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Code Black

Code Black

Thriller

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Code Black — Inhalt

Wenn Du diese Nachricht erhältst - renne um dein Leben!

»Kannst Du auf dem Heimweg Milch holen?« – Eine harmlos aussehende Textnachricht, doch für die junge Kari Andrews bedeutet dieser Satz nur eins: Nimm deinen Bruder und lauf um dein Leben! Denn Karis Eltern arbeiten als Agenten bei der CIA und haben jede Menge Feinde. Aus diesem Grund haben sie ihre Kinder für den Ernstfall gut vorbereitet. Mit ihrem kleinen Bruder Charlie taucht Kari unter, doch irgendetwas stimmt nicht. Ihre Eltern bleiben verschwunden. Und wieso macht plötzlich die CIA Jagd auf sie, die doch eigentlich auf ihrer Seite sein müsste? Um die Wahrheit herauszufinden, ist Kari ausgerechnet auf die Hilfe des Footballspielers Luke angewiesen, für den sie heimlich Gefühle hegt. Kari und ihre Freunde begeben sich in ein Netz aus Lügen – und in größte Gefahr ...

Erschienen am 14.04.2014
Übersetzer: Frauke Meier
304 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-96478-4

Leseprobe zu »Code Black«

Kapitel 1

 

Kannst du auf dem Heimweg Milch holen?

Die meisten Menschen kämen wohl kaum auf die Idee, wegen einer Textnachricht wie dieser aus dem Klofenster zu klettern. Kommt ziemlich harmlos rüber, nicht wahr? Aber sie ist nicht harmlos, glauben Sie mir. Und ich bin nicht wie die meisten.

Ich bin Kari Andrews, Elftklässlerin in der efeuüberwucherten, von einem üppig grünen Landschaftsgarten umgebenen Kennedy Preparatory School in Washington, D.C. Ja, ich habe definitiv schon würdevoller ausgesehen als gerade jetzt, da ich halb aus dem Fenster der [...]

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Kapitel 1

 

Kannst du auf dem Heimweg Milch holen?

Die meisten Menschen kämen wohl kaum auf die Idee, wegen einer Textnachricht wie dieser aus dem Klofenster zu klettern. Kommt ziemlich harmlos rüber, nicht wahr? Aber sie ist nicht harmlos, glauben Sie mir. Und ich bin nicht wie die meisten.

Ich bin Kari Andrews, Elftklässlerin in der efeuüberwucherten, von einem üppig grünen Landschaftsgarten umgebenen Kennedy Preparatory School in Washington, D.C. Ja, ich habe definitiv schon würdevoller ausgesehen als gerade jetzt, da ich halb aus dem Fenster der Mädchentoilette hänge. Rund um das Fenster herum taste ich zwischen Efeu, alten Mauerziegeln und Mörtelfugen nach etwas, woran ich mich festhalten kann, um mich ganz hinauszuziehen und die knapp anderthalb Meter ins Gras hinunterzuspringen.

Kaum auf dem Boden aufgekommen, starte ich durch.

Ich schwänze nicht – das ist ein Code-Black-Notfall.

 

 

Zwanzig Minuten vorher

Ich sitze im Kunstunterricht und spiele mit dem silbernen Talisman von meinen Eltern, den ich gestern mit der Post bekommen habe. Sie reisen viel, darum schicken sie meinem Bruder Charlie und mir kleine Geschenke, damit wir wissen, dass sie an uns denken.

Ich versuche, mich dafür zu begeistern, ein Stillleben im Stil eines alten niederländischen oder deutschen Meisters zu malen. Van Eyck oder Holbein oder Rembrandt – einer dieser Männer mit den langen, tief herabhängenden Nasen aus einem längst vergangenen Jahrhundert, die Strumpfhosen und alberne Hüte mit Pfauenfedern tragen.

Das Stillleben zeigt ein grünes Samttuch unter einer Porzellanschale mit Obst. Neben der Schale sitzt eine gruselige, antike Puppe mit blonden Korkenzieherlocken. Mit einem Bleistift skizziere ich einige Umrisse auf meinem Papier und mische dann die grüne Farbe für das Tuch an, aber ich bin nicht sicher, wo ich mit der Ausgestaltung beginnen soll. Stoffe sind schwer, und ich bin künstlerisch nicht sonderlich begabt.

