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Der Aufstand von TreblinkaDer Aufstand von Treblinka

Der Aufstand von Treblinka

Revolte im Vernichtungslager

Hardcover
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Der Aufstand von Treblinka — Inhalt

Über beispiellosen Mut im Zeichen unvorstellbaren Schreckens

Am 02. August 1943 kam es im Vernichtungslager Treblinka zu einem unglaublichen und heute fast vergessenen Ereignis: Etwa 700 überwiegend jüdische Häftlinge nahmen an einem bewaffneten Aufstand teil. 300 von ihnen entkamen den Grauen des Lagers, etwa 85 überlebten den 2. Weltkrieg.

Der renommierte polnische Historiker und Journalist Michał Wójcik erzählt in seinem Buch die Geschichte eines Ausbruchs aus dem brutalen Alltag des Lagers, in dem innerhalb eines Jahres über eine Millionen Menschen getötet wurden. Gestützt durch zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und Archivrecherchen malt er das Bild einer hoffnungslosen Situation, in der einige mutige Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Eine beeindruckende historische Erzählung.

€ 24,00 [D], € 24,70 [A]
Erschienen am 03.08.2020
Übersetzt von: Paulina Schulz-Gruner
416 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07029-4
€ 19,99 [D], € 19,99 [A]
Erschienen am 03.08.2020
Übersetzt von: Paulina Schulz-Gruner
416 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99644-0
„Eine beklemmende Reportage“
Landshuter Zeitung
„Ebenso empathisch wie umfangreich breitet Wójcik diesen tagtäglichen Horror aus. Das ist die eigentliche Stärke des Buches.“
Süddeutsche Zeitung
„Die historische Reportage des Journalisten Michał Wójcik wurde 2015 bei ihrem Erscheinen in Polen mehrfach ausgezeichnet und besticht durch ihre detaillierten Schilderungen aus Häftlingsperspektive.“
Süddeutsche Zeitung
„Die deutsche Übersetzung, die nun erscheint, verdient Beachtung, weil es – anders als zu Auschwitz – zur Aktion Reinhardt kaum populärwissenschaftliche Literatur gibt.“
SWR2 Lesenswert
„Dass Wojciks Buch keine Fachliteratur ist (…), ist gerade seine Stärke.“
Der Tagesspiegel

Leseprobe zu „Der Aufstand von Treblinka“

»Das Lager ›Treblinka 1‹ (für polnische Gefangene) hat die Ausmaße einer Kleinstadt. Es umfasst mindestens fünfzig Baracken. Es gibt dort ungefähr sechshundert Polen und vierhundert Juden, ausschließlich jüdische Handwerker. (…) Die Bedingungen im Arbeitslager sind wesentlich besser geworden. Die Polen werden besser behandelt. Die Gefangenen werden nicht mehr geschlagen. Die Essensrationen sind erhöht worden. Die Arbeit ist einfacher und leichter.

Das Vernichtungslager ›Treblinka 2‹ (für jüdische Gefangene, für die man im Arbeitslager keine Verwendung [...]

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»Das Lager ›Treblinka 1‹ (für polnische Gefangene) hat die Ausmaße einer Kleinstadt. Es umfasst mindestens fünfzig Baracken. Es gibt dort ungefähr sechshundert Polen und vierhundert Juden, ausschließlich jüdische Handwerker. (…) Die Bedingungen im Arbeitslager sind wesentlich besser geworden. Die Polen werden besser behandelt. Die Gefangenen werden nicht mehr geschlagen. Die Essensrationen sind erhöht worden. Die Arbeit ist einfacher und leichter.

Das Vernichtungslager ›Treblinka 2‹ (für jüdische Gefangene, für die man im Arbeitslager keine Verwendung hatte) wurde liquidiert. Der Zaun wurde entfernt. Auf der Fläche der ehemaligen Todesbaracken steht nur noch ein Gebäude, in dem ein Ukrainer mit seiner Familie lebt. Auf dem Gebiet wurde Roggen ausgesät. (…) Die Schlacke von den verbrannten jüdischen Leichen, eine Art klebrige Masse, wurde in das nächstgelegene Kieswerk gebracht. Von dort aus wird diese zur nächsten aktuell gebauten Straße gefahren, wo sie zwischen die Steine geschüttet wird. Danach wird die Straßenoberfläche gewalzt. So wird die Leichenschlacke als Straßenbelag verwendet.« (aus dem Rapport der polnischen Spionage-Abwehr vom 1. bis 15. März 1944).



Prolog. Das Lachen des Kommandanten

Der Kommandant des Konzentrationslagers Treblinka, SS-Hauptsturmführer Franz Stangl, warf einen Blick auf die gedruckten Buchstaben, knüllte den Brief zusammen und warf ihn in das schwarze Loch vor seinen Füßen. Der Brief der Deutschen Reichsbahn landete im Mülleimer.

„Als ob ich denen etwas zahlen würde!“, schnaubte er.

