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Der UnterschiedDer Unterschied

Der Unterschied

Was den Mensch zum Menschen macht

Hardcover
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Der Unterschied — Inhalt

Dritter Platz belegt bei der Wahl zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2015 (Bild der Wissenschaft) in der Kategorie ÜBERBLICK

 

»Ein faszinierendes und wunderschön geschriebenes Buch, das ich heiß empfehle.« Jane Goodall

Thomas Suddendorf legt ein Standardwerk vor, das unser Bild von unserem Platz in der Natur verändert. Von der Psychologie und Verhaltensbiologie über die Evolutionsgeschichte bis hin zu den Neurowissenschaften verknüpft er erstmals die jüngsten Erkenntnisse aller relevanten Wissensgebiete. Fesselnd berichtet er, wie er die frühkindliche Entwicklung und das Verhalten von Menschenaffen erforscht. Suddendorf zeigt, dass die Alleinstellung des Menschen dadurch entstand, dass wir andere menschenähnliche und sogar eindeutig menschliche Spezies ausrotteten. Er warnt davor, die Kluft durch die Auslöschung der Menschenaffen noch zu vergrößern. Verblüffend ist, dass offenbar alle einzigartigen Eigenschaften des Menschen auf nur zwei grundlegende Besonderheiten zurückgehen: unsere unbändige Imaginationskraft und das Bedürfnis, unsere Gedanken mit anderen zu teilen.

Ein bahnbrechendes Buch, das »auf seinem Gebiet wohl allein dasteht« (Richard Leakey).

 

€ 22,99 [D], € 23,70 [A]
Erschienen am 06.10.2014
Übersetzt von: Gabriele Gockel, Bernhard Jendricke, Barbara Steckhan
464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-8270-1093-3
€ 10,99 [D], € 10,99 [A]
Erschienen am 06.10.2014
Übersetzt von: Gabriele Gockel, Bernhard Jendricke, Barbara Steckhan
384 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-8270-7688-5
»Suddendorf fasst Forschungsergebnisse so zusammen, dass auch interessierte Laien sich ohne Probleme auf den 465 Seiten gut aufgehoben fühlen. Obwohl das Meiste bekannt sein dürfte, erreicht er mit seiner schnörkellosen Art so manchen Aha-Effekt. […]. Ein lehrreiches Lesevergnügen.«
Die Rheinpfalz
»Der renommierte Entwicklungspsychologe und Primatenforscher Thomas Suddendorf vermittelt mit ungeheurem Wissen, aber auch mit viel Humor und persönlichen Geschichten erstaunliche Einsichten über das Menschsein. […].Thomas Suddendorf legt damit ein Standardwerk vor, das unser Bild von unserem Platz in der Natur verändert.«
ZDF "Terra X"
»Nicht die Intelligenz mache den Mensch zum Menschen, sondern dessen Fantasie, Gedanken und das menschliche Bedürfnis, diese mit anderen zu teilen.«
MDR Figaro
»Auch für Laien gut verständlich und mit Humor vermittelt der Autor erstaunliche Einsichten über das Menschsein.«
BÜCHERmagazin
»Der Psychologe und Affenforscher Thomas Suddendorf formuliert zwei entscheidende Fähigkeiten, die den Mensch zum Menschen machen. Das Entwerfen verschachtelter Szenarien und das Bedürfnis Erfahrungen und Gedanken miteinander auszutauschen.«
WDR 5 "Redezeit"
»Der Evolutionsforscher und Psychologe Thomas Suddendorf liefert unterhaltsame und erhellende Einblicke in den aktuellen Forschungsstand.«
Köpfe - der Tagesspiegel
»Visionen sind nach Helmut Schmidt etwas, womit man zum Arzt gehen sollte; neuere Forschungen zeigen, dass die Einzigartigkeit des Menschen gerade in seiner prospektiven Imaginationskraft liegt (Thomas Suddendorf: ‚Der Unterschied. Was den Mensch zum Menschen macht‘).«
Christ und Welt (Die Zeit)
»Sachlich, aber mit vielen persönlichen Beobachtungen, zum Beispiel an den eigenen Kindern, fasst der Autor den Stand der Forschung zusammen.«
Deutschlandradio Kultur "Lesart"
»Selten ist Selbstbespiegelung so anregend und unterhaltsam. Lesenswert.«
Deutschlandfunk "Forschung aktuell"
»So viel anders als beim Menschen sehen die Gehirne von Affen auch nicht aus, dennoch können die Tiere weder zum Mond fliegen, noch kämen Sie auf die Idee, einen Zoo zu leiten. Der Psychologe Thomas Suddendorf über den großen Unterschied.«
Süddeutsche Zeitung

Leseprobe zu »Der Unterschied«


Vorwort
Wir sind nur eine Spezies unter Millionen anderer und doch denken viele, wir wären etwas ganz Besonderes. Was aber unterscheidet Menschen von den übrigen Tieren? Warum sind es nicht andere Affen, die die Zoos verwalten und die Erde verändern? Was macht den Mensch zum Menschen?
Diese Fragen haben mich schon in meiner Jugend beschäftigt und sind immer noch die Leitmotive meiner Forschung. Vor über zwanzig Jahren wanderte ich von Deutschland nach Neuseeland aus und begann, die Entwicklung des Geistes bei Kindern zu studieren und mit den Fähigkeiten [...]

