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Das Wunder kam beim Rasenmähen

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Das Wunder kam beim Rasenmähen — Inhalt

Wenn man mit achtunddreißig Jahren die kalifornische Sonne hinter sich lässt, um in einem kleinen Ort namens Little Neck wieder sein Kinderzimmer zu beziehen, ist etwas gründlich schiefgelaufen. Gerade achtzehn war Mickey DeFalco, als sein Song »Sweet Days« zum Hit wurde und ihn zum Star machte. Doch die »süßen Tage« sind längst vorbei, und Mickey hat alles verloren, außer der Sehnsucht nach der Liebe seines Lebens: Lynn Mahoney, dem Mädchen mit den grünsten Augen, die er je gesehen hat, das einst über Nacht aus Little Neck verschwand. Als Mickey seinen alten Rasenmäher- Job wieder antritt, scheint sich seit diesen trüben Tagen kaum etwas verändert zu haben. Doch dann zeigt ihm ein unerwartetes familiäres Ereignis, dass eine schmähliche Rückkehr auch zu einer zweiten Chance werden kann.

Erschienen am 09.03.2011
Übersetzer: Julika Brandestini
400 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-95314-6

Leseprobe zu »Das Wunder kam beim Rasenmähen«

KAPITEL 1

 

Die Frau, die in dieser Nacht im Flugzeug neben mir saß, hatte mich erkannt. Sie saß am Fenster und ich am Gang. Ich habe versucht zu schlafen, aber in Flugzeugen konnte ich noch nie schlafen, nicht einmal zu der Zeit, als ich noch erster Klasse geflogen bin.
Sie war genau in dem richtigen Alter, um zu wissen, wer ich war, eine leicht übergewichtige Frau in den Dreißigern mit wuscheligem braunem Haar und tiefen dunklen Augen. Sie wirkte wie jemand, der seinen Beruf sehr ernst nimmt, was auch immer sie machte. Sie fixierte mich, halb [...]

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KAPITEL 1

 