Ich lasse meinen Talisman, eine Miniatur des rumänischen Schlosses Bran, auf dem langen, mit Farbe und Ton befleckten Tisch kreisen. Draculas legendäres Heim trifft auf einen Tropfen alten, getrockneten Leims, macht einen Satz und rutscht geradewegs in meinen kleinen See aus grüner Farbe. Ich hätte mir wohl lieber die Zeit nehmen sollen, es zusammen mit den anderen an meinem Armkettchen zu befestigen.

Meine beste Freundin Larita, die ebenfalls im Kunstunterricht sitzt, sieht es, schnaubt und gibt sich alle Mühe, nicht laut zu lachen. Ich fische den Talisman aus der grünen Pfütze, reinige ihn mit einem Papiertuch, stecke ihn in die Tasche und starre wieder das Stillleben an. Die Puppe mit den großen, braunen Augen hat die künstlichen Plastiklippen auf eine herablassende Art verzogen, die präzise mit der Miene übereinstimmt, die Lacey Carson regelmäßig aufsetzt, wenn sie sich dazu herablässt, mich anzusehen.

Ich hole mein Mobiltelefon hervor, um Rita eine SMS über die Ähnlichkeit zwischen der Puppe und Lacey zu schicken, bekomme aber keine Gelegenheit dazu. Dads »Hol Milch«-Botschaft springt mir ins Gesicht, und ich weiß, ich muss schnell verschwinden. In unserer Familie bedeutet die Milch-Botschaft nicht, was Sie vielleicht denken. Bei uns ist das der Code für einen ernsten Notfall.

Ich stehe vom Stuhl auf und gehe zur Tür. Mr. Aldrich schaut kaum zu mir rüber, so relaxt ist der. Nur gut, dass die Botschaft jetzt gekommen ist und nicht in Algebra, denn es wäre viel schwerer, Colonel Davenport zu entkommen. (Wir nennen ihn Colonel Krümelkack, weil er so ein analer Charakter ist – aber das ist eine andere Geschichte.)

Ich schlüpfe zur Tür hinaus und auf den blau gefliesten Korridor der Kennedy Prep. Weil Kale, mein bester Freund, mich nach dem Kunstunterricht zum Kampfsport abholen will, schicke ich ihm rasch eine SMS, in der ich ihm mitteile, dass er nicht kommen muss und sich keine Sorgen machen soll, wenn ich für eine Weile nicht erreichbar bin.

Dann laufe ich zu Ritas Spind. Regel Nummer eins in solch einem Notfall lautet, dass ich mein Telefon mit seinem praktischen GPS-Chip loswerden muss. Wenn Rita es später in ihrem Spind findet, dann weiß sie Bescheid, und sie weiß auch, wie sie Kontakt zu mir aufnehmen kann.

Ich bin froh, dass meine Hände nicht zittern, als ich das Kombinationsschloss nach links bis zur 17 drehe, dann nach rechts zur 43 und wieder nach links zur 26. Das Telefon lege ich auf den Boden des Spinds unter Ritas linken Turnschuh. Dann stibitze ich eine Handvoll ihrer Peanut-M&Ms. Schließlich braucht ein Mädchen auf der Flucht Proteine.

Ich werfe mir ein paar in den Mund und kaue sie, sodass meine Zähne hübsch braun und klebrig sind, als auf der anderen Seite der Spindtür zwei Fußpaare auftauchen, eines in auf Hochglanz polierten italienischen Slippern, das andere in abgewetzten Bootsschuhen. Ich kenne diese Füße.

Als ich aufblicke, begegnen mir die amüsierten Blicke von Evan Kincaid, Internationaler Depp vom Dienst, und Luke Carson, amerikanischer Traumtyp – und der Zwillingsbruder von Puppengesicht Lacey.

Luke, ein Abercrombie-and-Fitch-Junkie, ist der bestaussehende Kerl an der ganzen Kennedy Prep, und er hat ein unbekümmertes Wesen, das ihn zu einem Favoriten für das Amt des Jahrgangssprechers der Elften macht.

Luke hat zum Sterben schöne, muskulöse Läuferbeine – nicht, dass ich sie unter seiner Khakihose jetzt sehen könnte. Seine breite Brust und die durchtrainierten Arme sind allein schon faszinierend genug, danke. Er ist blond wie Lacey und braungebrannt von der vielen Zeit, die er mit der Leichtathletikmannschaft unter freiem Himmel verbringt. Er hat auch die gleichen großen braunen Augen wie seine Schwester, aber seine sehen warm und klug aus, nicht stumpfsinnig wie die mascaraumrandete Version seiner Schwester.

