Die Eifersüchtigen

Die Eifersüchtigen

Roman

€ 24,00 inkl. MwSt.

Die »Buddenbrooks« des ungarischen Romanciers

Der nahende Tod des Vaters bringt sie alle zusammen. Nach langen Jahren fernab der Heimat kehren Péter Garren und seine Geschwister Anna, Tamás, Albert und Edgár in ihr Elternhaus zurück. Dort werden sie konfrontiert mit einem feinmaschigen Netz aus unausgesprochenen Gesetzen, die das bürgerliche Elternhaus seit jeher geprägt haben. Eifersüchtig beäugen sich die Geschwister, alte Streitigkeiten holen sie ein, und über allem liegt die Stimmung nervösen Wartens. Was geschieht, wenn mit dem Ende des Patriarchen das einzige verschwunden sein wird, das sie verbunden hat? Bedeutet das den Untergang ihrer Dynastie? – »Die Eifersüchtigen« gilt als ein Hauptwerk Sándor Márais, in dem er sein Lebensthema zusammenfasst. Atmosphärisch dicht und psychologisch meisterhaft erzählt es vom Verfall einer bürgerlichen Familie.

  • € 24,00 [D], € 24,70 [A]
  • Erschienen am 05.10.2015
  • 560 Seiten, Hardcover
  • Übersetzt von: Christina Kunze
  • ISBN: 978-3-492-05598-7
 
 

Leseprobe zu »Die Eifersüchtigen«

Brief, Reise


Der Brief lag zwischen einem Formular und einer Zeitung mitten auf dem Schreibtisch. Es war nach fünf Uhr, als Péter nach Hause kam, die Sonne schien noch. Das Sonnenlicht war böswillig und unbeständig wie immer Anfang April hier in den Bergen, es überzog die Erscheinungen des Frühlings mit einer kalten, theatralischen Beleuchtung: Seit zwei Wochen hatte man ständig das Gefühl, in einem patriotischen Volksstück mitzuspielen. Er ging durch das leere Zimmer, sah sich den Brief von Weitem an, erkannte die Schrift und wusste es, wusste es sofort. Anna benutzte noch immer [...]

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Sándor Márai

Sándor Márai

Sándor Márai, 1900 bis 1989, gehörte zu den gefeierten Autoren Europas, bis er 1948 mit seiner Emigration nach Italien und in die USA in Vergessenheit geriet. Mit der Wiederentdeckung des Romans »Die Glut« wurde er 1998 weltweit gelesen und als einer der bedeutendsten Schriftstellers des 20. mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Wilhelmshavener Zeitung


»in Zeiten weltweiter ›Unordnung‹ zeigt sich die Zeitlosigkeit des Romans und seiner an der Gegenwart scheiternder Gestalten. Und an der stilistischen Großartigkeit des 1989 in San Diego (Kalifornien) gestorbenen Ungarn, der immer wieder tief und seitenlang in das melancholische Innenleben seiner Gestalten eintaucht, gibt es auch fast acht Jahrzente später keinen Zweifel.«   

Freie Presse


»Wieder malt Sándor Márai, der gern mit Thomas Mann verglichene ungarische Erzähler des frühen 20. Jahrhunderts, seine Interieurs in theatralischer Beleuchtung. Wie in Jahresringen wird sein ebensoumfängliches wie weltliterarisches Werk seit der Jahrtausendwende neu herausgegeben, und jeder Band ist ein Glücksfall...«   

Hessisch Niedersächsische Allgemeine


»ein verzweifeltes Trostbuch mitten hinein in den seismografisch wahrgenommenen Beginn einer allgemeinen internationalen Unordnung, ein pathetisch aufgeladener Abgesang, der wort- und bildmächtig den Zerfall einer Familie beschreibt.«   

Deutsche Welle


»Einer der Höhepunkte der großen ungarischen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts«   

Westdeutsche Allgemeine Zeitung


»Das große Vorbei ist Márais zentrales Thema, das er immer neu grandios variierte.«   

INFOradio rbb


»Eine intelligente und vergnügliche Lektüre.«   

Nürnberger Zeitung


»Sándor Márais literarisches Werk atmet Leidenschaft im Wortsinn«   

3sat


»Sándor Márais moderner Klassiker der Weltliteratur erzählt psychologisch virtuos vom Verfall einer ungarischen Familiendynastie.«   

Frankfurter Neue Presse


»Sándor Márais Stil hat eine Eleganz, die wir mit vergangenen Zeiten verbinden. Aber diese Zeiten haben keinen Staub angesetzt – es ist die Eleganz eines großen Autors.«    

Kommentare zum Buch
1. Die Eifersüchtigen
Haas am 03.01.2017 - 14:30:10

Nach "Die Glut" mein 2. Márai Roman. Die seeeeeeeehr langatmigen Ausführungen haben mich gelegentlich langweilt. Als Aussiedler aus Rumänien (Rumänen sind "die Fremden") habe ich trotzdem lange gebraucht, um herauszufinden, wann und wo die Handlung angesiedelt werden muss. Viele Aussagen treffen auf die Stadt Alba Julia zu, die Zeit ist der Übergang von Ungarn zu Rumänien nach 1918. Sanfter Stil, feine, im Vergleich zur rumänischen, Lebensweise, ja Kultur.

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