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Brot kann schimmeln, was kannst du?

Brot kann schimmeln, was kannst du?

Meine wildesten Jobs

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Brot kann schimmeln, was kannst du? — Inhalt

Was kannst du? Nichts! Und was willst du später mal werden? Alles! Unrealistischer Bullshit? Nicht für den einzigen weltweiten Berufetester des deutschen Fernsehens, Jenke von Wilms dorff. Ob Glühbirnenwechsler in Las Vegas, Rikschafahrer in Mumbai, Paparazzo in Hollywood, Leichensammler in Ciudad Juárez oder Schlagersänger auf Mallorca – Jenke macht alles, egal wo und egal zu welchem Preis.

€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 16.04.2012
208 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-95498-3

Leseprobe zu »Brot kann schimmeln, was kannst du?«

Vorwort

 

Wir sind ja hier unter uns, oder? Dann kann ich es ja zugeben :
Ich bin Jenkes größter Fan.
Endlich kann ich das mal kundtun, und es folgt eine echte Lobhudelei !
Wir haben uns vor langer Zeit schon bei der RTL-Version der Versteckten Kamera kennengelernt. Damals war Jenke noch Schauspieler. Mal spielten wir ein Ehepaar, mal Feuerfrau und Feuerwehrmann, mal Diebin und Polizist. Wir hatten immer sehr viel Spaß dabei, und auch die Zuschauer haben diese Sendung geliebt.
Dann wechselte Jenke die Seiten, wurde Redakteur bei RTL Extra und nahm sich [...]

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Vorwort

 

Wir sind ja hier unter uns, oder? Dann kann ich es ja zugeben :
Ich bin Jenkes größter Fan.
Endlich kann ich das mal kundtun, und es folgt eine echte Lobhudelei !
Wir haben uns vor langer Zeit schon bei der RTL-Version der Versteckten Kamera kennengelernt. Damals war Jenke noch Schauspieler. Mal spielten wir ein Ehepaar, mal Feuerfrau und Feuerwehrmann, mal Diebin und Polizist. Wir hatten immer sehr viel Spaß dabei, und auch die Zuschauer haben diese Sendung geliebt.
Dann wechselte Jenke die Seiten, wurde Redakteur bei RTL Extra und nahm sich vor, die wildesten Jobs der Welt auszuprobieren. Ich habe seine Geschichten mit viel Spannung und Freude verfolgt.
Oft musste ich mich im Studio zusammenreißen, um bei der Abmoderation seiner lustigen Reportagen nicht laut loszulachen.
Aber auch mit den einfühlsamen und spannenden Reportagen, die er überall auf der Welt dreht, beeindruckt mich Jenke immer wieder.
Das sind Geschichten, die er entdeckt und von denen ich zuvor noch nie gehört habe. Den Mut, den er aufbringt, um sich in gefährliche Reportersituationen zu bringen, muss man einfach bewundern, und ich bin immer heilfroh, wenn ich ihn nach so einer Reise wieder in der Redaktion sehe. Dann freue ich mich besonders, denn Jenke bringt mich immer wieder zum Lachen, weil er Witz hat wie kaum ein anderer. Er lacht gern, lacht viel und lacht immer auch über sich selbst. Wie sympathisch und ansteckend.

 

Ich kenne niemanden, der in so vielen unterschiedlichen Berufen gearbeitet hat wie Jenke. Und er stand nicht einfach nur daneben.
Jenke hat immer mitgearbeitet, eine ganze Schicht lang oder eine Nacht lang oder auch gleich mehrere Tage lang, wenn es der entsprechende Beruf verlangte. Respekt, Herr Graf (so nennen wir ihn in der Redaktion, obwohl er ja nur zur Sorte verarmter polnischer Uradel gehört ) !

 

Ich freue mich sehr, dass er endlich ein Buch geschrieben hat, und muss schon lächeln, wenn ich es nur in der Hand halte. Weil ich weiß, dass es sehr humorvoll ist, bunt und spannend, und weil ich weiß, dass er mir wundervolle Geschichten erzählen wird, von Menschen, die etwas zu erzählen haben. Und von sich.

 

Viel Spaß also!