Was Luke aber vor allem unwiderstehlich macht, das ist sein Lächeln. Er bekommt diese Grübchen an den Mundwinkeln, die einfach verboten sein sollten, und er schafft es, einem Mädchen das Gefühl zu vermitteln, es wäre die einzige Person auf Erden, die für ihn zählt. Ich weiß nicht, wie er das macht – oder ob ihm das überhaupt bewusst ist –, ich weiß nur, dass ich diesen Grübchen total verfallen bin.

»Na, was haben wir denn hier? Eine Attentäterin oder eine Diebin?« Die Frage, vorgetragen in der affektierten Sprache eines elitären britischen Snobs und mit einer Stimme, die unverschämt tief und zugleich seidig klingt, bringt mich völlig durcheinander.

Evan Kincaid ist diesen Herbst aus dem Nichts aufgetaucht. Angeblich stammt er aus London, und es geht das Gerücht herum, seine Eltern würden für die britische Botschaft arbeiten, aber Rita sagt, das stimmt nicht. Er ist größer als Luke, ungefähr eins dreiundachtzig, und ein bisschen breiter.

Zu breit, wenn ihr mich fragt. Wahrscheinlich ölt er sich ein und pumpt Eisen in einem Studio voller Spiegel. Er hat rauchgraue Augen, die manchmal, wie gerade jetzt, blau schimmern. Sein hellbraunes Haar sieht immer ein bisschen windzerzaust, aber zugleich perfekt aus. Und trotz der Uniformen, die wir an der Kennedy Prep tragen müssen, sind seine Hemden maßgeschneidert, nicht von der Stange wie die aller anderen. Von Rita, einem echten Modefreak, bekommt er zehn von zehn möglichen Punkten für Stil.

Evan mag aussehen, als wäre er gerade aus der GQ entsprungen, aber Luke ist derjenige, der diese komischen Dinge mit mir anstellt. Wenn er in der Nähe ist, gerate ich durcheinander, und meine Knie verwandeln sich in Gummi. Und ich verhalte mich idiotisch – beispielsweise vergesse ich, dass ich M&Ms im Mund habe, und begrüße ihn mit einem breiten Lächeln.

»Hi, Luke.« Im nächsten Moment schlage ich mir beschämt die Hand vor den Mund.

Evan lacht schallend. »Warst du in letzter Zeit mal beim Zahnarzt, Mäuschen?«

Sogar Luke, der wirklich ein netter Kerl ist, muss offenbar um seine Fassung ringen.

Ich bringe vor lauter Entsetzen keinen Ton heraus, also spricht, wie könnte es anders sein, Evan für mich.

»Sie ist definitiv eine Attentäterin«, sagt er zu Luke. »Denn wenn Blicke töten könnten, würde bei mir schon die Leichenstarre einsetzen.«

»Nein.« Luke gestattet sich ein Lächeln, und sein Blick gleitet wie instinktgesteuert über meinen Körper, ehe er wegschaut, statt mich anzugaffen. Nicht, dass es da viel zu gaffen gäbe. »Sie ist eine Diebin, denn das ist nicht ihr Spind – es ist Ritas. Und das sind vermutlich Ritas M&Ms. Habe ich recht?«

Mein Gesicht sieht jetzt schon aus wie ein kurzgebratenes Stück Fleisch, und nun breitet sich die Farbe unter Lukes Blick auch noch auf meinen Hals – und den Rest von mir – aus. Ich will Evan sagen, dass ich ihn umbringen möchte, ja. Aber ganz langsam. Stunden sollte es dauern. Leichenstarre? Noch lange nicht.

Aber das kann ich in Lukes Gegenwart nicht aussprechen. Ich schlucke also die M&Ms runter. Ringe um etwas Würde. Und finde meine Stimme wieder. »Ich war halb verhungert, und Rita hat gesagt, ich kann mir welche nehmen. Was macht ihr zwei hier draußen?«

»Arzttermin«, entgegnet Luke gelassen.

Ich werfe Evan einen desinteressierten Blick unter einer hochgezogenen Braue zu.

»Mir ist nur langweilig.« Er gähnt. »Kurvendiskussion bei Colonel Krümelkack. Aber wozu Extrempunkte bestimmen, die sitzen eh an den Enden von dem Stock in seinem …«

»Wie bist du an dem vorbeigekommen?« Gegen meinen Willen bin ich beeindruckt.