Die Frau, die in dieser Nacht im Flugzeug neben mir saß, hatte mich erkannt. Sie saß am Fenster und ich am Gang. Ich habe versucht zu schlafen, aber in Flugzeugen konnte ich noch nie schlafen, nicht einmal zu der Zeit, als ich noch erster Klasse geflogen bin.
Sie war genau in dem richtigen Alter, um zu wissen, wer ich war, eine leicht übergewichtige Frau in den Dreißigern mit wuscheligem braunem Haar und tiefen dunklen Augen. Sie wirkte wie jemand, der seinen Beruf sehr ernst nimmt, was auch immer sie machte. Sie fixierte mich, halb überzeugt, mich erkannt zu haben, halb verunsichert – sie befürchtete wohl, sich lächerlich zu machen, wenn sie mich anspräche.
So ist das, ein ehemaliger Star zu sein: Die Leute starren dich an, erst mit weit aufgerissenen, dann mit zusammengekniffenen Augen. Sie fragen sich, ob du derjenige sein könntest, für den sie dich halten. Sie fragen sich, ob du nicht vielleicht schon tot bist. Sie gucken dich an wie eine Geistererscheinung.
Dann zögern sie, ringen mit sich, ob es denn überhaupt die Mühe wert ist, weiter nachzuforschen. Die Frau neben mir hatte sich entschieden, ihr Glück zu versuchen.
»Entschuldigung, sind Sie Mickey DeFalco?«
Man stelle sich vor, wie das ist, wenn man sich schämt, zuzugeben, wer man ist, im Bewusstsein, dass wer immer dich erkannt hat, alles über die vergeudeten Jahre wissen will, seit du von der Bildfläche verschwunden bist.
Ich antwortete nicht sofort. Die Frau starrte mich weiter an, voller Hoffnung, dass sie richtiglag. Ich seufzte, nickte und zuckte mit den Schultern.
»Ja, Ma’am, ich bin’s.«
Sie schlug die Hand vor den Mund, wie um einen begeisterten Aufschrei zu unterdrücken. Dann fiel ihre Hand herunter und gab ihren offen stehenden Mund frei. Für ein paar magische Augenblicke hörte sie auf, die ernsthafte Angestellte in mittleren Jahren zu sein. Sie war ein Groupie.
»Oh mein Gott, ich kann nicht glauben, dass ich Sie treffe!«
»Es freut mich, Sie kennenzulernen.«
»Mein Gott, ich habe Sweet Days geliebt!«
»Vielen Dank!«
»Ich war sechzehn, als es rauskam. Ich habe es so oft gehört, dass die Kassette schließlich kaputtgegangen ist! So lange ist das schon her – ich hatte das Lied auf einer Kassette. Erinnern Sie sich noch an Kassetten?«
»Ja, ich erinnere mich.«
»Gütiger Himmel, Mickey DeFalco!«
Sie wurde laut. Und ich bekam langsam Panik. Ich musste sie irgendwie beruhigen. Das Letzte, was ich gebrauchen konnte, war, dass jeder in diesem Flugzeug mitbekam, wer ich war.
Und wenn ich sage, ›war‹, dann meine ich ›war‹.
Sweet Days ist der Name eines Teenie-Lovesongs, den ich 1988 geschrieben und aufgenommen habe. Wer in diesem Jahr irgendwo auch nur in die Nähe eines Radios gekommen ist, wird sich erinnern. Zwei Wochen lang war mein Song die Nummer eins in den Charts.
In den darauffolgenden tausend Wochen – es mögen ein paar mehr oder weniger gewesen sein – ist es für mich dann leider nicht mehr so gut gelaufen.
Mit achtzehn war ich schwer angesagt. Ich schwamm auf der Erfolgswelle meines Hits, zog bei meinen Eltern aus und ging von Little Neck, Queens, nach Los Angeles, um in einer Fernsehserie namens Sweet Days mitzuspielen. Nach drei Folgen flog ich raus.
Das wäre gar nicht so schlimm gewesen, wenn nicht auch mein Nachfolgealbum Sweeter Days ein Griff ins Klo gewesen wäre.
Und auch das hätte ich noch verkraftet, wenn ich nicht mit zwanzig vor den Altar getreten und mit zwanzigeinhalb wieder geschieden worden wäre, wobei ich die Hälfte meines Vermögens an meine Exfrau abtreten musste, wie in Los Angeles üblich.
Dann hat man mich überredet, in eine Eiscafé-Kette namens Sweet Days zu investieren, ein Projekt, das genau sechs Monate lang lief und die andere Hälfte meines Vermögens verschlang.
Danach wurde es eng.
Ich versuchte, mit der Musik weiterzumachen, aber als die Jahre ins Land zogen, wurde mir allmählich klar, dass ich wohl ein One-Hit-Wonder bleiben würde. Ab und zu spielte ich meinen Song am Klavier auf Volksfesten, Geburtstagspartys und Bar-Mizwas (bei diesen Festen war es üblicherweise auch meine Aufgabe, die Gewinner der Tombola anzusagen, und manchmal zog ich die Bingo-Zahlen).
Eine Zeit lang habe ich Autos verkauft, und oft genug setzte ich dabei meine verblassende Berühmtheit ein, um Verkäufe abzuschließen, denn ich arbeitete auf Provisionsbasis.
Als der Autohändler pleiteging, begann ich, Pools zu reinigen (Ja, meine Damen und Herren, nur zu, lassen Sie Mickey DeFalco den PH-Wert Ihres Wassers messen und die toten Libellen aus Ihrem Pool fischen!).
Fast niemand wusste, wer ich war, wenn ich dort in meinem weißen Overall herumturnte, was bedeutet, dass die anlehnungsbedürftigen Hausfrauen, die mich ins Schlafzimmer zerrten – in den drei Jahren, die ich den Job gemacht habe, vielleicht ein halbes Dutzend –, ganz einfach einsam und nicht auf eine Nummer mit einem Star aus waren (oder einem ehemaligen Star. Wie auch immer).
Dieses Kapitel meines Lebens endete abrupt, als ich einmal zu viel Chlor in einen Pool schüttete, der dummerweise dem Vizepräsidenten von Warner Brothers gehörte. Seine viel jüngere Frau sprang als Brünette hinein und stieg blond wieder raus, woraufhin sie den Kopf desjenigen Idioten forderte, der für dieses Schlamassel verantwortlich war. Dabei habe ich den Job als Poolreiniger nur gemacht, weil ich hoffte, so an Leute aus dem Showbiz heranzukommen. Denn so weit war es mit mir gekommen: Anders gelang es mir nicht mehr, in diese Kreise vorzudringen. Niemand aus der Musikindustrie beantwortet mehr meine Anrufe.
Natürlich wurde ich gefeuert, und das war das Ende meines letzten regulären Jobs in der Stadt der Engel.
Danach nahm ich jede Art von Gelegenheitsjob an, den ich kriegen konnte. Ich hatte nichts mehr – keine Frau, keine Zukunft, keine Hoffnung. Mein California dream war zu einem absoluten Albtraum geworden.
Als ich das Flugzeug von Los Angeles nach New York bestieg, war ich achtunddreißig Jahre alt, und ich zog zurück nach Hause zu Mom und Dad. Die beiden wussten noch nichts davon. Bis zwei Stunden vor Abflug hatte ich es nicht einmal selbst gewusst.
Wenn man verzweifelt ist, denkt man nicht lange nach.