Das Schreiben bezog sich auf eine Auseinandersetzung, die sich schon über mehrere Monate hinzog: Die Transporte mit den „Umsiedlern“ (die Deutschen hatten schon immer eine Vorliebe für Euphemismen) fuhren bis zum Bahnhof Treblinka. Von dort aus wurden die Waggons – nachdem die Lokomotive abgekoppelt wurde – in das eigentliche Lager weitergeschoben, ungefähr zwei Kilometer entfernt. Sobald die Wagen dort angelangt waren, wurden sie auf ein Nebengleis umgeleitet – wiederum knapp hundert Meter weiter. Und ebendiese Strecke war von der Deutschen Reichsbahn verlegt worden. Die Reichsbahn stellte auch die Waggons für das Konzentrationslager Treblinka zur Verfügung.

Die Investition war zwar nicht sonderlich groß gewesen, doch die Kosten waren nun mal entstanden. Dennoch sahen weder Hauptsturmführer Stangl noch seine Vorgesetzten in Berlin darin ein Problem und wollten keinesfalls für die Nutzung zahlen. Der Kommandant pflegte Mahnungen nicht zu beantworten. Derweil wurde der Verkehr auf diesem kurzen Stück immer intensiver. Die Nachzahlungsforderungen und die Zinsen liefen immer weiter auf – und Geschäft ist doch Geschäft: Wenn man etwas nutzt, muss man dafür zahlen.

Die unangenehme Aufgabe, mit Kommandant Stangl zu verhandeln, erhielt der polnische Bahnhofsvorsteher. Das Problem war nur, dass diesem kein Zugang zum Lager gewährt wurde. Und das unerlaubte Eindringen ins KZ wurde mit dem Tod bestraft. Da dies dem Bahnhofsvorsteher sehr wohl bewusst war, wandte er sich an zwei deutsche Maschinisten, die zum Arbeiten hierher versetzt worden waren. Sie hatten die Pflicht, die Waggons vom Bahnhof über das Nebengleis bis zum Lager zu schieben. Die Männer versuchten die Situation zu klären, doch leider endete auch dies in einem Fiasko. Niemand konnte Kommandant Stangl zur Vernunft bringen.

Der Bahnhofsvorsteher bat also seinen Vorgesetzten um Hilfe, den Vorsteher aus Sokołów Podlaski, sowie einen Herr Teufel, der vonseiten der Reichsbahn für die gesamte Strecke zuständig war. Der polnische Beamte hoffte, dass ein so hoher Besuch den Lagerkommandanten beeindrucken würde.

Ein paar Tage später stiegen die Entsandten am Knotenpunkt Sokołów Podlaski auf eine motorisierte Draisine und fuhren bis vors Tor des Lagers. Dort sollten sie allerdings eine Überraschung erleben: Vom Wachturm her rief ihnen der Wachhabende zu, dass er sie nicht hereinlassen werde – er habe seine Befehle, da könne er nichts tun.

Die Gesandten fluchten insgeheim und sahen keine andere Möglichkeit, als wieder beizudrehen. Doch sie ließen bei dem polnischen Bahnhofsvorsteher ein Schreiben zurück, mit einem eindeutigen Befehl: Dieses Mal müsse der Brief den Kommandanten erreichen, und sie bestünden auf einer Antwort. Ordnung muss ja schließlich sein!

Für die Aufgabe, das Schreiben zuzustellen, wurde der polnische Eisenbahner Artur Pronicki ausgewählt, der rangniedrigste Mitarbeiter des Bahnhofs Treblinka.

Der Mann war nicht dumm. Er wusste ganz genau, was in dem nahe gelegenen Lager vor sich ging. Alle wussten es. Schließlich schickte sein Vorgesetzter Hunderte Waggons voller Menschen hinter das Tor – und heraus kamen sie leer. Somit war alles klar. Das Problem war nur, dass Pronicki das Schreiben nicht einfach in seine Eisenbahnertasche stecken und das Konzentrationslager betreten konnte. So beschloss er, zusammen mit dem nächsten Gefangenentransport hinters Tor zu gelangen.

Eines schönen Tages richtete Pronicki also seine Uniform und stieg zu den beiden deutschen Maschinisten in die Lokomotive. Diese sollte mehrere volle Waggons mit Menschen sowie zwei Waggons mit Kohle ins Lager schieben. Als die Wachleute sahen, dass es ein „normaler“ Transport war, öffneten sie das Tor.

Das, was Artur Pronicki später berichtete, kann man sich kaum vorstellen: Als die Lokomotive stehen blieb, sprang der Pole auf den Bahnsteig hinaus. Er blickte sich um. Chaos. Gebrüll, Schüsse, Schreie. Er sah, wie leblose Menschen aus den stinkenden Waggons herausgezerrt wurden. Er hörte die Hilferufe der Frauen, die panischen Schreie der verängstigten Kinder. Dantes Inferno. Ein Wachmann kam auf Pronicki zu und wollte schon mit seinem Gewehrkolben auf ihn losgehen, als ihm dieser das amtliche Schreiben vorzeigte. Der Pole erklärte ihm, dass er sich in einer offiziellen Mission im Lager befände. Schließlich trug er die Uniform der deutschen Ostbahn!

