Der lange Schatten der Täter

Der lange Schatten der Täter

Nachkommen stellen sich ihrer NS-Familiengeschichte

€ 11,00 inkl. MwSt.

Das Schweigen der Täter, unbearbeitete NS-Verbrechen und Traumatisierungen durch den Zweiten Weltkrieg wirken bis heute nach. Still prägen sie als »vererbtes« Leid das Leben vieler, wirken sich auf Biografien und Beziehungen aus, beeinflussen die Politik. Alexandra Senfft verdeutlicht, wie das Schweigen zur Last wird. Ihr Buch stellt unbequeme Fragen: Weshalb wurden Täter in Opfer verkehrt, welche Rollen spielen Schuld und Scham, gibt es so etwas wie Gerechtigkeit? Sensibel und klug zeigt dieses Buch Wege, sich mit dem Erbe auseinanderzusetzen – und macht das Erinnern zum gegenwärtigen Auftrag für die Zukunft.

 

  • € 11,00 [D], € 11,40 [A]
  • Erschienen am 12.01.2018
  • 352 Seiten, Broschur
  • ISBN: 978-3-492-31213-4
 
 

Leseprobe zu »Der lange Schatten der Täter«

Vorwort

 

»Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann bis heute nicht gebrochen«, schrieb Theodor W. Adorno 1959.

Wie also begegnet man dem Bann dieser Vergangenheit, wenn er in Form rechtspopulistischer Wahlerfolge oder als tätliche Übergriffe auf Geflüchtete eine neue destruktive Dynamik entfaltet? Warum nehmen wir Veränderungen und Fremde so oft als Gefahr und nicht als Bereicherung wahr? Die Pflicht, Antworten auf diese sehr aktuellen Fragen zu finden, liegt nicht allein bei [...]

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Alexandra Senfft

Alexandra Senfft

Alexandra Senfft ist Islamwissenschaftlerin und Publizistin. Ihre Themenschwerpunkte sind die transgenerationellen Folgen des Nationalsozialismus und der Dialog mit den Opfern und ihren Nachkommen, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit, der Nahostkonflikt sowie das Spannungsverhältnis Deutsche – mehr ...

Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Donnerstag, 03. Mai 2018 in Solingen-Gräfrath
Alexandra Senfft spricht über »Der lange Schatten der Täter« in Solingen
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Kunstmuseum Solingen, Wuppertaler Str. 160 , 42653 Solingen-Gräfrath

Rezensionen und Pressestimmen

NZZ am Sonntag/ Literaturbeilage (CH)


»Alexandra Senfft analysiert die seelischen Mechanismen, die zu dem massiven Verdrängen von Scham und Schuld geführt haben, sie bringt Nachfahren aus Täter- wie aus Opferfamilien miteinander ins Gespräch, und sie fragt nach den Auswirkungen, die das Verhalten der Elterngeneration weit über den engen Kreis der Familie hinaus auf das politische Klima im Deutschland bis in unsere Tage hat.«   

Schwäbische Zeitung


»Alexandra Senfft bietet mit ›Der lange Schatten der Täter: Nachkommen stellen sich ihrer NS-Familiengeschichte‹ eine ungemein erhellende Erforschung der Schuld-Verstrickungen über Generationen hinweg. Mit ihrem persönlichen und individuell gefärbten Zugang ergänzt sie die akademische Sicht.«   

lernen-aus-der-geschichte.de


»Das Buch ist ein Plädoyer dafür, dem Schweigen zukünftig keinen Raum zu geben, sondern mit den eigenen Kindern und Enkelkindern zu sprechn und Fragen zu beantworten.«   

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