»Ich habe so meine Mittel und Wege, Mäuschen.«

»Ich bin nicht dein Mäuschen.« Es dürfte klar sein, warum ich das Bedürfnis habe, das in Lukes Gegenwart klarzustellen.

Evan zeigt mir grinsend die übertrieben weißen Zähne. »Zu schade.«

Ich verdrehe die Augen. Nicht gerade ein Zeichen von Reife – aber es tut mir emotional einfach gut.

»Also«, bohrt Evan. »Du willst selbst schwänzen, oder?«

Rasch sehe ich Luke an, der etwas von einem Pfadfinder an sich hat. »Nein, natürlich nicht.« Ich muss dringend hier weg, aber ich muss auch unbedingt vermeiden, dass Evan versucht, mich zu begleiten. Also, was jetzt?

Was würde Mom machen? Mondän, klein, elegant … nie ist auch nur eines ihrer dunklen Haare nicht an seinem Platz, und sie kann einen Mann mit einem Blick dazu bringen, sich vor ihr zu winden – auch meinen Dad. Ich höre ihre Stimme in meinem Kopf, wie sie mir einen ihrer vielen, unschätzbaren Ratschläge serviert: Männer folgen einer Dame normalerweise nicht aufs Klo, Liebling.

»Ich will nicht schwänzen … nur zur Toilette.«

Luke schaut auf die Uhr und verlagert sein Gewicht von einem Fuß auf den anderen. »Tja, ich muss los – ich will nicht zu spät kommen. Wir sehen uns.«

»Okay«, quieke ich, immer noch eifrig bemüht, die Schokoladen- und Nussspuren mit der Zunge von den Zähnen zu beseitigen.

Evan scheint genau zu wissen, was ich tue. Und weil er mich beobachtet, kann ich Lukes wahrlich edles Heck nicht begutachten, als er davonspaziert. Ich knalle Ritas Spindtür zu und husche wie eine Küchenschabe – ganz und gar undamenhaft – in die andere Richtung davon.

»Immer ein Vergnügen, dich zu sehen«, ruft Evan mir nach.

Ich ignoriere ihn und weigere mich, ihm auch nur noch einen Hauch von Aufmerksamkeit zu schenken.

Adrenalin peitscht meinen Puls zu einem zarten Stakkato unter meinem Kinn. Ist bei meinen Eltern alles in Ordnung?

Natürlich ist alles in Ordnung. Die beiden haben in der Vergangenheit schon manche heikle Situation überstanden – vermutlich kündigt die Botschaft nur an, dass wir uns wieder einmal die Mühe machen müssen, all unsere Sicherheitsmaßnahmen zu überarbeiten.

Ich stoße die Tür zur Mädchentoilette auf, und der widerliche, künstlich-süße Kirschgeruch des Desinfektionsmittels, der den Raum ausfüllt, lässt mich die Nase rümpfen. Ein rascher Blick in den Spiegel verrät mir, dass mein Haar immer noch lang, dunkel und irgendwie zerzaust ist, mein Gesicht purer Durchschnitt mit zwei braunen Augen, einer Nase und einem Mund. Tante Sophie drängt mich immer, ich solle Make-up auflegen – aber das Zeug stellt mich vor Rätsel. Bei den wenigen Gelegenheiten, zu denen ich damit experimentiert habe, habe ich am Ende entweder ausgesehen wie ein Clown oder wie eine Hure.

Zu schade, dass es in einer Mädchentoilette nicht viel zu tun gibt, wenn man nicht scharf darauf ist, sich herauszuputzen. Ich muss nicht mal pinkeln. Ein Fleck grüner Farbe unter meinem Daumennagel liefert mir immerhin eine Ausrede, um meine Hände zu waschen, aber das dauert auch nicht allzu lang.

Ich werfe einen Blick auf meine Armbanduhr: Zwei Minuten sind vergangen. Ich beschließe, die Tür einen Spalt aufzumachen und nachzusehen, ob Evan immer noch im Gang herumlungert.

Bedauerlicherweise tut er das aus irgendeinem unbekannten und absolut nervigen Grund. Hau ab!, schimpfe ich tonlos.

Offenbar ist er damit beschäftigt, eine SMS zu schreiben.