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Vorwort
Wir sind nur eine Spezies unter Millionen anderer und doch denken viele, wir wären etwas ganz Besonderes. Was aber unterscheidet Menschen von den übrigen Tieren? Warum sind es nicht andere Affen, die die Zoos verwalten und die Erde verändern? Was macht den Mensch zum Menschen?
Diese Fragen haben mich schon in meiner Jugend beschäftigt und sind immer noch die Leitmotive meiner Forschung. Vor über zwanzig Jahren wanderte ich von Deutschland nach Neuseeland aus und begann, die Entwicklung des Geistes bei Kindern zu studieren und mit den Fähigkeiten von Menschenaffen und anderen Tieren systematisch zu vergleichen. In diesem Buch vermittle ich, was ich bei diesen wissenschaftlichen Untersuchungen über die Natur und den Ursprung des menschlichen Geistes herausgefunden habe.
Meine Forschungsarbeiten habe ich immer auf Englisch geschrieben, und so auch dieses Buch, welches als »The Gap. The Science of What Separates Us from Other Animals« veröffentlicht wurde. Ich habe das Buch nicht selbst ins Deutsche übersetzt, nicht nur aus Faulheit, sondern auch, weil das richtig schwierig ist. Ich danke sowohl Gabriele Gockel, Bernhard Jendricke und Barbara Steckhan als auch meinem Lektor Martin Zwilling dafür, dass es jetzt trotzdem eine gelungene deutsche Fassung gibt.
Seit der Veröffentlichung der Originalausgabe im November 2013 in den Vereinigten Staaten hat sich einiges getan. Ein trauriges Ereignis war, dass zwei Wochen später der Schimpanse Ockie, 38, über den ich mehrfach in diesem Buch berichte, unerwartet starb. Bessere Nachrichten waren das Lob, welches das Buch in Wissenschaftsmagazinen und Presse erhielt. Ich hoffe, es wird auch Ihnen, liebe deutschsprachige Leser, gefallen und Sie zum Nachdenken anregen. Denn es geht um Sie, um Ihren Platz in der Natur.
Viel Spaß!
Thomas Suddendorf
Brisbane, Australien, den 15. Juli 2014