Der Wachmann, ein Ukrainer, schaute verdutzt und schlug einen freundlicheren Ton an. Der Eisenbahner sah tatsächlich nicht aus wie ein blinder Passagier. Also wies der Wachmann auf ein kleines Tor und befahl ihm, sich dorthin zu begeben. Artur Pronicki lief los.

So muss die Hölle aussehen, dachte er. Haufen nackter Leichen, verunstaltete Körper, erstickte Menschen. Haufen an herrenloser Kleidung und diverser Sachen. Das Wort „Haufen“ assoziiert man ja meist mit einem Haufen Kleidung – doch die Haufen in Treblinka waren wahre Scheiterhaufen. Riesige Berge, mehrere Meter hoch. Von Weitem sahen sie aus wie Vulkane. Pronicki sah mehrere davon: Berge aus Koffern, Decken, Kleidung, persönlichen Gegenständen und Müll. Tonnen von Müll. Doch den größten Eindruck auf den polnischen Eisenbahner machte der Haufen aus Kinderschühchen. Ein enormer Berg aus kleinen Sandalen, Turnschühchen und winzigen Halbschuhen.

Der Eisenbahner kam nicht einmal zum eigentlichen Platz, an dem die Sortierarbeiten stattfanden. Er sah nur das, was in der Umgebung des Bahnsteigs geschah. Vielleicht warf er einen kurzen Blick hinter die Umzäunung des Innenhofs: dahin, wo die Männer ausgezogen und die Frauen kahl rasiert wurden. Doch das ist eher unwahrscheinlich, denn der Zaun war dicht, aus eng geflochtenen Zweigen erbaut, das Tor ganz schmal. Es durfte nichts nach außen dringen.

Somit befand sich der polnische Bahnbeamte lediglich in der Vorhölle des Konzentrationslagers. Ein weiterer überraschter Wachmann ließ ihn passieren, und so kam Artur Pronicki bis zur Hauptstraße des Lagers. Diese, mit Pflastersteinen ausgelegte Straße, war nach Kurt Seidel benannt, dem Mann, der den Bau dieses Weges in den Anfangszeiten des KZs beaufsichtigt hat.

Zur linken Seite der Kurt-Seidel-Straße bemerkte Artur Pronicki mehrere Garagen, ein Lager für Fässer und eine Tankstelle; zur rechten standen, in einiger Entfernung, die Baracken der Gefangenen. Dieser Teil des Vernichtungslagers war durch ein weiteres Tor, das mit einem Strohdach geschützt war, vom Rest abgetrennt. Angeblich soll an dem Tor eine Glocke gehangen haben, doch ihr Zweck wurde nicht überliefert. Zu den Appellen und Versammlungen wurde mit Trillerpfeifen gerufen.

Vor dem Tor stand ein Pfahl. Es wäre möglich gewesen, dass der Eisenbahner das darauf angebrachte Flachrelief bemerkte. Es stellte Juden dar, die mit Spitzhacken gerüstet zur Arbeit gingen. Am Pfahl prangte die Aufschrift „Zum Ghetto“. Daneben konnte er ein weiteres Relief sehen, mit einem Knecht, der ein Pferd und eine Kuh vor sich her trieb. Dieses Bild wies den Weg zur Scheune und zu den Ställen (welche er nicht sehen konnte, da sie sich zu weit weg befanden).

Ein weiteres Tor zu seiner Rechten trug die Aufschrift „Zum Gutshof“. Dieser Weg führte zu den Baracken der ukrainischen Wachleute und zum Tierpark.

Ein Tierpark in einem Konzentrationslager? Man könnte sich die Frage stellen, ob der polnische Bahnbeamte die Gehege mit Rehen und die Käfige mit den Eichhörnchen bemerkt hatte. Wahrscheinlich nicht. Dies alles befand sich hinter einem Zaun, und davor standen Bäume. Doch er würde wohl die Ordnung und Sauberkeit in diesem Teil des Lagers zu schätzen gewusst haben. Alles war gepflegt und aufgeräumt, es gab angelegte Gehwege, an den Rändern wuchsen Blumen, die Bordsteinkanten glänzten weiß, frisch gestrichen.

Doch dies war es wohl nicht gewesen, was seine Aufmerksamkeit erregt hatte. Einige Meter weiter stand ein Panzerwagen auf Raupenschleppern, mit einem langen Geschützrohr, das auf das Eingangstor gerichtet war. Es war das einzige Stück schwerer militärischer Ausrüstung im gesamten Lager.