Wieder sehe ich zur Uhr. Wie komme ich hier raus? Ich muss los und mich mit meinem kleinen Bruder Charlie treffen. Sofort.

Charlie, gerade sieben Jahre alt, ist jetzt schon in der fünften Klasse in der James Madison Academy, weil er ein kleines Genie ist und drei Klassen übersprungen hat. Manchmal fürchte ich, er könnte zu klug sein. Es würde ihm guttun, ein bisschen mehr rauszugehen und mit anderen Kindern zu spielen – aber er ist schüchtern, und die anderen halten ihn meist für irgendwie merkwürdig. Wie viele Siebenjährige sprechen fließend vier verschiedene Sprachen? Können Nietzsche und Schopenhauer zitieren? Und Computerprogramme in Java, C++ und PHP schreiben?

Ja, er ist ein wandelndes Gehirn.

Evan scheint nicht die Absicht zu haben, sich in nächster Zeit zu bewegen, also fange ich an, nach einem Ausweg zu suchen – und mein Blick bleibt an den kleinen Milchglasfenstern über den beiden Waschbecken in der Mädchentoilette hängen.

Eines von ihnen ist fest verschlossen, aber es gelingt mir, das andere zu öffnen. Ich springe auf das Waschbecken und quetsche Kopf und Schultern durch das beengte Rechteck. Manchmal ist es ein Fluch, dass ich für mein Alter ziemlich klein bin, aber im Augenblick ist es wunderbar. Und im Gegensatz zu Lacey habe ich keine langen, pinkfarbenen Fingernägel, die ich mir abbrechen könnte, während ich nach Lücken in den Mauerfugen suche. Ich strecke den rechten Arm weit hinaus und klammere mich mit dem linken wie ein Affe am Fensterrahmen fest. Schließlich finde ich Halt zwischen den Ziegelsteinen und schiebe mich bis zu den Knien aus dem Fenster. Mein Hintern hängt in der Luft, und mein karierter Uniformrock flattert im Wind. Würde jetzt jemand hier draußen sein, könnte er sich einen großartigen visuellen Eindruck von meiner blauen, gepunkteten Unterhose verschaffen, aber da ist niemand. Gott sei Dank.

Das kalte Metall des Fensterrahmens drückt sich direkt über den Knien in meine nackten Schenkel. Ohne jeden Anstand befreie ich ein Bein aus dem Fenster, bis ich breitbeinig darüber hänge. Die kalte Oktoberluft fegt über meine Haut, während ich mit einem Bein an dem Fenster baumele und mich mit dem anderen Fuß am Mauerwerk abstütze. Ich greife durch das Fenster, nehme meinen Rucksack vom Waschbecken und lasse ihn in einen Laubhaufen am Boden fallen. Dabei zerschramme ich mir das zweite Knie am Fensterrahmen. Für einen Moment hänge ich wie ein Orang-Utan an der Wand. Dann lasse ich mich ins Gras fallen. Von dort renne ich zu der Straße, die mich Richtung Südosten zur Wisconsin Avenue und der dortigen U-Bahn-Station führen wird.

Halt aus, Charlie, ich komme.

Über Kat Carlton

Biografie

Kat Carlton ist der Deckname einer Privatperson, die für Wahrheit, Gerechtigkeit und den American Way of Life einsteht. Sie würde ihre wahre Identität zwar verraten, doch dann müsste sie zu viele Leute umbringen … Also gibt sich Kat, wie die meisten Geheimagenten, damit zufrieden, aus dem...

Pressestimmen

lenasweltderbuecher.blogspot.de

»Überzeugt mit viel Spannung und Action, lustigen Passagen und vor allem richtig tollen Charakteren. Das Buch ist auf jeden Fall für alle Thriller Fans ein MUST READ!«

damarisliest.de

»›Code Black‹ entpuppte sich als kleines Sahnestückchen. Wenn es Popcorn-Kino gibt, dann gibt es für mich ab heute auch Popcorn-Bücher. ›Code Black‹ ist eines. Zurücklehnen, genießen und Spaß haben!«

LoveLetter Magazin

»Eine gelungene Mischung aus Action und Spannung.«

Kommentare zum Buch

GEEEEEEEEEEEILL♥!!!!!!!
pandi.corn am 08.02.2017

Ich finde dieses Buch wirklich sehr spannend. Ich habe dieses Buch schon zum fünften Mal gelesen ;DIch hoffe das noch ein zweiter teil in deutsch kommt. Ich bin gerade hier am Computer und mache meinen Buchvortrag für die Schule. Ihr solltet dieses Buch wirklich auch mal lesen. ♥

sehr gutes jugendbuch
m am 25.12.2014

Ich finde das buch sehr spannend und man kann sich relativ gut hineinversetzen. Wenn man einmal im buch ist kann man dann auch nicht mehr aufhören, an ein zwei stellen ist es etwas unrealistisch aber mit ein bisschen fantasie wird es trotzdem perfekt sehr gutes buch. Ich freue mich schon auf den nächsten teil.

