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Das Rad der Zeit 6. Das OriginalDas Rad der Zeit 6. Das Original

Das Rad der Zeit 6. Das Original

Herr des Chaos

Hardcover
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Das Rad der Zeit 6. Das Original — Inhalt

Dies ist eine Welt aus Licht und Schatten, in der das Gute und das Böse einen ewigen Krieg begannen, der nicht mehr enden will. Es ist die Welt des Rads der Zeit, des größten Fantasy-Epos, das je geschrieben wurde … Rand al’Thor, der Wiedergeborene Drache, setzt alles daran, die verfeindeten Völker zu vereinen, um sie gemeinsam in die Schlacht gegen die Finsternis zu führen. Doch die Gräben sind tief und die Interessen zu verschieden. Da wird Rand al’Thor im Weißen Turm eine Falle gestellt. Und die Getreuen der Dunkelheit bereiten ihrerseits einen tödlichen Anschlag auf den Wiedergeborenen Drachen vor … Die Reihe »Das Rad der Zeit – Das Original« vereint die Romane der Serie im hochwertigen Broschurformat und ist bei Sammlern und Fans heiß begehrt.

€ 22,99 [D], € 23,70 [A]
Erschienen am 07.10.2011
Übersetzt von: Karin König, Uwe Luserke
1184 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-70236-2
€ 17,99 [D], € 17,99 [A]
Erschienen am 12.03.2013
Übersetzt von: Karin König, Uwe Luserke
1184 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-95937-7

Leseprobe zu »Das Rad der Zeit 6. Das Original«

PROLOG

 

Die erste Botschaft

 

Demandred trat hinaus auf den schwarzen Abhang des Shayol Ghul, und das Tor, ein Loch im Gewebe der Realität, hörte augenblicklich zu existieren auf. Über ihm war der Himmel hinter wild aufquellenden grauen Wolken verborgen. Es sah aus, als brächen sich Aschewogen eines gespiegelten Meeres träge am verborgenen Felsgipfel des Berges. Weiter unten blitzten verwaschen blaue und rote Lichter über dem unfruchtbaren Tal, konnten aber den trüben Dunst nicht vertreiben, der ihre Quelle verhüllte. Blitze zuckten zu den Wolken empor [...]

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PROLOG

 

Die erste Botschaft

 