 

Natürlich erzählte ich der Frau im Flugzeug nichts von alledem. Ich sagte nur, dass ich eine Menge verschiedener Dinge gemacht hatte und dass ich jetzt zurück an die Ostküste zog, um näher bei meiner Familie zu sein.
Ich hatte Glück, dass sie über sich selbst reden wollte. Sie war Firmenanwältin, und sie sah aus, als gehöre sie eigentlich in die Business Class – gute Schuhe, ein eleganter schwarzer Hosenanzug, eine braune, lederne Aktentasche, die wahrscheinlich mehr kostete als mein Flugticket.
Ich trug Jeans und ein graues T-Shirt. Sie runzelte die Stirn, als sie etwas an meinem Ellenbogen entdeckte.
»Hey, was ist das denn?«
Ich sah nach. Es war ein weißer Farbklecks. Mein Herzschlag setzte einen Moment aus.
»Das ist Farbe«, erklärte ich.
»Farbe?«
Ich zögerte. Je weniger ich darüber sagte, desto besser. Andererseits wollte ich auch nicht so aussehen, als hätte ich etwas zu verbergen.
»Ich habe heute ein Haus angestrichen«, sagte ich endlich.
Sie konnte es nicht glauben.
»Mickey DeFalco als Maler?«
»Ich habe einem Freund einen Gefallen getan.«
Sie war baff und schüttelte langsam den Kopf, mit einem traurigen Lächeln im Gesicht.
»Mann, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich mit Mickey DeFalco nach Hause fliegen würde und dass er inzwischen Maler ist …«
»Hey! Ich hab doch gesagt, es war ein Gefallen für einen Freund!«
Sie war überrascht von meinem Tonfall, aber ich konnte nicht anders. Seinen Stolz kann man nicht einfach so herunterschlucken. Ich hatte genug von Fremden, die enttäuscht von meinem Leben waren. Wer zum Teufel waren sie, dass sie glaubten, sie hätten das Recht dazu?
»Hey, nichts für ungut«, sagte sie.
»Tut mir leid. Ich bin einfach müde.«
»In Ordnung.«
Sie rief die Stewardess. Ich dachte, sie wolle den Platz wechseln, und das wäre mir ganz recht gewesen, doch stattdessen bestellte sie eine Flasche Champagner, als wäre es das Normalste von der Welt. Die Stewardess ging, um die Flasche zu holen, und die Frau wandte sich wieder an mich.
»Ich möchte mich gerne entschuldigen. Würden Sie mit mir anstoßen?«, fragte sie. »Ihr Lied hat mir damals viel bedeutet.«
Wir stießen an. Der Champagner war so gut, wie ein Flugzeug-Champagner eben schmecken kann in einer Höhe von 10 000 Metern. Wir leerten die Flasche, während sie von ihrer Geschäftsreise erzählte, wie erfolgreich sie gewesen sei, wie begeistert die Leute in L. A. von ihrer Arbeit waren, wie sehr sie sich wünschten, sie würde an die Ostküste ziehen. Wie schön musste es sein, gebraucht zu werden …
Es war mitten in der Nacht, und wir befanden uns irgendwo über Kansas. Alle anderen Passagiere schienen zu schlafen. Sie lehnte sich zu mir herüber, nicht um mich zu küssen, sondern um etwas in mein Ohr zu flüstern. Ihr Atem war heiß auf meiner Wange. Es war die perfekte Gelegenheit für eine Karrierefrau wie sie, mal in eine völlig andere Rolle zu schlüpfen, eine Person zu sein, die sie schnell wieder vergessen würde, sobald das Flugzeug gelandet war.
»Ich wette«, begann sie, stockte, kicherte und musste von vorn beginnen: »Ich wette, Sie sind Mitglied im Mile High Club.«
Oh je. Ich hätte es ahnen müssen. Einmal Groupie, immer Groupie.
»Ja, bin ich«, seufzte ich. »Aber das ist schon lange her«, fügte ich wahrheitsgemäß hinzu. »Sehr lange.«
»Wissen Sie noch, wie es geht?«
»Da gibt es nicht viel zu wissen.«
Sie schaute mich ernst an. »Ich bin kein Mitglied, Mickey, aber ich wäre es gern.«
Ich hörte ein Knistern und schaute hinunter. Sie hielt ein Kondom in der Hand.
Ich schloss die Augen. Auch verblasster Ruhm zählte also etwas. Und nun verschaffte er mir die Gelegenheit zu einem Quickie in der Flugzeugtoilette, mit einer Frau, die nicht schlecht aussah und die mich zu einer Flasche Champagner eingeladen hatte.
»Mickey?«
Ich öffnete die Augen. Sie schaute mich erwartungsvoll an. Also gestikulierte ich Richtung Vorderseite des Flugzeugs.
