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Der SchweizversteherDer Schweizversteher

Der Schweizversteher

Ein Engländer unter Eidgenossen

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Der Schweizversteher — Inhalt

Der Engländer Diccon Bewes hat die Schweiz zu seiner Wahlheimat gemacht. Aber wie heimisch werden unter Menschen, die nicht gern übers Wetter reden und beim Anstellen keine ordentliche Schlange bilden? Am besten mit einer Reise. Zu den Wahlen unter freiem Himmel in Appenzell, zum Heidihaus nach Maienfeld, an die Wiege des roten Taschenmessers in Schwyz und zu einer Wiese namens Rütli, Geburtsort der Schweiz. Bewes‘ Reisebericht ist eine hintergründige und humorvolle Liebeserklärung an die Eidgenossen.

€ 11,00 [D], € 11,40 [A]
Erschienen am 10.12.2013
Übersetzt von: Gerlinde Schermer-Rauwolf, Sonja Schuhmacher
336 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-30402-3
€ 10,99 [D], € 10,99 [A]
Erschienen am 12.03.2012
Übersetzt von: Gerlinde Schermer-Rauwolf, Sonja Schuhmacher
288 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-95614-7

Leseprobe zu »Der Schweizversteher«

Für Gregor

 

Ein Land, viele Namen

 

In einem viersprachigen Land herrscht hinsichtlich der Ortsnamen zwangsläufig ein gewisses Durcheinander. Zum Beispiel heißt die Stadt Genf in den drei weiteren Landessprachen Genève, Ginevra, Genevra und auf Englisch Geneva. Glücklicherweise ist Genf ein multilingualer Extremfall, andere eidgenössische Orte begnügen sich mit zwei bis drei Varianten statt mit fünf. Anders als zahllose italienische Touristenmagneten widerstanden Schweizer Städte der Versuchung, ihren Namen zu anglisieren. Die Schweizer [...]

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Für Gregor

 

Ein Land, viele Namen

 

In einem viersprachigen Land herrscht hinsichtlich der Ortsnamen zwangsläufig ein gewisses Durcheinander. Zum Beispiel heißt die Stadt Genf in den drei weiteren Landessprachen Genève, Ginevra, Genevra und auf Englisch Geneva. Glücklicherweise ist Genf ein multilingualer Extremfall, andere eidgenössische Orte begnügen sich mit zwei bis drei Varianten statt mit fünf. Anders als zahllose italienische Touristenmagneten widerstanden Schweizer Städte der Versuchung, ihren Namen zu anglisieren. Die Schweizer Tourismusbehörde nennt zumindest die Städte und Kantone in denen mehrheitlich Deutsch gesprochen wird, mit deutschen Namen. Sie verzichtet auf die hoffnungslos antiquierten Namen Argovia, Thurgovia, Grisons und Saint Gall – es heißt jetzt immer Aargau, Thurgau, Graubünden und St. Gallen.
Die Übersetzerinnen benutzen in der Regel die deutschen Namen. Für offizielle Bezeichnungen wie den Bundesrat wird ebenfalls der deutsche Begriff verwendet, obwohl natürlich auch französische, italienische und rätoromanische Bezeichnungen existieren.

 

Wie alles anfing

 

Jedes Buch fängt irgendwo an, aber dieses Buch hatte mehr als einen Anfang, und jeder Anfang musste sein Ende finden.
Am ersten Anfang stand ein Job bei dem Reisemagazin Holiday Which? Dort versuchten sie ihr Glück mit mir und unterstützten mich bei meinem Anliegen, Reiseschriftsteller zu werden. Alles, was dieses Buch ausmacht, habe ich dort gelernt; ohne diese Erfahrung wären die folgenden Seiten leer.
Der zweite Anfang war meine Begegnung mit Gregor, die zur Folge hatte, dass ich Stammgast auf den easyJet-Flügen zwischen London und Genf wurde. Eine Fernbeziehung hat mein Konto nicht gerade ins Plus gebracht und auch nur wenig dazu beigetragen, meine Abneigung gegen Flughäfen abzubauen, aber sie hat mir die Chance gegeben, mich in ein anderes Land zu verlieben.
Der dritte Anfang war eine nicht enden wollende Krankheit und der Rat meines Arztes, meine Stelle an den Nagel zu hängen, aus London wegzuziehen, mich an der frischen Luft aufzuhalten und gesund zu werden. Goodbye Britain, hello Switzerland! Für mich kam weder ein Sanatorium am See noch eine exklusive Klinik infrage, stattdessen ließ ich mich in Bern nieder und habe es nie bereut.
Meine Ankunft in der Schweiz war der vierte Anfang. Ausgerüstet mit einer Menge Freizeit und einem Generalabonnement für die Schweizer Eisenbahn, vergleichbar mit der deutschen BahnCard 100, erforschte ich Landesteile, von denen ich noch nie gehört hatte. Und mir wurde klar, dass es mit diesem Land mehr auf sich hatte, als ich ahnte. Sehr viel mehr.
Seinen fünften Anfang nahm das Buch dann in einem Schreibworkshop in Genf. Ich schrieb einen Satz nieder, der mir schon eine Weile durch den Kopf gegangen war, und daraus wurde ein Absatz. Monate später war ein Kapitel daraus geworden, mit dem ich einen Agenten fand, der mir einen Verlag besorgte, der mich für ein ganzes Buch unter Vertrag nahm.