Demandred trat hinaus auf den schwarzen Abhang des Shayol Ghul, und das Tor, ein Loch im Gewebe der Realität, hörte augenblicklich zu existieren auf. Über ihm war der Himmel hinter wild aufquellenden grauen Wolken verborgen. Es sah aus, als brächen sich Aschewogen eines gespiegelten Meeres träge am verborgenen Felsgipfel des Berges. Weiter unten blitzten verwaschen blaue und rote Lichter über dem unfruchtbaren Tal, konnten aber den trüben Dunst nicht vertreiben, der ihre Quelle verhüllte. Blitze zuckten zu den Wolken empor und träger Donner grollte. Am Abhang quollen Dampf und Rauch aus weithin verstreuten Rissen im Boden. Manche dieser Öffnungen waren so klein wie eine Männerhand, und andere wieder groß genug, um zehn Männer auf einmal zu verschlingen.
Er ließ sofort die Eine Macht fahren, und mit dem Wegfallen der Süße Saidins entschwanden auch die erhöhten Sinneswahrnehmungen, die alles vorher klarer und deutlicher erscheinen ließen. Die Abwesenheit von Saidin hinterließ eine nagende Leere in ihm, doch hier würde nur ein kompletter Narr die Bereitschaft zeigen, die Macht zu benützen. Außerdem würde auch nur ein Narr an diesem Ort besser sehen oder riechen oder fühlen wollen.
In einer Zeit, die man nun als das Zeitalter der Legenden bezeichnete, war dies eine idyllische Insel in einem kühlen Meer gewesen, ein beliebter Ort bei jenen, die ländliche Ruhe bevorzugten. Jetzt war es trotz der aufsteigenden Dämpfe bitterkalt. Er beherrschte sich so weit, dass er die Kälte nicht spürte, aber der Instinkt ließ ihn den pelzbesetzten Samtumhang enger um sich zusammenziehen. Sein Atem stand als feiner Dunst vor seinem Mund, kaum sichtbar, bevor ihn die Luft schluckte. Ein paar Hundert Wegstunden weiter im Norden bestand die Welt nur noch aus Eis, aber die Erde des Thakan’dar war trocken wie die einer in ewigen Winter gehüllten Wüste.
Es gab hier Wasser, falls man das so nennen konnte, ein trübes Rinnsal, das sich den steinigen Hang neben dem grauen Dach einer Schmiede herunterwand. Drinnen erklangen Hammerschläge, und bei jedem Klirren flammte weißer Lichtschein in den engen Fensteröffnungen auf. Eine zerlumpte Frau kauerte wie ein Häufchen Unglück an der groben Steinwand der Schmiede, ein Baby in den Armen, und ein dürres Mädchen vergrub sein Gesicht im Rock der Frau. Zweifellos waren sie Gefangene, die man von einem Überfall in den Grenzlanden mitgebracht hatte. Aber nur so wenige – da knirschten die Myrddraal vermutlich mit den Zähnen. Ihre Klingen wurden nach einer Weile stumpf und mussten ersetzt werden, gleich, ob man nun die Überfälle in den Grenzlanden eingeschränkt hatte.
Einer der Schmiede trat aus der Hütte; eine massige Menschengestalt mit langsamen Bewegungen, die wie aus Fels gehauen erschien. Diese Schmiede lebten nicht wirklich. Sobald man sie auch nur um weniges vom Shayol Ghul entfernte, verwandelten sie sich zu Stein oder Staub. Sie waren auch nicht Schmiede im Sinne des Worts, denn sie stellten nichts als Schwerter her. Dieser hier hielt mit einer langen Greifzange eine Schwertklinge fest, die bereits einmal abgekühlt war, hell und bleich wie mondbeschienener Schnee. Ob er nun lebte oder nicht, jedenfalls ging der Schmied mit äußerster Sorgfalt vor, als er das schimmernde Metall in den dunklen Bach hielt. Welches Scheinleben ihn auch beseelen mochte, es konnte durch die bloße Berührung dieses Wassers enden. Als er die Klinge wieder herauszog, war sie stumpf schwarz. Doch der Herstellungsprozess war noch nicht beendet. Der Schmied schlurfte wieder hinein, und plötzlich erklang von drinnen der verzweifelte Schrei eines Mannes.
»Nein! Nein! NEIN!«, schrie er, und der Schrei entfernte sich, ohne an Eindringlichkeit zu verlieren, als habe man den Schreienden in unvorstellbare Ferne davongezerrt. Erst jetzt war die Klinge fertig.
Noch einmal trat ein Schmied aus der Hütte – vielleicht der gleiche, vielleicht ein anderer – und riss die Frau grob auf die Füße. Frau, Baby und Kind begannen zu wehklagen, doch er entriss ihr das Baby und legte es dem Mädchen in die Arme. Erst jetzt erwachte ein wenig Widerstandsgeist in der Frau. Weinend trat sie wild zu und krallte nach dem Schmied. Der zeigte sich genauso beeindruckt wie ein Steinklotz. Das Schreien der Frau verstummte, sobald sie drinnen war. Die Hämmer begannen wieder mit ihrem Dröhnen und Klirren und übertönten das Schluchzen der Kinder.
Eine Klinge fertig, eine in der Fertigstellung begriffen und zwei weitere, die noch geschmiedet werden mussten. Demandred hatte noch bei keinem Besuch zuvor weniger als fünfzig Gefangene in der Schlange stehen sehen, um ihr Scherflein zum Gelingen der Pläne des Großen Herrn der Dunkelheit beizutragen. Die Myrddraal hatten allen Grund, auf die Zähne zu beißen.