»Gehen Sie in die linke Toilette«, sagte ich, »lassen Sie die Tür einschnappen, aber schließen Sie nicht ab. Ich komme in fünf Minuten nach.«
Sie machte sich auf den Weg, taumelte dabei gegen ein paar Sitzlehnen. Einige Tropfen Champagner waren noch übrig. Ich hob die Flasche an die Lippen und trank sie leer. Dann stand ich auf, um die Popstar-Fantasien einer Anwältin in den Dreißigern wahr werden zu lassen. Ich wusste nicht einmal ihren Namen und fühlte mich in die Achtziger zurückversetzt.
Als sie fertig war, tastete sie mit den Füßen nach dem Boden und stand auf. Sie warf die Haare zurück und begann, sich anzuziehen. Sie betrachtete kurz ihre Reflektion im Spiegel, bevor sie die Toilette als Erste verließ.
Ich schloss die Tür hinter ihr ab, setzte mich auf den Toilettendeckel und vergrub das Gesicht in den Händen. Ich überlegte, ob ich den Rest des Fluges hier drinnen verbringen sollte, aber der chemische Geruch war unerträglich.
Wie viele Frauen hatte ich gehabt, seit Sweet Days die Charts gestürmt hatte? Ich konnte sie nicht zählen. Sie verschwammen vor meinen Augen wie Schneeflocken in einem Blizzard. Anders als Schneeflocken jedoch, waren all diese Frauen gleich gewesen, alle außer einer, derjenigen, für die ich den Song geschrieben hatte. Leider war sie nicht diejenige, die ich geheiratet hatte.
Sie war diejenige, die weggelaufen war und mein Herz gebrochen hatte. Doch langsam wurde es besser. Inzwischen, zwanzig Jahre später, dachte ich nur noch ein oder zwei Mal in der Stunde an sie.
Es klopfte an der Toilettentür. Eine Stewardess forderte mich auf, doch bitte auf meinen Platz zurückzukehren und den Sicherheitsgurt anzulegen, da der Kapitän Turbulenzen erwarte.
Ich zog meine Jeans an und ging zurück zu meinem Platz. Als ich dort ankam, sah ich, dass sie tief und fest schlief. Ihr Kopf lehnte gegen das Fenster, sie trug eine Flugzeug-Schlafbrille und hatte die Decke bis unters Kinn hochgezogen.
Ganz schön schlau. Offenbar wollte sie so tun, als wäre das Ganze nur ein Traum gewesen. Sie schlief den ganzen Rest der Strecke bis nach New York, und als sie aufwachte, grüßte sie mich höflich.
Das war in Ordnung. Warum sollte man das Ganze verkomplizieren.
Wir stiegen aus dem Flugzeug und gingen zusammen eine lange Rampe hinunter zum Gepäckband. Sie hatte Gepäck aufgegeben, ich hatte nichts weiter bei mir als mein Handgepäck, also war das der ideale Zeitpunkt, sich zu verabschieden. Wir blieben stehen und schüttelten uns die Hand, so als hätte einer von uns beiden dem anderen gerade eine Lebensversicherung verkauft.
»Es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen«, sagte ich.
Sie zögerte, bevor sie mir ihre Karte reichte.
»Wenn Sie irgendwann mal Lust auf ein Wiedersehen haben …«, begann sie, und ohne den Satz zu vollenden, drehte sie sich um und ging hinüber zum Gepäckband.
Ich sah ihr nach, dann fiel mein Blick auf ihre Karte. Rosalind Pomer, Rechtsanwältin. Jetzt wusste ich, wie sie hieß.
In New York war es lange nach Mitternacht, und ich war völlig erschöpft. Außerdem konnte ich nicht einfach so unangemeldet bei meinen Eltern auftauchen. Daher beschloss ich, in einem dieser billigen Motels am Flughafen zu bleiben, an denen man normalerweise vorbeifährt und sich fragt, wer wohl in so einer Kaschemme absteigt.
Das Zimmer kostete nur achtundvierzig Dollar. Zum ersten Mal seit Langem hatte ich Geld, viel Geld, also zahlte ich bar. Ich bekam ein kleines Zimmer in der Nähe der Eismaschine, und zwischen dem Rasseln der Eiswürfel und dem Dröhnen der Flugzeuge hatte ich keine besonders erholsame Nacht.
Aber es gab eine gute Dusche mit einem starken Strahl, und ich verbrachte bestimmt zwanzig Minuten unter dem heißen Wasser, bis ich die Farbreste, Rosalind Pomer und, wie ich hoffte, all die Sünden, die ich in der Stadt der Engel begangen hatte, von mir abgewaschen hatte.