 

Sein letzter (der deutschsprachige) Anfang war das Ergebnis des Bucherfolgs in der Schweiz. Die Originalausgabe schlug auf Anhieb ein und wurde zum bestverkauften englischen Buch des Jahres. Und es wurde nicht nur von englischsprachigen Ausländern erworben – die Schweizer selbst haben es begierig verschlungen. Binnen weniger Wochen erhielt ich E-Mails von glücklichen Lesern aus der ganzen Schweiz und dem befreundeten Ausland. Anscheinend sind die Schweizer, wie jede andere Nation, neugierig darauf, wie andere sie wahrnehmen, vor allem wenn dieser »andere« in ihrer Mitte lebt. Wie es ein Leser formulierte: »Ich schätze immer den Blick von außen auf Dinge, die so vertraut und alltäglich sind, dass wir gar nicht darüber nachdenken.« Anderen gefielen die Beschreibungen in dem Buch – »Ich habe mich und mein Land in dem Buch wiedererkannt« lautete ein typischer Kommentar – und die Beobachtungen: »Sie zeigen Zuneigung zu dem Land, ohne ein unrealistisches Paradies auf Erden daraus zu machen, und sind kritisch, ohne beleidigend zu werden.«
Dass so viele Menschen sich die Zeit nahmen, mir E-Mails zu schreiben, erfreute und erstaunte mich. Aber das war nichts im Vergleich zu den nichtvirtuellen physischen Rückmeldungen. Positive Reaktionen begegneten mir auf Schritt und Tritt: in der Berner Trambahn Linie 9, in einem Zürcher Supermarkt, zu Fuß unterwegs in Genf, an meinem Arbeitsplatz. Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich von dieser unerwarteten Offenheit seitens mir unbekannter Schweizer halten sollte – nach sechs Jahren in der Schweiz eine ganz neue Erfahrung. Und selbstredend fragte ich mich, wie es dazu kam. Hatte das Buch sie so tief berührt, dass mir die Schweizer das bei einem Restaurantbesuch mitteilen mussten? Meinten sie, mir als Fremdem würde es nichts ausmachen, wenn ich beim Tomatenkaufen angesprochen werde? Vielleicht glaubten sie ja, mich nach der Lektüre meines Buchs ein wenig zu kennen? Oder sie hatten mich im Schweizer Rundfunk gehört oder einen der vielen Zeitungsartikel gelesen und hielten mich daher für einen zugänglichen Menschen? Was auch der Grund gewesen sein mag, die Resonanz war ein schönes Erlebnis. In einer Zeit, in der die Politik in der Schweiz immer fremdenfeindlicher wird, ist es erfrischend, dass so viele Schweizer sich mit diesem einen Ausländer persönlich austauschen wollen.
Natürlich gab es auch Schattenseiten. Ein Mann hatte Einwände gegen meine Ausführungen über den Zweiten Weltkrieg; eine Frau weigerte sich, das Buch zu kaufen, weil es meinem Lebenspartner gewidmet ist; eine andere meinte, ich hätte es besser beim Blog bewenden lassen sollen (obwohl der Blog auf www.dicconbewes.com nach dem Buch kam). Aber auf jede negative Reaktion kamen 99 positive, nicht zuletzt indem das Buch dazu beitrug, dass in der Schweiz mehr öffentlich gelacht wurde – »meine plötzlichen Lachanfälle brachten mir seltsame Blicke der Leute in meiner Umgebung ein (es müssen wohl ebenfalls Schweizer gewesen sein)«. Und der vielleicht faszinierendste Aspekt war, dass die Leute meine Einschätzungen teilten, sich selbst aber als Ausnahme betrachteten. Das passierte fast immer, wenn ich irgendwo gesprochen oder gelesen habe. »Ja«, hieß es, »genauso sind die Schweizer, aber hier in Lausanne / Basel / Luzern sind wir viel offener / freundlicher / höflicher«. Das hat mir sehr gefallen.
Und nach diesem jüngsten Anfang in einer anderen Sprache, einer Sprache, die der Mehrheit der Schweizer geläufig ist, warte ich gespannt auf weitere Rückmeldungen.
Aber jetzt kommt endlich der richtige Anfang.