Eins
Die letzten Menschen
Dieses Buch handelt von dir, von deinem Wesen und von deiner Herkunft.
Nach den Kategorien der Biologie bist du zweifelsfrei ein Organismus. Wie alle lebenden Organismen besitzen Menschen einen Stoffwechsel und können sich reproduzieren. Dein Genom benutzt dasselbe Wörterbuch wie eine Tulpe – und überschneidet sich in beträchtlichem Ausmaß mit dem Erbgut von Hefe, Bananen und Mäusen. Du bist ein Tier. Wie alle Tiere musst du andere Organismen verspeisen, um dich zu ernähren, seien es Pflanzen, Pilze oder Tiere. Was du gerne essen möchtest, zieht dich meistens an, während du alles meidest, was dich gerne verspeisen möchte – ganz wie dies für Spinnen gilt. Du bist ein Wirbeltier. Wie bei allen Wirbeltieren besitzt dein Körper ein Rückenmark, das mit dem Gehirn verbunden ist. Dein Skelett folgt demselben Bauplan – vier Gliedmaßen und fünf Finger bzw. Zehen – wie das eines Krokodils. Du bist ein Säugetier. Wie alle Höheren Säugetiere wuchst du in deiner Mutter heran und erhieltst nach der Geburt ihre Milch (oder die eines anderen weiblichen Wesens). Dein Körper weist dieselben Terminalhaare auf wie der eines Pudels. Du bist ein Primat. Wie andere Primaten hast du opponierbare Daumen, was ungemein nützlich ist. Deine Sicht der Welt basiert auf derselben Farbwahrnehmung wie die eines Pavians. Du bist ein Hominide. Wie alle Hominiden hast du Schultern, die deinen Armen eine volle Drehbewegung erlauben. Dein engster lebender Verwandter im Tierreich ist ein Schimpanse. Aber bevor ich dich einen Affen nenne, sollte ich wohl besser erst mal auf sichere Distanz gehen.
In der Regel halten sich Menschen für besser, oder zumindest für anders als alle anderen Arten auf unserem Planeten. Doch jede Spezies ist einzigartig, und so gesehen gibt es keine Sonderstellung des Menschen. Im Baum des Lebens bildet jede der Arten einen eigenen Zweig mit Besonderheiten, durch die sie sich von den anderen abhebt. Menschen unterscheiden sich von Schimpansen und anderen Primaten in einigen bemerkenswerten Aspekten. Wir können unsere Knie gerade durchdrücken, haben längere Beine als Arme und gehen gewöhnlich aufrecht, was unseren Händen erlaubt, andere Dinge zu tun, als unser Gewicht zu tragen. Wir haben ein Kinn. Die Oberfläche unseres Körpers ist mit Schweißdrüsen ausgestattet, die ein effizienteres Kühlsystem darstellen als das anderer Primaten. Wir haben unsere Reißzähne und einen Großteil unseres schützenden Fells verloren, auch wenn unseren männlichen Artgenossen ein anscheinend nutzloser, aber beharrlich sprießender Bart geblieben ist. Die Iris unserer Augen ist verhältnismäßig klein und von einer weißen anstatt dunklen Lederhaut umgeben, was es uns erleichtert, die Blickrichtung eines anderen zu erkennen. Menschenfrauen zeigen keine äußerlichen Anzeichen ihrer fruchtbaren Phasen, und Menschenmänner haben keinen Penisknochen.
Das sind keine wirklich bahnbrechenden Besonderheiten, verglichen etwa mit der Entwicklung von Flügeln bei Vögeln, die ihren Trägern selbstverständlich eine ganz neue Dimension von Möglichkeiten eröffnete. Doch trotz dieser dürftigen Liste eigenständiger körperlicher Merkmale ist es uns gelungen, den Großteil unseres Planeten unter unsere Kontrolle zu bringen. Das liegt daran, dass unsere außerordentlichen Kräfte nicht aus Muskeln und Knochen erwachsen, sondern aus unserem Geist.
Es sind unsere geistigen Fähigkeiten, die uns ermöglichten, das Feuer zu zähmen und das Rad zu erfinden. Sie versetzen uns in die Lage, Werkzeuge zu fertigen, die uns stärker, durchsetzungsfähiger, schneller, präziser, widerstandsfähiger und vielseitiger machen als jedes andere Tier. Wir konstruieren Maschinen, die uns in Windeseile von einem Ort zu einem anderen und sogar in die Weiten des Alls befördern. Wir erforschen die Natur und häufen rasch Wissen an, das wir miteinander teilen. Wir erschaffen komplexe künstliche Welten, in denen wir unerhörte Macht ausüben – die Macht, die Zukunft zu gestalten, und die Macht, alles zu zerstören und auszulöschen. Wir denken über unsere gegenwärtige Lage, über unsere Geschichte und unser Schicksal nach und debattieren darüber. Wir ersinnen ebenso leicht wunderbare harmonische Welten wie entsetzliche Tyranneien. Unsere Kräfte lassen sich für das Gute ebenso aktivieren wie für das Böse, und unablässig diskutieren wir darüber, was von beidem was ist. Unser Geist hat Zivilisationen und Technologien hervorgebracht, die das Antlitz der Erde veränderten, während unsere engsten Verwandten aus dem Tierreich unauffällig in den ihnen verbliebenen Wäldern leben. Es scheint eine enorme Kluft zwischen dem menschlichen und dem tierischen Geist zu geben. Wie diese Kluft beschaffen ist und woher sie rührt, behandelt dieses Buch.