»Trödelt Ihr etwa, wenn man Euch zum Großen Herrn gerufen hat?« Die Stimme klang, als zerbröckle verrottetes Leder.
Demandred wandte sich gemächlich um. Was fiel diesem Halbmenschen nur ein, ihn in diesem Tonfall anzusprechen? Doch dann blieben ihm die strafenden Worte im Halse stecken. Das lag nicht an dem augenlosen Blick in diesem leichenblassen Gesicht. Der Blick eines Myrddraal erweckte Furcht in den Herzen aller Männer, doch er hatte die Furcht schon lange aus seinem eigenen verbannt. Nein, es lag am der schwarz gekleideten Gestalt selbst. Ein Myrddraal war etwa so groß wie ein hochgewachsener Mann, die schlangengleiche Nachbildung eines Menschen und einem solchen so ähnlich, als habe man sie in derselben Gussform hergestellt. Doch dieser hier war noch um einiges größer.
»Ich bringe Euch zum Großen Herrn«, sagte der Myrddraal. »Ich heiße Schaidar Haran.« Er wandte sich ab und begann, den Abhang emporzuklimmen. Seine Bewegungen waren flüssig und geschmeidig wie die einer Schlange. Sein tuscheschwarzer Umhang hing ihm unnatürlich starr und ohne auch nur eine Falte vom Rücken.
Demandred zögerte, bevor er ihm hinterherklomm. Die Namen der Halbmenschen kamen immer aus der zungenbrecherischen Sprache der Trollocs. ›Schaidar Haran‹ dagegen kam aus einer Sprache, die man heutzutage als die ›Alte Sprache‹ bezeichnete. Er bedeutete: ›Hand der Dunkelheit‹. Eine weitere Überraschung, und Demandred liebte Überraschungen nicht, am wenigsten hier am Shayol Ghul.
Der Eingang in den Berg hätte auch einer der verstreuten Risse sein können, aber es kaum weder Rauch noch Dampf heraus. Er klaffte weit genug, um zwei Männern nebeneinander Einlass zu gewähren, doch der Myrddraal blieb vor ihm. Der Weg senkte sich gleich hinter dem Eingang ab und führte hinunter. Der Boden des Tunnels war von unzähligen Schritten abgewetzt und glänzte wie glasierte Fliesen. Die Kälte verflog, als Demandred Schaidar Harans breitem Rücken immer weiter hinunterfolgte, und machte einer zunehmend intensiveren Hitze Platz. Demandred war sich der Hitze bewusst, ließ sich aber nicht davon berühren. Ein blasser Lichtschein ging von dem Felsgestein aus und erfüllte den Tunnel, heller als das ewige Zwielicht draußen. Unregelmäßig geformte Zapfen hingen von der Decke herab, zum Zuschnappen bereite steinerne Zähne. Das Gebiss des Großen Herrn, das die Untreuen oder den Verräter zerreißen würde. Selbstverständlich waren sie nicht natürlichen Ursprungs, aber sie erreichten ihren Zweck.
Mit einem Mal bemerkte er etwas. Jedes Mal, wenn er diesen Weg zuvor zurückgelegt hatte, hatten diese Zapfen beinahe seinen Kopf gestreift. Jetzt befanden sie sich zwei Handbreit oder mehr über dem Kopf des Myrddraal. Das überraschte ihn. Nicht, dass sich die Höhe des Tunnels geändert hatte, denn hier war das Ungewöhnliche an der Tagesordnung, sondern der zusätzliche Freiraum, der dem Halbmenschen gewährt worden war. Der Große Herr gab dem Myrddraal genau wie den Menschen seine Fingerzeige. Dieser Freiraum war etwas, dessen man sich erinnern sollte.
Der Tunnel weitete sich plötzlich, und er stand auf einem weiten Felsvorsprung über einem See aus geschmolzenem Stein, rot mit schwarzen Flecken, über dem mannshohe Flammen tanzten, erstarben und dann wieder aufzüngelten. Es gab kein Dach – nur ein großes, klaffendes Loch durch den ganzen Berg nach oben hin, und darüber zeigte sich ein Himmel, der nicht der Himmel über Thakan’dar war. Dagegen wirkte der Thakan’dars beinahe normal. Wolken aus wild gemusterten Schichten rasten vorbei, als würden sie vom stärksten aller Stürme, den die Welt je erlebt hatte, vorwärtsgepeitscht. Diesen Ort hier nannten die Menschen den Krater des Verderbens, und nur wenige wussten, dass er diese Bezeichnung wirklich verdient hatte.
Selbst nach so vielen Besuchen hier – der erste lag nun über dreitausend Jahre zurück – empfand Demandred etwas wie Ehrfurcht. Hier konnte er den Stollen spüren, dieses Loch, das man vor so langer Zeit bis zum Gefängnis des Großen Herrn vorangetrieben hatte, in dem er seit dem Augenblick der Schöpfung festgehalten worden war. Hier überwältigte ihn die Gegenwart des Großen Herrn. Körperlich befand er sich dem Stollen keineswegs näher als an irgendeinem anderen Ort auf der Welt, aber das Muster war hier so dünn, dass ihm ermöglicht wurde, sie innerlich wahrzunehmen.
