentin aus dem Abschlussjahrgang Jillians Anwesenheit auf ihrer Etage des Studentenwohnheims plötzlich so verhasst war, dass sie sofort in ihr Zimmer zurückstolzierte, sobald diese die Gemeinschaftsräume betrat. „Du isst eben gern kräftige Sachen“, sagte er, „und einige Leute mögen keine Sardellen.“

„Leber“, wies Jillian ihn lachend zurecht. „Wenn ich hereinkomme, benimmt sie sich, als hätte ihr jemand einen Batzen zerkochte, körnige, stinkende Innereien vorgesetzt.“

Tatsächlich war nie ganz sicher, welcher Form der Begegnung sie schließlich den Vorzug gaben: ihrem Schlagabtausch auf dem Tennisplatz oder der trauten Zweisamkeit danach. Das eine wie das andere schien nur die Fortsetzung der Konversation mit anderen Mitteln zu sein. Just an dem Tag, als Baba auf einen drängenden Annäherungsschlag einen kurz gesetzten Heber übers Netz folgen ließ, stellte er auf ihrer Bank sitzend die Frage, ob es sich überhaupt lohnte, seinen Collegeabschluss an der William and Lee zu machen (er brannte für Computernetzwerke und damit für einen Bereich, der sich in so schnellem Wandel befand, dass das meiste, was er im Studium lernte, schon veraltet war), woraufhin Jillian mit einem großartigen Fünf-Minuten-Rezept für Parmesanhühnchen herausplatzte, das sie gerade entdeckt hatte. Der Konversationsball jagte durch alle vier Ecken ihres Lebens, sprang von hochtrabenden Spekulationen darüber, wie ein Leben nach dem Tod – oder womöglich ein Leben vor dem Leben – zwingend daraus folgen müsse, dass Energie weder erzeugt noch zerstört werde, zu einzelnen Beiläufigkeiten, zum Beispiel, dass Jerry Springer im ersten Moment noch den Reiz der Affektiertheit ausstrahle, bis man ihn nicht mehr ertragen könne. Erst mit Baba ergründete Jillian zögerlich, dass sie vielleicht gar nichts sein wollte, was sie nicht schon war, und zog zum ersten Mal die Möglichkeit in Betracht, jenseits der Grenzen der aufgeblasenen und überwiegend unechten Kunstwelt tätig zu werden. Sie waren sich einig darüber, dass es wichtig war, Herr oder Herrin des eigenen Lebens zu sein, der eigenen Zeit. Die Vorstellung, sich als Angestellte jeden Tag von neun bis fünf abzurackern, ließ sie beide erschaudern.

Jillian entschied sich schließlich für eine hinreichend diffuse Mischung aus sich gegenseitig befruchtenden künstlerischen Studienfächern (ein thematisch einschlägiger Start in ihr Erwachsenenleben, diente er doch keinem weltlichen Zweck), während Babas Hauptfach eher naturwissenschaftlich ausgerichtet war (später konnte sie sich nicht mehr erinnern, was genau er studiert hatte). Nach ihrem Abschluss trieb sich Jillian in Lexington herum und paukte mit hinterherhinkenden Schülern an der örtlichen Highschool Grammatik, Wortschatz und Mathematik, um sie auf den Hochschulzulassungstest vorzubereiten. Das war Mitte der neunziger Jahre, als das Internet gerade richtig in Schwung kam, und als freiberuflicher Webdesigner schnappte sich Baba mit Leichtigkeit so viele Aufträge, wie er Lust hatte. Und so hatten sie von Anfang an Jobs, wie man sie überall finden konnte.

Konnte man überall sein, konnte man ebenso gut bleiben, wo man war. Lexington war ein angenehmes College-Städtchen, mit seiner repräsentativen Kolonialarchitektur und der Energie, die Touristen und Bürgerkriegsenthusiasten jeden Tag aufs Neue mitbrachten. Überdies herrschte in Virginia von Frühling bis Herbst ein durchgehend mildes Klima. Und was vor allem zählte, außer Jillians sinnlosen, sonderbaren Projekten – die handgenähten Vorhänge mit den kitschigen Quasten etwa oder die Collage aus schrägen Schlagzeilen („Frau klagt gegen ihre Geburt“) –, war die Aussicht darauf, dreimal die Woche mit dem idealen Partner Tennis spielen zu können.

Als Absolventen hätten sie auf den Tennisplätzen des Colleges weiterspielen dürfen, doch weil sie das ständige Warten auf die anderen Teams leid waren, zogen sich die zwei zurück und gingen nun lieber zur Rockbridge County Highschool. Dort gab es drei muffige, eher abgelegene öffentliche Plätze, von hohen Bäumen gesäumt und mit genau so vielen Rissen im Belag, dass Überraschungen möglich blieben (oder man seine Fehler darauf schieben konnte). Besonders im Sommer zogen sie sich für ein oder zwei Stunden auf die Bank zurück und träumten, während die schwüle Südstaatenluft sich wie Kissen um sie legte. Jillian rieb sich dann den kristallisierten Schweiß von den Armen, leckte manchmal sogar daran und sagte, nun sei sie „ein menschlicher Tortilla-Chip“. Sie tauschten immer noch Rezepte aus und verrissen Fernsehsendungen, aber die meiste Zeit kreisten ihre Gespräche darum, wie mysteriös doch alle anderen waren.

