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Die Männer, die wir lieben, und die Luschen, die wir kriegen

Die Männer, die wir lieben, und die Luschen, die wir kriegen

Alles, was unmännlich ist

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Die Männer, die wir lieben, und die Luschen, die wir kriegen — Inhalt

Sie tragen Rucksäcke, trinken Latte macchiato mit Karamellgeschmack, fahren Rollerblades und können nicht grillen. Wann genau wurde der Mann zur Memme? Wo ist er hin, der kernige Bierflaschenaufbeißer, der trotzdem in der Lage ist, einen Chateauneuf-du-Pape vom Dornfelder Schattenhang zu unterscheiden? Dieses Buch verrät, was Frauen an Männern von Herzen hassen – und nein, es sind nicht die Brusthaare …

€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 10.11.2014
176 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-98180-4

Leseprobe zu »Die Männer, die wir lieben, und die Luschen, die wir kriegen«

Vorwort

 

Mit Kopfschütteln und einem »Das geht gar nicht.« So beendete jede Single-Freundin ihre Erzählung, wenn es um die neuesten Männerbekanntschaften ging. Kein Wunder. Da war der vom Profil nach respektable Investmentbanker über dreißig, der in seiner Mail jeden Halbsatz mit niedlich zwinkernden, gelben Smileys verzierte, als ob er unter fünfzehn wäre. Oder der stattliche Mann, der fürs erste Date eine Runde Inlineskaten vorschlug und dann mit Schutzhelm, Knieschützern, TÜV-geprüften Handgelenkprotektoren hilflos angewackelt kam, eingezwängt in [...]

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Vorwort

 