Der Eisenbahner ging noch weiter und erblickte auf der rechten Seite endlich ein hölzernes Gebäude mit der Aufschrift „Verwaltung“ – das Ziel seiner Mission. Hier sprach er mit einem weiteren Wachmann und zeigte ihm das Schreiben der Deutschen Reichsbahn. Er wurde vorgelassen.

An der Tür hing das Schild „Kommandant Stangl, Hauptsturmführer“. Er klopfte. Im Vorraum saß ein blonder Offizier an einem Schreibtisch. Als Pronicki ihm den Brief zeigte, musste er feststellen, dass der Deutsche betrunken war. Der blonde Offizier warf einen kurzen Blick auf die Betreffzeile und wies dem Polen mit einer nachlässigen Geste die nächste Tür. Der Bahnbeamte schluckte schwer. Mit zitternden Beinen trat er über die Schwelle.

Im Raum saß ein kräftig gebauter, untersetzter Offizier. Es war der Lagerkommandant. Auch er kam Pronicki nicht gerade nüchtern vor. Dennoch könnte man sagen, dass Artur Pronicki eine Ehre zuteil wurde, denn Stangl pflegte eine permanente Distanz gegenüber allem und jedem. Er sprach nicht mit jedem Dahergelaufenen. Wie es der ehemalige Treblinka-Gefangene Richard Glazar in seinen Erinnerungen vermerkt hat, blickte Franz Stangl „auf alle von oben herab“.

Der Kommandant verließ außerdem selten sein Büro, um die „Firma“ zu begutachten. Er mied den Kontakt mit den sogenannten „Arbeitsjuden“. Wenn er schon bei einem Appell erschien, dann hielt er sich abseits. Er stand da mit vorgerecktem Kinn und steifem Nacken. Nach einer Weile schlug er sich mit der Spitzrute auf den Schaft seiner Offiziersstiefel und verschwand wortlos. Glazar schrieb: „Er sah aus wie ein Burgherr.“ Ein anderer ehemaliger Gefangener beschrieb ihn „wie Napoleon, der seine Ländereien verwaltet“.

Jetzt saß er da mit zusammengekniffenen Augen. Artur Pronicki hätte nur den Arm ausstrecken müssen und ihn berühren können. Er meldete seine Ankunft, worauf Stangl die Augenbrauen hob. Sicherlich hatte er sofort den polnischen Akzent erkannt. Ein polnischer Eisenbahner? Hier? Im Lager war weder davor – und nie wieder danach – ein polnischer Bahnbeamter aufgetaucht.

Aber offenbar war die Situation gerade deswegen für den Kommandanten amüsant. Er beobachtete, wie der Pole rot anlief. Für Artur Pronicki muss der Anblick des SS-Mannes schockierend gewesen sein. Franz Stangl trug eine schneeweiße Uniform, offenbar maßgeschneidert. Er sah aus wie ein Engel. So sollte er später in den historischen Quellen genannt werden: „der weiße Engel des Todes“.

Pronicki bemerkte einen intensiven Geruch in dem Raum. Bemerken ist das falsche Wort: Der durchdringende Duft schlug vielmehr wie ein Rammbock auf ihn ein. Der süße Gestank kam von unten. Der Teppich musste mit Parfüm eingesprüht worden sein, begriff Pronicki – doch in einem solchen Ausmaß, dass man keine klare Duftnote erkennen konnte. Dieser Geruchs-Tsunami hatte eine bestimmte Aufgabe: den Gestank von außen zu neutralisieren.

Den totalen, überwältigenden Gestank des Todes. Im Lager herrschte ein unbeschreibliches Odeur: eine süßliche Ausdünstung, die alles durchdrang. Alles. Vollkommen. Ein Geruch, vor dem es kein Entkommen gab. Offenbar sollte das versprühte Parfüm ihn überdecken, doch das erwies sich als erfolglos. Die Mischung der Gerüche war noch schlimmer, dachte der Eisenbahner, der genau wusste, warum es im Lager so entsetzlich stank.

So stand er stramm und brachte kein Wort heraus. Denn es stimmt nicht, dass man sich an jeden Geruch gewöhnen kann, dass das Gehirn nach einigen Minuten aufhört, ihn zu registrieren. In Treblinka wirkte dieser natürliche Mechanismus nicht. Der gnadenlose Gestank massakrierte die Sinne die ganze Zeit, vierundzwanzig Stunden am Tag. Er quälte den Eisenbahner, der gerade angekommen war, genauso wie den Kommandanten, der schon seit Langem in Treblinka lebte.

Es dauerte einen Moment, bis Pronicki zu sich gekommen war. Schließlich zog er das Schreiben aus seiner Tasche und überreichte es dem Empfänger. Franz Stangl nahm den Umschlag entgegen, öffnete ihn, las den Text – und dann geschah etwas Sonderbares. Er fing an zu kichern. Las noch ein paar Zeilen und lachte auf. Dann brach er, völlig ungehemmt, in lautes Lachen aus.