Wir sind derart erfolgreich geworden, dass viele glauben, ein Gott habe unsere Spezies auserwählt, um über die Welt zu herrschen. Jüdische, christliche und islamische Kulturen zum Beispiel teilen den fundamentalen Glauben, dass ein allgegenwärtiger Gott die Menschheit nach seinem Bildnis erschaffen habe, dass allein wir mit einer Seele ausgestattet seien und dass all jene, die einer Reihe göttlicher Vorschriften folgen, ein herrliches Leben nach dem Tod erwartet. Nichtmenschlichen Tieren ist in diesen Vorstellungen nur eine Statistenrolle zugewiesen, während den Menschen das ausdrückliche Recht zu ihrer Ausbeutung zugeschrieben wird.
Vor einigen Hundert Jahren jedoch kamen etliche unbequeme Tatsachen ans Licht, die ein ganz anderes Bild von unserer Stellung innerhalb der Natur ergaben. Nichts davon war vermutlich so grundlegend wie die astronomischen Entdeckungen Wilhelm Herschels.1 Nachdem Herschel von Deutschland nach England ausgewandert war, begann er mit dem Bau von Teleskopen zur Beobachtung des Nachthimmels. Seine erste bahnbrechende Erkenntnis hatte er 1781 mit der Entdeckung eines neuen Planeten in unserem Sonnensystem, des Uranus. Unterstützt von seiner Schwester Caroline und König George III. (bevor dieser geisteskrank wurde), berichtigte Herschel unsere Vorstellung von der zentralen Position der Erde und ging dabei weit über das hinaus, was Kopernikus getan hatte. Er katalogisierte Tausende neuer Sternenhaufen und Nebel und entdeckte die dynamische Natur des Universums. Er erkannte, dass unser Sonnensystem sich im Raum voranbewegt und astronomische Objekte geboren werden, sich verändern und schließlich sterben – ein Schicksal, das auch unserer Sonne bevorsteht. Das Licht der Sterne, so fand er heraus, legt derart enorme Entfernungen zurück, dass manche von den heute bei uns sichtbaren in Wirklichkeit schon längst erloschen sind. Die Welt erwies sich durch Herschel als größer, älter und dynamischer, als irgendjemand geahnt hätte.
Die Astronomie hat gezeigt, dass wir auf einem winzigen Fleckchen in einer der Milliarden von Sonnensystemen in der Milchstraße sitzen, die selbst nur eine Galaxie unter Milliarden anderer ist. Das setzte die Menschheit und all unsere Sorgen in ein komplett neues Licht – was Monty Pythons Galaxy Song uns deutlich macht, der einprägsam einige der wichtigsten Entdeckungen über unseren Platz im Kosmos zusammenfasst:
Just remember that you’re standing on a planet that’s evolving and revolving at 900 miles an hour
That’s orbiting at 19 miles a second, so it’s reckoned, a sun that is the source of all our power
The sun and you and me, and all the stars that we can see are moving at a million miles a day
In an outer spiral arm, at 40 000 miles an hour, of the galaxy we call the Milky Way.2
Denk nur daran, dass du auf einem Planeten stehst, der sich fortentwickelt und sich mit 1500 Kilometern pro Stunde um sich selbst dreht
Der mit 30 Kilometern pro Sekunde, so hat man es errechnet, um eine Sonne kreist, die die Quelle all unserer Kraft ist
Die Sonne und du und ich und all die Sterne, die wir sehen, bewegen sich mit 1,6 Millionen Kilometern pro Tag
In einem äußeren Spiralarm der Galaxie, die wir die Milchstraße nennen, mit 65 000 Kilometern pro Stunde
Herschels Arbeiten vermittelten den Menschen einen ersten flüchtigen Blick auf ein größeres Ganzes. Die Erkenntnis, dass unser Planet und sogar unser Sonnensystem bei Weitem nicht im Mittelpunkt liegen, warf ernsthafte Zweifel an zuvor bestehenden Theorien auf, die unsere Spezies ins Zentrum eines göttlichen Schöpfungsplans gestellt hatten. Mit Herschels Entdeckungen begannen sich säkularere Sichtweisen zu entwickeln. Pierre Laplace zum Beispiel verfocht 1799 die These, die Sonne sei wie in anderen Sonnensystemen ursprünglich durch eine Verdichtung aus einer nebligen Wolke entstanden, und die Planeten hätten sich dann von ihr abgespalten. Als Napoleon ihn fragte, warum er in seinen Arbeiten keinen Bezug auf den Schöpfer nehme, soll Laplace geantwortet haben: »Eine solche Hypothese habe ich nicht benötigt.«