 

KAPITEL 2

 

Als ich aufwachte, war es schon spät, beinahe spät genug, dass man mich für einen weiteren Tag bezahlen lassen würde. Es war Sonntagnachmittag, kurz nach zwei. Ich zog mich an, packte meine Sachen und ging zur Rezeption, um auszuchecken. An der Rezeption warteten noch ein paar traurige Überreste des Frühstücks auf mich: Kaffee in Styroporbechern und ein einsamer Donut in einem Haufen Krümel.
Ich nahm eine Tasse schwarzen Kaffee, ließ mir von dem Mann an der Rezeption ein bisschen Kleingeld geben und ging hinüber zum Münztelefon. Der Kaffee schmeckte nach Batteriesäure, aber er gab mir den Kick, den ich brauchte. Nach zwei Schlucken war ich hellwach und bereit, zu tun, was ich tun musste. Die Telefonnummer hatte sich seit meiner Kindheit nicht geändert.
»Hallo?«
»Mama, ich bin’s, Mickey.«
»Mein Gott, du klingst so nah!«
Ich schluckte. »Ich bin in New York.«
»Gütiger Gott!«
»Mama …«
»Geht es dir gut? Ist was passiert?«
»Warum fragst du, ob etwas passiert ist?«
»Na ja, du tauchst hier einfach so auf, und da soll ich mich nicht wundern?«
»Ich würde gerne für eine Weile nach Hause kommen, wäre das in Ordnung?«
Sie machte ein seltsames Geräusch, es war ein Laut zwischen Weinen und Lachen. »Du brauchst doch keine Erlaubnis, um nach Hause zu kommen!«
»Danke.«
»Wo bist du?«
»Am Flughafen.«
»An welchem denn? Soll dein Vater dich abholen?«
»Ich nehme ein Taxi.«
»Aber das ist doch viel zu teuer!«
»Ich bin gleich bei euch, Mama.«
Sie wollte noch etwas sagen, aber ich hängte auf, beinahe bereute ich schon, sie angerufen zu haben. Jetzt konnte ich nicht mehr zurück. Meine Mutter wartete auf mich.
Ich hielt ein Taxi an, und der Fahrer war natürlich alles andere als erfreut über eine Fahrt an den Rand von Queens, denn er wusste, dass er wahrscheinlich keinen Fahrgast für die Rücktour bekommen würde. Als ich ausstieg, gab ich ihm vier Dollar Trinkgeld, und er brauste davon. Dann stand ich vor dem Haus meiner Kindheit und starrte wie verzaubert auf das kleine grüne, schindelgedeckte Gebäude in der Glenwood Street.
Ich war seit zwanzig Jahren nicht mehr hier gewesen. Denn wenn ich zu Beginn meiner Karriere in New York gewesen war, hatte ich in Hotels wie dem Plaza geschlafen (manchmal konnte ich auch ein Zimmer für meine Eltern rausschlagen). Meinen Heimatort hatte ich gemieden, bis jetzt, bis ich keinen anderen Ausweg mehr sah.
Das Haus schien über die Jahre geschrumpft zu sein. Aber so klein es auch sein mochte, es war komplett abbezahlt, dank mir. Als mir Sweet Days plötzlich so viel Geld einbrachte, hatte ich den Rest der Hypothek meines Vaters abbezahlt, 22 000 Dollar. Das war wohl das einzig Vernünftige, was ich mit diesem Geld angefangen habe.
Also hatte ich ein Recht darauf, hier zu sein. Meine Knie zitterten, als ich auf die Eingangstür zuging, die drei Zementstufen hinaufstieg bis zur Terrasse – und erstarrte.
Ich wusste nicht, ob ich einfach hineingehen oder an die Tür klopfen sollte. Das war doch lächerlich! Wie viele tausend Mal war ich nach der Schule hier hineingestürmt, hatte meine Bücher auf den Küchentisch fallen lassen und war direkt auf die Schokoladenmilch im Kühlschrank zugesteuert?
Aber das war lange her. Jetzt war alles anders.
Ich klopfte an die Tür wie ein schüchterner Vertreter, beinahe lautlos, doch meine Mutter hörte es trotzdem. Die Tür ging auf, und da stand sie. Sie blinzelte zu mir hoch, als wäre ich ein Stern im Nachthimmel, den sie zu erkennen versuchte.
Ich hatte vergessen, wie klein sie war. Doch ihre weit auseinanderstehenden Augen waren noch genau so, wie ich sie in Erinnerung hatte, leuchtend, unter einer hohen Stirn. Ihr kurzes Haar war von vielen grauen Strähnen durchzogen, doch sie kämmte es immer noch streng nach hinten, wie eine Erzieherin in einem britischen Internat.
»Michael«, sagte sie, dann umarmte sie mich, kurz, aber fest, so als hätte sie mich gerade vor einem Fall in einen Abgrund gerettet. Sie hat mich nicht ein einziges Mal »Mickey« genannt, und sie fand es schrecklich, als die Promoter beschlossen, dass ich mit diesem Spitznamen mehr Platten verkaufen würde als mit meinem richtigen Namen.