 

Denk ich an die Schweiz …

 

Schließen Sie die Augen und sagen Sie mir das Erste, was Ihnen zur Schweiz einfällt. Nicht unwahrscheinlich, dass es Käse ist. Oder Schokolade. Oder Berge. Oder Banken, Kuckucksuhren, Skifahren, Armbanduhren, das Rote Kreuz, Schnee oder Toblerone. Das waren die zehn meistgenannten Begriffe, als ich hundert Nichtschweizer um ihre Assoziationen bat, und jeder Einzelne von ihnen hatte eine Antwort parat. Kein »Weiß nicht« oder »Ich passe«. Es wurde klar, dass jeder etwas vor Augen hat, wenn er an die Schweiz denkt. Dieses kleine gebirgige Land in der Mitte Europas hat einen festen Platz in der Vorstellungswelt von Millionen Menschen.
Nicht, dass die Schweizer an sich so bekannt wären. Machen wir den Test noch einmal, aber fragen wir diesmal nach einem berühmten Schweizer oder einer gefeierten Schweizerin. Schon viel schwerer, nicht wahr? Von meinen hundert Interviewpartnern konnte ein Viertel keinen einzigen Schweizer Star nennen, anscheinend waren sie keine Tennisfans. Wie seltsam, dass die Alpenrepublik in aller Welt mit ihren Erzeugnissen glänzt, aber nur wenige allgemein bekannte Namen zu bieten hat. Sind die Schweizer so mit der Herstellung und Erfindung von Produkten beschäftigt, dass sie keine Zeit für ihren eigenen Ruhm haben? Oder scheuen sie nur das Rampenlicht? Anscheinend haben wir alle unsere Vorurteile über die Schweiz, aber über die Menschen, die dort leben, wissen wir wenig.
Andererseits, was wissen wir eigentlich über die echte Schweiz, die rätselhafte Helvetia hinter den Klischeevorstellungen? Die Wahrheit könnte Sie überraschen. Hinter dem höflichen und reinlichen Ruf verbirgt sich ein Land, in dem Graffiti und Zigarettenstummel allgegenwärtig sind, in dem Schlangestehen ein Fremdwort und Recycling am Sonntag verboten ist. Eidgenossen gelten manchen als konservativ (und sogar langweilig), doch bei Drogenmissbrauch und Sterbehilfe legen sie eine erstaunlich liberale Haltung an den Tag, und sie sind verblüffend kreativ, wenn es um Innovation und Technik geht. Im Grunde sind die Schweizer eine Nation der Widersprüche, zusammengehalten durch die Fähigkeit und den Wunsch, sie zu überwinden. Wie hätten sie sonst je ihre Berge bezwingen, ihre Feinde zurückschlagen und sich sieben Jahrhunderte lang behaupten können?
In diesem Buch finden Sie weder Restauranttipps für Zürich noch die Sehenswürdigkeiten von Basel oder Hinweise für Bahnreisende. Dafür gewährt es einen Blick hinter die Kulissen und entführt Sie jenseits aller Klischees auf eine Reise ins Herz der Schweiz und in die Gedankenwelt ihrer manchmal exzentrischen Bewohner. Ich werde Ihnen zeigen, wie die atemberaubende Landschaft nicht nur eine lohnende Reiseroute, sondern eine Nation geformt hat, und warum Tradition genauso wichtig ist wie Technologie. Wir werden sehen, dass die Schweizer mehr Macht haben als ihre Politiker, aber sich nicht in ein und derselben Sprache verständigen können. Sie werden ein paar berühmte Schweizer kennenlernen (auch wenn zwei davon literarische Gestalten sind) und herausfinden, was in den übrigen eigentlich vorgeht.
Aber fangen wir mit dem Basiswissen an: Wo liegen die Wurzeln der Schweiz, wie wir sie heute kennen? Die ersten fünf Kapitel zeigen das Land als Ergebnis von Geografie, Geschichte, Religion, Politik und Reichtum. Anschließend beschäftigen wir uns mit der Frage, was wir der Schweiz verdanken. Eine Reise kreuz und quer durchs Land entschleiert die echte Schweiz hinter dem Roten Kreuz, den Uhren, dem Käse, der Schokolade, dem Zugverkehr und einer Ikone namens Heidi.
Am Ende werden Sie jenseits aller Klischees tiefe Einblicke in die Schweizer Identität gewonnen haben, und vielleicht wissen Sie dann sogar mehr über die Schweizer und ihr Land als die Eidgenossen selbst.