Naturwissenschaftliche Entwürfe erschütterten auch die lang gehegten Überzeugungen hinsichtlich unserer besonderen Stellung auf der Erde. Wieder spielte die Familie Herschel dabei eine entscheidende Rolle. Wilhelms Sohn John Herschel, wie bereits sein Vater Präsident der Royal Astronomical Society, veröffentlichte ein viel beachtetes Buch, in dem er für die neue naturwissenschaftliche Methodik warb.3 Sein induktives Verfahren der Erkenntnisgewinnung bestand aus einem dreistufigen Prozess: erstens das Zusammentragen von Daten durch Beobachtung und Versuche; zweitens die Ableitung von Hypothesen aus den gewonnenen Daten; und drittens die Überprüfung der Hypothesen hinsichtlich ihrer Widerlegbarkeit. Diese systematische Methodik bewirkte einen raschen Fortschritt in vielen Disziplinen, von der Astronomie bis zur Botanik, von der Chemie bis zur Geologie.
Herschels Buch und die Arbeiten Alexander von Humboldts, einem weiteren Begründer der modernen Naturwissenschaften, übten einen nachhaltigen Einfluss auf Charles Darwin aus und regten ihn zu seinem eigenen Beitrag zum Verständnis unserer Stellung in der Welt an. Danach war unser Verhältnis zu den Tieren nicht mehr dasselbe wie zuvor.
Von den Affen abstammen? Meine Güte, hoffen wir bloß, dass das nicht stimmt. Aber falls doch, beten wir, dass es sich nicht herumspricht.
Angebliche Bemerkung der Ehefrau eines Domkapitulars der Worcester Cathedral4
Darwin bediente sich Herschels induktiver Methodik in mustergültiger Weise. Auf seinen Reisen um die Welt sammelte er enorme Mengen an Daten über Pflanzen und Tiere und gelangte so zu einer neuen Hypothese zur Erklärung des Ursprungs der Arten. Im Jahr 1859, nachdem er seine Theorie der Evolution mittels natürlicher Selektion jahrelang mithilfe von Beobachtungen und Experimenten überprüft und für stichhaltig befunden hatte, erschien schließlich Über die Entstehung der Arten.5
Die darwinsche Theorie ist einfach, elegant und ungeheuer wirkmächtig.6 Vor allem aber ließ sie sich, sosehr man dies in den letzten 150 Jahren auch versuchte, nicht widerlegen, im Gegenteil: Die Wissenschaft hat seither eine Fülle von Belegen erbracht, die Darwins Theorien stützen, und weitere Aspekte der Evolution zutage befördert, wie umfangreiche fossile Zeugnisse und die genetischen Grundlagen des Lebens, die Darwin unbekannt waren. Dass seine Arbeit für das Selbstbild des Menschen weitreichende Folgen haben würde, war ihm durchaus bewusst. In seinem bahnbrechenden Werk wagte er jedoch nur einen kurzen Verweis auf die menschliche Spezies. Die Vorstellung, dass wir uns wie alle anderen Tiere entwickelt haben, mit ihnen gemeinsame Vorfahren teilen, dass für uns dieselben Regeln gelten wie für sie und wir sie sind, war seinerzeit für viele undenkbar und galt sogar als Häresie.
Dennoch machte sich Darwin zwölf Jahre später entschlossen an die schwierige, aber unvermeidbare Aufgabe, die Evolutionstheorie auf unsere Spezies zu übertragen. In Die Abstammung des Menschen7 legte er dar, dass Menschen wie alle anderen Tierarten auch aus der Evolution hervorgegangen seien; er behauptete sogar, die engsten lebenden Verwandten des Menschen seien afrikanische Menschenaffen. Diverse Belege haben dies inzwischen bestätigt. Durch Erbgutvergleich hat die moderne Genetik dazu beigetragen, unseren tierischen Stammbaum zu entschlüsseln. Unter allen Lebewesen, deren DNA mit der des Menschen verglichen wurde, weisen die beiden Schimpansenarten (der Gemeine Schimpanse und der Bonobo) eindeutig die weitestgehende Übereinstimmung auf.8
Tatsächlich stimmt die DNA von Schimpansen mit unserer stärker überein als mit der jener afrikanischen Menschenaffen, die den Schimpansen so ähnlich sehen: der Gorillas. Anders gesagt, aus der Sicht von Schimpansen sind Menschen ihre engsten lebenden Verwandten. Daher lernen wir durch ihre Erforschung vielleicht mehr über das Wesen des Menschen als über das »Wesen des Tiers«.