Dem Eisenbahner gefror das Blut in den Adern, denn soeben wurde ihm klar, dass es auch irgendein schlechter Scherz der Deutschen hätte sein können. Zum Beispiel hätte im Brief stehen können, dass der Überbringer erschossen werden sollte. Warum auch nicht? Oder erst mal gefoltert und dann in die Gaskammer geschickt. Diese wenigen Minuten, durchdrungen vom Gestank nach Tod, Parfüm und der eigenen Angst, kamen Pronicki wie eine Ewigkeit vor. Wie er später erzählen würde, wollte er nur noch fliehen, weg aus dieser „parfümierten Hölle“, weg von diesem „lachenden Teufel“. Also fragte er, immer noch strammstehend, ob es denn eine Antwort geben würde.

Der Kommandant hob den Blick und hörte auf zu lachen. Er schaute den Polen an, als würde er ihn zum ersten Mal sehen. Eine Weile betrachtete er ihn und zischte dann: „Keine Antwort!“

Dann fing er wieder an zu lachen. Jetzt lachte er wirklich, aus ganzen Herzen. Laut und herzlich. Es dauerte lange, bis er sich beruhigt hatte. Schließlich schlug er mit der Faust auf den Tisch, als ob er einen Punkt hinter den Text setzen wollte, und beendete diese absurde Audienz.

Artur Pronicki taumelte nach draußen und kehrte auf demselben Weg zurück zur wartenden Lokomotive. Als er sie bestieg, war der Bahnsteig vollkommen leer. Niemand war mehr zu sehen. Die jüdischen Gefangenen schütteten Sand über die Blutflecken und räumten die Umgebung der Verladeaktion auf. Hinter dem hohen Zaun erklang das Jammern Tausender panischer, verängstigter Menschen, die in die Gaskammern gedrängt wurden. Über allem ertönte das Brummen der Dieselmotoren sowie das rhythmische Rattern der Bagger, die die Leichen vergruben, draußen auf dem Feld.

Ob der Besuch von Artur Pronicki von Erfolg gekrönt war, weiß man nicht. Doch es ist bekannt, dass Stangl die Schuld ohne Probleme hätte bezahlen können. Laut der heute noch vorhandenen Abrechnung der „Operation Reinhardt“ vom 15. Dezember 1943, verfasst vom SS-Gruppenführer Odilo Globocnik, hatte er, Stangls Vorgesetzter, alles ganz genau berechnet.

Der Koordinator der Arbeit der drei größten Todesfabriken auf dem polnischen Gebiet hatte den Holocaust in konkrete Einnahmen umgerechnet. Er errechnete minutiös, wie viel das Dritte Reich an der Ermordung von Millionen von Juden verdient hat. Laut Globocnik 178 745 968 Mark und 59 Pfennige.

Wenn wir annehmen, dass in den drei Globocnik unterstehenden Konzentrationslagern circa anderthalb Millionen Menschen ermordet wurden, ergibt das 119 Mark und 16 Pfennig Gewinn pro Person. In Treblinka dürfte der Gewinn pro Kopf etwa 79 Mark und 44 Pfennig betragen haben. Franz Stangl hätte seine Schuld also problemlos bezahlen können, mit Zins und Zinseszins.


Teil I: DIE FIRMA

1 Das Ende der Welt

Franz Stangl soll als Kind angeblich Uniformen gehasst haben. Er hasste auch den militärischen Drill. Die Armee und ihr Ethos assoziierte er mit Demütigung. Warum? Wegen seines Vaters, eines ehemaligen königlich-kaiserlichen Dragoners. Dieser war bereits älter und von Krankheit gezeichnet, als ihm ein Sohn geboren wurde. Der Nachtwächter pflegte den kleinen Franz zu quälen, um seine Frustrationen loszuwerden.

Als Anfang der Siebzigerjahre die britische Journalistin Gitta Sereny den Gefangenen Stangl im Gefängnis befragte und wissen wollte, warum er in den Lagern Sobibór und Treblinka stets eine weiße Uniform getragen habe, meinte er lediglich mürrisch, dass er nichts anderes zum Anziehen gehabt und dass die weiße Farbe außerdem zum Abschrecken der Mücken gedient habe.

Die Überlebenden von Treblinka erinnern sich noch genau an Stangls Pedanterie. Die weiße Uniform war wie seine Visitenkarte. Und der Vorbote des Todes. Keines plötzlichen und gewaltsamen Todes – doch es war gewiss, dass er irgendwann kommen würde. Der Kommandant war nämlich ein sehr beherrschter Mensch. Er hatte es nie eilig, bewegte sich gemächlich. Sein Auftauchen im Lager brachte paradoxerweise zunächst eine Art Ruhe in den Alltag. Im Gegensatz zu seinen brutalen, sadistischen Untergebenen hatte Franz Stangl niemals jemanden geschlagen. Er trug keine Peitsche, sondern hatte eine Spitzrute bei sich. So wird er von den meisten Zeitzeugen beschrieben. Doch es gibt einen Bericht, der ein anderes Bild des Lagerkommandanten malt:

Es ist die Erzählung von Abraham Jakub Krzepicki. Der ehemalige Mitarbeiter einer Honigfabrik kam am 25. August 1942 ins Lager Treblinka. Seiner Meinung nach konnte der Kommandant durchaus brutal sein; und er hatte öfter eine Gummipeitsche bei sich, die er auch ohne Zögern einsetzte. Krzepickis Bericht ist ziemlich präzise. Er spricht davon, dass Stangl immer wieder betrunken war. In diesem Zustand wurde er zum Tier.