 

Die Binneninsel
Wie aus ein paar Bergen ein Land wurde

 

Jedes Land, das sein Geld wert ist, braucht einen formellen Namen, und weil Geld in der Schweiz eine bedeutende Rolle spielt, trägt es deren gleich vier. Auf Deutsch, in der Sprache der Mehrheit (63,7 Prozent der Schweizer sind deutschsprachig) heißt das Land Schweizerische Eidgenossenschaft, in den drei weiteren Landessprachen Französisch, Italienisch und Rätoromanisch Confédération suisse, Confederazione Svizzera und Confederaziun svizra. Der Name Eidgenossenschaft erinnert an die Männer, die einst auf einem Feld standen und den Eid ewiger Gemeinschaft und ewiger Freundschaft schworen. Bei der Konföderation schwingt nicht ganz so viel mit. Der Eidgenosse gilt den Deutschsprachigen zudem als Bezeichnung für den echten Schweizer, der aus dem ursprünglichen Kernland stammt.
Diese formellen Namen sind etwas langatmige Zungenbrecher, jedenfalls für Ausländer. Also überrascht es kaum, dass sich im Alltag schlichtere Formen durchgesetzt haben: Schweiz, Suisse, Svizzera und Svizra – sozusagen die Vornamen des Landes. Bei acht verschiedenen Bezeichnungen, von denen vier etwas zu lang für Fußballspiele oder den Eurovision Song Contest sind, erstaunt es kaum, dass die Schweizer sich irgendwann für eine offizielle Bezeichnung entschieden haben – nicht nur um die Sache zu vereinfachen, sondern auch um einen Namen zu haben, der für sämtliche Nationalsprachen akzeptabel ist, sodass sich niemand über Benachteiligung beklagen konnte. Eine Lösung zu finden, mit der alle leben können, ist typisch für die Schweiz und vielleicht der ausschlaggebende Grund dafür, dass ihre Bewohner es geschafft haben, im Lauf ihrer Geschichte die historischen Spaltungen zu überwinden. Es geht stets um den Konsens, aber die Herausforderung liegt darin, einen zu erreichen. Die Lösung? Man nehme eine längst verstorbene Sprache.
Unterwegs auf europäischen Straßen wird man bald ein Auto mit dem CH auf der Heckklappe entdecken. Wer sich schon einmal im Stillen auf Wer wird Millionär vorbereitet hat, weiß, dass es sich um das Schweizer Landeskennzeichen handelt. Aber was, wenn Sie gefragt werden, wofür die beiden Buchstaben in Wirklichkeit stehen? Vor Ihrem geistigen Auge gleitet die Landkarte Europas vorüber, und Sie suchen nach einer logischen Antwort. Hoffnungsvoll erkennen Sie, dass die Landeskennzeichen Abkürzungen sind; so steht D für Deutschland, FIN für Finnland und GR für Griechenland. Aber CH passt nicht recht ins Muster, es ist eine Klasse für sich.
Nein, man hat nicht einfach das S des SCH für Schweiz weggelassen, obwohl das erstaunlich viele Deutsche denken, es handelt sich vielmehr um die Abkürzung für Confoederatio Helvetica, den neunten und offiziellen Namen der Schweiz. Vermutlich schmücken sich nicht viele moderne Länder mit einer lateinischen Bezeichnung, aber die Schweiz macht ja gern mal eine Ausnahme. Der Name leitet sich von Helvetii, also den Helvetiern ab, einem der hier einst ansässigen keltischen Stämme; die wörtliche Übersetzung wäre Helvetische Konföderation. Aber für ein Land, das sich etwas auf seine Akkuratesse einbildet – und zwar nicht nur bei Zugfahrplänen –, entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass sein offizieller Name nicht ganz korrekt ist.
Bis zu einem bemerkenswert zivilisiert geführten Bürgerkrieg im Jahr 1847 war die Schweiz tatsächlich eine Konföderation, das heißt ein loses Bündnis selbstständiger Staaten, die mal mehr, mal weniger zusammenarbeiteten. Man konnte sie, im modernen Wortsinn, kaum als Land bezeichnen, aber sie war eindeutig mehr als die Summe ihrer Teile. Der neue, 1848 geschaffene Staat war eine Föderation, also ein Bundesstaat im besten Sinn des Wortes, wurde aber nicht so genannt. Trotz ihrer nagelneuen Bundesregierung beschlossen die Schweizer, den alten Namen zu behalten. Mochte er auch nicht akkurat sein, sie fühlten sich damit einfach besser als mit der neumodischen Struktur, die so zentralisiert und deshalb so ganz unschweizerisch wirkte. Und noch typischer für die Eidgenossen: Der alte Name schlug einen Bogen zu ihrer Vergangenheit, die für jede Schweizerin und jeden Schweizer von grundlegender Bedeutung ist.
Wenn Sie einen Schweizer nach seinem Heimatort fragen, erklärt er nicht unbedingt, wo er geboren wurde, sondern woher seine Vorfahren stammen, wahrscheinlich aus einem kleinen Dorf an einem Berghang. Auch wenn dort schon seit Generationen kein Angehöriger von ihm mehr lebt, steht trotzdem dieses Dorf und nicht der Geburtsort in einem Schweizer Pass. Woher man kommt, ist in der Schweiz ebenso wichtig, wie wohin man geht, und das gilt für das Land ebenso wie für seine Bewohner.
Ein offizieller Name, der den eigentlichen Charakter des Landes nicht wiedergibt, mag paradox erscheinen. Die Schweizer finden das aber ganz normal, weil die Schweiz selbst ein Paradoxon ist. Im Grunde ist sie ein Land, das es gar nicht geben dürfte. Es trotzt sowohl Mutter Natur als auch der menschlichen – mit Grenzen, die weder geografisch noch linguistisch und auch nicht religiös oder politisch bedingt sind.