Demandred war einem Lächeln so nahe, wie ihm das nur möglich war. Was für Idioten das doch waren, die sich dem Großen Herrn entgegenstellten! O ja, der Stollen war noch verschlossen, aber nicht mehr so undurchdringlich wie zu jener Zeit, da er aus seinem langen Schlaf erwacht und aus seinem Kerker tief unten entschlüpft war. Verschlossen, aber trotzdem war er größer als bei seinem Erwachen. Allerdings nicht so groß wie damals, als man ihn zusammen mit seinen Verbündeten am Ende des Kriegs um die Macht hineingeworfen hatte. Doch bei jedem Besuch seit dem Erwachen war der Stollen ein wenig größer gewesen. Bald würde der Verschluss ganz verschwinden, und der Große Herr konnte endlich wieder die ganze Welt ergreifen. Bald würde der Tag der Rückkehr anbrechen. Und er würde für alle Ewigkeit die Welt regieren. Unter dem Großen Herrn natürlich. Und natürlich gemeinsam mit den anderen der Auserwählten, die bis dahin überlebten.
»Ihr dürft jetzt gehen, Halbmensch.« Er wollte dieses Ding nicht hier dabeihaben, wenn ihn die Ekstase überkam. Die Ekstase und der Schmerz.
Schaidar Haran rührte sich nicht.
Demandred öffnete den Mund – und in seinem Kopf explodierte die Stimme: DEMANDRED !
Das als Stimme zu bezeichnen war, als bezeichne man einen Berg als Kieselstein. Sie zerquetschte ihn beinahe, explodierte im Innern seines Schädels und füllte ihn gleichzeitig mit Verzückung. Er sank auf die Knie nieder. Der Myrddraal stand da und beobachtete ihn leidenschaftslos, doch da diese Stimme seinen ganzen Verstand erfüllte, nahm er das Ding nur am Rande wahr.
DEMANDRED. WIE STEHT ES UM DIESE WELT ?
Er war sich niemals sicher, wie viel der Große Herr tatsächlich von der Welt wusste. Er war oft sowohl von Unkenntnis wie auch vom Wissensstand des Großen Herrn überrascht worden. Doch ihm war vollkommen klar, worauf er jetzt hinauswollte.
»Rahvin ist tot, Großer Herr. Gestern.« Es schmerzte. Wenn Euphorie zu stark wurde, wandelte sie sich in Schmerz. Seine Arme und Beine zuckten. Jetzt schwitzte er. »Lanfear ist spurlos verschwunden, genau wie Asmodean. Und Graendal sagt, Moghedien sei zu ihrem vereinbarten Treffen nicht erschienen. Das war auch gestern, Großer Herr. Ich glaube nicht an Zufälle.«
DIE AUSERWÄHLTEN SCHWINDEN DAHIN, DEMANDRED. DIE SCHWACHEN FALLEN VON MIR AB. WER MICH VERRÄT, WIRD DEN ENDGÜLTIGEN TOD STERBEN. ASMODEAN, VON SEINEN SCHWÄCHEN AUFGEZEHRT. RAHVIN TOT, WEIL ER ZU STOLZ WAR. ER DIENTE MIR GUT, DOCH SELBST ICH KANN IHN NICHT VOR DEM BAALSFEUER RETTEN. SELBST ICH KANN MICH NICHT AUSSERHALB DER ZEIT BEGEBEN. Einen Augenblick lang erfüllte ein schrecklicher Zorn diese entsetzliche Stimme, und dazu – konnte das Niedergeschlagenheit sein? Nur einen kurzen Augenblick. VON MEINEM URALTEN FEIND GETÖTET, DEN MAN DEN DRACHEN NENNT. WÜRDEST DU IN MEINEM DIENST DAS BAALSFEUER VERWENDEN, DEMANRED ?
Demandred zögerte. Ein Schweißtropfen rollte einen Fingerbreit weit seine Wange hinunter. Das schien eine Stunde gedauert zu haben. Ein Jahr lang während des Kriegs um die Macht hatten beide Seiten Baalsfeuer benützt. Bis sie die Folgen begriffen hatten. Ohne eine offizielle Einigung oder einen Waffenstillstand – es hatte niemals einen Waffenstillstand oder auch nur Gnade in diesem Kampf gegeben – hatten beide Seiten einfach damit aufgehört. In diesem Jahr waren ganze Städte im Baalsfeuer vergangen, Hunderttausende von Fäden im Muster verbrannt, die Wirklichkeit selbst beinahe aufgelöst und dem Punkt nahe gekommen, an dem die Welt und das ganze Universum sich wie Nebel verflüchtigten. Falls das Baalsfeuer noch einmal losgelassen wurde, mochte es keine Welt mehr geben, die er hätte regieren können.
Noch eine Erkenntnis stieß ihm unangenehm auf. Der Große Herr wusste bereits, wie Rahvin ums Leben gekommen war. Und er schien auch mehr über Asmodean zu wissen, als er selbst. »Wie Ihr befehlt, Großer Herr, so werde ich gehorchen.« Seine Muskeln mochten zucken, doch die Stimme klang felsenfest. An seinen Knien bildeten sich bereits Blasen vom heißen Felsboden, doch seine Haut hätte ebenso gut einem anderen gehören können.
DAS WERDET IHR.
»Großer Herr, der Drache kann durchaus vernichtet werden.« Ein toter Mann konnte kein Baalsfeuer mehr verwenden, und dann würde der Große Herr vielleicht einsehen, dass es nicht mehr notwendig sei. »Er weiß nicht viel und ist schwach. Seine Aufmerksamkeit gilt einem Dutzend verschiedener Dinge gleichzeitig. Rahvin war ein eingebildeter Narr. Ich …«
WOLLT IHR DER NAE’BLIS WERDEN ?
Demandreds Zunge erstarrte. Nae’blis. Derjenige, der nur eine einzige Stufe unterhalb des Großen Herrn stand und selbst über alle anderen herrschte. »Ich möchte Euch lediglich dienen, Großer Herr, auf welche Art auch immer.« Nae’blis.
DANN LAUSCHT UND DIENT. HÖRT, WER STERBEN UND WER LEBEN WIRD.
Demandred schrie, als die Stimme über ihm zusammenschlug. Freudentränen liefen ihm über die Wangen.
Unbewegt sah der Myrddraal zu.

