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Amber to Ashes – Ungebändigt

Amber to Ashes – Ungebändigt

Roman

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Amber to Ashes – Ungebändigt — Inhalt

Als Amber an ihrem ersten Tag am College den charmanten Brock Cunningham kennenlernt, kann sie bald an nichts anderes mehr denken als an ihn. Zumindest bis sie Ryder Ashcroft trifft, einen tätowierten Bad Boy, der bei ihr zunächst einen starken Fluchtreflex auslöst – dann aber mit einem Kuss ein Stück ihrer Seele stiehlt. Brock und Ryder sind wie Feuer und Eis, Tag und Nacht, doch Amber sehnt sich nach beiden gleichermaßen. Brock ist ihre Obsession, Ryder ihr brennendes Verlangen ...

€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 14.09.2015
Übersetzt von: Christina Kagerer
592 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-96985-7

Leseprobe zu »Amber to Ashes – Ungebändigt«

Prolog

Amber

Ich war neunzehn, als ich die beiden Lieben meines Lebens traf. Richtig, die Lieben. Plural. Mehr als eine.

Unmoralisch ? Vielleicht. Ich würde sagen, unumgänglich. Unkontrolliert. Manche sagen, ich kann nicht für zwei Männer so fühlen. Die meisten nennen mich Hure, Flittchen oder Dorfschlampe.

Es ist mir egal.

Einfach gesagt: Beide nahmen sich ein Stück von dem, was ich geben wollte. Niemand wird je diese Sucht ver­stehen, in die sie mich gezogen haben. Beide Männer waren die Nadel für meinen nächsten Schuss. Für meinen schwindelerregenden [...]

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Prolog

Amber

Ich war neunzehn, als ich die beiden Lieben meines Lebens traf. Richtig, die Lieben. Plural. Mehr als eine.

Unmoralisch ? Vielleicht. Ich würde sagen, unumgänglich. Unkontrolliert. Manche sagen, ich kann nicht für zwei Männer so fühlen. Die meisten nennen mich Hure, Flittchen oder Dorfschlampe.

Es ist mir egal.

Einfach gesagt: Beide nahmen sich ein Stück von dem, was ich geben wollte. Niemand wird je diese Sucht ver­stehen, in die sie mich gezogen haben. Beide Männer waren die Nadel für meinen nächsten Schuss. Für meinen schwindelerregenden Rausch. Sie waren so gegensätzlich wie ­Feuer und Eis, und doch sehnte ich mich nach beiden gleichermaßen.

Brauchte sie auf die gleiche Art.

Der eine war mein Fels. Mein Antrieb. Meine erste wahre … Besessenheit.

Der andere war meine Leidenschaft, mein Verlangen.

Sie beherrschten meinen Geist und all meine Gedanken, jeden Herzschlag, der durch meinen Körper fuhr, jede Ecke meiner zerrütteten Seele.

Sie waren der Blitz an meinem dunklen Himmel, der to­bende Sturm, den ich nicht hatte kommen sehen, der unvor­hersehbare Zusammenbruch am Rande einer gefährlichen Klippe.

 

1

Amber

Vier Monate vorher

Der Geruch von Fast Food steigt mir in die Nase, als ich die Mensa der Hadley University betrete. Betrunkene Sportstudenten, Bad Boys und hochnäsige Mädchen mit ihren Studentenverbindungen zu meiner linken, freakige Eigenbrötler, Hipster und unfreiwillige Außenseiter zu meiner rechten Seite. Hier sind wirklich sämtliche Charaktere vertreten – säuberlich sortiert an ihren Tischen je nach sozialer Zugehörigkeit.

Cliquen.

Wer auch immer behauptet, am College gehe es nicht um Cliquen, der muss bekifft sein.

Ich schaffe das. Ich schaffe das. Ich schaffe das, murmle ich vor mich hin und glaube nicht im Geringsten daran. Aber was, zum Teufel, ist schon Glaube ? Ein einziger großer Irrglaube, wenn man mich fragt. Egal, das College muss einfach besser sein als die zwölf Jahre geistiger Langeweile in der Schule.

Zumindest hoffe ich das inständig.

Einatmen, ausatmen, den rechten Fuß vor den linken, so mache ich mich auf den Weg zu einem leeren Tisch, als ich merke, wie ich … falle ?

Lass mich unsichtbar werden. Jetzt.

Ich habe mich so darauf konzentriert, zu diesem verdammten Tisch zu gelangen, dass ich die Tasche übersehen habe, die mitten im Weg liegt. Während ich vornüberfalle – Geschwindigkeit steigend –, fliegen mir die Bücher und ­Papiere aus den Händen und das Herz aus meiner Brust.

Ohne jeden Halt lande ich mit dem Gesicht voran auf ­etwas Betonhartem, während meine Knie zwischen zwei in Jeans verpackten Oberschenkeln versinken. Der Stuhl, auf dem die Betongestalt sitzt, rutscht quietschend über den Laminatboden, und um mich herum brechen die Leute in schallendes Gelächter aus, das in meinen Ohren explodiert wie Granaten. Beschämt greifen meine Hände nach seinen starken Schultern, mein Gesicht nur wenige Zentimeter von seinem entfernt.

Mein » Retter « schenkt mir ein umwerfendes Lächeln, seine Arme liegen um meine Taille, um unseren Zusammenprall abzuschwächen. Mein Atem bleibt in meiner Kehle hängen wie ein alter Strickpulli an einem rostigen Nagel.

Peinliche Verlegenheit überkommt mich, als mein Blick auf zwei tätowierte Arme fällt. Orange Flammen, schattierte Totenköpfe und so etwas wie chinesische Schriftzeichen ­bedecken jeden Zentimeter der angespannten Muskeln, von seinem Bizeps bis zum Handgelenk. Mein Blick wandert nach oben. Pechschwarzes, wirr nach oben stehendes Haar und die umwerfendsten Ich-kann-dich-bis-zur-Besinnungslosigkeit-vögeln-blauen Augen, die ich je gesehen habe, lassen mein Herz fast stillstehen.