Ihre Haare rochen nach dem Hackbraten, den sie im Ofen hatte, und als sie mich wieder losließ, fragte sie, mit dem Blick auf mein Gepäck: »Ist das alles?«
Ich nickte und ließ den grünen Seesack auf den Boden gleiten.
»Ja, das ist alles.«
»Lässt du den Rest nachschicken?«
»Nein, es gibt keinen Rest. Das ist alles.«
Sie sog scharf die Luft ein, so wie früher, wenn ich eine schlechte Note im Mathetest nach Hause brachte. Es war irgendwie beruhigend zu wissen, dass ich sie nach all der Zeit immer noch enttäuschen konnte, und wer wäre wohl nicht enttäuscht gewesen von einem Sohn, der nach achtunddreißig Reisen um die Sonne nichts weiter besaß als ein paar Socken, Unterwäsche und T-Shirts?
»Na, dann komm mal rein. Das Abendessen ist fertig«, sagte sie.
Meine Mutter nannte das Essen am Sonntagnachmittag »Abendessen«, obwohl es schon um vier Uhr eingenommen wurde. Ich merkte, dass ich noch immer auf der Terrasse stand, holte tief Luft, nahm meine Tasche und betrat das Haus.
Mein Vater stand neben dem kleinen Gasherd, den sie nie benutzten, und seine Hände hingen über den Taschen seiner Jeans. Er sah aus wie ein Westernheld, der jederzeit bereit ist, seine Colts zu ziehen.
»Hallo, Papa.«
»Mick.«
Wir gingen aufeinander zu und blieben dann ein paar Schritte voneinander entfernt wieder stehen. Er schien kleiner geworden und korpulenter, doch seine Unterarme sahen immer noch aus wie die von Popeye. Er ist Automechaniker und hatte schon immer diese erstaunlich kräftigen Unterarme. In seinem ganzen Leben hat er keinen einzigen Tag Arbeit versäumt, darum nannte man ihn in Little Neck »Steady Eddie«.
Sein Haar war komplett ergraut, aber noch voll, und die braunen Augen brannten noch genauso eigenartig traurig in seinem Gesicht wie früher, mit dem Kummer eines enttäuschten Mannes, der sich nicht einmal daran erinnern kann, was es ist, das er gewollt und nie bekommen hat.
»Ich hätte dich abholen können, weißt du.«
»Es war kein Problem, mit dem Taxi zu fahren.«
»Ja, aber die nehmen’s von den Lebendigen.«
»So schlimm war es nicht.«
»Wie viel?«
»Achtundzwanzig.«
»Verdammte Blutsauger!«
»Eddie!«
Er ignorierte den Zwischenruf meiner Mutter.
»Die Fahrt dauert zwanzig Minuten, man verfährt Benzin für einen Dollar. Wie können sie dir da achtundzwanzig Dollar abknöpfen?«
»Weiß ich auch nicht.«
»Ist da wenigstens das Trinkgeld mit drin?«
»Nein.«
»Ich hoffe, du hast ihm nicht mehr als drei gegeben?«
»Vier.«
»Du bist wohl ’ne ganz große Nummer, was?«
»Das war ich mal.«
»Jetzt umarm doch endlich deinen Sohn!«, befahl meine Mutter.
Ein betretenes Grinsen stahl sich auf das Gesicht meines Vaters. Er trat auf mich zu, als wollte er mich umarmen, doch stattdessen griff er nach den Ellenbogen meiner herabhängenden Arme und drückte sie so fest, dass sie zu kribbeln begannen.
»Gut, jetzt setzen wir uns mal«, sagte meine Mutter. »Es steht alles schon auf dem Tisch. Michael, vielleicht willst du dir noch die Hände waschen?«
Ich war wieder zu Hause. Dieser Gedanke überwältigte mich, als ich meine Hände im Badezimmer des Erdgeschosses wusch, wo sich über die Jahre unter dem Warmwasserhahn eine blau-grüne Zunge von mineralischen Ablagerungen auf dem Porzellan gebildet hatte.
Ich erinnerte mich an die Zeit, als das Waschbecken noch schneeweiß gewesen war. So lange war ich weg gewesen.
Wir aßen am Küchentisch, an dem einzigen Tisch, an dem in diesem Haus je gegessen wurde. Es hatte sich kaum etwas verändert. Auf dem Boden lag ein neuer Linoleumbelag, und meine Mutter hatte ihre Leidenschaft für Kühlschrankmagneten entdeckt. Aber der Kühlschrank, an dem sie hingen, war noch immer derselbe, den ich nach der Schule geplündert hatte – nur anstatt meiner Rechtschreibtests hingen jetzt Einkaufscoupons daran. Damals hatte der Kühlschrank noch keine Geräusche gemacht, jetzt ging von ihm ein eigenartiges Summen aus, wie eine Warnung, dass es nur noch Tage, Stunden, Minuten dauern konnte, bis er den Geist aufgab …
»Wie war dein Flug?«
Meine Mutter versuchte, ein Gespräch anzukurbeln. Wir hatten zu dritt schweigend dagesessen und Hackbraten mit Stampfkartoffeln gegessen, ein weiches, breiiges Gericht, das beim Kauen keinerlei Geräusche machte und die allgemein herrschende Stille spürbar werden ließ.