 

»Hört auf mit der Herumzappelei.« Nynaeve warf gereizt den langen Zopf über ihre Schulter. »Das klappt nicht, wenn Ihr herumzappelt wie Kinder, die es juckt.«
Keine der beiden Frauen, die ihr an dem Korbtisch gegenübersaßen, schien älter als sie selbst zu sein, obwohl sie in Wirklichkeit etwa zwanzig Jahre mehr zählten, und sie zappelten auch nicht wirklich, aber Nynaeve war einfach der Hitze wegen gereizt. In dem kleinen fensterlosen Raum bekam man Platzangst. Sie war schweißnass; die beiden dagegen wirkten kühl und trocken. Leane in ihrem Domanikleid aus viel zu dünner, blauer Seide zuckte lediglich die Achseln. Die hochgewachsene Frau mit dem kupfernen Teint schien über unendlich viel Geduld zu verfügen. Normalerweise. Siuan dagegen, blond und kräftig, zeigte nur selten welche.
Nun knurrte Siuan und zupfte gereizt ihren Rock zurecht. Sonst trug sie meist recht einfache Kleidung, aber heute Morgen hatte sie ein Gewand aus feinem gelben Leinen an, das um den beinahe etwas zu tiefen Ausschnitt herum mit tairenischer Labyrinthstickerei verziert war. Ihre blauen Augen blickten so kalt wie Wasser aus einer tiefen Quelle. So kalt jedenfalls Wasser aus einer tiefen Quelle gewesen wäre, hätte das Wetter nicht so verrücktgespielt. Sie hatte wohl die Kleider gewechselt, nicht aber die Augen. »Es klappt so und so nicht«, fauchte sie. Ihre typische Art zu sprechen hatte sich auch nicht geändert. »Man kann einen Rumpf nicht abdichten, wenn das ganze Boot verbrannt ist. Nun, es ist reine Zeitverschwendung, aber ich habe es versprochen, also weiter damit. Leane und ich haben noch mehr Arbeit.« Die beiden leiteten das Netz der Augenund-Ohren dieser Aes Sedai in Salidar, der Spione, die Berichte darüber sandten, was sich in der Welt so tat und welche Gerüchte man draußen in der Welt vernahm.
Nynaeve strich ihren Rock glatt, um sich ein wenig zu beruhigen. Ihr Kleid war aus einfacher weißer Wolle gefertigt und hatte am Saum sieben Farbstreifen, einen für jede Ajah. Das Kleid einer Aufgenommenen. Das ärgerte sie mehr, als sie sich je vorgestellt hatte. Sie hätte so viel lieber das grüne Seidenkleid angezogen, das sie weggepackt hatte. Sie gab ja, wenigstens insgeheim, zu, dass sie in letzter Zeit Gefallen an schönen Kleidern gefunden hatte, aber für speziell dieses hatte sie sich nur aus Gründen der Bequemlichkeit entschieden, denn es war dünn und leicht, und nicht etwa, weil Grün zu Lans Lieblingsfarben zu gehören schien. Absolut nicht deswegen. Träumereien der übelsten Sorte. Eine Aufgenommene, die irgendetwas anderes als das umsäumte weiße Kleid trug, würde sehr schnell feststellen, dass es für sie noch ein langer Weg bis zur Aes Sedai war! Entschlossen verdrängte sie alle Gedanken an Kleidung. Sie war nicht hier, um davon zu träumen, sich herauszuputzen. Ihm gefiel auch Blau. Nein!
Vorsichtig griff sie mit der Einen Macht zu, erst bei Siuan und dann bei Leane. Auf gewisse Weise gebrauchte sie die Macht überhaupt nicht richtig. Sie konnte sie ja nicht lenken, wenn sie nicht gerade zornig war, konnte noch nicht einmal die Wahre Quelle spüren. Doch es kam auf dasselbe heraus. Dünne Fäden von Saidar, der weiblichen Hälfte der Wahren Quelle, tasteten sich, so wie sie sie webte, durch die beiden Frauen.
An ihrem linken Arm trug Nynaeve ein schmales Armband, ein einfaches Gliederband aus Silber. Hauptsächlich aus Silber jedenfalls, und es stammte aus einer ganz bestimmten Quelle, obwohl das im Grunde keine Rolle spielte. Es war, abgesehen von ihrem Großen Schlangenring, das einzige Schmuckstück, das sie trug. Man brachte die Aufgenommenen auf ziemlich eindeutige Weise davon ab, viel Schmuck zu tragen. Eine dazu passende Halskette schmiegte sich eng um den Hals der vierten Frau im Raum, die auf einem Hocker an der rau verputzten Wand saß und die Hände im Schoß gefaltet hatte. Sie trug grobe braune Wollkleidung wie eine Bauersfrau, hatte auch das verbrauchte aber robuste Gesicht einer Bäuerin, doch bei ihr war kein Schweißtropfen zu sehen. Sie bewegte auch nicht einen Muskel; nur ihre dunklen Augen beobachteten alles. In Nynaeves Sicht war sie vom Glühen Saidars umgeben, aber es war Nynaeve, die diese Stränge dirigierte. Arm- und Halsband schufen ein Bindeglied zwischen ihnen, ganz ähnlich, wie die Aes Sedai sich verknüpften, um ihre Kräfte miteinander zu vereinen. Elaynes Meinung nach hatte das etwas mit »absolut identischen Mustern« zu tun, und ihre weiteren Erklärungen waren dann wirklich unverständlich gewesen. Nynaeve glaubte in Wirklichkeit nicht, dass Elayne auch nur halb so viel verstand, wie sie vorgab. Was sie selbst betraf, verstand Nynaeve überhaupt nichts, außer, dass sie eben jedes Gefühl der Frau mitempfand, die Frau selbst ›fühlte‹, aber nur in einem Winkel ihres Verstands, und dass sie es war, die den Gebrauch der Macht durch die andere kontrollierte. Manchmal glaubte sie, es sei vielleicht besser, wenn die Frau auf dem Hocker nicht mehr lebte. Einfacher auf jeden Fall. Sauberer.