In diesen Augen sehe ich Belustigung. Ich sehe aber auch Ärger, eine gesunde Portion Rebellion und puren, unverfälschten Sex. Ich greife seine Schultern noch fester, und sein Grinsen wird breiter. In diesem Grinsen liegt pure ­Arroganz, und etwas schreit mich förmlich an davonzulaufen – weil dieser Typ mein Untergang sein wird. Aber ich kann nicht. Ich stecke geradezu fest in seinem Schoß. Seine Züge sind entwaffnend, auf vollkommene Weise … unvollkommen. Üppige, wohlgeformte Lippen. Ein harter, kantiger Kiefer. Er vereint auf perfekte Weise jedes traumhafte Exemplar Mann von der Sorte, die man sofort anspringen und nie wieder loslassen möchte, in sich, das mir bis jetzt über den Weg gelaufen ist.

Hilf mir, lieber Gott.

Ein einsames Grübchen ziert seine Wange, die ich am liebsten sofort küssen möchte. » Hast du geplant, mein Mittag­essen zu sein ? Wenn das so ist, bin ich mit der Mahlzeit absolut einverstanden. «

» Wie bitte ? « Ich versuche, seinen sauberen Geruch nach Seife und waldigem Eau de Cologne zu ignorieren. Waldig ? Habe ich gerade einen Männerduft als waldig beschrieben ? Was immer es auch ist, es macht mich high. Er macht mich high. » Was soll das heißen ? «

Er schmunzelt, und als ich bemerke, wie idiotisch meine Frage war, will ich mich unter dem Tisch verkriechen und sterben.

» Das heißt, dass du auf meinem Schoß liegst und zum ­Anbeißen aussiehst. « Er streift mit seinen schwieligen Händen meine Arme rauf und runter. Seine Berührung lässt mich von Kopf bis Fuß erzittern. » Eigentlich «, fährt er fort, » ist anbeißen nicht das richtige Wort. Verschlingen trifft es eher. «

Eine gefährliche Spannung liegt in der Luft, und ich drehe meinen Kopf zur Seite. Irgendeine püppchenhafte Blon­dine wirkt sichtlich verärgert über unsere Unterhaltung. Ich funkle sie mit zusammengekniffenen Augen an und widme meine Aufmerksamkeit dann wieder dem Kerl, dessen Schenkel meinen Körper gefangen halten.

» Ach, wirklich ? « Die Worte kommen sehr schnippisch hervor, sind aber das Einzige, was mir einfällt.

» Ja, wirklich «, antwortet er mit rauer Stimme. Seine zartblauen Augen fixieren meinen Mund, und er beißt sich auf die Unterlippe. Mit einem Schnalzen lässt er sie wieder los. » Verschlingen beschreibt es besser. «

Obwohl wir von lachenden Zuschauern umringt sind, ­habe ich plötzlich das dringende Bedürfnis, seine Lippen zu berühren.

Moment. Was ist bloß los mit mir ?

Kontrolle. Er hat sie mir entrissen, und ich brauche sie ­zurück.

Trotz des Protests der Hure in mir, die gern zum festen Inventar auf seinem Schoß gehören würde, versuche ich, meine Fassung wiederzuerlangen, und stehe auf. Ich streiche mit den Händen durch mein welliges, schwarzes Haar und strecke mit stählerner Entschlossenheit den Rücken durch. Ich beabsichtige, einfach zu gehen, um es meinem Hirn nicht länger zu erschweren.

Doch meine Mühen sind vergebens, als er sich aufrichtet und sein Lächeln zu einem schiefen Grinsen wird. Sein Blick lässt mich nicht los, und die sexuelle Absicht dahinter peitscht nicht nur ein heftiges Gefühl von Verlangen durch meinen Körper, sondern saugt mir auch die Luft aus den Lungen.

Sofort schimpfe ich innerlich mit mir selbst.

Ich bin nicht so eine. Ein gut aussehender Kerl hat mich noch nie zu einem armseligen Häufchen idiotischer Hormone gemacht. Nun ja, bis jetzt jedenfalls. Mein verräterischer Körper macht Luftsprünge, während ich den Kerl von oben bis unten betrachte.

Er ist ein Schrank und gute dreißig Zentimeter größer als ich mit meinen eins sechzig. Ich komme mir vor wie ein Fleck – ein winziger, bedeutungsloser Fleck. Um die Sache noch schlimmer zu machen, entdecke ich, dass die verfüh­rerischen Tätowierungen nicht nur seine Arme verzieren. Rechts auf seinem Hals blitzen unter dem schlichten, weißen T-Shirt die Spitzen zweier Hörner hervor, die vom Teufel persönlich zu stammen scheinen.

Ich hatte recht. Das ist ein Omen. Er ist der Teufel, und ich befinde mich in einer himmlischen Hölle.

In dem Versuch, mich meiner absurden körperlichen Reak­tion auf ihn zu entziehen, beschließe ich, dass es jetzt an der Zeit ist, meine Sachen einzusammeln und diese Hölle hinter mir zu lassen.

» Also, wann soll ich dich heute Abend abholen ? «, fragt er, als ich mich hinknie, um mein Englischbuch aufzuheben. » Ich dachte, vielleicht so gegen sieben. Geh nach Hause, und ruh dich ein bisschen aus. Du wirst deine Energie brauchen. Ich werde dich auf jeden Fall lange wach halten. «

Ich starre ihn an, und mein Kiefer klappt so weit herunter, dass er fast den Boden berührt. Ich habe nichts gegen One-Night-Stands und normalerweise würde mich so ein arroganter Kerl sofort ins Bett kriegen. Aber aus irgend­einem Grund, den ich nie verstehen werde, geht mir dieser hier gehörig auf die Nerven. » Hast du sie noch alle ? «

Er verzieht das Gesicht zu einem Grinsen. » Als ich heute Morgen in den Spiegel gesehen habe, war noch alles Wichtige dran. «

Er kniet sich hin und reicht mir mein Sozialkundebuch. Ich reiße es ihm aus den Händen. Na toll. Noch so ein Grinsen, das meine Entschlossenheit zum Bröckeln bringt.

Wir stehen beide auf, und ich kann die Belustigung in seinen Augen erkennen. Sein unverschämt gut aussehendes Gesicht befindet sich viel zu nah an meinem. Nah genug, dass ich seinen nach Minze riechenden Atem auf meiner Wange spüren kann.