Ich schluckte einen Bissen Hackbraten hinunter, der scharf mit Paprika gewürzt war. »Er war ganz okay.«
»Hast du einen Jetlag?«
»In Kalifornien ist es nur drei Stunden früher.«
»Na ja, du weißt schon, was ich meine. Bist du erschöpft?«
Wenn sie wüssten, dass ich eine Nacht im Motel verbracht hatte, würden sie einen Anfall kriegen. Gutes Geld zu bezahlen, nur um zu schlafen! Was für eine Verschwendung!
»Nein, es geht mir gut.«
Ich beobachtete meinen Vater, wie er einen Bissen von seinem Hackbraten schnitt und in den Mund steckte. Er hatte tadellose Tischmanieren, mein Vater. Ich habe ihn nie ein Getränk hinunterschütten oder sein Essen schlingen sehen, und er sprach nie mit vollem Mund.
»Das mit den Pools hat wohl nicht geklappt, was?«
In den sporadischen Gesprächen mit meinen Eltern über mein Arbeitsleben hatte ich ein wenig übertrieben. Ich hatte ihnen erzählt, dass ich eine Poolreinigungsfirma gegründet hätte, die dann pleitegegangen wäre. Sie hatten keine Ahnung, dass ich nur die Insekten aus dem Wasser gefischt hatte.
Ich zuckte mit den Schultern. »Ein großer Konzern hat mir die Aufträge weggeschnappt. Die machen allen die Preise kaputt.«
»Diese Schweine!«
»Eddie!«
»Das ist doch furchtbar. Was soll das? Warum müssen die den Kleinen das Genick brechen?«
»Das ist eben Business, Eddie.«
»Das ist nicht Business, Donna. Wenn man jemandem die Lebensgrundlage raubt, ist das fast wie Mord.«
»Business ist Business.«
Mein Vater erwiderte nichts mehr. Er ließ sie immer das letzte Wort haben, solange er sicher war, dass seine Worte gehört worden waren. Ich bewunderte ihn dafür, mir selbst ist das nie gelungen. Ich habe gerne das letzte Wort. Ich habe auch gerne das erste Wort und alle Wörter in der Mitte. In der Hinsicht bin ich wie meine Mutter.
Sie sah mich an. »Willst du Kaffee, Michael?«
»Nein, danke, Mama.«
»Er ist schon fertig.« (Was so viel hieß wie: Ich habe ihn gemacht, und du willst ihn doch hoffentlich nicht verschwenden, denk an all die gähnenden, koffeinhungrigen Kinder in Afrika.)
»Gut, dann nehme ich eine Tasse.«
Sie räumte die Teller ab und stellte vor mich und meinen Vater eine Kaffeetasse, schon gefüllt und mit Milch und Zucker. So machte sie es immer. Man bekam jegliches Essen und Trinken immer verzehrfertig serviert. Niemand hat bei uns je darum gebeten, die grünen Bohnen oder den Kartoffelbrei gereicht zu bekommen, denn meine Mutter lud die Teller am Herd voll und trug sie hinüber zum Tisch.
Es war wie in einem Diner. Als ich sechzehn war, habe ich ihr mal ein Trinkgeld unter den Teller gelegt, das fand sie überhaupt nicht komisch.
Während meine Mutter dann das Geschirr spülte, saß ich mit dem Mann, der mich gezeugt hatte, da und nippte am Kaffee, der irgendwie fad schmeckte.
»Ist der koffeinfrei?«
»Willst du anderen? Wir trinken den normalen nicht.«
»Nein, nein, schon gut.«
»Es gibt jetzt einen Starbucks auf dem Northern Boulevard«, sagte mein Vater. »Da stehen die Kids immer in Massen an für ihren Caffè Latte. Drei Dollar!«
Meine Mutter zog die Augenbrauen hoch. »Woher weißt du denn, wie viel der kostet?«
»Ich habe mal nachgesehen. Drei Dollar, und sogar mehr, wenn du einen großen willst.«
»Du hast einen Caffè Latte getrunken?«
»Nein, habe ich nicht. Du kannst dich beruhigen. Ich sagte, ich habe nachgesehen, das ist alles.«
»Von Maxwell House kostet eine ganze Dose nur neunundachtzig Cent«, rief meine Mutter vom Waschbecken herüber.
Mein Vater nickte und wandte sich wieder zu mir. »Hast du das gehört?«
»Allerdings.«
»Eine ganze Dose kostet weniger als eine Tasse. Verrückt.«
Als das Kaffeethema durch war, saßen wir uns gegenüber und schauten uns an. Irgendetwas war anders an meinem Vater, und dann endlich begriff ich, was es war. Ich hatte noch nie erlebt, dass er so lange durchhielt, ohne sich eine Zigarette anzuzünden.
»Hast du aufgehört zu rauchen, Papa?«
Er lachte laut auf, es klang ein bisschen bitter. Dann zog er ein Päckchen Camel aus seiner Hemdtasche hervor, nur so weit, dass ich einen Blick darauf erhaschen konnte, und schob es zurück.
»Ich habe aufgehört, drinnen zu rauchen. Deine Mutter erlaubt es mir nicht mehr.«
»Warum soll ich immer deinen Rauch einatmen?«