 

Ihre Birgit Schrowange

 

NA, WAS WILLST DU DENN MAL WERDEN, JENKE ?
Wie alles begann – Bonn, Deutschland

 

Na, was willst du denn mal werden, Jenke?« Wenn ich eine Frage fürchtete, dann diese. Wenn andere Kinder nur so sprudelten und es gar nicht erwarten konnten, »Feuerwehrmann!«, »Astronaut!« oder »Forscher!« zu krähen, fiel es mir schwer, mich zu entscheiden. War doch alles interessant, oder? Aber diese Antwort kam nicht gut an, und so antwortete ich schließlich, Entschiedenheit heuchelnd: »Busfahrer!« Eine Woche später: »Kapitän!«, am nächsten Tag: »Pilot!« Nach mehreren versemmelten Matheklausuren schwenkte ich auf »Botschafter« um. Sehr unterschiedliche Berufe werden Sie sagen, und doch haben Busfahrer, Kapitäne, Piloten und Botschafter etwas gemeinsam: Sie sind immer unterwegs. Ich hatte zwar keine Ahnung, was ich mal werden wollte, aber eines wusste ich: Ich wollte reisen.
Schon als Kind zog es mich raus aus meiner Geburtsstadt Bonn, und zwar dorthin, wo ich die Menschen nicht mehr verstehen konnte, wo es andere Dinge in den Geschäften gab und wo ich mein Eis in einer fremden Währung bezahlen musste. Urlaub in Deutschland war für mich kein Urlaub. Und so nahm ich mir für mein späteres Leben vor, einen Beruf zu ergreifen, der mich reisen lässt. Am liebsten um die ganze Welt.
Irgendwann lag das Schulende bedrohlich nah vor mir, und meine Vorstellungen hatten sich seit der Zeit, in der ich Busfahrer, Pilot oder Botschafter werden wollte, nicht entscheidend weiterentwickelt. Seit ein paar Monaten jobbte ich als Statist am Theater in Bonn. Kleine Rollen, einfach nur rumstehen und beteiligt gucken, ohne Text. Trotzdem fand ich es so spannend, auf der Bühne und Bestandteil einer Geschichte zu sein, die die Zuschauer in eine andere Zeit, eine andere Welt entführt, dass ich plötzlich wusste, was ich werden wollte: Schauspieler. Natürlich in Hollywood und nicht in Deutschland. Klar. Ich wollte ja schließlich verreisen. Mein Englisch war recht gut, und so meldete ich mich bei einem Bekannten in Florida als Jahres-Dauergast an, um dort die Schauspielschule zu besuchen. Ich war überrascht, wie unkompliziert mein Vorhaben startete. Der Bekannte sagte zu, meine Mutter spendierte Flug und Taschengeld, und das Abi hatte ich plötzlich auch in der Tasche. Hollywood, ich komme!
Es war ein bitterkalter Märztag, und die Schneeflocken klebten Flocke an Flocke dicht gedrängt am Flugzeugfenster, als wollten sie unbedingt mit mir verreisen, raus aus diesem unwirtlichen Land ins sonnige Florida. Durften sie aber nicht – und schon beim Start des Flugzeugs mussten sie loslassen, um sich aufzulösen. Florida wäre ihnen aber auch nicht besser bekommen.
Mein Plan war folgender: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wollte ich mir einen Job suchen, um die hohe Studiengebühr der renommierten Schauspielschule Berghof bezahlen zu können. Neben dem Unterricht würde ich dann beim US-Fernsehen kleine Komparsenrollen übernehmen, dabei Erfahrungen sammeln und wichtige Kontakte schließen, um mich perfekt auf meine Hollywoodkarriere vorzubereiten. Ich war 19, grenzenlos optimistisch, hatte keine Berührungsängste, war sehr kontaktfreudig und glaubte an mein Glück. Was sollte denn auch schiefgehen?!
In meinen ersten Florida-Wochen lag ich tagsüber an den schneeweißen Stränden, glotzte abwechselnd aufs Meer und auf die vorbeischlendernden Badeschönheiten und erholte mich erst mal vom Abistress. Darin war ich sehr gründlich. Dabei blätterte ich Variety und andere amerikanische Filmfachzeitschriften durch, auf der Suche nach Komparsenjobs. Ich musste nicht lange warten. Nach wenigen Tagen bekam ich ein erstes Jobangebot, quasi eine Gastrolle auf dem Nachbargrundstück Eine kleine Rolle als Gärtner, zwar ohne Kameras und Filmcrew, dafür aber gut bezahlt. Ich sollte den großen Garten unseres Nachbarn in Ordnung bringen, den Rasen mähen, Bäume beschneiden, Laub und Dreck wegkehren. Dafür bekam ich zehn Dollar pro Stunde, was sich an manchen Tagen auf bis zu 80 Dollar summierte. So kann es gerne weitergehen, dachte ich, als eines Tages die Men in Black leibhaftig vor mir standen, zwei Typen in schwarzen Anzügen und mit Sonnenbrillen. Wow! Die haben es drauf, die Amis, die haben echt ein Händchen für große Auftritte, dachte ich und bekam vor Begeisterung eine Gänsehaut. Waren die vom FBI ? Vom CIA, DEA oder einem anderen der 124 Geheimdienste des Landes? Oder waren das schon die ersten Castingagenten auf der Suche nach einem neuen Schauspieltalent ?