» Bist du schon so eingebildet auf die Welt gekommen, oder wurdest du erst mit der Zeit zu so einem Arschloch ? «

Er fasst sich ans Kinn und runzelt die Stirn, als ob er nachdenken müsste. » Ich denke, ich bin schon so auf die Welt gekommen, aber ich kann mich auch irren. Da müsstest du schon meine Mutter fragen, wenn du darauf eine ehrliche Antwort haben willst. « Er grinst und amüsiert sich sichtlich über meine Verblüffung. » Noch weitere Fragen ? Ich finde deine Neugierde unglaublich süß. «

Ich schnaube, erstaunt, dass ich immer noch freiwillig
an dieser Konversation teilnehme. » Ja klar. Ehrlich gesagt ist es mir scheißegal, ob du auch nur irgendetwas, was ich tue, süß findest. « Ich halte inne und lege meinen Kopf auf die Seite. » Danke, dass du mich aufgefangen hast. Aber ernsthaft: Könntest du mich jetzt bitte einfach in Ruhe lassen ? «

Ein Lachen steigt aus seiner Brust. » Wow, immer mit der Ruhe. Ich wollte dir nur meine Dienste anbieten. Und was sich zwischen uns abspielt, ist sexuelle Spannung vom Feinsten. Es ist gut, gesünder als ein kaltes Glas Milch. Also lass es einfach geschehen. «

Oh. Mein. Gott. Das wird ja mit jeder Minute schlimmer.

» Dienste ? Bist du stolz darauf, eine männliche Hure zu sein ? Oh, warte. « Ich schlage mit der Hand gegen meine Stirn, als hätte ich eine Erleuchtung. » Natürlich bist du das. Dein Penis schießt bestimmt orgastische Flammen in den Körpers jedes Mädchens, richtig ? «

Die Gruppe rund um den Tisch bricht in Gelächter aus, und er grinst noch frecher als zuvor. » Ja, du solltest meine … Dienste dringend in Anspruch nehmen. Ein guter Fick wird deinem hübschen kleinen Hintern Freude bringen. « Beiläufig hält er mir seine Hand hin. » Ich bin übrigens Ryder Ashcroft. «

Wutentbrannt ignoriere ich seine Hand. Ich atme tief ein, bevor ich ihm mitten in sein hübsches Gesicht schlage. Der Schmerz, der sich in meiner Hand ausbreitet, ist es definitiv wert, als ich sehe, wie die Augen des Schönlings riesengroß werden. Von allen Seiten ertönt schallendes Gelächter, was mir diesen Moment der Genugtuung noch versüßt.

Ich habe kaum Zeit, den Blick in Ryders Gesicht zu genießen, da murmelt er schon: » Verdammt. Das war brillant. « Und dann verschlingt er meinen Mund mit seinen Lippen.

Ich schnappe völlig überrumpelt nach Luft, und meine verräterischen Lippen öffnen sich, empfangen seinen herrlich sündigen Kuss, der das Stöhnen, das aus meinem Hals kommt, in sich aufnimmt.

Irgendein Trottel schreit: » Mach sie klar, Kumpel ! «

Ein Mädchen quietscht: » Jetzt hat er endgültig den Verstand verloren ! «

Ich höre auch ein paar Buhrufe.

Eine Sekunde bevor ich meine Hände gegen Ryders Brust stemme, fühle ich seine weiche Zunge, die ein Piercing hat, wie ich jetzt weiß – eine kleine Hantel, um genau zu sein –, sanft über meine gleiten. Oh Gott. Mir läuft es heiß und kalt den Rücken runter. Ich reiße meinen Körper aus seinem kurzzeitigen Rauschzustand heraus und stoße Ryder ein paar Schritte zurück. Keuchend stehen wir uns gegenüber.

Sein Blick – voller Lust und Schock – verdunkelt sich und hält meinen gefangen. Während er mich betrachtet, bildet sich ein weiteres verruchtes Grinsen um seinen Mund he­rum.

Wütend zeige ich ihm den Mittelfinger, wische mir mit dem Handrücken die Lippen ab, sammle meine restlichen Bücher auf und mache mich auf in Richtung des dämlichen Tisches, der mein eigentliches Ziel war, bevor ich mitten in seinen Schoß gefallen bin. Als ich den ersten Schritt mache, spüre ich eine starke Hand auf meiner Schulter. Mit der ­Absicht, den Aufreißer endgültig niederzustrecken, drehe ich mich um und blicke in große grüne Augen, die nicht zu dem Arschloch gehören.

Was, zum Teufel ? Nimmt denn jeder Typ in diesem Ge­bäude Wachstumshormone ? Dieser Kerl hier ist mindestens ­genauso groß wie Ryder Arschloch, wenn nicht noch größer.

Der Typ hebt schützend seine Hände vor sich, in denen er meinen Stundenplan hält. Dabei schenkt er mir ein zag­haftes, aber auch spitzbübisches Lächeln. » Das hast du vergessen. « Er legt den Stundenplan auf meine Bücher und zeigt mit dem Daumen über seine Schulter auf Ryder. » Lass dich von dem nicht ärgern. «

» Nicht ärgern lassen ? «, wiederhole ich und blicke in ­Ryders Richtung, der jetzt an seinem Cliquentisch sitzt.

Die blonde Tussi, die vorher so eifersüchtig wirkte, sitzt auf seinem Schoß und tröstet ihn. Dabei umschlingt sie mit dem Arm seinen Hals, während sie ihm irgendeinen Blödsinn ins Ohr flüstert. Ryder blickt mich mit einem arroganten Grinsen im Gesicht an.

Verärgert, beschämt und sexuell total frustriert knirsche ich mit den Zähnen und drehe mich auf dem Absatz um. » Er ist ein Arschloch. «

» Dieses Arschloch ist mein bester Freund. «

Sofort will ich ihn anfahren, aber der Freund des Arschlochs nimmt die Spannung aus der Luft, bevor ich etwas ­sagen kann.

» Trotzdem steht es natürlich außer Frage, dass er ein Arsch­loch ist. Er ist die Definition von Grobheit, einer der schlimmsten Kerle hier. « Seine grünen Augen leuchten vor Belustigung, und ein Lächeln umspielt seine Lippen, während er sich an einen Metallpfeiler lehnt. » Ich glaube, seine Mutter hat ihn länger gestillt, als es gesellschaftlich angemessen gewesen wäre. Das könnte vielleicht sein Problem erklären. «

Ich runzle die Stirn und betrachte den Kerl, der vor mir steht und über seinen Witz lacht.