Seine bevorzugte Beschimpfung war „Idioten“. Ständig schrie er in einer hohen Stimme: „Ihr Idioten!“ Dabei zog er die vorletzte Silbe in die Länge. Wenn er so schrie, wurde er puterrot im Gesicht, und seine Augen schienen aus dem Kopf herauszuquellen.

„Sobald wir dieses Gequietsche hörten, konnten wir sicher sein, dass er wieder jemanden ausgesucht hatte. Er quietschte auf diese bestimmte Weise nur dann, wenn er auf das Opfer einprügelte. Mit der ganzen Leidenschaft und Energie eines wohlgenährten Aktivisten.

›Dieses verdammte Drecksvolk!‹, brüllte er. ›Diese verdammte jüdische Bande. Verflucht seid ihr!‹

Er beugte sich ganz tief, zum Boden, als würde er Getreide ernten wollen. Dann holte er aus. Und dann noch ein Schlag. Und noch einer. Und er brüllte:

›Ihr Idioten! Ihr Idioooooten!‹“, so erinnert sich Krzepicki.

Ein anderer Zeitzeuge, Jerzy Rajgrodzki, erinnert dies allerdings anders. Seiner Meinung nach handelte es sich bei dem brutalen SS-Schergen um einen gewissen Herrn von Oypen. Dieser blonde Brillenträger hatte im Lager den Spitznamen „Idioten“ verliehen bekommen – eben von seinem Lieblingsfluch abgeleitet.

Welche dieser Darstellungen trifft nun eher zu? Abraham Krzepicki schrieb eindeutig, dass der Mann in Weiß stets von einem Adjutanten begleitet wurde, einem hochgewachsenen Blonden: „Sie wurden immer wieder zusammen gesehen. Zwei ältere, gesetzte, behäbige Deutsche. Sie strichen durch das Konzentrationslager und verprügelten die Juden.“

Nun, wir werden es hier und heute nicht mehr entscheiden können.

 

Franz Stangl wurde am 26. März 1908 in Altmünster geboren, einer österreichischen Kleinstadt.

„Mein Vater wollte mich nicht. Er dachte, dass ich ein Bastard sei“, verriet er der britischen Journalistin. Franzens Mutter war eine sanfte, demütige Frau, mehrere Jahre jünger als ihr Ehemann. Wie auch ihr Sohn musste sie seinen militärischen Drill und seine Ausfälligkeiten ertragen.

Die erste Erinnerung, die Stangl von seiner Kindheit hat, ist ein Albtraum. Als er vier oder fünf Jahre alt war, bekam er neue Hausschuhe. Für uns heute nichts Besonderes, aber für den kleinen Jungen war es wie Weihnachten. Am selben Tag trug sich noch etwas anderes zu: Der Kleine beobachtete aus dem Fenster der Wohnung, dass die Nachbarn einen Wagen vors Haus gestellt hatten, um ihre Möbel abzutransportieren. Offenbar wollten sie gerade umziehen. Der Tag war eisig, der Schnee lag kniehoch. Der kleine Franz, von Neugier getrieben, rannte in den neuen Hausschuhen aus dem Haus und kletterte auf den Pferdewagen. Er erinnert sich der Journalistin gegenüber in schönsten Worten daran: der wunderbare Wagen, der weiße Schnee, Stille, Seligkeit. Und er obenauf auf dem Fuhrwerk, wie der Kutscher aus einem Märchen.

Der Junge verlor das Gefühl für Zeit und Raum, schaute in die Ferne. Er übersah, dass der Vater gerade von seiner nächtlichen Arbeit nach Hause kam. Im letzten Moment bemerkte er ihn noch und rutschte schnell vom Kutschbock. Der Kleine rannte in die Wohnung und versteckte sich hinter seiner Mutter. Doch der Tyrann packte ihn und legte ihn sich übers Knie. Vielleicht wegen der nassen Hausschuhe, vielleicht weil Franz unerlaubterweise draußen war, vielleicht einfach nur so, weil der Vater schlechte Laune hatte. Auf jeden Fall verprügelte er den Jungen gnadenlos. Franz hatte an dem Tag gerade ein Pflaster über einem Finger; er hatte sich am Tag zuvor geschnitten, nichts Schlimmes. Allerdings löste sich durch die Attacke der Verband und fiel zu Boden. Die Wunde ging wieder auf, und das Blut begann zu fließen.

