Der Dieb in der Nacht

Der Dieb in der Nacht

Roman

€ 20,00 inkl. MwSt.

»Katharina Hartwell kann zaubern« Clemens J. Setz

Zehn Jahre nachdem Felix verschwunden ist, sitzt Paul in einer Prager Kellerbar plötzlich seinem besten Freund gegenüber. Zumindest ist Paul im einen Moment sicher, ihn vor sich zu haben, im nächsten sieht der Mann Felix nicht einmal mehr ähnlich. Paul gerät in den Bann jenes Mannes, der sich Ira Blixen nennt, sich bewegt wie Felix, ihn anschaut wie Felix und ein Muttermal an der gleichen Stelle am Handgelenk hat. Kann es Zufall sein, dass Blixen vor Jahren bewusstlos aus dem Fluss gezogen wurde und keine Erinnerung an seine ersten 20 Lebensjahre besitzt? Blixen folgt Paul nach Deutschland, und es entwickelt sich ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht, um Angst, Definitionen von Wirklichkeit und die Frage, wie sich über die Leerstelle sprechen lässt, die das Verschwinden eines Menschen in die Leben seiner Nächsten sprengt.

  • € 20,00 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 31.08.2015
  • 320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8270-1279-1
 
 

Leseprobe zu »Der Dieb in der Nacht«

My friend once told me something so right
He said to be careful of thieves in the night
(Hot Chip: Thieves In The Night)

»Die einzig wirklich wirklichen Dinge«, sagte er nachdenklich, »das sind die, die sich selbst schaffen und anderen Dingen überhaupt nicht ähnlich sehen müssen. In meinem Haus in Paris habe ich einige wirklich wirkliche Dinge, denen ich geholfen habe, sich selbst zu schaffen – Blumen und Vögel und Regenbogen und Berge und eine Dame, die in den Fluß springt, weil sie unglücklich ist. Sie singen und duften und springen in den Fluß, ganz von sich aus, so daß ich zuweilen [...]

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Katharina Hartwell

Katharina  Hartwell

Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

licentiapoeticae.blogspot.de


»Ich habe knietief in diesem Buch gesteckt, gefühlt, was Paul gefühlt hat, wenn er Blixen angesehen hat, und ihm und auch Louise von Herzen gewünscht, dass sich alles aufklärt und gut wird. In jedem Fall hat sie hier ein Buch geschaffen, auf das man sich in Ruhe einlassen muss - einfach so zwischen Tür und Angel runter lesen wird ihm nicht gerecht.«   

Berner Zeitung


»Dieses Buch zieht in seinen Bann.«   

NDR "Sonntagsstudio"


»Katharina Hartwell, eine Ausnahmekönnerin im Handwerk des düsteren Schreibens«   

Der Tagesspiegel


»Vor 20 Jahren verschwand Pauls bester Freund. Eines Tages glaubt er, ihn wiederzusehen. Der Doppelgänger nennt sich jedoch Ira und hat bei einem Unfall jede Erinnerung verloren. Wie soll Paul das Identitätsrätsel lösen?«   

Berliner Zeitung


»Kippende Gewissheiten, magisch, ominös, im Rätselhaften schwebend, und doch geerdet ist auch die Sprache. Hartwells Stärken sind das Beobachten und Ausdenken, das luftig leichte Formulieren und Erzählen mit Perspektivwechseln und klug eingewobenen Rückblenden.«   

Kulturradio vom rbb


»Katharina Hartwell entwickelt ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht.«   

WDR 5 "Neugier genügt"


»'Der Dieb in der Nacht' ist ein aus wechselnden Perspektiven erzählter dunkler, beinahe unheimlicher Roman, gut gebaut, erzählt und geschrieben.«   

Westdeutsche Allgemeine Zeitung


»Die Autorin ist Anfang 30 und schafft in ihrem Buch ein spannendes Stück zum Thema Identität.«   

wasliestdu.de


»Ein sehr gelungener Roman über die Realität, den Verlust, Identität und Sehnsucht - das Verhalten der Zurückgebliebenen und ihre Hoffnung.«   