» Mein Name ist Brock Cunningham, und ich wurde mit der Flasche gefüttert. Ich bin also das Gegenteil von meinem Freund, und irgendwie habe ich das Gefühl, du könntest ­Hilfe gebrauchen. « Etwas zögerlich greift er nach dem riesigen Stapel Bücher und Papiere, der mir fast aus den Händen rutscht.

Ohne allzu große Gegenwehr lasse ich ihn die Hälfte des Stapels nehmen.

» Cunningham also ? « Mein Ärger verschwindet allmählich, und ich gehe auf einen Tisch zu, an dem ein paar Streber aus dem Debattierklub sitzen. Da kann mir nicht viel passieren. » So wie Richie Cunningham ? «

» Richie ? «, fragt er mich verständnislos.

» Ja, Richie Cunningham aus Happy Days. « Ich setze mich neben einen Freak mit Brillengläsern so dick wie der Boden einer Colaflasche und lege meine Hälfte des Bücherstapels auf den Tisch. Brock setzt sich auf einen Stuhl gegenüber von mir. » Das ist die beste Sitcom der Siebziger «, fahre ich fort. » Die musst du kennen. «

Verwirrt kratzt er sich am Kinn. Die Sonne, die durch die Fenster scheint, spiegelt sich in seinen Augen wider und lässt sie wie goldene Diamanten funkeln. In den moosgrünen Tiefen sehe ich eine Verschmitztheit aufblitzen, die mir irgendwie bekannt vorkommt, die ich aber nicht einordnen kann.

Ich erstarre förmlich, als ich realisiere, wie verdammt gut der beste Freund des Arschlochs aussieht.

Um ehrlich zu sein, sieht er genauso gut aus, nur auf andere Weise. Seine Gesichtszüge sind nicht so hart und definiert, sondern weicher und freundlicher. Sein Haar ist heller, der dunkle Blondton erinnert mich an Karamelleiscreme. Ich ­lecke mir über die Lippen, und meine Finger würden gerne testen, ob seine Haarsträhnen so weich sind, wie sie aus­sehen. Sein verschmitztes Lächeln lässt mein Herz wie verrückt hüpfen, und ich verliere mich in dem süßen, verwirrten Ausdruck auf seinem Gesicht.

» Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht «, sagt er. » Ich habe keine Ahnung, wer Richie Cunningham ist, oder Happy Days. « Er zuckt mit den Schultern und grinst noch breiter. » Du musst mir schon einen Tipp geben. «

Ich kann nicht glauben, dass ich das jetzt tue.

Ich räuspere mich, nehme meinen Mut zusammen und lege einfach los.

Ich singe das Titellied der Serie und versuche, die Töne zu treffen, ohne dass dabei die Fenster zerspringen. Ich ignoriere die Nomaden am Tisch, die mich jetzt ansehen, als wäre ich der Freak. Brocks Hals entwischt ein Glucksen, und ich würde mich am liebsten sofort zur nächsten Brücke begeben, um mich hinunterzustürzen.

» Obwohl du eine sehr schöne Stimme hast «, sagt Brock, » muss ich leider gestehen, dass ich dieses Lied noch nie zuvor gehört habe. «

» Das ist wirklich eine Bildungslücke, Cunningham. Das weißt du, oder ? «

Ich will das einfach nicht glauben. Es ist tragisch, dass meine Generation aufwächst, ohne Mr und Mrs Cunningham dabei zuzusehen, wie sie eine perfekte Familie erziehen. Genau das ist Happy Days.

Glückliche Tage.

Tage, an denen die Eltern nicht high waren und ihren nächsten Schuss mehr begehrten als eine Umarmung ihres Kindes. Tage, an denen dieses Kind nicht verängstigt, hungrig und allein ohne auch nur ein bisschen Wärme zu Hause gelassen wurde, während der Winter die Stadt gefangen nahm. Tage, an denen unschuldige Augen nicht Zeuge einer Bluttat im eigenen Haus werden mussten, wo man sich ­eigentlich sicher, beschützt und geliebt fühlen sollte.

Als Brock die Hände hinter seinem Nacken verschränkt, schrecke ich aus den Gedanken an meine düstere Vergangenheit auf. » Es mag vielleicht eine Bildungslücke sein, diese Serie, von der du redest, nie gesehen zu haben, aber ich habe bereits das Gefühl gehabt, dass mir etwas fehlt, bevor du diese seltsame Melodie gesungen hast. «

» Seltsam ? « Ich runzle die Stirn. » Die Melodie ist nicht im Geringsten seltsam. «

» Sie ist verdammt seltsam. « Brock schmunzelt und verschränkt die Arme, während er mich nicht aus den Augen lässt. » Aber trotzdem hast du mich dazu gebracht, sie jetzt mehr zu mögen, als ich sollte. «

Seine Flirtversuche lassen meinen Atem schneller gehen. Was, zum Teufel, ist heute nur mit mir los ? Bestimmt war in dem Frappuccino, den ich vorhin getrunken habe, irgend­eine Vergewaltigungsdroge. Das ist nämlich schon das zweite Mal in zehn Minuten, dass mich ein Vertreter des anderen Geschlechts ganz high macht.

Ich atme tief ein und versuche, die Konversation in eine andere Richtung zu lenken. » Also, ähm … warum hast du denn schon das Gefühl gehabt, dass dir etwas fehlt, bevor ich meine seltsame Melodie gesungen habe ? «

Ein winziges Lächeln umspielt seine Lippen. » Weil ich den Namen dieses hübschen Mädchens nicht kenne, das sich vorstellt, indem es seltsame Melodien summt. « Er zuckt mit den Achseln, wobei seine Brustmuskeln unter dem Poloshirt hervortreten. » Es ist einfach unmöglich, ohne diese Information zu leben. Finden Sie nicht, Miss … ? «

Oh, er ist gut.