 

Im Herzen Europas

 

Anders als bei amerikanischen Bundesstaaten sind die Grenzen europäischer Länder meist nicht auf der Karte mit dem Lineal gezogen – ohne sich um Komplikationen wie Flüsse und Berge zu scheren. Doch selbst nach europäischen Maßstäben hat die Schweiz einen merkwürdigen Umriss. Ihre Grenzen schlängeln sich hemmungslos durch die Gegend, folgen Flüssen, überspringen sie dann, um am anderen Ufer eine Beule zu bilden, und laufen im Zickzack über Seen, sodass eine schlichte Bootsfahrt mehrfache Grenzüberschreitungen mit sich bringt. Im Grunde sieht das Land wie ein missratenes Puzzleteilchen aus, das sich nicht so recht mit seinen Nachbarn verzahnen lassen will. Dann wieder wird es zum lang vermissten Element, dem letzten, das noch gefehlt hat, um das Puzzle zu vollenden. Ein Blick auf die moderne Landkarte Europas, und man erkennt das schweizförmige Loch mitten in der Europäischen Union.
Doch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, verwandelt sich die Schweiz von einem Loch im Herzen Europas in eine Insel mitten in einem gewaltigen dunkelblauen Meer. Sie ist auf allen Seiten von der EU umzingelt, Österreich, Frankreich, Deutschland und Italien hissen allesamt die goldbesternte Fahne. (Einzig das kleine Liechtenstein hat den Beitritt bisher ebenfalls vermieden.) Das gebirgige Land begnügt sich mit wenig Fläche (mit 41 285 Quadratkilometern ist es nur etwa doppelt so groß wie Hessen und halb so groß wie Österreich), aber es wäre Europas viertgrößte Insel – und auf jeden Fall die ungewöhnlichste, nicht zuletzt weil sie keine Küste besitzt. Willkommen auf der Binneninsel!
Lange Jahrhunderte ihrer Geschichte war die Schweiz eine Anomalie mitten in Europa, eine Alpenrepublik, eingekreist von Monarchien und Kaiserreichen, Diktatoren und Generälen. Gelegentlich spülten die Gezeiten der Geschichte Treibgut über die Schweizer Grenzen, brachten europäische Konflikte und Ideen in die entlegensten Bergtäler, aber die Schweiz hat es stets geschafft, sich ihren Inselstatus zu bewahren, dessen sie sich noch heute erfreut. Die Schweizer wissen seit Langem, dass ihr Land oft so isoliert dasteht wie das entlegenste Eiland mitten im Ozean, und haben ihren Standort zu ihrem Vorteil genutzt. Historisch wurde dies über die Kontrolle der Handelswege erreicht oder über Versuche, aus der zwischen Großmächten eingeklemmten Lage das Beste zu machen, und das tun die Schweizer heute noch. Was man sehr gut am Beispiel des Duty-free-Handels sieht.
Normalerweise ist der Duty-free-Shop nicht gerade ein Spiegel für das Selbstbild einer Nation. Zwischen Regalen mit Toblerone-Pyramiden, Smirnoff, Chanel und Marlboro entdeckt man zwar gelegentlich »authentische« Souvenirs oder Delikatessen zu Höchstpreisen, aber im Grunde sind solche Läden wie das Hilton oder Starbucks überall auf der Welt gleich. In Schweizer Duty-free-Shops aber sah man – und sieht gelegentlich immer noch – ein Plakat, das ebenso viel über den Schweizer Geschäftssinn aussagt wie über die nationale Mentalität. Es tauchte auf, nachdem Duty-free-Shopping in der EU 1999 abgeschafft wurde, und zeigt die Schweiz als Palmeninsel in einem tiefblauen Meer. Ungeachtet dessen waren Zigaretten, Parfum und Schnaps, ob zollfrei oder nicht, vermutlich immer noch teurer als in einem Supermarkt in Mailand, München oder Manchester. Aber die Botschaft war klar: Hier ist das letzte Refugium für den zollfreien Einkauf in Europa, der letzte Saloon mit einem Schluck Johnnie Walker Red Label vor der Wüste.