Mit Kopfschütteln und einem »Das geht gar nicht.« So beendete jede Single-Freundin ihre Erzählung, wenn es um die neuesten Männerbekanntschaften ging. Kein Wunder. Da war der vom Profil nach respektable Investmentbanker über dreißig, der in seiner Mail jeden Halbsatz mit niedlich zwinkernden, gelben Smileys verzierte, als ob er unter fünfzehn wäre. Oder der stattliche Mann, der fürs erste Date eine Runde Inlineskaten vorschlug und dann mit Schutzhelm, Knieschützern, TÜV-geprüften Handgelenkprotektoren hilflos angewackelt kam, eingezwängt in lila Spandexhosen, und tatsächlich glaubte, sie zum Abbremsen verwenden zu können. Und dann war da der wahre Gentleman, der gönnerhaft verkündete, sie zum Essen einzuladen, und dann beim Bezahlen einen »2 für 1«-Coupon auffaltete und in seinem Klettverschluss-Portemonnaie nach ein paar Cent fürs Trinkgeld kramte. Und das geht nun mal gar nicht. »Was für Luschen sind hier eigentlich unterwegs ? «, war stets die Anschlussfrage. » Haben die Männer denn keine Ahnung, wie unmännlich das ist ? «
Dem beschloss ich nachzugehen und siehe da: Fragt man einen Mann, was unmännlich ist, so kommt sofort » Brusthaare rasieren « und » Im Sitzen pinkeln « als Antwort. Was die weibliche Fraktion jedoch anders sieht. Bei Ersterem reicht ein Verweis auf Til Schweiger oder Matthew McConaughey, Frauenschwarm Ronaldo oder David Beckham, die sich alle gerne mit aalglatt rasierter Brust präsentieren und deshalb noch lange nicht unmännlich sind. Und Zweitgenanntes hat für uns Damen mehr mit Hygiene als mit Männlichkeit zu tun.
Im Internet fragt der eine Vertreter des starken Geschlechts, welche Frau mit ihm Plätzchen backen möchte. Der andere will in den Film ›Für immer Liebe‹ gehen und sucht Begleitung. Der nächste Kerl trägt im Profilbild eine Pu-der-Bär-Krawatte. Und alle zusammen wundern sie sich wahrscheinlich, warum sie noch Single sind.
Ja, die Männer haben offensichtlich keine Ahnung, was Frauen unmännlich finden. Man sollte sie also darüber aufklären, fand ich. Zum Wohle aller Damen, als Hilfe für alle Männer. Und da heutzutage jeder bloggt, beschloss ich, dies auch zu tun. Jeder Frau, der ich davon berichtete, fiel Unmengen Unmännliches ein. Von Rucksack tragen bis Karamell-Macchiato trinken, von Horoskope lesen und »Tschüssiiii« flöten bis zum Labello-Verwender. Nur, warum ist das eigentlich so ? Warum wirkt ein Vegetarier unmännlich ? Darf sich der Mann, auch in der heutigen Zeit noch, nur von Fleisch ernähren ? Wieso sollte ein echter Kerl von Dreiviertelhosen Abstand nehmen? Das galt es zu ergründen. Beinhart, unmissverständlich und direkt. Schließlich sollte jeder Mann es verstehen
Zu Beginn dienten meine Erörterungen mehr der Erheiterung meiner internetaffinen Freunde und Facebook-Bekanntschaften. Aber dann, plötzlich, stiegen die Besucherzahlen drastisch an. Radio-Stationen riefen an, Tageszeitungen zitierten aus dem Blog, Zeitschriften ernannten mich zur ›Unmännlichkeits-Expertin‹, die ersten Verlage klopften an. Die Kommentare auf www.alleswasunmaennlichist.de überschlugen sich und eine wahre Gender-Debatte entstand. Dabei kam von den weiblichen Leserinnen mehrheitlich ein » Danke, danke, danke ! « und » Selten so gut amüsiert. «. Viele konnten mir nicht genug Vorschläge für weitere Artikel liefern. Bei den Herren der Schöpfung trennte sich jedoch die Spreu vom Weizen. Die einen erteilten mannhaft ihre Zustimmung, bewiesen Humor und übten Selbstkritik. Andere wiederum fühlten sich in ihrer Unmännlichkeit auf den Pu-der-Bär-Schlips getreten und ließen ihrem Unmut freien Lauf. Mein Vokabular an obszönen Schimpfwörtern hat sich seitdem erweitert.
»Klischee« und »veraltetes Schubladendenken«, bekomme ich manchmal zu hören. Doch – und das war auch für mich eine überraschende Erkenntnis – das traditionelle männliche Rollenbild ist immer noch tief in uns verankert. Fleisch, zum Beispiel, ist nach wie vor ein Symbol für Männlichkeit. »Junge, iss, damit du groß und stark wirst«, bekommen wir doch noch immer zu hören. Und wer steht im Nachbarsgarten am Grill? Bestellt ein Pärchen in der Kneipe einen Salat und ein Steak, so kann man sicher sein: Der Kellner stellt den Salat automatisch vor die Dame und das Steak vor den Herrn. Jedes Mal, wenn ich beim Ausgehen ein Bier möchte und meine männliche Begleitung nach einem Aperol Spritz verlangt, bekomme ich am Ende das hübsch orangene Getränk und er, ohne Zweifel, mein herbes Bier serviert.
Wenn die Gesellschaft also immer noch in Schubladen denkt, warum sollten wir dann auf die Vorzüge dieser Rollen verzichten ? Hand aufs Herz, liebe Damen, wir träumen doch immer noch vom wahrhaft männlichen Typen. Wir wünschen uns den mutigen Helden, und nicht einen, der schon beim Anblick einer winzigen Spinne die Fassung verliert. Wir schwärmen für den coolen Wilden und den Abenteurer, und nicht für einen, der schon über Zugluft jammert und nur mit eigenem Nackenkissen verreist. Wir respektieren den selbstbewussten Mann, der mit Kompetenz besticht, und nicht den, der sich noch immer ›Michi‹ oder ›Maxi‹ nennt und in Babysprache spricht.
Dieses Buch beinhaltet eine Auflistung jeglicher Unmännlichkeit mit schlagender Beweisführung: Warum ist das eigentlich so? Das ›Best of‹ des Blogs und noch viel mehr davon, was alles unmännlich ist. Den Damen wünsche ich beste Unterhaltung beim Lesen und den »Ja, genau! Stimmt total!«-Effekt. Den Herren, dass sie dabei etwas lernen. Denn, sosehr wir unsere Männer lieben, wir wollen nicht nur Luschen kriegen.

 

A

 


# Abkürzungen auf »i«

 

Der eine verwendet Kraftausdrücke, die rohe Männlichkeit und Dominanz vermitteln. Der andere bedient sich einer gewählten Ausdrucksweise, um seine Kompetenz und Autorität verbal zu betonen. Die Sprache ist schließlich ein Mittel der Selbstdarstellung. Und ein Mann stellt sich selbst gerne als groß und stark dar. Mit »i« abgekürzte Wörter gehören daher nicht in sein Vokabular.
Solch Abkürzungen, in der Grammatik Diminutivsuffix genannt, sind auch als Verniedlichungsformen bekannt. Ein Mann, der etwas statt ›super‹ »supi« findet oder der statt ›großartig ‹ »supi-dupi « sagt, verkleinert nicht nur das Wort, sondern auch sich selbst.
Da hilft auch keine Ergänzung eines weiteren Adjektivs, zum Beispiel » echt-supi « oder » supi-krass «. Diese Ausdrücke sollten ebenfalls nur von jungen Mädchen verwendet werden. Denn statt groß und stark wirkt der Verwender nur kindlich und schwach.
Männlichkeit beweist derjenige, der auch mit Worten Macht, Kompetenz und eine gewisse Intelligenz signalisiert. Wer sein Einverständnis mit »oki-doki« gibt, zeigt nichts davon. Ebenso der, der seinen Laptop lieblich »Lappi« nennt. Der vertreibt sich die Zeit mit infantilen Onlinespielen oder im Forum von gofeminin. In diesem Sinne gilt auch:

 

– Ein richtiger Mann bestellt sich einen ordentlichen Caipirinha an der Bar. Wer hingegen »Bitte einen Caipi!« ruft, könnte auch laut nach einer Capri-Sonne fragen.
– Der Männliche zieht sich morgens einen Rollkragenpullover an. Zum geliebten »Rolli« greift nur die Frau.
– Wer einem Fast-Food-Restaurant sogar einen Kosenamen gibt, geht viel zu oft zum »Mäki« und kann maximal erst sechzehn sein.

 

Die Abkürzung auf »i« schwächt und vermindert, und besonders gegen Ende einer Begegnung ist der Männliche auf einen entsprechend maskulinen Abgang bedacht. Wer einer Dame zum Abschied »Tschüssi« hinterherruft oder »Tschaui« flötet, stellt sich absichtlich geringfügig dar. Er möchte am Ende sichergehen, dass sie auch weiß, dass er kein begehrenswerter Mann, sondern nur ein niedlich-verspielter Junge ist. In Infantilität übertroffen wird er nur noch von dem Kerl, der » Tschüssikowski « sagt.
Wer zu Beginn »Hallöli« ruft, könnte auch gleich kundtun: »Ich bin nicht nur unmännlich, sondern in Wahrheit eine überenthusiastische Frau. «
Und derjenige, der darauf mit » guddi « antwortet ?
Der auchi.

 

A

 


# Angst vor Spinnen

 

Ein Vertreter des starken Geschlechtes muss furchtlos sein. Schreckhaft und ängstlich, das sind hingegen die stereotypen Damen. Nicht nur in brenzligen Situationen zeichnet sich die holde Weiblichkeit gerne durch Aufkreischen und Weglaufen aus.
Ein wahrer Mann reagiert auch bei drohender Gefahr erst einmal besonnen und verliert niemals die Contenance. Er rekapituliert mit kühlem Kopf: Besteht wirklich Gefahr oder sieht das Tier vor mir nur unappetitlich aus? Er nimmt erst Reißaus, wenn ihn ein Löwe anbrüllt oder ein wilder Stier verfolgt. Denn ein echter Kerl ergreift nur vor großen und wirklich gefährlichen Lebewesen die Flucht.
Bei einer Spinne handelt es sich um ein kleines und, in unseren Breitengraden, ungefährliches Wesen. Sie liebt die freie Natur, ist aber manchmal auch in Zimmerecken oder hinter Küchenschränken zu finden. In der Regel ist es die schreckhafte Dame, die bei ihrem Anblick die Fassung verliert. Doch es gibt auch so manchen Mann, der beim Erspähen des Achtbeiners aufspringt, schreit, wegläuft und/oder »Schatziii, Hiiilfe! Eine Spiiiinne ! « ruft. Diese Reaktion ist nicht maskulin.
Kommt sie bei einem Mann vor, verdeutlicht sie: Hier handelt es sich um einen Vertreter des vermeintlich furchtlosen Geschlechts, der Angst vor einem kleinen Tierchen hat. Dazu vor einem Tierchen, das ihm nichts zuleide tut. Und welches, zu allem Überfluss, Angst vor ihm hat. Nimmt ein wahrer Mann erst dann Reißaus, wenn ein wirklich gefährliches Tier hinter ihm her ist, so flüchtet dieser Typ vor einem harmlosen Geschöpf, das zeitgleich in die entgegengesetzte Richtung davonrennt.
Zugegeben, die Spinne hat mehr Beine als der Mann und vielleicht auch mehr Haare als er. Doch ein echter Kerl beurteilt ein Tier nach den Kriterien »gefährlich« bzw. »ungefährlich« – und nicht nach Ästhetik. Im Gegensatz zum Spinnen-Ängstlichen: Wie eine blaublütige, zartbesaitete Dame schreckt er vor etwas zurück, nur weil es unansehnlich ist.
Ein echter Mann verliert nicht die Fassung, wenn er eine Spinne sieht. Sich ihr mit einem drei Meter langen Staubsaugerrohr zu nähern zeugt auch nicht von Mut. Männlich ist, wer eine Spinne ohne Scheu in die Hand nehmen und vor die Tür tragen kann. Wer aufquietscht und selbst vor ihr gerettet werden muss, gehört nicht nur zum unmännlichen Geschlecht, er outet sich als feige Mimose mit ausgeprägter → Insectophobie.