„Okay, ich weiß, ich hab gesagt, ich würde es nicht tun, aber du hast es prophezeit, und du hattest recht“, nahm Jillian den Faden wieder auf. „Ich habe am Freitag mit Sullivan geschlafen. Und es war nicht schrecklich oder so, aber jetzt kommt’s: Als es, ähm, zur Sache ging, verkündete er plötzlich aus vollem Hals: ›Ich bin so erregt!‹ Immer und immer wieder. Erregt, wer sagt denn bitte so was?“

„Leute sagen beim Sex alles Mögliche“, räumte Baba ein. „Man muss doch sagen dürfen, was man will. Vielleicht solltest du nicht so streng mit ihm sein.“

»Ich meine das nicht als Kritik. Es klingt nur so geistesabwesend. So distanziert. Als würde er sich selbst beobachten, oder … Die meisten Leute werden ja bei Sachen scharf, die in der Pubertät passiert sind oder sogar noch früher, aber ›ich bin so erregt‹ klingt einfach nur übertrieben erwachsen. So unlocker und formell, fast dritte-Person-mäßig. Das ist doch nicht normal, oder?«

„Normal gibt es nicht.“

„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie unerregend es ist, offiziell darüber informiert zu werden, dass dein Partner gerade erregt ist. Na ja, wenigstens hat Sullivans Ekstase Andrew Carter geschlagen. Der Typ stöhnte immer: ›Oooh, Baby! Oooh, Baby, Baby, Baby!‹ Das fand ich gruselig.“

„Okay, das war’s“, verkündete Baba. „Ich werde nicht mit dir schlafen, Frisk, wenn das Drehbuch vorher abgesegnet werden muss.“

Es war ein Versprechen, das er brechen würde. Vielleicht lag die Tragik darin, dass sie sich an verschiedenen Punkten ihrer Freundschaft ineinander verliebten, schlagartig, heftig, ohne Wenn und Aber. In der ersten Runde hatte Baba eine feste Freundin, und sie führten ihre heiße Affäre nebenbei, bis er sie widerwillig beendete, weil er sich gegenüber seiner Hauptflamme schuldig fühlte. Während der Wiederholungsrunde, die zwei, drei oder vier Jahre später stattfand – die Chronologie der Ereignisse verschwamm allmählich –, unterlag Jillian dem Missverständnis, ihre Wiedervereinigung wäre nichts als eine müßige Sexfreundschaft oder Freundschaft mit gewissen Vorzügen, wie man das später nannte. Wenn sie also ein Wochenendtechtelmechtel mit einem flotten Barkeeper gehabt hatte, erzählte sie Baba nach dem Tennis alles darüber. Buchstäblich vor den Kopf gestoßen, sackte er so tief auf ihrer Stammbank zusammen, dass es an ein Wunder grenzte, dass er nicht heute noch da hockte.

Wer von den beiden bei diesem doppelten Faustschlag schmerzlicher gelitten hatte, blieb strittig, und auf die Beendigung ihres sexuellen Verhältnisses folgte eine quälende Latenzzeit, in der sie weder miteinander redeten noch – und das war schlimmer – Tennis spielten. Jillian würde nie vergessen, wie sie ganz allein bei ihrer angestammten Bank Zuflucht suchte, sich davor hinkniete. Wie sie ihre Stirn auf die vordere Latte legte, von der schon die Farbe abblätterte, und eine Stellung einnahm, die nur als Gebetshaltung bezeichnet werden konnte. Dann jammerte sie, ja, das war das richtige Wort dafür, und die Jammertiraden kamen aus ihrem Zwerchfell, also aus dem Teil des Körpers, den man als Opernsängerin trainiert. Die Aufführung wäre sehr melodramatisch gewesen, falls sie jemand beobachtet hätte, aber Jillian war allein, zumindest zu Beginn. Bis ein Lehrer zum Parkplatz eilte und fragte: „Alles in Ordnung mit Ihnen?“ Er musste geglaubt haben, sie wäre überfallen worden, was ja irgendwie auch stimmte. Interessanterweise konnte sie sich später nicht mehr daran erinnern, ob sie diese Pilgerfahrt als Reaktion auf sein Schlussmachen angetreten hatte oder als sie ihn selbst zurückwies. Denn es war schwer zu sagen, welche der beiden Rollen schrecklicher war.