„Ich hörte die Schreie meiner Mutter: ›Hör auf, hör auf, das Blut spritzt!‹“, erinnerte sich Franz Stangl.

Irgendwann starb der Vater, und die Mutter heiratete erneut, einen Witwer mit zwei Kindern. Der Stiefvater mochte den Jungen allerdings auch nicht. Franz hatte keine Freunde, fühlte sich einsam. Dies änderte sich erst, als er einem Musikzirkel beitrat, wo er die Zither spielen lernte. Mit fünfzehn Jahren begann er eine Ausbildung zum Weber. Er verdiente nur sehr wenig, und so begann er, zusätzlich Nachhilfe in Musik zu geben. Als er dreiundzwanzig wurde, erkannte er, dass ein solches Leben keinen Sinn ergab.

Obwohl Franz das Militär hasste, beschloss er, sich bei der Polizeischule zu bewerben; und zur Überraschung aller bestand er die Aufnahmeprüfung. Er ging nach Linz, um Polizist zu werden. An diese Phase seines Lebens erinnerte er sich ungern – zu jener Zeit basierte eine Polizeischule auf schlichter brutaler Dressur. Die Lehrer waren Sadisten, die Schüler Prügelknaben. Die einzige Lehre, die Franz Stangl daraus zog, war, dass Menschen böse sind und die Welt verdorben.

Nach der Ausbildung kam er zur Verkehrspolizei. Dort war er unter anderem an der Niederschlagung mehrerer Straßenkämpfe beteiligt. Ungefähr zu jener Zeit trennte er sich von seiner Freundin, dem einzigen Menschen, der ihn ein wenig sanfter und freundlicher gemacht hatte. Wieder war Franz Stangl allein. Die Arbeit wurde zu seinem einzigen Lebenssinn.

„Ich verfolgte das verbrecherische Element“, sagte er zu Gitta Sereny.

1935 wurde er zur politischen Sektion der Ermittlungsbehörde versetzt. Den Anschluss Österreichs von 1938 will er nicht mitbekommen haben. Er sagte später vor Gericht aus, dass er ein schlichter Polizist war, der einfach nur seine Arbeit machen wollte.

Später, als Österreich schon ein Teil des Deutschen Reiches war, stellte sich heraus, dass Stangl gar nicht so unpolitisch war, wie er behauptete. Er gehörte noch zur „alten Garde“, sprich, er war tätig, als die Nationalsozialisten noch im Untergrund arbeiteten. Dies ermöglichte ihm, Karriere zu machen. Stangl wurde in die Sektion II B2 versetzt, die für die Registrierung der jüdischen Bürger zuständig war. Der Juden – und ihrer Besitztümer. Angeblich unternahm er viele Reisen. Hat er damals schon Blut an seinen Händen gehabt? Er hat es nie zugegeben, auch wenn er darauf hingewiesen hat, dass in der Sektion unangenehme Dinge geschahen, mit denen er nicht immer einverstanden war. Aber da er pedantisch war und alle seine Aufgaben perfekt erfüllte, müssen seine Vorgesetzten sehr mit ihm zufrieden gewesen sein.

Das Auffinden eines Waffenverstecks der in Österreich illegalen NSDAP brachte ihm den österreichischen Adler am grün-weißen Band und eine Beförderung zur Kriminalpolizei ein. Im Herbst 1935 erfolgte seine Versetzung zur politischen Abteilung der Kripo in Wels.

Stangl trat der NSDAP und der SS im März 1938 bei – unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Im Januar 1939 wurde die politische Abteilung von der Gestapo übernommen und nach Linz verlegt. Stangl wurde zum Kriminaloberassistenten ernannt und im Judenreferat eingesetzt.

Im November 1940, nach weiteren Beförderungen, erhielt er einen Brief. Es war ein Befehl, von Heinrich Himmler höchstpersönlich unterzeichnet. Er solle sich umgehend in Berlin einfinden und eine Stelle in der „Gemeinnützigen Gesellschaft für Anstaltspflege“ übernehmen, in einem Institut in der Tiergartenstraße 4. Hinter dem unscheinbaren Kürzel T4 verbarg sich eine Institution, die für die Euthanasiepolitik der Nationalsozialisten zuständig war. Worum es sich genau handelte? Um Eugenik: die rechtmäßige Tötung körperlich und psychisch beeinträchtigter Menschen, um den genetischen Pool der ganzen arischen Rasse zu verbessern. Nachdem die Todesmaschinerie der Nationalsozialisten bereits „erfolgreich“ lief, wurde das Institut auch mit der „Endlösung“ beauftragt.