Ich ging lächelnd, aber betont cool auf sie zu. Sie grüßten, ich grüßte. Verdammt, die kannten sogar meinen Namen. Das mussten Talentscouts sein, keine Frage. Was ich denn hier machen würde, wollten sie lächelnd wissen. Und ich erzählte ihnen meine Geschichte, die ganze Geschichte, meinen Traum von einer Hollywoodkarriere und dass ich jederzeit bereit sei loszulegen.
Das sei schön, meinten sie und hielten mir ihre Dienstausweise unter die Nase. Immigration stand da. Das Filmstudio kannte ich gar nicht. Paramount – klar, und Warner Brothers, 21th Century Fox waren mir auch ein Begriff, aber bei Immigration musste ich passen. Vielleicht war auch das ein Grund, warum das Gespräch ab diesem Moment eine eher unfreundliche Wendung nahm. Die Herren verboten mir das Rasenmähen und ermahnten mich streng, ohne eine Arbeitserlaubnis dürfe ich in den USA nicht arbeiten. Eine solche Erlaubnis hatte ich nicht; zum damaligen Zeitpunkt war es nahezu unmöglich, eine zu bekommen. Es war ein Teufelskreis: ohne Aufenthaltserlaubnis keine Sozialversicherungskarte – und ohne Sozialversicherungskarte keine Arbeitserlaubnis. Nichts davon hatte ich.
Während ich nach der Erfahrung mit den Robocops nur noch Jobs annahm, die nicht in der Öffentlichkeit stattfanden, empfahl mir mein Bekannter die Heirat mit einer Amerikanerin. »Dann hast du Ruhe, bekommst alle Genehmigungen und darfst, so lange du willst, in diesem wunderbaren Land bleiben.« Ich fand die Idee gar nicht so schlecht, und so lud Arthur, mein Bekannter, der übrigens auf die gleiche Art zu seinem amerikanischen Pass gekommen war, von nun an jeden Samstag potenzielle Bräute ein. Arthur besaß eine kleine Rinderfarm, seine Frau Gretel das Frisörgeschäft nebenan. Als hätten beide plötzlich im ganzen Staate Florida Zettel verteilt, auf denen eine amerikanische Frau für mich gesucht wurde, brachten die Mütter aus der Umgebung von nun an jeden Samstag ihre hässlichen Töchter mit, während Gretel ihnen die Haare in saure Wellen legte. Moment mal, dachte ich mir. Wenn überhaupt eine solche Zweckheirat infrage kommt, dann doch nur mit einer der vielen Strandschönheiten, die ich tagelang beim Sonnenbaden beobachtet hatte. Die pummeligen und dämlich grinsenden Mädchen aus den umliegenden Käffern wollte ich nicht. Und so musste ich vorerst weiterjobben. So lange, bis ich meine alten Bekannten wieder traf. Die beiden Herren in Schwarz. Diesmal hatte ich einen Job auf einer Nachbarranch ergattert und rammte gerade mit nacktem Oberkörper Dutzende von Zaunpfählen in die Erde. Was ich denn da machen würde, wollten sie wissen. Denn das sehe ganz nach Arbeit aus. Bezahlter Arbeit. Ich versuchte, sie von meinem gemeinnützigen Einsatz zu überzeugen, kam aber nicht weit damit. Letzte Warnung vor der Abschiebung. Und damit war mein Hollywoodtraum vorerst geplatzt. Ich ließ die heiratswilligen amerikanischen Mädchen zurück im Land der begrenzten Möglichkeiten und versuchte mein Glück erst mal in Deutschland.
Ich fand es überraschend schnell, denn das Vorsprechen an der Schauspielschule in Düsseldorf lief gut. Ich war einer von etwa 1000 Bewerbern und bekam den begehrten Studienplatz. Drei Jahre später war ich staatlich anerkannter Schauspieler mit ersten Theaterengagements. Dazwischen stand ich für diverse Fernsehserien vor der Kamera. Es fing gut an, doch die große Karriere und die weite Welt waren nicht in Sicht. Vierzehn Jahre hielt ich durch, träumte weiterhin von Hollywood und stand allabendlich auf den Bühnen deutscher Theater. Bis mir eines Tages ein Kumpel aus alten Bonner Tagen das Angebot machte, für die RTL-Version der Versteckten Kamera als Lockvogel nach Mallorca zu reisen. Es war nicht nur ein sehr lustiger Dreh, es war auch endlich mal ein Job im Ausland. Ich war angefixt, drehte in den darauffolgenden Jahren knapp 20 Folgen für RTL und auch für den Klassiker der ARD, Verstehen Sie Spaß?
Dann machte mir der Chef meines Kumpels das Angebot, als Redakteur und Reporter fest zu RTL zu kommen. Das ist jetzt elf Jahre her, und seitdem habe ich wirklich die Welt gesehen. Jedenfalls sehr viele Teile von ihr. Und ich habe endlich die einzig wahre Antwort auf die Frage »Na, was willst du denn mal werden, Jenke?« gefunden: weltweiter Berufe-Tester-Reporter. Denn das ist nicht nur ein Job, es sind Hunderte (nicht übertrieben!). Und alle sind spannend, schräg und vor allem außergewöhnlich. Was meinen Auftrag so genial macht, ist nicht nur die ständige Abwechslung, sondern dass die meisten Berufe, die ich testen soll, in fernen Ländern ausgeübt werden!
Endlich kann ich das machen, was schon als kleiner Junge mein größter Wunsch war: Ich kann reisen und muss mich endlich nicht mehr für nur einen Beruf entscheiden.