Das Plakat zeigt, wie es die Schweiz versteht, aus ihrer Lage im Herzen Europas Kapital zu schlagen. In nicht allzu ferner Vergangenheit gab es auch weniger rühmliche Beispiele dafür. Mal abgesehen von den geschäftlichen Möglichkeiten, zeigt das Plakat auch, wie die Schweizer ihre Heimat sehen. Europaskeptiker mögen die Schweiz als Oase der Vernunft in der Wüste paneuropäischer Einheit betrachten, die Schweizer sehen sie selbst wohl eher als einsame Insel, wenn auch mit Bergen und Gletschern anstelle von Palmen und Eis am Stiel (obwohl man beides auch in der Schweiz findet).
Einsame Inseln, seien sie echt oder der Phantasie entsprungen, brauchen drei wesentliche Merkmale, um als solche zu gelten: Meer, Strand und Einsamkeit. Sie bieten Zuflucht vor dem Rest der Welt, hier kann man sich zurücklehnen und den Tag vorüberziehen lassen, während Wellen leise ans Ufer schlagen oder im Hintergrund ein paar Lieblings-CDs laufen. Oder sie sind die letzte Überlebenshoffnung für Schiffbrüchige, die sich, in zerlumpter Kleidung angespült, fortan nur noch mit Dattelpalmen unterhalten können. So oder so, solche Inseln haben in der Regel nicht das bestgenutzte Eisenbahnnetz der Welt, den höchsten Prozentsatz an Computerbesitzern und die (nicht ganz unbestritten) beste Schokolade. Andererseits besitzt diese einsame Insel einen Sonderstatus, nicht zuletzt weil sie 200 Kilometer von der nächsten Meeresküste entfernt ist.
Auch wenn die Schweiz rein physisch die drei Grunderfordernisse einer einsamen Insel nicht erfüllt, benimmt sie sich doch seit Langem so, als wäre sie eine. Sie ist ein Zufluchtsort für Leute, die es sich leisten können, und Rettungsboot für jene, die in diesem Boot nicht zu viel Unruhe stiften. Die Schweizer Familie Robinson muss nicht einmal Schiffbruch erleiden, um ihre einsame Insel zu finden; sie kann einfach zu Hause bleiben. Denn der Inselstatus ist geistiger, nicht körperlicher Natur, das heißt, ihre Bewohner haben sich bewusst von der Außenwelt isoliert und, bis vor Kurzem, sehr oft auch voneinander.
Die Schweizer sind im Grunde von ihrer Geografie geprägt. Entlegene Gemeinden haben sich in ihren Bergtälern weitgehend abgeschottet entwickelt, was sich noch heute an den zahlreichen Dialekten und unterschiedlichen Bräuchen zeigt. Das Zusammenleben basierte auf Selbstversorgung, man half den Nachbarn, war vor Fremden auf der Hut und suchte nicht aufzufallen. Für manche Schweizer, vor allem aus dem rechten Spektrum, ist dies der verlorene Idealzustand, für andere eine überholte Einstellung, die zu Recht der Vergangenheit angehört. Lustigerweise ist ihnen nicht immer klar, dass diese Einstellung heute von der Schweiz insgesamt übernommen wurde, wenn auch in ziemlich verwässerter Form. Für sich zu bleiben, sei es als Einzelner oder als Gemeinschaft, ist typisch schweizerisch – ja, ob Sie es glauben oder nicht, letztlich läuft es darauf hinaus, dass die Schweizer ein Haufen Kokosnüsse sind.