Zwar ist inzwischen allgemein bekannt, dass wir von Affen abstammen, aber oft wird dies in dem Sinne missverstanden, dass wir uns aus Schimpansen entwickelt hätten. Das ist falsch. Ebenso gut könnte man behaupten, die Schimpansen hätten sich aus den Menschen entwickelt. Eine gemeinsame Abstammung bedeutet, dass Menschen und Schimpansen einen gemeinsamen Vorfahren haben, so wie dies für uns und einen Cousin gilt, nur in einem viel kürzeren Zeitrahmen. Seit sich die Abstammungslinien des Schimpansen und die des Menschen trennten, hatten beide Linien gleich viel Zeit, sich zu entwickeln. Neuere genetische Analysen und Fossilfunde lassen darauf schließen, dass diese Trennung vor etwa sechs Millionen Jahren stattfand.9
Da Darwin nicht auf mikrobiologische und fossile Belege verweisen konnte, stützte er seine Annahmen über die menschliche Evolution anfänglich auf Anzeichen von Kontinuität. Eine Abstammung mit Variation impliziert einen graduellen Wandel und damit, dass zwischen verschiedenen Arten Verbindungen bestehen. Häufig findet man Arten mit Eigenschaften, die irgendwo zwischen jenen von zwei anderen Gruppen von Arten liegen. Zum Beispiel war Darwin höchst beeindruckt vom australischen Schnabeltier, einem sogenannten Kloakentier, das Eigenschaften von Säugetieren und Reptilien in sich zu vereinen scheint (z. B. hat es ein Fell und legt Eier).10 Da Hinweise auf Kontinuität in Darwins Theorie von größter Bedeutung waren, begann man mit der Suche nach sogenannten Missing Links (fehlenden Zwischengliedern), wie etwa Fische mit rudimentären Gliedmaßen. Heute wird fast jeder große Fossilfund in den Medien als ein oder sogar als der entscheidende Missing Link gefeiert. (Auf die Funde, die Lücken in der menschlichen Entwicklungsgeschichte geschlossen haben, werde ich im elften Kapitel eingehen.) Aber selbst wenn wir von den fossilen Funden absehen, gibt es gute Argumente für eine Kontinuität zwischen Mensch und Tier.
Die Ähnlichkeiten in Anatomie und Körperfunktionen zwischen Menschen und anderen Primaten sind offensichtlich. Wir bestehen aus demselben Fleisch und Blut, wir durchlaufen dieselben grundlegenden Lebensphasen. Vieles, was an unsere gemeinsame Abstammung mit anderen Tieren gemahnt, ist bei uns zu kulturellen Tabus geworden: Sexualität, Menstruation, Schwangerschaft, Gebären, Säugen, Stuhlgang und Blasenentleerung, Bluten, Krankheit und Sterben – also alles »Unreine«. Aber selbst wenn wir dies auszublenden versuchen – die Belege für eine Kontinuität zwischen den Körpern von Mensch und Tier bleiben überwältigend. Schließlich können wir Organe und das Gewebe von Säugetieren wie die Herzklappe eines Schweins verwenden, um unsere eigenen Körperteile im Falle ihres Versagens zu ersetzen. Eine riesige Industrie erprobt an Tieren Medikamente und Eingriffe, die für den Menschen bestimmt sind, weil sich unsere Körper so sehr ähneln. Die körperliche Kontinuität zwischen Mensch und Tier ist also unbestreitbar. Mit dem Geist hingegen ist das etwas völlig anderes.
Wie lässt sich die graduelle Abstammung (oder Weiterentwicklung, wenn Ihnen das lieber ist) vom tierischen zum menschlichen Geist nachweisen? Dies war vermutlich Darwins größtes Problem, denn die scheinbar riesige Kluft zwischen tierischem und menschlichem Geist musste eher als ein Hinweis auf Diskontinuität gewertet werden. Selbst Alfred Russell Wallace, der zweite Entdecker des Prinzips der natürlichen Selektion, und enge wissenschaftliche Verbündete wie Charles Lyell waren nicht davon überzeugt, dass diese Kluft sich mit natürlicher Selektion erklären ließe.
Anhänger von René Descartes, der im 17. Jahrhundert behauptete, Tiere seien lediglich Automaten (von definierbaren Regeln beherrschte Maschinen), gingen davon aus, dass Tieren jegliche geistigen Erfahrungen fehlten. Auch der menschliche Körper lässt sich als bloße Maschine auffassen, als Gefäß und Hilfsmittel für unseren erhabenen Geist. In vielen Kulturen glaubt man, der Geist beherrsche und zähme den Körper. Mithilfe eines weitreichenden Einsatzes von Sanktionen und Tabus bändigt der Geist die Bestie in uns. Also hören Sie jetzt endlich auf zu furzen! (Erscheint Ihnen ein solches Beispiel für eine ernsthafte Diskussion über das Wesen des Menschen als beleidigend oder unangebracht? Genau das ist der Punkt – wir neigen oft dazu, uns für etwas Besseres zu halten.)