Stangl erhielt einen Dienstposten als Verwaltungs- und Büroleiter der NS-Tötungsanstalt Hartheim im Rang eines Leutnants der uniformierten Polizei. Anfangs soll er nicht gewusst haben, worum es da genau geht. Als es ihm bewusst wurde, soll er vor Erstaunen verstummt sein; und dann seinem Vorgesetzten Viktor Brack gesagt haben, dass er nicht glaube, der Richtige für diese Arbeit zu sein. In den darauffolgenden vier Jahren bewies er, dass er definitiv der Richtige war.

Hätte er die Stelle ablehnen sollen? Seine Zusage zurückziehen? Die Herausforderung nicht annehmen?

„Meine Vorgesetzten haben mich gedrängt“, behauptete er vor Gericht in Düsseldorf im Jahre 1970. Sie sollen ein ganzes Arsenal an Überzeugungsmitteln aufgefahren haben: Komplimente, Beteuerungen, dass sie ausschließlich ihm ihr Vertrauen schenken, bis hin zu feinster emotionaler Erpressung. Franz Stangl biss an. Nun konnte er seine grüne Polizeiuniform gegen die stahlgraue der Schutzstaffel austauschen.

1942 meldete er sich bei seinem Vorgesetzten der „Aktion Reinhardt“, Odilo Globocnik, im polnischen Lublin. Sein neuer Vorgesetzter war Gruppenführer, verantwortlich für die Ausrottung der polnischen Juden im Distrikt Lublin des Generalgouvernements (Bezeichnung für die besetzten polnischen Gebiete).

An die erste Begegnung mit seinem neuen Chef erinnerte sich Franz Stangl sehr gut. Schließlich sollte sie ausschlaggebend für den Rest seines Lebens sein.

Es war ein schöner, warmer Frühlingstag: erste Knospen an den Bäumen, die ersten Frühlingsblüher auf dem Rasen, das Zwitschern der Vögel in den Bäumen. Odilo Globocnik wartete schon auf Stangl, auf einer Bank im Park hinter dem Hauptsitz der SS sitzend. Als der Gruppenführer seinen neuen Mitarbeiter erblickte, grinste er breit, obwohl sie sich noch nicht kannten. Er klopfte auf den Sitz neben sich, um den jungen Kollegen zu ermuntern.

Michał Wójcik

Über Michał Wójcik

Biografie

Michał Wójcik ist Historiker, Journalist und Autor historischer Bücher. In Polen schrieb er mehrere Bestseller und wurde 2015 mit dem renommierten Geschichtspreis der Polityka ausgezeichnet. Sein neues Buch über den Aufstand in Treblinka wurde von der polnischen Newsweek zum "Buch des Jahres"...

Pressestimmen
Landshuter Zeitung

„Eine beklemmende Reportage“

Süddeutsche Zeitung

„Ebenso empathisch wie umfangreich breitet Wójcik diesen tagtäglichen Horror aus. Das ist die eigentliche Stärke des Buches.“

Süddeutsche Zeitung

„Die historische Reportage des Journalisten Michał Wójcik wurde 2015 bei ihrem Erscheinen in Polen mehrfach ausgezeichnet und besticht durch ihre detaillierten Schilderungen aus Häftlingsperspektive.“

SWR2 Lesenswert

„Die deutsche Übersetzung, die nun erscheint, verdient Beachtung, weil es – anders als zu Auschwitz – zur Aktion Reinhardt kaum populärwissenschaftliche Literatur gibt.“

Der Tagesspiegel

„Dass Wojciks Buch keine Fachliteratur ist (…), ist gerade seine Stärke.“

Schweizerzeit

„Eine eindrückliche Dokumentation zur wenig bekannten Rebellion“

textland-online.de

„Wójcik modelliert ein aufschlussreiches Stück aus der Differenz zwischen der ordensritterlichen SS-Eleganz und dem Erscheinungselend der Gefangenen.“

buchempfehlungensterzik.blogspot.com

»Michał Wójciks perspektivische Sicht auf diese Ereignisse ist grandios. Er verurteilt – oder beurteilt nicht. Er erzählt von Fakten – nicht willkürliche heroische fiktive Ereignisse – die vielleicht stattgefunden haben.»

buchempfehlungensterzik.blogspot.com

»›Der Aufstand von Treblinka‹ von Michał Wójcik geht unter die Haut. Ein nachhaltiges Echo der Vergangenheit, das berührt. Ein wichtiges Zeitzeugnis, dass immer noch zeitlos den Schrecken, aber auch Hoffnung transportiert.»

Inhaltsangabe
Prolog. Das Lachen des Kommandanten


Teil I: DIE FIRMA
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6


Teil II: DAS KOMITEE
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11

Teil III: DER AUFSTAND
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17


Teil IV: POLITIK
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21


Epilog

Anhang

Liste der Gefangenen, die das Vernichtungslager in Treblinka überlebt, an dem Aufstand teilgenommen und die Befreiung erlebt haben

Danksagung

Bibliografie
Zeugenaussagen
Berichte
Erinnerungen
Dokumente
Artikel, Bücher und Bearbeitungen

Bildnachweis
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