 

Das Leben ist ein Pfirsich – oder eine Kokosnuss

 

In ihrem Buch Schokolade ist nicht alles benutzt Margaret Oertig-Davidson eine interessante Fruchtmetapher, um die Unterschiede zwischen den Schweizern und der englischsprachigen Welt zu beschreiben. Durchaus passend für Insulaner haben die Schweizer Ähnlichkeit mit Kokosnüssen. Das heißt nicht, dass sie alle klein, braun und haarig wären, obwohl es auf manche zutrifft, sondern dass sie zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre ihres Lebens eine klare Grenze ziehen. Die Schale einer Kokosnuss ist schwer zu knacken, und als ebenso schwer kann es sich erweisen, mit Schweizern zum Du überzugehen oder sie überhaupt näher kennenzulernen. Für Schweizer steht fest, dass die meisten Menschen zur äußeren Schale gehören, wo man per Sie ist und nicht übers Privatleben spricht. Der Innenbereich bleibt den engsten Freunden und Angehörigen vorbehalten, zu denen man ein Leben lang Beziehungen pflegt. Zu dieser Privatsphäre gehört die eigene Wohnung, in die nur selten Fremde eingeladen werden; das Heim eines Schweizers hat also eher Festungscharakter. Mag sein, dass die Schweizer deshalb kühl und distanziert wirken, aber was dem Fremden als unfreundlich erscheint, heißt eigentlich nur, dass sie den persönlichen Freiraum achten und sich Zeit nehmen, jemanden kennenzulernen.
Im Gegensatz zu den vorsichtigen Kokosnüssen gleichen die englischsprachigen Gesellschaften eher Pfirsichen. Im weichen Fruchtfleisch ist jeder Fremde ein potenzieller Freund, man spricht sich ohne Umstände beim Vornamen an, das eigene Heim steht allen offen, und die Atmosphäre ist wesentlich entspannter. Und weil Freunde ein Leben lang kommen und gehen, besteht der viel kleinere Kern im Wesentlichen aus der Kleinfamilie, den Menschen, die einem auch ungewollt erhalten bleiben. Vielleicht passt die Pfirsichmetapher am besten auf Amerikaner, während die Briten eher noch einer Ananas gleichen – anfangs ein bisschen stachlig, aber die Schale ist nicht so hart wie die der Kokosnuss. Dann kommt der große weiche Teil, wo Arbeitskollegen, Nachbarn, Freunde und Bekannte ziemlich zwanglos zusammenkommen, während die Familie den harten Strunk bildet.
Natürlich trifft der Kokosnussvergleich nicht auf jeden Schweizer zu, aber dem Gesamtbild wird er gerecht. Die Schweizer sind höflich und freundlich, neuen Bekannten gegenüber aber eher zurückhaltend, und sie schließen sich gern zusammen. Hat man die Schale erst mal geknackt, sieht die Sache völlig anders aus – in einem Schweizer findet man den Freund fürs Leben, nicht nur für die Weihnachtsfeier.
Zwischen meinem Heimatland Großbritannien und meiner Wahlheimat der Schweiz gibt es einige Parallelen. In beiden Ländern gilt stillschweigend eine strenge Etikette, es gibt viel Bürokratie, Menschen von außen finden nur schwer Freunde und sind kaum je vollends integriert. Außerdem gehen sie zum europäischen Föderalismus auf Distanz, misstrauen den Deutschen und wollen ihre eigene Währung behalten.
Natürlich gibt es auch Unterschiede. In der Schweiz wird es wohl nie eine Staatsreligion geben, weil Katholiken und Protestanten je rund die Hälfte der Bevölkerung stellen. Und die Schweiz ist eine der ältesten Republiken der Welt, Großbritannien hingegen eine Monarchie. Andererseits bestehen beide Länder aus Teilen, die sich stark voneinander unterscheiden, aber durch einen gemeinsamen Willen zusammengehalten werden. Tatsache ist, dass viele Schweizer anglophil sind und die Briten von jeher gern die Schweiz besucht haben; die eidgenössische Tourismusbranche wurde also praktisch für die Briten geschaffen. Und schließlich ergeben Ananas und Kokosnuss eine super Piña colada.
So wie man die Schweizer als Kokosnüsse betrachten kann, gilt das auch für das ganze Land. Im größeren Maßstab sind die Berge die Schale, die die Einwohner schützen und Fremde draußen halten. Für die übrige Welt sind diese Berge das Gesicht der Schweiz, was kaum überrascht, wenn man bedenkt, wie stark sie die Landschaft prägen. Zwar muss die Schweiz die Alpen mit sämtlichen Nachbarstaaten teilen, aber dank ihren 48 Viertausender kann man das Land mit Fug und Recht als Dach Europas bezeichnen. Fast zwei Drittel der Landesfläche nehmen die Alpen ein, weitere zehn Prozent entfallen auf die Jura-Höhenzüge im Nordwesten. Und in diesem Land zahlloser Berge ragt einer heraus: das Matterhorn.