Ich stoße den Atem aus, den ich angehalten hatte, und bin so nervös, dass meine Antwort nur noch im Flüsterton hervorkommt. » Ber. «

» Ber ? « Ungläubig zieht er die Augenbrauen hoch und grinst noch breiter. » Das ist ohne Zweifel ein … interessanter Name. Aber er gefällt mir. «

» Nein, warte ! «, stoße ich beschämt hervor. » Mein Name ist nicht Ber ! «

Brock kratzt sich am Kinn und lächelt unglaublich süß, während er mich betrachtet. » Willst du mich verwirren, hübsches Mädchen, dessen Name nicht Ber ist ? Wenn das deine Absicht ist, hast du es geschafft. «

Jetzt will ich wirklich sofort im Erdboden versinken, damit diese peinliche Konversation ein Ende hat. » Nein, ich will dich nicht verwirren, ich … «

» Dann macht dich meine Gegenwart nervös. « Er befeuchtet seine Lippen mit der Zunge, was mir fast einen Herzstillstand beschert. » Ich habe recht, stimmt’s ? «

» Nein «, erwidere ich schroff und bete zu jeder Gottheit des Universums, dass er die Lüge, die ich erfolglos zu verstecken versuche, nicht bemerkt. » Ich bin nicht nervös in deiner Gegenwart. «

» Doch, das bist du. Aber es ist verdammt sexy, also alles gut. « Brock lehnt sich nach vorne und sieht mir in die Augen. » Also wie heißt du wirklich … Ber ? «

Ich seufze, und ein weiteres Flüstern kommt aus meinem Hals. » Amber. Amber Moretti. «

» Amber «, wiederholt er und lässt meinen Namen über ­seine Zunge rollen. Mir gefällt die Art, wie er ihn ausspricht. » Also Am…ber, ich weiß, mein Arschlochfreund hat dir wahrscheinlich schon den Tag verdorben, aber ich würde seine fehlenden Manieren gern wieder wettmachen, wenn ich darf. «

Jetzt hat er mich am Haken.

Super. Ich fühle mich wie ein hilfloser Fisch am Ufer, den ein hungriger Angler gefangen hat. Aber gleichzeitig fühle ich mich auch wie ein oberflächliches Schulmädchen, dessen Bauch vor Aufregung zu kribbeln beginnt. Und um ehrlich zu sein, verursacht mir das Gänsehaut.

Genau wie der Glaube ist auch die Liebe eine falsche Vorstellung, an der diejenigen festhalten, die noch an Märchen glauben. Es gibt keine Märchen, genauso wenig, wie es Ritter auf weißen Pferden gibt. Ich bin der Meinung, dass jede Prinzessin in einer Geschichte eine dumme, naive Knalltüte ist.

Ich kann nicht leugnen, dass auch ich von der Liebe berührt werden möchte, um irgendetwas zu fühlen. Aber die Realität dessen, dass jede Liebe endet, lässt mich innerlich aufschreien, und tief in meinem tauben, hohlen Herzen schrillen alle Alarmglocken. Ich öffne den Mund, um Brock Cunningham zu sagen, dass er mit seinem weißem Pferd und seiner falschen Ritterrüstung in den Sonnenuntergang reiten soll – zusammen mit einer anderen dummen Kuh, die auf seine Lügen und Versprechungen hereinfällt. Aber bevor ich etwas sagen kann, redet er weiter.

» Außerdem glaube ich, dass es ziemlich cool wäre, mit dir Wiederholungen von Happy Days zu schauen. «

Ich schließe meinen Mund und verliere mich in seinem schüchternen Lächeln und den grünen Augen, die pure Freundlichkeit ausstrahlen. » Aber nur, wenn du versprichst, dass du diese seltsame Titelmelodie mitsingst, während wir uns viel zu viele Red Bulls und Unmengen an Popcorn reinziehen «, fügt er noch hinzu. Sein Lächeln wird durch einen ernsten Gesichtsausdruck ersetzt. » Und du musst mir die Geheimnisse verraten, die diese wunderbaren Augen vor der Welt zu verstecken versuchen. «

Es ist der erste Tag meiner Collegezeit, und hier in diesem Moment spüre ich, dass auf der Straße meines Lebens eine schreckliche Gabelung auftaucht.

Ein Teil von mir will sich auf Brock Cunninghams weißes Pferd schwingen und die Arme um seine Rüstung schlingen, um vielleicht, nur vielleicht, endlich doch etwas zu fühlen. Aber der andere Teil will fliehen und so weit wie möglich davonrennen.

Ich denke darüber nach und beschließe, die Rolle der naiven Prinzessin zu spielen, doch ich werde es dem Märchenprinzen nicht einfach machen. » Nicht schlecht «, sage ich. » Aber es braucht schon ein bisschen mehr als ein paar Anmachsprüche, um mich zu erobern. «

Er verschränkt die Arme vor der Brust. » Eine Herausforderung ? «

» Ja, eine Herausforderung «, entgegne ich mit emotions­losem Ausdruck. Ich bin mir sicher, das wird ihn abschrecken. Emotionslose Mädchen wirken nicht gerade anziehend auf Jungs. Sie wollen zuckersüße Mädchen. Ich bin eher sauer wie Essig.

Er betrachtet mich aufmerksam, sein Gesichtsausdruck alles andere als emotionslos. Er runzelt die Stirn und überlegt, was er antworten soll.

Ja, das war’s.

» Herausforderung angenommen «, sagt er und schockiert mich damit etwas.

Ehrlich gesagt schockiert er mich so sehr, dass ich fast vom Stuhl falle. Ich hätte schwören können, er macht einen Rückzieher.

» Aber du musst mir ein paar Dinge erzählen, bevor du mit meinen Gefühlen spielst «, sagt er.

» Mit deinen Gefühlen spielen ? «, frage ich spöttisch. Ich nehme das als fehlgeschlagenen Versuch, mich anzumachen. Der verletzte Junge, der umsorgt werden muss. Die meisten Mädchen fallen auf diesen Schwachsinn rein.

» Ja, mit meinen Gefühlen spielen. Ihr Mädchen denkt anscheinend, wir Jungs sind die Einzigen, die das können. Aber es ist ein Fifty-fifty-Spiel. «

Ich bin davon überzeugt, dass er mich verarschen will. Trotzdem gehe ich darauf ein. » Okay, dir wurde also das Herz gebrochen. Wem nicht ? «

» Wurde dein Herz schon mal gebrochen ? « Sein Ausdruck wird weicher. » Ich bin mir nicht sicher, aber irgendetwas sagt mir, dass es so ist. Oder es ist eine andere Scheiße passiert, die dich davon abhält, dich zu öffnen. Eins von beiden. «

Wer ist dieser Kerl ? Kann er Gedanken lesen ?