»Es ist etwas zerrissen oder zerschnitten worden«, sagte Nynaeve nachdenklich und wischte sich abwesend den Schweiß vom Gesicht. Es war nur ein ganz verschwommener Eindruck, fast gar nicht zu bemerken, aber es war das erste Mal, dass sie überhaupt mehr als nur Leere vorgefunden hatte. Es konnte natürlich auch Einbildung sein, Wunschdenken, weil sie unbedingt etwas finden wollte, gleich was.
»Abtrennen«, sagte die Frau auf dem Hocker. »So hat man das bezeichnet, was Ihr nun eine Dämpfung nennt.«
Drei Köpfe drehten sich zu ihr herum, und drei Augenpaare blickten sie wütend an. Siuan und Leane waren Aes Sedai gewesen, bis man sie während des Umsturzes in der Weißen Burg einer Dämpfung unterzogen hatte und Elaida zum Amyrlin-Sitz gewählt worden war. Dämpfung. Alle Schwingungen der Einen Macht verflacht unterdrückt, abgeschnitten. Das Wort konnte einen schaudern lassen. Niemals mehr die Macht lenken. Und sich trotzdem immer daran erinnern und sich des Verlustes bewusst sein. Ständig die Wahre Quelle fühlen und dabei wissen, dass man sie nie wieder berühren wird. Man konnte die Wirkung einer Dämpfung genauso wenig abheilen wie den Tod.
Das glaubte jedenfalls jeder, aber Nynaeves Meinung nach sollte die Eine Macht in der Lage sein, alles zu heilen – bis eben auf den Tod. »Falls Ihr etwas Nützliches beizutragen habt, Marigan«, sagte sie in scharfem Ton, »dann sagt es. Falls nicht haltet den Mund.«
Marigan wich zurück und drückte sich gegen die Wand. Ihre Augen glitzerten, und ihr Blick war auf Nynaeve gerichtet. Furcht und Hass quollen durch das Armband zu Nynaeve herüber, aber das war in gewissem Maße immer so. Gefangene hatten gewöhnlich nicht viel für die übrig, die sie gefangen genommen hatten, sogar – vielleicht gerade darum – wenn ihnen klar war, dass sie die Gefangenschaft oder noch Schlimmeres verdient hatten. Das Problem war nur, dass Marigan ebenso behauptete, das Abtrennen – die Dämpfung – sei nicht heilbar. O ja, sie behauptete wohl, im Zeitalter der Legenden habe man praktisch alles bis auf den Tod geheilt, und was die Gelben Ajah nun als Heilen bezeichneten, sei nur ein schwacher Abklatsch früherer Kenntnisse, so als versorge man nur schnell und provisorisch die vielen Verwundeten auf einem Schlachtfeld. Aber wenn man Einzelheiten aus ihr herausbekommen wollte, oder wenigstens ein paar Andeutungen, dann stieß man ins Leere. Marigan verstand genauso viel vom Heilen wie Nynaeve von der Arbeit eines Schmieds – dass man nämlich Metall zwischen glühende Kohlen steckte und dann mit einem Hammer draufschlug. Das reichte bestimmt nicht, um auch nur ein Hufeisen herzustellen. Oder irgendetwas Schlimmeres als eine Prellung zu heilen.
Nynaeve drehte sich auf ihrem Stuhl wieder herum und musterte Siuan und Leane. Tagelang ging das nun schon. Wann immer sie die beiden aus ihrer übrigen Arbeit reißen konnte, hatten sie sich hier getroffen, aber erfahren hatte sie dadurch nichts. Mit einem Mal wurde ihr bewusst, dass sie nervös an dem Armband herumspielte. Was sie auch immer dadurch gewann: Sie hasste es, mit der anderen Frau verknüpft zu sein. Diese Intimität empfand sie als widerlich. Vielleicht kann ich auf diese Art wenigstens etwas erfahren, dachte sie. Und wenn nicht, kommt es auf dasselbe heraus wie alles bisher.
Vorsichtig löste sie das Armband von ihrem Handgelenk – der Verschluss war völlig unauffindbar, wenn man nicht wusste, wie er funktionierte – und reichte es Siuan. »Legt das an.« Es war bitter, die Beherrschung der Macht so aus der Hand zu geben, aber sie musste das jetzt durchziehen. Und diese Gefühlsaufwallungen loszuwerden war wie ein reinigendes Bad. Marigans Blick folgte wie hypnotisiert dem schmalen Silberband.
»Warum?«, wollte Siuan wissen. »Ihr sagt mir erst, dieses Ding funktioniere nur, wenn …«
»Legt es einfach an, Siuan.«
Siuan blickte sie zuerst unwillig an – Licht, diese Frau konnte vielleicht stur sein – und schloss dann doch das Armband um ihr Handgelenk. Augenblicklich nahm ihr Gesicht einen staunenden Ausdruck an, und anschließend zog sie die Augen zusammen und sah Marigan dabei an. »Sie hasst uns, doch das war mir schon klar. Und da ist auch Furcht und … Erschrecken. Sie lässt sich nicht das Geringste anmerken, aber sie ist beinahe zu Tode erschrocken. Ich denke, sie glaubte vorher nicht, dass ich dieses Ding auch benutzen kann.«
Marigan verlagerte unruhig ihr Gewicht. Bisher konnten nur zwei von denen, die von ihr wussten, das Armband benützen. Vier würden noch erheblich mehr unangenehme Fragen mit sich bringen. Oberflächlich betrachtet, schien sie in vollem Maße zur Zusammenarbeit bereit, doch was mochte sie wohl verbergen? So viel sie nur konnte, da war Nynaeve sicher.
Seufzend schüttelte Siuan den Kopf. »Und ich kann nicht. Ich sollte doch in der Lage sein, durch sie die Quelle zu berühren, stimmt’s? Also, es geht nicht. Eher könnte ein Schwein lernen, auf einen Baum zu klettern. Ich bin der Dämpfung unterzogen worden, und damit hat sich’s. Wie bekommt man das Ding wieder ab?« Sie fummelte an dem Armband herum. »Verdammt, wie geht das nur wieder ab?«
Sanft legte Nynaeve eine Hand auf die Siuans, mit der sie am Armband herummachte. »Begreift Ihr denn nicht? Das Armband funktioniert nicht bei einer Frau, die mit der Macht nicht umgehen kann, genauso wenig wie das Halsband in diesem Fall. Wenn ich eines davon einer der Köchinnen anlegte, wäre es nicht mehr als ein hübsches Schmuckstück für sie.«
