Das grüne Rollo

Das grüne Rollo

Roman

€ 19,99 inkl. MwSt.

"Heinrich Steinfest erzählt lustvoll, klug, mitreißend. Er zelebriert das Skurrile, Geheimnisvolle im Alltäglichen." Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

 

Theo ist gerade aufs Gymnasium gekommen, als es eines Nachts, um 23:02, mit einem Ratsch plötzlich da ist. Vor seinem Fenster bläht sich im Mondlicht ein grünes Rollo. Tagsüber verschwindet es, aber von nun an entrollt es sich jede Nacht um exakt dieselbe Zeit. Das ist unheimlich genug, und nicht nur, weil es in Theos Zuhause noch nie Rollos oder auch nur Vorhänge gab. Viel unheimlicher ist aber, dass es, wenn man genau hinschaut, Augen zu haben scheint ... Nein, keine Augen, Ferngläser. Aus dem Rollo blicken kleine Männer durch Feldstecher streng zu Theo herüber. Theo ist sich sicher, dass dort, auf der anderen Seite des Rollos, eine eigene Welt existiert. Eine grünliche Welt. Nach schlaflosen Nächten fasst er sich ein Herz und beschließt, in jene andere Sphäre hinüberzusteigen ... Vierzig Jahre später hat Theo das alles als eine Kindheitsfantasterei abgetan. Bis es plötzlich wieder da ist - das grüne Rollo.

  • € 19,99 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 09.03.2015
  • 288 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-492-05661-8
 
 

Leseprobe zu »Das grüne Rollo«

1


Dort, wo das Fenster war, war nie ein Rollo gewesen. Kein Rollo, kein Vorhang, kein Fensterladen, nichts dergleichen. Die Eltern wollten das nicht. Sie waren modern, und sie waren Vorhanghasser. Sie sagten gerne, sie hätten nichts zu verbergen und außerdem sei man ja nicht im Krieg. Dabei lächelten sie sich an.
Gott, dieses Lächeln?!
Vierzig Jahre ist das her. Damals, als das neue Jahrhundert und damit auch das neue Jahrtausend soeben zehn geworden waren. Und ich ebenfalls. Ich würde immer genauso alt sein wie das Jahrhundert, in dem ich lebte. Mir gefiel die Vorstellung, daß ich, [...]

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Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Kleine Zeitung


»Heinrich Steinfest schafft es mit traumhafter Surrealität spannend zu unterhalten und mit raffinierten Erzähl-Konstruktionen Fragen nach dem Wesentlichen zu stellen – beglückend, unterhaltsam, nachdenklich.«   

Nürnberger Nachrichten


»Eine fantastische Geschichte, verfasst mit wilder Fabulierlust... Die Leser von Steinfests Vorgängerbüchern (...) wissen bereits, dass der Autor ein intelligenter Erzähler ist. ›Das grüne Rollo‹ bestätigt dies beeindruckend.«   

WDR 4


»Selten gelingt es einem Autor, anspielungsreiche Hochliteratur mit unglaublichem Unterhaltungswert zu verbinden. Heinrich Steinfest hat das mal wieder geschafft.«   

Märkische Allgemeine


»Ein ungewöhnlicher Roman, ein modernes Märchen und eine Science-Fiction Story... ein Fantasieroman mit einer Prise Alice im Wunderland. Das Buch ist sehr unterhaltsam, amüsant und intelligent geschrieben.«   

Südwest Presse


»Heinrich Steinfest zeigt mit beinahe jedem Buch eine neue Facette seiner Kreativität, seines Einfallsreichtums und seiner Schreibkunst«   

Neues Deutschland


»Das Buch ist unterhaltsam, aber dahinter steht etwas Ernstes. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die eigene Existenz, um die Frage, ob diese mit dem Tode endet und was beim Sterben geschieht.«   

Nürnberger Zeitung


»Faszinierend und spannend zugleich. Typisch Steinfest eben.«   

Die Rheinpfalz


»Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Science-Fiction, Kafka und Existenzialphilosophie (...) Es ist ein Zukunftsroman, der sich mit den letzten Dingen beschäftigt. Ein Buch über den Tod – und ein unglaublich beeindruckter Versuch, diesen in Worte zu fassen.«   

Kurier am Sonntag


»Die fantastische, unwirkliche Reise ins Rollo hinterfragt gelungen menschliche Wahrnehmung und problematisiert ihre Grenzen.«   

Tiroler Tageszeitung


»Eine unterhaltsame, stellenweise sehr komische, dann wieder berührende Leseerfahrung.«   

Aachener Zeitung


»Heinrich Steinfest hat einen fansievollen Roman im Stile von ›Alice im Wunderland‹ geschaffen - für Erwachsene. Seine Ideen und sein unverkennbarer Stil bereiten viel Freude.«   