Weston Babansky und Jillian Frisk waren beste Freunde, eine Beziehung, deren Wert durch den Ausdruck Best Friends Forever gemindert worden wäre, der sich bekanntermaßen auf jemanden bezog, mit dem man spätestens nächste Woche kein Wort mehr wechseln würde. Sie kannten sich jetzt seit vierundzwanzig Jahren, und in dieser langen Zeit hatte kein einziger Eindringling jemals Anspruch auf den Superlativ erhoben. Die Manöver der gegenseitigen Zerstörung machten sie immun und hoben ihre Beziehung auf eine Art höhere spirituelle Ebene. Postromantisch und postsexuell war die quälende Neugier, die Gliedmaßen umeinanderzuschlingen, befriedigt. Baba war nicht beschnitten. Jillian weigerte sich, ihre Bikinizone zu rasieren. Ihre Geheimnisse waren gelüftet. Sicher war: Nachdem sie das Schlimmste überstanden hatten, konnten sie jetzt wirklich für immer beste Freunde bleiben und damit der Welt beweisen, dass es so etwas tatsächlich gab.

Lionel Shriver

Über Lionel Shriver

Biografie

Lionel Shriver, geboren 1957 in Maryland, USA, lebt mit ihrem Mann, dem Jazzmusiker Jeff Williams, in London und Brooklyn. Ihr in 25 Sprachen übersetzter Roman „Wir müssen über Kevin reden“ wurde mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet. Auch ihr um ein Gedankenspiel kreisender Roman...

Pressestimmen
Evangelische Zeitung

„Shriver bleibt nah an ihren Figuren. Meisterlich seziert sie die stabile Zweierbeziehung und macht aus ihr ein fragiles Dreieck. Ein unterhaltsamer Roman darüber, welche Dynamik zwischen Menschen entstehen kann.“

Brigitte

„In ›Die perfekte Freundin‹ lotet Lionel Shriver clever aus, was eigentlich die Freundschaft zwischen Mann und Frau ausmacht.“

Film Sound & Media (A)

„Best Friends Forever versprechen sich hauptsachlich Teenager, dass es Freundschaftsrivalitäten auch im Erwachsenenalter gibt, wird eher nicht groß hervorgekehrt. Anders in der vorliegenden Geschichte von Lionel Shriver, der es gekonnt gelingt, über Besitzansprüche, Vertrauen und Verzicht locker zu schreiben, auch wenn dabei eine jahrzehntelange Beziehung in die Bruche geht.“

Neue Presse

„Eine wirklich gut durchdachte Dreiecksgeschichte, die nicht mal im Ansatz ein Krimi ist, aber trotzdem so spannend.“

NDR Kultur „Neue Bücher“

„Großartig erzählt von Lionel Shriver, die aus einer solchen Story ein psychodramatisches Meisterstück macht.“

Brigitte Woman

„Die Geschichte ist uralt: Die Neue mag die Ex nicht, zumal diese noch die beste Freundin des Mannes ist. Lionel Shriver verdichtet das in ihrer atemberaubend rasanten Novelle zu einem Bravourstück darüber, zu welchen Gemeinheiten vermeintlich zivilisierte Menschen fähig sind.“

Die Presse

„Eine intelligente Analyse von Eifersucht.“

belletristik-couch.de

„Wer einen Roman der leisen Töne und Unterschwelligkeiten bevorzugt, der mag hier gut bedient sein.“

Westfälische Nachrichten

„Nur wenige Schriftsteller beherrschen es, Konflikte so unmerklich und gründlich eskalieren zu lassen wie Lionel Shriver es hier gelingt. Schonungslos und heiter erzählt sie von Vertrauen, Vereinnahmung und den Entbehrungen, die wir Menschen für die Liebe auf uns nehmen.“

filmsoundmedia.at (A)

„Best Friends forever versprechen sich hauptsächlich Teenager, aber, dass es Freundschaftsrivalitäten auch im Erwachsenenalter gibt, wird eher nicht groß hervorgekehrt. So auch in der vorliegenden Geschichte von Lionel Shriver, der es gekonnt gelingt, über Besitzansprüche, Vertrauen und Verzicht locker zu schreiben, auch wenn dabei eine jahrzehntelange Beziehung in die Brüche geht.“

Hörzu

„Große Gefühle, virtuos und treffend seziert.“

Frank.Menden

„Lionel Shriver ist Meisterin darin, ihre Figuren vor ein moralisches Dilemma zu stellen. Hier zeigt sich ihre Meisterschaft auf kleinsten Raum, ungemein spannend und äußerst realistisch.“

Wilhelmshavener Zeitung

„Dieses langsame Aushöhlen ›der undiplomatischen Verbundenheit‹, dieser Wechsel von Nähe zu Distanz – beschreibt Lionel Shriver auf nur wenigen Seiten – und zeitlich immer wieder gerafft – mit unglaublicher Präzision, die früh die Unausweichlichkeit des eskalierenden Konflikts erahnen lässt. Das Leben – es schlägt halt auch in (großartigen) Romanen manchmal erbarmungslos zu.“

SUPERillu

„Eloquent und scharfsinnig!“

myself

„Ein Buch, bei dem niemand außer der Leserin gewinnt. Superkluge Unterhaltung!“

Barbara

„Lionel Shriver hat ein fesselndes Psychostück geschrieben, bei dem Sie zweifeln werden, auf welcher Seite Sie stehen.“

bbbucherbilder.blog

„Die perfekte Freundin ist ein sehr gelungenes Werk, reich an smarten Einsichten.“

Focus

„Ein schmales Buch nur, aber von flirrender Spannung“

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