Tabea am 11.12.2014

 Nur leider kann der Inhalt nicht mit der Aufmachung mithalten. Die Eltern werden der Doppelspionage verdächtigt und von den stärksten Agenten der Welt verfolgt. Und wer muss sie befreien? Eine sechzehnjährige. Alleine. Naaaaatürlich! Die ersten 100 Seiten waren noch nicht so unrealistisch, sondern noch halbwegs amüsant, wie die beiden Geschwister sich verstecken und verkleiden. Doch die Figuren haben mich sehr schnell genervt, genauso wie die Story. Leider konnte auch der Schreibstil nicht mehr viel rausholen, da Kat Carlton mich auch damit nicht überzeugen konnte. Zudem verspricht das Cover einen „Thriller“. Da habe ich schon manche Kinderbücher gelesen, die spannender waren. So, ein bisschen ausgekotzt, jetzt kann es professioneller zugehen.   Wie gesagt, war mir die Geschichte viel zu unrealistisch. Als ob ein paar Teenager, von denen nur eine ein bisschen Kampfkunst kann, in die Bestgesicherten Räume der USA einbrechen können. Zudem war die Wendung ziemlich platt, nach dem Motto: „Irgendetwas muss jetzt noch passieren“ Der Schreibstil von Kat Carlton hat mir einfach überhaupt nicht zugesagt. Ich konnte mich nicht in die Geschichte einfinden. Ich konnte nicht mit den flachen Figuren fühlen, ich konnte einfach nicht in die von ihr geschaffene Welt finden. Wie gesagt, haben auch die flachen Personen nicht das Lesevergnügen gehoben. Zu klischeehaft, zu einfach gestrickt. Ich habe einfach keine Personen vor mir gesehen. Fazit: Eigentlich sollte es einfacher fallen, ein schlechtes Buch zu rezensieren. Ist es aber gar nicht. Denn wie soll ich es ausdrücken außer: Kein guter Schreibstil, unrealistische Plotidee, flache Figuren und schwacher Wendepunkt. Nur die Aufmachung kann bei diesem Buch überzeugen, aber auch der Inhalt muss stimmen. Deswegen gebe ich „Code Black“ von Kat Carlton 1/5 Büchern.

sarah am 29.11.2014

OMG-ich liebe dieses Buch. Ich hab es mir heute erst gekauft und bin schon fertig. Ich hoffe es erscheint der 2te Teil davon auch in deutsch ( in englisch gibt es den schon seid dem 2 September) Aber das Buch ist einfach toll

Echt super
Mia am 27.10.2014

Super Buch gerade durch. Jugendsprache = Cool Es ist mitreißen und es hat immer diesen Pepp diese Spannung.

Der Hammer!!
JessHau am 09.10.2014

Der Hammer!! Einfach nur ein super Buch!! Ich fand das Buch soo toll, mit Kari und Luke und Evan und und und. Das Buch hat eine echt super Spannungskurve, am Anfang denkt man das ist eigentlich gar nicht so gut, das Buch, aber am Ende möchte man mehr davon haben. Deswegen hoffe ich auch es gibt noch mehr Bände. Wäre echt super!! :) :)

Perfekt
alissah2l am 03.09.2014

Omg dieses Buch ist so gut. Habe es gerade fertig gelesen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich hoffe es gibt noch weitere Teile. 

Gutes Buch!
ninix am 21.04.2014

Ich finde das Buch echt gut. Es hat den gewissen Kitzel und es ist leicht zu lesen. Die Geschichte ist interessant und nimmt eine Spannende Wendung womit man nicht rechnet. Wenn man dabei ist es zu lesen, denkt man an die "0-8-15-Nummer" aber es ist nicht so. Es lohnt sich das Buch zu lesen! Ich hoffe das es noch weitere teile gibt!

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