Ein Großteil der westlichen Forschung und Gesellschaft ist noch immer von dieser Dichotomie von Geist und Körper geprägt. Doch laut moderner Wissenschaft sind Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden. Läsionen in unserem Gehirn, etwa durch einen Tumor oder Schlaganfall, haben voraussagbare Folgen für die geistigen Fähigkeiten. So kann uns eine Verletzung der Temporallappen hinter unserem Ohr die Fähigkeit rauben, Sprache zu begreifen. Eine Unterdisziplin der modernen Psychologie, das sogenannte Embodiment,11 erforscht subtilere Zusammenhänge und hat nachgewiesen, dass sich die geistigen Erfahrungen und Beurteilungen von Menschen bereits dann ändern, wenn ihre Körper nur leicht manipuliert werden. Zum Beispiel findet man ein und dieselbe Situation lustiger oder weniger lustig, je nachdem, ob man einen Stift im Mund hat oder nicht. Probieren Sie es einmal bei Ihrer Lieblingscomedy im Fernsehen aus. Der Stift verhindert ungezwungenes Lächeln oder Lachen und mindert dadurch die subjektive Erfahrung. Menschen schätzen in der Regel einen Berg als steiler ein, wenn sie einen schweren Rucksack tragen, als ohne eine solche Last.12 Es gibt viele Möglichkeiten, den Einfluss des Körpers auf den Geist zu demonstrieren. Und alles weist darauf hin, dass, wenn unser Gehirn stirbt, es auch mit unserem Geist zu Ende ist.
Aber was ist mit dem Gehirn unserer Vettern, der Primaten? Zu der Zeit, als Die Entstehung der Arten erschien, behauptete der Gründer des British Museum of Natural History, Richard Owen, das menschliche Gehirn verfüge über Strukturen, die einzigartig seien, wie den Hippocampus minor. Doch Thomas Henry Huxley, bekannt geworden als Darwins Bulldogge, ging aus der sich anschließenden wissenschaftlichen Debatte als Sieger hervor. Er wies nach, dass sich die Gehirne von Säugetieren bei genauer Untersuchung zwar ihrer Größe nach vom menschlichen Gehirn unterscheiden, diesem aber sonst in allen wichtigen Strukturen gleichen. Dieser Befund ist bis heute von Bedeutung, auch wenn er neuerdings infrage gestellt wurde. Jedenfalls hatten sich die Darwinisten mit ihrer These von der Kontinuität vom menschlichen zum tierischen Gehirn bis auf Weiteres durchgesetzt.
Die Extremposition, wonach Tiere gar keinen Geist haben, ließ sich kaum noch halten angesichts der Belege für die evolutionäre Kontinuität und der Erkenntnisse über den Zusammenhang von Geist und Körper. Bei körperlichen Verletzungen zeigen Tiere ähnliche neurochemische Reaktionen und Verhaltensmuster wie wir. Offensichtlich wollen sie Schmerz vermeiden. Und wie uns scheint ihnen eine Verletzung nichts auszumachen, wenn sie betäubt sind.
Wir können somit davon ausgehen, dass viele Tiere über die Grundvoraussetzungen für bewusste Erfahrung verfügen. Doch wir Menschen reservieren den Begriff »Bewusstsein« oft für die höheren Denkfunktionen. Schließlich war Descartes von seiner eigenen Existenz nur aufgrund seiner Denkfähigkeit überzeugt: »Ich denke, also bin ich.« Aber beachten Sie hierzu die scharfsinnige Replik des tschechischen Romanciers Milan Kundera: »›Ich denke, also bin ich‹ ist ein Satz eines Intellektuellen, der Zahnschmerzen unterschätzt.«13 Bei Zahnschmerzen sind Sie sich Ihrer Existenz auch ohne groß nachzudenken bewusst und sich Ihrer mentalen Wahrnehmungen sicher. Wenn Sie also das nächste Mal an Ihrer Existenz zweifeln, gehen Sie einfach zum Zahnarzt (und lehnen Sie eine Betäubungsspritze ab). Ende des 19. Jahrhunderts behauptete der Psychologe William James, das Bewusstsein gebe Tieren »Interesse«.14 Weil Tiere fühlen könnten, sei für sie das Überleben eher ein Imperativ als etwas vom Zufall Abhängiges. Sie würden aktiv die Erfahrung des Angenehmen und die Linderung von Schmerz suchen.15 Ratten mit entzündeten Gelenken beispielsweise trinken, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, lieber Schmerzmittel als das, was sie sonst mögen.
Selbst wenn wir Tieren eine gewisse mentale Erfahrung zugestehen, unterscheidet sich der menschliche Geist offenbar deutlich von dem der Tiere. In Die Abstammung des Menschen behandelte Darwin das Problem des augenscheinlichen geistigen Unterschieds, indem er psychologische Merkmale wie Emotion, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Abstraktion bei Tieren und Menschen miteinander verglich. Anhand von Einzelbeispielen versuchte er zu belegen, dass sich bei Tieren komplexere geistige Vorgänge abwickelten als oftmals angenommen, und kam zu dem Schluss, dass sie sich vom menschlichen Geist lediglich graduell, aber nicht ihrer grundsätzlichen Funktionsweise nach unterschieden. Zwischen Menschenaffe und Fisch sei der geistige Unterschied größer als zwischen Menschenaffe und Mensch, so Darwins These. Diese Folgerung blieb umstritten, auch wenn Darwin in Die Entstehung der Arten vorhersagte, das Studium des Geistes werde durch den Nachweis der Kontinuität revolutioniert werden: »In ferner Zukunft sehe ich Felder für noch weit wichtigere Forschungen sich öffnen. Die Psychologie wird sich auf eine neue Grundlage stützen, indem sie davon ausgeht, dass jedes geistige Vermögen und jede geistige Fähigkeit notwendigerweise stufenweise erworben wurden. Helles Licht wird auf den Ursprung und die Geschichte des Menschen fallen.«16