Die Wahrheit ist, die verkorkste Ehe meiner Eltern hat mich emotional in Ketten gelegt. Da ist nichts als Wut, die all die Jahre in mir brodelt. Ihre Beziehung – oder vielmehr der Mangel davon – hat mich vergiftet und meinen Geist verdorben. Aus mir wurde ein Mensch, der die Liebe hasst und niemals einen anderen Menschen in seine Welt lässt.

Aber das heißt nicht, dass mein Herz nicht gebrochen wurde. Es wurde in Stücke gerissen, wie es sich ein normaler Mensch nicht vorstellen kann. Während ich über einen blutdurchtränkten Teppich getaumelt bin, habe ich mehr Tränen vergossen, als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben weinen.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass meine Vergangenheit nicht auf meiner Stirn geschrieben steht. Ich habe sie erfolgreich hinter einer Maske versteckt, die für die meisten auch nach Jahren nicht zu durchschauen ist. Das dachte ich zumindest bis jetzt. » Diese Frage werde ich nicht beant­worten. « Ich bin entschlossen, ihm keine allzu tiefen Einblicke in mein Innerstes zu gewähren. » Du kannst mich alles fragen, aber nicht, was mein Herz durchgemacht hat oder nicht. «

» In Ordnung. « Brock lehnt sich zurück und fährt mit einer Hand durch sein Haar. » Verrätst du mir dann wenigstens deine Lieblingsfarbe ? «

Nichts leichter als das. » Grün. «

» Florida oder Montana ? «, fährt er fort.

» Ich hasse den Strand. Und Cowboys machen mich auch nicht an. Also keins von beiden. «

» Okay, junge Dame «, sagt er mit betont südlichem Akzent. » Mir gehört keine Ranch, und ich würde jederzeit einen scharfen, kleinen Skihasen künstlichen Implantaten vorziehen. «

Seine Antwort verwirrt mich ein bisschen, ich muss lachen. Er ist nicht wie die anderen. Das gefällt mir.

» Blumen oder Schokolade ? «

» Wirst du jetzt klischeehaft ? «

» Okay, notiert. « Er nickt und tut so, als ob er etwas aufschreiben würde. » Sexy High Heels oder dreckige Sneakers ? «

Ich blicke auf meine drei Jahre alten Chucks hinunter, die schon bessere Tage gesehen haben. » Ähm, Sneakers. « Diese Antwort muss eigentlich offensichtlich gewesen sein, da ich außerdem eine Jeans von Wal Mart und ein ausgewaschenes Nirvana-T-Shirt trage.

Brock betrachtet mich einen Moment. » Das ist die Antwort, die ich mir erhofft hatte. Ich mag es anders. «

Ich spüre, wie meine Wangen erröten, während er mich weiterhin ansieht.

Als ob er meine Nervosität spüren würde, räuspert er sich. » Die erste Zahl, die dir in den Sinn kommt ? «

» Sechzehn. «

» Bier oder harter Alkohol ? «

Ich verdrehe die Augen. » Ähm … beides. «

Er kichert. » A Perfect Circle oder The Script ? «

» Kann man nicht vergleichen. Das sind beides super Bands. Das ist, als würdest du mich fragen, wer mein Lieblings-Buchfreund ist. Das geht nicht. «

» Du hast recht. Aber ich habe keine Ahnung, was ein Buchfreund ist. Jetzt hast du mich neugierig gemacht. «

Ich grinse und habe nicht vor, darüber ins Detail zu gehen, wie wichtig es für Millionen Frauen ist, ihre Buch-Traummänner mit jedem Mann auf der Erde zu vergleichen. » Dieses Thema würde einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. «

» Alles klar. « Er lacht und reibt sich die Hände. » Vanille, Schokolade oder Erdbeere ? «

» Alle drei vereint in einem einzigartigen Geschmack. «

» Ein Spaziergang im Park oder eine Fahrt auf dem Motorrad ? «

» Kennst du Deuce West ? «

Er blickt mich verwirrt an.

Ich grinse erneut. » Auf jeden Fall eine Fahrt mit dem ­Motorrad. «

» Sehr cool «, antwortet er. » Sommer oder Winter ? «

» Winter. Ich hasse Hitze. «

» Weihnachten oder Thanksgiving ? «

» Ich würde jederzeit einen Truthahn einem dicken Mann im roten Mantel vorziehen. « Das bringt mir ein Lächeln ein.

» Lieblingsstellung beim Sex ? «

Raffiniert. Das gefällt mir. Beinahe hätte ich rausgelassen, dass mir jede Position – an jedem öffentlichen oder privaten Ort – recht ist, aber ich mache auf unschuldig und reiße die Augen auf.

» Einen Versuch war es wert «, gibt er mit einem Grinsen zu. » Lieblingsessen ? «

» Sushi. «

Er rümpft die Nase.

» Ist das dein Ernst ? «, frage ich und kann nicht glauben, dass es normale Menschen gibt, die nicht jeden Tag Sushi essen könnten. » Du magst kein Sushi ? «

» Ich mag nur bestimmte weibliche Dinge roh. « Er zuckt mit den Augenbrauen.

» Ha-ha, sehr witzig «, erwidere ich, und mein Blick sagt ihm, dass ich genau weiß, was er meint.

Nicht Geld, sondern Sex ist die Wurzel allen Übels.

» Du bist schnell. « Er grinst und schiebt seinen Stuhl auf meine Seite des Tisches. Er setzt sich rittlings darauf und umschließt die Lehne mit seinen Armen, während er mich mit Argusaugen betrachtet. » Football oder Baseball ? «

» Auf jeden Fall Baseball. Football ist scheiße. «

Plötzlich werden seine Augen groß, und seine Mundwinkel rutschen nach unten. Er sieht fast aus wie ein verlorenes, einsames Hündchen.