 

A

 


# Aperol Spritz

 

Klar, simpel, unverfälscht und vor allem unverdünnt – das ist ein Getränk für einen Mann. Raffinierte → Cocktails, farbenfrohe Drinks und süße Liköre sind hingegen für den weiblichen Geschmack.
Als besonders maskulin gilt immer noch das große Bier. Der wahre Mann bleibt eben beim Altbewährten und bestellt sich keine neumodischen Misch-Getränke oder trendigen Drinks. Das ist nur etwas für die Dame oder den unmännlichen Typ. Dieser nippte einst an einem Cosmopolitan, im Winter wärmte er sich mit einem Chai Latte. Nun sitzt er vor einem Aperol Spritz.
Der Aperol Spritz (oder: Sprizz) ist dieses orangefarbene Getränk, das dieser Tage jeder trinkt. Ob in Eckkneipe, Strandbar, dem Straßencafé oder auf Partys. Es handelt sich dabei um eine bunt schimmernde Flüssigkeit mit bittersüßem Geschmack, die gerade trendy ist. Das beste Indiz, dass Aperol Spritz etwas für Damen ist.

Über Sigrid Goddard

Biografie

Sigrid Goddard, Autorin und Journalistin, ist in Wien geboren und lebt heute in Frankfurt. Nach ihrem Bestsellererfolg mit dem Roman »Verlass ihn«, der demnächst fürs Fernsehen verfilmt wird, begann Sigrid Goddard mit dem Bloggen. Ihr Blog hat bei leidgeprüften Frauen, Männern und Memmen...

Pressestimmen

Schweiz am Sonntag

»(...) Goddard hat in ihrem Buch ›Die Männer, die wir lieben und die Luschen, die wir kriegen‹ auf amüsante Weise aufgearbeitet, was ihrer Meinung nach unmännlich ist: vom Tragen eines Velohelms bis zu Dreiviertel-Hosen.«

Märkische Allgemeine

»Amüsant und regt zum Diskutieren an.«

Perchtoldsdorfer Rundschau

»Eine humorvolle und satirische Lektüre für alle, die gerne wissen möchten, was Männer tunlichst unterlassen sollten.«

Inhaltsangabe

Inhalt

Vorwort

# Abkürzungen auf »i«

# Angst vor Spinnen

# Aperol Spritz

# Aromatisierte Kaffeespezialitäten

# ARTE

# Astrologisches Interesse

# Auf dem Balkon rauchen

# Babysprache

# Babytragetücher

# Backen

# Beifahrer

# Biermixgetränke

# Bügeln

# Cocktails

# Den Bus nehmen

# Dreiviertelhosen

# Ein Bad nehmen

# Einparkhilfe

# Eis essen

# Eislaufen

# Emoticons

# Fahrradhelme

# Fahrradklingeln

# Familienfoto auf dem Schreibtisch

# Früh ins Bett gehen

# Glasuntersetzer

# Grill-Inkompetenz

# Handcreme

# Handwerker rufen

# Hausschuhe

# Herrenhandtaschen

# Hollister

# Inlineskaten

# Ins Solarium gehen

# Insectophobie

# Kälteempfindlichkeit

# Katzen

# Kleine Hunde

# Kochbücher verwenden

# Krawatten mit Comicmotiv

# Kuschelrock

# Labellos

# Laktoseintoleranz

# Lebende Zimmerpflanzen

# Liebesfilme

# Mitgebrachtes Mittagessen

# Modefarbe Lila

# Motorroller

# Müsli

# Nackenkissen

# Nur bei Grün gehen

# Nutella

# Polonaise

# Portemonnaies

# Pullover über den Schultern

# Querbinder

# Rucksack

# Sandalen

# Schlagsahne

# Smart

# Sonnenbrille im Haar

# Spandexhöschen

# Spieleabende

# Spinning

# Stringtangas

# Strohhalme

# Tee

# Tretroller

# Turnvereinsmitgliedschaft

# Twitter

# Übereinandergeschlagene Beine

# Umkleidekabinen

# Vegetarier

# Volleyball

# Vornamen auf »i«

# Weicher Händedruck

# Weihnachtsmützen

# Weiße iPhones

# Weißer Spargel

# www.groupon.de

# Yoga

# Zuerst die Freundin fragen

Dank

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