FAZ Literaturkalender


»Heinrich Steinfest ist bekannt für seine Romane, in denen Wahrscheinliches und Unwahrscheinliches, Reales und Fantastisches aufeinanderprallen. In seinem neuen Buch verbindet sich diese Mischung wieder mit großer Freude am unterhaltenden Erzählen, überraschenden Einfällen und originellem Humor.«   

Sächsische Zeitung


»Der Erfindungsfuror des Autors ist offenbar grenzenlos, sein schräger Sprachwitz das reinste Vergnügen und die Logik seiner Geschichte wirklich traumhaft.«   

Morgenpost am Sonntag


»ungeheuer einfallsreich und unterhaltsam«   

OWL - Zeitung für den Kreis Paderborn


»Ach was für ein herrliches Buch!...voller Lebensweisheit und der Absurdität des Daseins an sich.«   

Ruhr Nachrichten


»›Das grüne Rollo‹ ist irgendwie unbeschreiblich – unbeschreiblich spannend, unbeschreiblich gut geschrieben, unbeschreiblich, was das überraschende Ende betrifft.«   

Kurier Wien


»Es sprudeln Ideen. Steinfest fängt sie und wickelt sie in Sätze, die man nie vernommen hat.«   

Kölner Stadt-Anzeiger


»Eine überaus kluge und tröstliche Geschichte über das Leben, den Tod und über das Zwischenreich, das Mediziner Koma und Autoren wie Steinfest Nidastat nennen.«   

FORMAT


»Mit seinem neuen Roman erweist sich Heinrich Steinfest nicht nur als Meister sprachlicher Arabesken, sondern auch inhaltlicher«   

OPAC Bibliotheken in Österreich


»Ein Buch für Märchenliebhaber und Realisten.«   

Wien live


»Steinfest erzählt stilsicher wie stets bei spannendem Plot.«   

Buchkultur Wien


»Fast schon schmerzhaft schöne poetische Einsprengsel stehen neben ironischer Überhöhung und einer überbordenden Fantasie.«   

BÜCHER Magazin


»ein grünes Fantastikland in einem traumartig surrealen Plot«   

KulturMagazin


»Ein philosophisches Vexierspiel, ebenso gegenwärtig wie zeitlos.«   

BuchMedia (A)


»In einer wortwörtlich fantastischen Geschichte stellt Steinfest nicht nur die philosophischen Fragen nach Gut und Böse, Täuschung und Realität, Macht- und Geschwisterverhältnissen – er bringt im Showdown eine großartige Volte zuwege, die sich mit einer hochbrisanten, aktuellen Frage unserer Gesellschaft befasst.«   

Buchkultur


»Ein Sog des Erzählens, üppig, verwirrend, beunruhigend, poetisch- überraschend!«   

Kommentare zum Buch
1. Steinfest kanns!
Sophie Palme am 27.04.2015 - 23:16:43

„Das grüne Rollo“ ist ein Roman der deutschen Gegenwartsliteratur, der mir allein ob seines Covers ins Auge fiel. Eines Nachts erscheint im Zimmer des 10-jährigen Theos – und das ab sofort täglich und pünktlich um 23.02 – ein flaschengrünes Rollo, das ihm einen Ausblick in eine Art Parallelwelt zu geben scheint. Alle Mutmaßungen weshalb Theo dieses Rollo erscheint, werden von ihm selbst negiert. Der Leser rätselt und rätselt und fällt dank grüner Schrift mit dem Protagonisten in diese grüne Rollowelt hinein. Dies passiert uns einmal mit dem 10 Jahre alten Theo im 1. Teil des Buches und mit dem 50 Jahren alten Theo, der längst als Astronaut fremde Sphären erkundet. Doch da ist es wieder – das grüne Rollo aus seiner Kindheit. Ich kann mich vielen Rezensenten anschließen, dass zu viele Informationen, die zukünftige Leser spannend finden würden zu erfahren, schon viel zu viel spoilern würden. Heinrich Steinfest kann eine Sache sehr gut: Das Erzählen – absurdes, paradoxes, nichtgekanntes, zufälliges, spontanes Erzählen, das einen mitreißt. Für mich gehört er zu den großen deutschen Gegenwartsliteraten, die man für sich entdecken sollte. Mein bisheriges Jahreshighlight! (auch optisch!)   Wenn ihr das nächste Mal gefragt werdet, wo ihr des Nachts hingeht, antwortet: „Ins Grüne!“ (;   Meine Wertung: 4,5-5 / 5 Sternen

2.
JulesBarrois / lovelybooks.de am 01.04.2015 - 12:22:55

Ein unterhaltsamer, amüsanter und intelligenter Phantastikroman. Die Rezension wurde ursprünglich auf www.lovelybooks.de veröffentlicht

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