»Da fällt mir kein guter Grund ein.«
Sie drehte sich zu mir um. »Es tut ihm gut. Er raucht seitdem viel weniger.«
»Ja, neunzehn am Tag statt zwanzig. Das sollte die Tumore fernhalten.«
Er stand auf, schüttelte eine Zigarette aus der Packung, steckte sie zwischen die Lippen und ging zur Tür.
»Willkommen zu Hause, Mick«, sagte er, bevor er nach draußen trat.
Zu Hause. Das ist ein Wort, das eigentlich behaglich klingen sollte, oder? Alle möchten gerne ein Zuhause haben. Zu Hause ist, wo sie dich nicht finden können. Zu Hause bedeutet Sicherheit.
Also warum ließ mich der Klang dieses Wortes meine Kaffeetasse umwerfen?
Im Bruchteil einer Sekunde war meine Mutter zur Stelle, um die Lache aufzuwischen, so als habe sie vorhergesehen, dass das passieren würde. Sie war so schnell, dass kein einziger Tropfen Kaffee auf den Boden lief.
»Tut mir leid, Mama.«
»Das macht nichts, du hast einen Jetlag.«
»Ich habe keinen Jetlag.«
Sie warf das Knäuel Küchentücher in den Mülleimer und streckte die Hand nach meiner leeren Tasse aus.
»Ich gieße dir eine neue Tasse ein.«
»Nein, nein, ich glaube, ich bringe jetzt mal meine Sachen nach oben.«
»Dein Zimmer ist fertig!«, rief meine Mutter mir nach, während ich die Treppe hinaufging.
In meinem Zimmer roch es scharf nach einem Zitrus-Putzmittel. Meine Mutter war offenbar hier gewesen und hatte kurz durchgeputzt, gleich nach meinem Anruf vom Flughafen.
Da stand mein Bett, schmal wie im Kloster, darauf noch immer derselbe rote Überwurf, dessen Muster einen Abdruck wie Kieselsteine auf der Wange hinterließ, wenn man darauf einschlief. Meine Hardy-Boys-Bücher standen immer noch in einer Reihe auf dem Fensterbrett, davor der kleine Schreibtisch, an dem ich meine Hausaufgaben gemacht hatte – im Schein einer verstellbaren schwarzen Schreibtischlampe, die natürlich ebenfalls noch da war. Am Fußende meines Bettes lagen saubere Handtücher, wie im Hotel.
Ich schloss die Zimmertür und wünschte, ich könnte sie irgendwie abschließen. Ich vergewisserte mich, dass meine Eltern beide unten waren, dann öffnete ich meinen Seesack.
Zwischen meinen Anziehsachen lag eine alte Kaffeebüchse mit zugeklebtem Deckel. Ich zog die Klebestreifen ab und schüttete den Inhalt auf mein Bett.
Es waren mehrere Rollen Banknoten, sauber zu Bündeln zusammengerollt, ein obszöner Anblick. Ich wusste nicht einmal genau, wie viel es insgesamt war.
Ich betete, dass meine Eltern nicht hochkommen würden, zog die Gummis von den Bündeln und begann, das Geld zu zählen. Es waren fünftausendsiebenhundertvierzig Dollar.
An das Geld war ich durch eine komische Geschichte gekommen. Ich hatte es nicht wirklich gestohlen, aber es gehörte mir auch nicht. Daher musste ich gut überlegen, was ich damit anstellen würde.
Mir wurde klar, wie leichtsinnig ich gewesen war. Meine Tasche war am Flughafen durchleuchtet worden. Was, wenn der Sicherheitsbeamte Alarm geschlagen hätte, weil die Kaffeedose aussah wie eine Bombe? Ich hatte Glück gehabt, problemlos durchzukommen. Und ich hatte Glück gehabt, dass in dem drittklassigen Flughafenhotel, wo ich die Nacht verbracht hatte, niemand auf die Idee gekommen war, mich auszurauben.

Charles Carillo

Über Charles Carillo

Biografie

Charles Carillo arbeitete bei der New York Post und ist seit 2006 freier Journalist und Produzent. Seiner Zeit als Klatschreporter verdankt er einen unvergleichlichen Sinn für Humor und seiner Familie die Liebe zum Leben, was seine Geschichten zum unwiderstehlichen Erlebnis macht. Seine Leser...

Pressestimmen

Oberhessische Presse

»Carillo hat mit diesem Buch wahrlich ein Meisterwerk geschaffen – über Liebe und Tod, Freundschaft und familiäre Bande. Mit Wortwitz und Humor beschreibt der New Yorker Autor seine Charaktere, zeichnet schwungvolle Dialoge auf und zeigt, dass trotz mancher Hoffnungslosigkeit nicht alles verloren ist, was man verloren glaubt.«

Brigitte

Humorvoll, emotional und absolut popcorntauglich.

Buchmarkt

Warmherzig, witzig, charmant.

Birgitt Schweren-Wolters, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Tolle Charaktere und gut getroffene Personen. Witzig und spannend geschildert.

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