»Köchinnen oder nicht«, sagte Siuan, als sei die Diskussion damit für sie beendet, »ich kann jedenfalls die Macht nicht mehr ergreifen. Man hat mich der Dämpfung unterzogen.«
»Aber es gibt da etwas, das man heilen kann«, widersprach ihr Nynaeve. »Sonst hättet Ihr durch das Armband überhaupt nichts spüren können.«
Siuan riss ihren Arm los und streckte ihn Nynaeve mit dem Handgelenk voraus hin. »Nehmt es ab.«
Nynaeve schüttelte den Kopf, als sie dem Wunsch nachkam. Manchmal konnte Siuan genauso stur sein wie ein Mann!
Als sie Leane das Armband hinhielt, streckte die Domanifrau ihr den Arm voller Eifer entgegen. Leane tat gewöhnlich, genau wie Siuan, als mache ihr der Verlust der Macht nicht viel aus, aber das wirkte nicht immer. Angeblich gab es nur eine Möglichkeit, die Auswirkungen einer Dämpfung zu überleben, wenn man nämlich etwas fand, um das ganze Leben auszufüllen, die Leere zu füllen, die die Eine Macht hinterlassen hatte. Für Siuan und Leane bestand das im Moment darin, ihr gesamtes Agentennetz auszubauen und zu leiten, und, was noch wichtiger war, zu versuchen, die Aes Sedai hier in Salidar zu überzeugen, dass sie Rand al’Thor als den Wiedergeborenen Drachen unterstützen mussten. Aber die Aes Sedai durften von dieser Absicht nichts merken. Die Frage war nur, ob das auf die Dauer ausreichen würde. Die Bitterkeit auf Siuans Miene und die Freude auf der Leanes, als sich das Armband um ihr Handgelenk schloss, sprachen eine deutliche Sprache. Vielleicht konnte nichts jemals diese Leere füllen.
»Oh, ja.« Leane hatte eine äußerst knappe Art zu sprechen. Allerdings nicht, wenn sie mit Männern sprach. Schließlich war sie eine Domani, und in letzter Zeit machte sie, was das betraf, alles wieder gut, was sie in ihrer Zeit in der Burg versäumt hatte. »Ja, sie ist wirklich wie betäubt, nicht wahr? Allerdings fängt sie sich jetzt allmählich wieder.« Ein paar Augenblicke lang saß sie schweigend da und betrachtete nachdenklich die Frau auf dem Hocker. Marigan blickte misstrauisch zurück. Schließlich zuckte Leane die Achseln. »Ich kann die Quelle auch nicht berühren. Und ich habe versucht, sie den Stich eines Flohs am Knöchel spüren zu lassen. Wenn das geklappt hätte, wäre irgendeine Reaktion bei ihr spürbar gewesen.« Das war eine weitere Anwendungsmöglichkeit des Armbands: Man konnte die Frau mit dem Halsband körperliche Empfindungen spüren lassen. Nur die Empfindungen – es hinterließ keine äußeren Spuren, keine wirklichen Verletzungen –, doch als Marigan ein- oder zweimal die Empfindungen kräftiger Prügel hatte spüren müssen, hatte sie sich entschlossen, am besten mitzuspielen. Die Alternative wäre eine schnelle Gerichtsverhandlung gewesen, mit anschließender Hinrichtung.
Trotz des Fehlschlags schaute Leane genau hin, als Nynaeve das Armband öffnete und es wieder um ihr eigenes Handgelenk schloss. Wie es schien, hatte wenigstens sie den Gedanken noch nicht vollständig aufgegeben, eines Tages wieder die Macht lenken zu können.
Es war herrlich, die Eine Macht wieder zu spüren. Nicht so schön natürlich, wie selbst Saidar in sich aufzunehmen, sich davon erfüllen zu lassen, aber sogar das Gefühl, durch die andere Frau die Quelle zu berühren, wirkte so, als verdopple sich dadurch die Lebenskraft. Wenn man Saidar in sich aufnahm, wollte man am liebsten vor reiner Freude lachen und tanzen. Sie rechnete damit, dass sie sich eines Tages daran gewöhnt haben würde; das musste ja bei einer fertigen Aes Sedai so sein. Im Vergleich dazu war das Verknüpfen mit Marigan ein geringer Preis, den sie zu zahlen hatte. »Jetzt, da wir wissen, dass es eine Chance für Euch gibt«, sagte sie, »glaube ich …«
Die Tür schlug auf, und Nynaeve war auf den Füßen, noch bevor sie es richtig wahrgenommen hatte. Sie dachte gar nicht daran, die Macht zu gebrauchen. Wäre ihre Kehle nicht wie zugeschnürt gewesen, hätte sie laut geschrien. Sie war nicht die Einzige. Sie registrierte aber kaum, dass auch Siuan und Leane aufgesprungen waren.
Die Angst, die sich durch das Armband in sie ergoss, schien ein Echo ihrer eigenen.
Die junge Frau, die nun die abgewetzte Holztür hinter sich schloss, nahm gar keine Notiz von dem Aufruhr, den sie ausgelöst hatte. Groß und hoch aufgerichtet, im weißen Kleid einer Aufgenommenen, die sonnengoldenen Locken bis auf die Schultern herabhängend, wirkte sie, als wolle sie vor Wut in die Luft gehen. Aber trotz des vom Zorn verzerrten Gesichts und der Schweißtropfen, die ihr von der Stirn rannen, brachte sie es irgendwie noch fertig, schön auszusehen. Das war bei Elayne eine besondere Gabe. »Wisst Ihr, was sie vorhaben? Sie schicken doch tatsächlich eine Gesandtschaft nach … nach Caemlyn! Und sie weigern sich, mich mitzunehmen! Sheriam hat mir verboten, das Thema noch einmal zu erwähnen! Verbot mir, überhaupt davon zu sprechen!«
»Hat man dir das Anklopfen nicht beigebracht, Elayne?« Nynaeve zog ihren umgekippten Stuhl wieder hoch und setzte sich. Das heißt, sie ließ sich mit weichen Knien erleichtert auf den Stuhl fallen. »Ich dachte schon, Sheriam sei gekommen.« Der bloße Gedanke an ein Ertappen verursachte ihr Magenschmerzen.