 

Der Berg ruft

 

In der Schweiz gibt es praktisch keine weltbekannten Denkmäler oder Gebäude, weder ein Tadsch Mahal noch einen Eiffelturm oder ein Opernhaus à la Sydney. Stattdessen gibt es Berge, darunter zwei der bekanntesten Europas. Die schroffe Eiger-Nordwand spielt zwar häufig in Filmen und Büchern die Hauptrolle, aber die wahre Schweizer Ikone ist das Matterhorn. Dieses einzigartige dreieckige Wunder mit dem windschiefen Gipfel ist in der ganzen Welt bekannt, nicht immer aber zu Hause. Keine der 16 Kandidatinnen für die Miss-Schweiz-Wahlen 2009 konnte den berühmten Berg auf dem vorgelegten Foto benennen; anscheinend geht es bei der Kür dieser Schönheitsköniginnen wirklich nur ums Aussehen. Für die meisten anderen Schweizer ist das Matterhorn jedoch ein sofort erkennbares Symbol ihres Landes, obwohl sie es mit den Italienern teilen müssen. Der Berg liegt nämlich nicht etwa mitten in der Schweiz, sondern mitten in der Walachei, genauer gesagt an der schweizerisch-italienischen Grenze. Das heißt, die Reise dorthin ist keine Kaffeefahrt: Von Bern aus zum Beispiel muss der Bahnreisende zwei Mal umsteigen, jedes Mal in einen kleineren, langsameren Zug, um durch immer tiefere Täler und Schluchten nach Zermatt und noch weiter hinauf zu gelangen. Aber es ist die Mühe wert. Aus einem ganz einfachen Grund – die Aussicht.

Diccon Bewes

Über Diccon Bewes

Biografie

Diccon Bewes, Jahrgang 1967, wuchs an der Südküste Englands auf. Nach seinem Studium arbeitete er als Marketingmanager für »Lonely Planet« und schrieb für das Reisemagazin »Holiday Which?«, bevor er 2005 in die Schweiz zog. Bis 2011 leitete er den English Bookshop in der Berner Buchhandlung...

Pressestimmen

literaturtipps.de

»Bewes (...) schildert die Schweiz präzise, kenntnisreich und voller Witz und macht Lust darauf, mehr über das Land zu erfahren.«

Neue Zürcher Zeitung

»Diccon Bewes führt kurzweilig und kenntnisreich in Geschichte und Eigenheiten der Schweiz ein. (…) Dass man sich beim Lesen so gut unterhält, liegt daran, dass Bewes einen auf eine Reise durch die Geschichte des Landes mitnimmt. Diese schildert er anschaulich und witzig, ohne aber die Präzision zu verlieren.«

DRS1

»Noch selten hat man sich beim Lesen eines Buches über die Schweiz so gut unterhalten. Diccon Bewes gelingt es, die Geschichte der Schweiz anschaulich, präzis und witzig zu schildern.«

Berner Zeitung

»Ein wahres Feuerwerk, in dem sich Überraschungen und Platitüden, echte Trouvaillen und Déjà-vus munter abwechseln. «

Inhaltsangabe

Inhalt

Ein Land, viele Namen

Wie alles anfing

Denk ich an die Schweiz …

Die Binneninsel

Wie aus ein paar Bergen ein Land wurde

Survival-Tipp Nummer 1

Grüezi miteinand – Begrüßung und Kennenlernen

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Wie 700 Jahre eine Nation formten

Survival-Tipp Nummer 2

Die Rotschuhbrigade

Hahn oder Kreuz

Die religiöse Spaltung der Schweiz

Survival-Tipp Nummer 3

SOS – Die Schweiz am Sonntag

Die Publikumsfrage

Wie das Volk die Politiker kontrolliert

Survival-Tipp Nummer 4

Mit einem Kreuzchen allein ist es nicht getan

Lieber reich und gesund …

Vom Geld und was es in der Schweiz wert ist

Survival-Tipp Nummer 5

Bis 3 zählen kann doch jeder?

Krieg und Frieden

Über die Koexistenz von Neutralität und Militarismus

Survival-Tipp Nummer 6

Vorsicht vor dem AküFi!

»Made in Switzerland«

Von Schweizer Produkten, die die Welt eroberten

Survival-Tipp Nummer 7

Schweizer Jahreslauf

Die ganze löchrige Wahrheit

Wie Käse wirklich gemacht wird

Survival-Tipp Nummer 8

Der perfekte Gast

Wo die Schokolade herkommt

In der Schweiz gibt es nicht nur Fondue

Survival-Tipp Nummer 9

Tischmanieren

Kein Berg zu hoch

Eisenbahn und Tourismus – eine glückliche Verbindung

Survival-Tipp Nummer 10

Verkehrsetikette

Heidiii …!

Von einem kleinen Mädchen, das zur Ikone der Nation wurde

Survival-Tipp Nummer 11

Swinglish reden und verstehen

Fazit

Sind Sie ein Schweizversteher?

Der Schweizer-Test

Leseempfehlungen

Dank

Kommentare zum Buch

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