Süddeutsche Zeitung


»Hartwell sucht das Dunkle, das Unheimliche, das Surreale, und sie bedient sich dabei einer Sprache, die an den Tonfall des Märchens angelehnt ist, ohne jedoch die Brücken zur Gegenwart abzubrechen. […]. Hartwell ist klug genug, sich selbst und dem Leser alle Möglichkeiten offenzulassen. Das macht ihren Roman umso beunruhigender.«   

MünsterlandZeitung.de


»Eine Geschichte, die den Leser bewusst irritiert, auch weil sie die verschiedenen Blickwinkel der Menschen, die Felix vermissen, genau aufzeigt. Es lohnt sich, sich auf diesen Roman einzulassen.«   

lifeofliterature.wordpress.com


»Geschickt versteht Hartwell auch in diesem Roman, Realität und Fantastisches zu verbinden und ineinander übergehen zu lassen.«   

NDR Kultur "9 Sekunden Rezension"


»Ein Horrorroman ohne Horror. Seelenzermürbend lakonisch.«   

Deutschlandfunk "Büchermarkt"


»Elegant und doppelbödig inszeniert sie ein Spiel von Täuschung und Selbsttäuschung. […]. Katharina Hartwell ist eine Autorin, die sich elementar von Kollegen ihrer Generation unterscheidet. Das rein realistische Erzählen interessiert sie nicht.«    

Frankfurter Rundschau


»Das klingt nach dem Stoff für einen Kriminalroman. Doch Autorin Katharina Hartwell entwickelt daraus eine moderne Gespenstergeschichte. 'Der Dieb in der Nacht' ist ein Gruselstück, in dem Angst, Verunsicherung und Erschrecken durch die dünne Membran von Gewissheiten hindurchsickern.«   

Buchbesprechungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels


»Metaphernreich und sprachgewandt erzählt Hartwell dieses schier unerträgliche Hin- und Her der Gefühle.«   

emotion


»Katharina Hartwell legt falsche Fährten, lockt den Leser in die Falle: Was glauben wir, nur weil wir es glauben wollen? Ein kafkaeskes Vexierspiel!«   

hr 2 Kultur


»'Der Dieb in der Nacht' spielt in einem Grenzgebiet zwischen Albtraum und Aufwachen. Wie schon in ihrem Debütroman 'Das Fremde Meer' demonstriert Katharina Hartwell, dass sie mit dem Realismusanspruch ihrer Generationsgenossen wenig anfangen kann. Stattdessen hat sie ein spannendes und versponnenes, eigenwilliges und motivisch fein vernetztes Buch über Täuschung und Selbsttäuschung geschrieben.«   

literaturkurier Newsletter


»Ein düsteres, unheimliches Buch, das raffiniert zwischen Realität und Fantastik hin und her springt. Katharina Hartwell schreibt sprachlich unglaublich eindrucksvoll, aber auch herausfordernd und führt den Leser lange und immer wieder in die Irre.«   

soundsandbooks.com


»Der Roman trägt mysteriöse, unergründliche und bedrohliche Züge, eine Spur Edgar Allen Poe und eine Prise David Lynch gepaart mit Anleihen von Patricia Highsmiths Tom Ripley-Geschichten. 'Der Dieb in der Nacht' ist perfekt von Katharina Hartwell konstruiert […]. Düster, aber spannend.«   

Göttinger Tageblatt


»Ein spannendes, vielschichtiges Buch, elegant und fesselnd erzählt.«   

sharonbakerliest.blogspot.de


»Ein wirklich tolles Buch mit viel Tiefgang und einem perfektem Ende.«   

abi.unicum.de


»'Der Dieb in der Nacht' ist ein fantastischer Schauer-Märchen-Roman mit nervenzerreibender Story. […]. Zudem ist Hartwell die absolute Meisterin der Bandwurmsätze. Trotz ihrer Länge erscheinen die manchmal über halbe Seiten wabernden Sätze kurz und knackig.«   

bücher


»Katharina Hartwells zweiter Roman ist ein kunstvoll komponiertes Spiel der Figurenwahrnehmung. Packend, einzigartig und von fast schon schmerzhafter Feinfühligkeit. […]. Die ungewissen Fakten und die magisch anmutende Sprache machen diesen Roman zu einem brillanten Text über Sehnsucht, Wünsche und Verlusterfahrung am Rande der eigenen Existenz.«   