» Was ist los ? « Diese plötzliche Sinneswandlung verwirrt mich ein bisschen. » Bist du ein überdrehter, verrückter Footballfan oder so was ? «

» Captain. «

» Waaas ? « Jetzt mache ich große Augen. » Oh Gott. Kein Sportler. Bitte sag mir, dass du kein Sportler bist. «

Mit einem Poloshirt und Dockers sieht er nicht gerade aus wie einer. Er wirkt eher kultiviert und von Steroiden un­berührt. Na gut, eine sportliche Figur hat er schon: breite, definierte Schultern, muskulöse, aber dennoch schlanke ­Arme. Ich verrenke mir fast den Hals, um einen Blick auf seinen Bauch zu erhaschen. Unter seinem Poloshirt scheint ein Sixpack aus reinen Muskeln zu stecken. Trotzdem könnte er seinen Wahnsinnskörper ja durch Gewichtheben bekommen haben, vielleicht hebt er auch gern dürre Mädchen mit Brustimplantaten oder von mir aus auch Autos, wenn ihm danach ist.

Aber bitte, bitte kein Sportler.

Brock nickt, und ein Lächeln umspielt seinen Mund. » Ich bin der Captain der Uni-Footballmannschaft. Lässt das jegliche Hoffnungen, die ich hatte, zerplatzen ? «

» Beinahe. « Nervös zupfe ich an der Ecke meines Stundenplans herum. » Sogar ziemlich sicher. Eigentlich müsste ich jetzt sofort aufstehen und gehen. «

Neugierig zieht er die Brauen nach oben. » Und warum, wenn ich fragen darf ? «

» Einfach so. Aber egal. Ich kann damit umgehen, wenn du mir genug Gründe dafür lieferst. « Meine Gedanken wandern zurück zu der Nacht, in der ich meine Unschuld auf einem schlammigen Footballfeld der High School an einen Arsch namens Josh Stevenson verlor beziehungsweise fast verkaufte. Ich war vierzehn und wollte Bier. Er war siebzehn und hatte einen gefälschten Ausweis.

Wir hatten einen Deal.

Gott sei Dank dauerte die ganze widerliche Tortur weniger als fünf Minuten. Ich habe mich benommen wie eine Nutte, und er hat mich so behandelt. Am nächsten Morgen wusste sein gesamtes Team darüber Bescheid, und von da an riefen sie mir jedes Mal, wenn sie mich sahen, die passenden Namen hinterher.

In einem kleinen Fischerdorf außerhalb von Rivers Edge, North Carolina, war ich das neue Mädchen, das für Bier mit dem Captain der Footballmannschaft geschlafen hatte. Ich weiß nicht, ob es der zweite oder dritte Ort war, in dem ich bis dahin gelebt hatte. Ich weiß nur, dass es der Ort war, an dem mein Hass auf Sportler und meine Selbstverachtung für die Person, zu der ich wurde, ihren Anfang nahmen.

Unruhig rutsche ich auf meinem Stuhl hin und her, während Brock mich ansieht, als würde er meine Gedanken ­lesen. » Was ? «

» Ich bin nur froh, dass du bereit bist, mir und meinem … Sportlerdasein eine Chance zu geben. « Er schenkt mir ein Lächeln. » Und ich werde dir genug Gründe dafür liefern, damit klarzukommen. «

Ich habe das Gefühl, dass er noch mehr sagen will, dränge ihn aber nicht.

» Okay. Du sitzt allein auf einer einsamen Insel fest «, fährt er fort. » Und du kannst außer Wasser nur zwei weitere Dinge haben. Was wäre das ? «

» Das ist einfach. Twizzlers und mein Tagebuch «, antworte ich und wünschte, ich hätte beides jetzt bei mir. Besonders die Twizzlers. Sie sind eine meiner vielen Krücken. Meine Droge, wenn ich nervös werde. Egal, welcher Geschmack – Hauptsache Twizzlers.

» Twizzlers ? « Er guckt mich an, als wäre ich total verrückt. » Diese ineinander verdrehten Lakritzbänder ? Die würdest du mitnehmen, wenn du dich für zwei Sachen entscheiden müsstest ? «

» Du bist schnell «, gebe ich zurück und blicke ihn so amüsiert an, wie ich nur kann. » Sehr schnell, Cunningham. «

Er scheint kurz darüber nachzudenken, dann sagt er zuversichtlich: » Also gut, da wir beide junge Erwachsene mit einer sehr schnellen Auffassungsgabe sind und wir beide finden, dass Ryder das größte Arschloch des Universums ist, frage ich mich, wie ich dich dazu bringen kann, mit mir auszugehen. «

» Für ein richtiges Date musst du dich schon etwas mehr anstrengen. « Auch wenn ich die Worte mit Überzeugung ausspreche, kann sogar ich die Zweifel darin heraushören. Meine Sturheit regt mich auf, und ich frage mich, was, zum Teufel, mit mir los ist. » Da musst du schon ein bisschen ­Arbeit reinstecken. «

Brock nickt und hält mir seine Hand entgegen. Nach kurzem Zögern nehme ich sie, obwohl ich mir nicht sicher bin, was er vorhat.

Während er mir in die Augen sieht, streichelt er sanft mit dem Daumen über meine Knöchel. » Ich werde mir den Arsch aufreißen, damit du mit mir ausgehst. Aber ich warne dich, egal, was ich auch tun muss, ich werde einen Weg finden, in deinen hübschen Kopf einzudringen, Am-Ber. « Er grinst mich an. » Noch mehr, als ich es bereits getan habe. Du wirst schon sehen. «

Bevor ich auch nur zwinkern kann, führt er meine Hand an seine Lippen und küsst sie sanft. Ich zittere, und seine Bartstoppeln verursachen mir Gänsehaut. Er grinst, steht auf und geht ohne ein weiteres Wort durch den Speisesaal davon.

Mein Herz hüpft auf und ab wie ein Tischtennisball. Sprachlos lässt er mich zurück, und ich frage mich, ob Brock Cunningham gelingen wird, was noch keinem vor ihm gelungen ist.

Jede Mauer zu durchbrechen, die ich um mich herum aufgebaut habe.

Gail McHugh

Über Gail McHugh

Biografie

Gail McHugh wuchs in San Antonio (Texas) und Long Island (New York) auf. Sie ist nicht nur Mutter von drei bezaubernden Kindern und seit über fünfzehn Jahren mit ihrem Mann verheiratet, sondern auch die Autorin der »New York Times«- Bestseller »Collide« und »Pulse«.