Robert Jordan

Über Robert Jordan

Biografie

Robert Jordan, geboren 1948 in South Carolina, begeisterte sich schon in seiner Jugend für fantastische Literatur von Jules Verne und H.G. Wells. Als ihm der Lesestoff ausging, begann er selbst zu schreiben. 1990 erschien der Auftakt zu seinem Zyklus »Das Rad der Zeit«, einem einzigartigen epischen...

Weitere Titel der Serie »Das Rad der Zeit«

Pressestimmen

Morgan Llywelyn

Nur wenige Schriftsteller erschaffen Welten, die die Grenzen der Phantasie überschreiten und ihre eigene Wirklichkeit erringen. Robert Jordan ist dies aufs Glänzendste gelungen.

Fred Saberhagen

Ein Epos von der Dichte einer stählernen Klinge - und glühend vor tiefer Magie.

SFX

Robert Jordan ist ein Fantasy-Phänomen!

Milwaukee Sentinel

Eine Mischung aus Robin Hood und Stephen King, der man sich nicht entziehen kann!

Inhaltsangabe

INHALT

PROLOG Die erste Botschaft

1. KAPITEL Der Löwe auf dem Hügel

2. KAPITEL Der Neuankömmling

3. KAPITEL Die Augen einer Frau

4. KAPITEL Sinn für Humor

5. KAPITEL Ein anderer Tanz

6. KAPITEL Schattengewebe

7. KAPITEL Überlegungen

8. KAPITEL Der Sturm braut sich zusammen

9. KAPITEL Pläne.

10. KAPITEL Wie man in den Grenzlanden sagt

11. KAPITEL Lehrende und Lernende

12. KAPITEL Fragen und Antworten

13. KAPITEL Unter dem Staub

14. KAPITEL Träume und Albträume

15. KAPITEL Aufgetürmter Sand

16. KAPITEL Was das Rad verrät

17. KAPITEL Das Rad eines Lebens

18. KAPITEL Ein Vorgeschmack der Einsamkeit

19. KAPITEL Toh regiert

20. KAPITEL Aus dem Stedding

21. KAPITEL Nach Shadar Logoth

22. KAPITEL In Richtung Süden

23. KAPITEL Um eine Botschaft zu begreifen …

24. KAPITEL Eine Abordnung

25. KAPITEL Wie ein Gewittersturm

26. KAPITEL Verwandtschaftsbeziehungen

27. KAPITEL Geschenke

28. KAPITEL Briefe

29. KAPITEL Feuer und Geist

30. KAPITEL Die Heilung

31. KAPITEL Rotes Wachs

32. KAPITEL Ein kühles Bad

33. KAPITEL Mut

34. KAPITEL Die Reise nach Salidar

35. KAPITEL Der Saal entscheidet

36. KAPITEL Zur Amyrlin erhoben

37. KAPITEL Der Kampf beginnt

38. KAPITEL Eine Überraschung

39. KAPITEL Möglichkeiten

40. KAPITEL Drei Frauen

41. KAPITEL Bedrohung

42. KAPITEL Die Schwarze Burg

43. KAPITEL Die Rosenkrone

44. KAPITEL Die Eigenschaft Vertrauen

45. KAPITEL Ein bitterer Gedanke

46. KAPITEL Jenseits des Wegetors

47. KAPITEL Die Wanderin

48. KAPITEL Auf dem Dolch ausruhen

49. KAPITEL Der Spiegel der Nebel

50. KAPITEL Dornen

51. KAPITEL Die Gefangennahme

52. KAPITEL Gewebe der Macht

53. KAPITEL Das Lichterfest

54. KAPITEL Die Übermittlung

55. KAPITEL Die Brunnen Dumais

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