 

Nordzypern, im August 2011

Jenke von Wilmsdorff

Über Jenke von Wilmsdorff

Biografie

Jenke von Wilmsdorff war als Schauspieler bei Tatort, in der Lindenstraße und bei der Versteckten Kamera. Seit 2001 schlüpft er für RTL-Extra in außergewöhnliche Berufe oder reist in Krisengebiete. Zu seinen bekanntesten Projekten gehört seine Mitfahrt auf einem Flüchtlingsboot nach Lampedusa.

Medien zu »Brot kann schimmeln, was kannst du?«


Pressestimmen

Lahn-Dill-Anzeiger

»Jenke-Fans und solche, die es werden wollen, kommen hier voll auf ihre Kosten.«

Wilhelmshavener Zeitung

»Ein knallbuntes, vergnügliches Abenteuer (...)«

Airberlin Magazin

"Mit viel Humor und einem Schuss Leidenfähigkeit beschreibt er seine "wildesten Jobs".«

SWR-FS »Menschen der Woche«

»Eine unterhaltsame, lustige und skurrile Reise zu den schrägsten Jobs der Welt.«

RTL extra

»In seinem Buch nimmt er den Leser mit auf eine unterhaltsame und oft skurrile Reise zu den schrägsten Jobs der Welt.«

Inhaltsangabe

INHALT

Vorwort – von Birgit Schrowange

Na, was willst du denn mal werden, Jenke ?

Wie alles begann – Bonn, Deutschland

Warten auf Madonna

Paparazzo – Hollywood, USA

Taxi! Äh – Rikscha!

Rikschafahrer – Kalkutta, Indien

Und im Zimmer nebenan – Mick Jagger

Hotelbutler – Bangkok, Thailand

Auch bei Promis wohnt die Schabe

Kammerjäger – Berlin, Deutschland

Das Spiel des Lebens

Schlagersänger – Zillertal, Österreich

Vorsicht! Olli Geissen spuckt

Lockvogel – Köln, Deutschland

»Sfahre kapute viele Steine zahle«

Gondoliere – Venedig, Italien

So weit die Schlappen tragen

Essenskurier – Mumbai, Indien

Männlich ist anders

Sambatänzer – Rio de Janeiro, Brasilien

Wo ist mein Ring hin?

Currywurstmacher – Berlin, Deutschland

Auf der Suche nach dem ewigen Glück

Bettelmönch – Kathmandu, Nepal

Ein Zaubertrick für eine Million Dollar?

Magier – Mannheim, Deutschland

Im Angesicht des Todes

Kohlenschlepper – Berlin, Deutschland

Mach ihnen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können

Pizzabäcker – Neapel, Italien

Ein ganzer Kerl dank Jenke

Hundefrisör – Düsseldorf, Deutschland

Bright light city gonna set my soul gonna set my soul on fire (Elvis – »Viva Las Vegas«)

Glühbirnenwechsler – Las Vegas, USA

Kinder können grausam sein

Freizeitparkmaskottchen – Sauerland, Deutschland

Die Kraft der Gedanken

Hochseilartist – Freiburg i.Breisgau, Deutschland

Einen zweiten Versuch hast du nicht

Tätowierer – Berlin, Deutschland

»Wollen wir Jenke ins Wasser schmeißen?«

Kinderanimateur – Mallorca, Spanien

Der sich zum Affen macht

Affenmensch – Lucknow, Indien

Danksagung

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