Buchkultur


»Spannend und einfühlsam erzählte Geschichte darüber, wie der Verlust eines Mitglieds einer Gruppe zusetzt.«   

MADAME


»Wie ein Krimi liest sich Katharina Hartwells Roman 'Der Dieb in der Nacht'. Darin erforscht sie die Lücken, die das Verschwinden des jungen Mannes im Leben von dessen Mutter, Schwester und bestem Freund hinterlässt.«   

ORF FM4


»'Der Dieb in der Nacht' heißt Katharina Hartwells zweiter Roman, der sich nach und nach zu einem grandiosen Psychothriller entwickelt. Vielleicht ist die Bezeichnung Psychothriller zu viel, aber vielleicht ist sie auch noch nicht genug. Der Roman 'Der Dieb in der Nacht' zieht uns in den Bann einer Geschichte, die ganz unaufgeregt erzählt wird – doch genau diese gespenstische Gelassenheit von Hartwells Worten stellt uns die Nackenhaare auf.«   

rbb Kulturradio


»Eine große Stärke dieses Buches ist dabei das psychologische Feingefühl, mit dem Hartwell den Schwebezustand zum Programm erhebt. Die Autorin setzt immer wieder von einem neuen Blickwinkel aus an, erzählt die Handlung dramaturgisch gekonnt um die Leerstelle herum, aus wechselnden Perspektiven, mit eingeflochtenen Rückblicken.«   

Trierischer Volksfreund


»Unheimliche Familiengeschichte, spannend konstruiert und an manchen Stellen leicht gruselig.«   

neuewoertichkeit.de


»Katharina Harwell beweist auch in ihrem zweiten Werk, dass sie ihr Handwerk meisterlich beherrscht.«   

Freundin


»Schon für ihr Debüt 'Das Fremde Meer‘ bekam die deutsche Schriftstellerin Katharina Hartwell viel Lob – und auch ihr zweiter, düsterer Roman ‚Der Dieb in der Nacht‘ besticht durch seine scharf gezeichneten Charaktere und die sich immer weiter aufbauende Spannung.«   

Weser-Kurier


»Thrillerelemente und Psychogramm verweben sich in 'Der Dieb in der Nacht' zu einem exquisiten Spannungsbogen. Je mehr sich Louise und Paul dem geheimnisvollen Gedächtnislosen offenbaren und hingeben, desto mehr lassen sie sich von ihm umgarnen und einnehmen. Mit feinem Gespür für die Widersprüchlichkeiten der menschlichen Seelen steckt Hartwell die Grenzgebiete ab zwischen Liebe und Gier, echter Zuneigung und dem verzweifelten Bestreben, die eigene innere Leere zu füllen.«   

BuchMarkt


»Beeindruckt hat mich diesmal Katharina Hartwell, die mit ihrer poetischen Sprache das mysteriöse psychologische Verwirrspiel 'Der Dieb in der Nacht' zu einer ganz besonderen Entdeckung für mich gemacht hat.«   

amazon.de


»Dieser Roman ist ein Vexierspiel um Realität, Identität und Sehnsucht.«   

KREUZER


»Verkopfte Germanistenromane sind Katharina Hartwells Sache nicht. In ihrem ersten Roman 'Das fremde Meer' experimentierte sie mit Märchen und Fantasy, ihr zweites Buch ist ein veritabler Gruselroman.«   

Deutschlandradio Kultur "Frühkritik"


»Das Prag des Golem taugt auch im 21. Jahrhundert als Ort für ziemlich unheimliche Gespenstergeschichten.«   

Börsenblatt


»Vieles bleibt unausgesprochen in diesem Roman – die daraus resultierende Unsicherheit erzeugt eine Spannung, die das Buch von Anfang bis Ende durchzieht. Hartwells düstere Beschreibungen Prags und der Romanfiguren lassen den Leser gebannt die Seiten umblättern.«   

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