Darwin hatte wohl in eine sehr ferne Zukunft geblickt, denn mehr als 150 Jahre später ruht die Psychologie noch immer nicht auf dieser Grundlage. Theorien und wissenschaftliche Traditionen vom Behaviorismus bis zur kognitiven Psychologie, von der freudschen Psychoanalyse bis zur Ethologie haben sich mit den diversen, ineinander verstrickten Geheimnissen unseres Verhaltens, der Evolution und unseres Geistes befasst, ohne zu einem Konsens zu finden, welche Geisteskräfte Menschen mit anderen Tieren teilen. Derartige Fragen standen auch nicht im Zentrum der psychologischen Forschung. Nicht einmal die evolutionäre Psychologie, die das Wesen des menschlichen Geistes als Produkt einer langen Entwicklungsgeschichte betrachtet – »Unsere modernen Schädel beherbergen ein Steinzeitgehirn«, wie zwei ihrer Begründer, Leda Cosmides und ihr Mann John Tooby, behaupten –, widmet sich ernsthaft der Aufgabe, den offensichtlichen Unterschied zu untersuchen.17 Lehrbücher zur evolutionären Psychologie erwähnen die Großen Menschenaffen, unsere engsten Verwandten aus dem Tierreich oder gar die Vorläufer unserer Spezies, nur am Rande.18
Dennoch haben im Lauf des vergangenen Jahrhunderts manche Forscher unmittelbar zum Verständnis des Unterschieds beigetragen, angefangen bei Pionieren wie Wolfgang Köhler, der die Intelligenz von Schimpansen untersuchte.19 In den letzten Jahren ist die Zahl der Studien zur vergleichenden Tierpsychologie deutlich in die Höhe geschnellt, und allmählich zeichnet sich ein klareres Bild von den Fähigkeiten und Grenzen einzelner nichtmenschlicher Gehirne ab. Da wir inzwischen ein komplexeres Verständnis des menschlichen Geistes und seiner Entwicklung gewonnen haben, sind wir, so finde ich, nun auch endlich viel besser in der Lage, uns mit den Unterschieden zwischen uns und anderen Tierarten zu befassen.
Zwar waren Hinweise auf Kontinuität zwischen den geistigen Fähigkeiten von Mensch und Tier wichtig für Darwins Theorie über die menschliche Evolution. Heute wissen wir jedoch, dass, ganz gleich, ob sich hier eine Kluft auftut und wie diese aussehen mag, fossile und genetische Nachweise die Evolutionstheorie schlüssig untermauern. Selbst ganz erhebliche Unterschiede stellen nicht unbedingt einen Widerspruch zur Evolution durch Vererbung mit Variationen dar. Die Evolutionsbiologie bietet Erklärungsmöglichkeiten für tief greifende Veränderungen, wie beispielsweise Stephen Jay Gould und Niles Eldredge verdeutlichen, nach deren Ansicht auf raschen Wandel Perioden relativer Stabilität folgen.20 Am wichtigsten aber ist natürlich, dass sich die Fragen nach der Kontinuität oder Diskontinuität auf die evolutionäre Vergangenheit beziehen und nicht auf den jetzigen Stand der Dinge. Heutige Unterschiede resultieren daraus, welche Formen bis in die Gegenwart überleben konnten. Es muss nicht zwingend angenommen werden, dass Zwischenglieder überlebt haben (oder durch Fossilien dokumentiert sind). Tatsächlich sind von allen Arten, die auf der Erde jemals existiert haben, die meisten ausgestorben.

Thomas Suddendorf

Über Thomas Suddendorf

Biografie

Thomas Suddendorf, geboren 1967 im münsterländischen Vreden, promovierte an der Universität von Auckland (Neuseeland). Er lehrt in Australien als Professor für Psychologie an der renommierten University of Queensland in Brisbane, wo Suddendorf mit seiner Familie lebt. Die Evolution des...

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»Der renommierte Entwicklungspsychologe und Primatenforscher Thomas Suddendorf vermittelt mit ungeheurem Wissen, aber auch mit viel Humor und persönlichen Geschichten erstaunliche Einsichten über das Menschsein. […].Thomas Suddendorf legt damit ein Standardwerk vor, das unser Bild von unserem Platz in der Natur verändert.«

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