Weitere Titel der Serie »Torn Hearts «

Amber, gerade am College angefangen, steht zwischen dem charmanten Brock Cunningham und dem tätowierten Bad Boy Ryder Ashcroft. Brock ist ihre Obsession, Ryder ihr brennendes Verlangen ...

Kommentare zum Buch

@Hannah
Piper-Team am 01.08.2017

Liebe Hannah, auch wir warten weiterhin sehnsüchtig auf die Information, wann Band 2 in den USA erscheint. Sobald wir etwas wissen, geben wir Euch Bescheid! Herzliche Grüße aus dem Piper-Verlag

Mein Untergang!!!
Hannah am 29.07.2017

Hallo Ich weiß, dass das schon viele gefragt haben, aber ich halte es nicht mehr aus!!!! Wann kommt Band 2 raus? Wissen sie schon näheres? Haben wir überhaupt noch eine Chance den 2. Band zu lesen? Das Ende hat mich einfach total fertig gemacht und nun brauche ich unbedingt eine Fortsetzung :( Bitte bitte bitte

@alle Leserinnen
Piper-Team am 18.10.2016

Liebe Leserinnen, leider findet sich momentan auch auf den amerikanischen Websites noch keine Information zu einem Termin für Band 2. Der Erscheinungstermin ist daher noch ungewiss, es steht allerdings fest, dass ein zweiter Band geplant ist.   Herzliche Grüße, Euer Piper-Team

Teil 2
sabine am 11.08.2016

Also da ich es echt nicht mehr aushalte und ich das Buch jetzt zum zweiten Mal gelesen habe, bin ich auf die Suche gegangen und habe auf einer us internetseite gelesen das ich vermute in den USA das Buch wohl zwischen Okt. 16 und Jan 17 erscheint. Das heißt für uns wir müssen noch etwas warten. 

2 TEIL
Beate am 02.08.2016

Wann kommt der zweite Teil ??????

Agnes am 25.06.2016

Hallo,würde auch gerne wissen wollen wann die Fortsetzung ist,denn das Ende war ziemlich spannend 

Sabrina am 24.06.2016

Hallo Zusammen! Gibt es den schon einen Erscheinungstermin für den 2 Band?? Kann es kaum erwarten!! Habe jetzt begonnen den 1 Band nochmals zu lesen... :-) 

Gibt es schon neue Infos?!
Sarah am 09.05.2016

Hallo,   Gibt es schon neue Infos bzgl des zweiten Bandes? :) 

BAND 2
Karoline am 02.05.2016

HILFE!!!!! Kann es kaum erwarten weiter zu lesen, habe versucht mich mit der Autorin in Verbindung zu setzten, leider ohne Erfolg. Ich muss wissen wie es weiter geht! Kann mir jemand sagen ob es überhaupt Hoffnung gibt auf einen zweiten Teil?! Meiner Meinung nach ist Amber bei Räder besser aufgehoben, er liebt sie aufrichtig. Falls Ihr irgendeine Information erhalten solltet bitte schreibt mir meine E-Mail Adresse habt ihr ja. Und bitte bitte setzt euch mit der fantastischen Autorin in Verbindung und teilt uns mit wie lange wir noch um das Schicksal um Amber bangen müssen. 10000 Dank!!!

Sabine am 06.04.2016

Hallo, wir warten jetzt schon so lange auf das zweite Band. Ist üblich das es so lange dauert bis der 2te Teil rauskommt.?

Band 2
Piper Verlag am 11.02.2016

Hallo zusammen! Wir warten auch schon sehnsüchtig auf den zweiten Band - momentan gibt es aber noch keine Info dazu von der Autorin. Sobald wir etwas wissen, geben wir Euch Bescheid!

Postacentrale am 09.02.2016

Ich habe das Buch verschlungen und will unbedingt wissen, wie es weiter geht???? Wann kommt Band 2????

Ich brauch Band 2....sofoooort
Rebecca am 26.01.2016

Ich habe das Buch gerade gelesen und könnte durch drehen, was passiert mit Amber??? Oh mein Gott...Gänsehaut... Wann kommt Band 2 heraus? Kommt es überhaupt? Hiiiilfe, ich muss sofort wissen wie es weiter geht 

Amber To Ashes
Miri23 am 06.01.2016

Wann kommt Band 2, von dieser geschichte???

Amber to ashes
Miri24 am 26.11.2015

Amber to ashes!tolles Buch. Wann kommt Die Fortsetzung?? Und hoffe amber stirbt nicht, und das alle überleben und es ein tolles happyend gibt. 

Fortsetzung
Victoria am 10.11.2015

Liebe sabine, lieber Chaoskeks, wir freuen uns natürlich sehr, dass euch »Amber to Ashes - Ungebändigt« so gut gefallen hat und ihr unbedingt die Fortsetzung lesen möchtet, aber leider warten auch wir noch auf die Information, wann es weitergeht. Liebe Grüße Victoria aus dem Piper Verlag

Wann kommt band 2 raus???
Chaoskeks am 07.11.2015

Bin grad fertig geworden und finde es total mies das man nicht weiß wie es weiter geht.   Bitte wann kommt die Fortsetzung???

ambertoashes
sabine am 27.10.2015

Ohhhh mein gott. Es ist unglaublich gewesen. Ich habe zwar am Anfang etwas gebraucht, aber mit jeder neuen Seite wurde ich süchtiger. Vorallem so einen typwechsel hätte ich gar nicht erwartet. Da "Pulse" und "Collide" so ganz anders waren. Sie hat all meine eigentlichen Erwartungen im positiven Verändert. Ich muss unbedingt erfahren wann der 2. Teil raus kommt. 

Wahnsinn & Gegensatz - Eine explosive Mischung
Blonderschatten's Welt der Bücher am 13.10.2015

Cover:   Liebe auf den ersten Blick <3 Genau so stelle ich mir Ryder und Amber vor. Sinnlichkeit und Zuneigung strahlen sowohl Haltung als auch Mimik der Beiden aus. Das Tattoo auf dem Oberarm des Mannes, symbolisiert mehr von der Geschichte als ich angenommen habe. Schwarz-weiß gehalten setzt das fliederfarbene Sechseck ein tolles Highlight.     Meinung:   Diese Geschichte ist ein riesiges Paradoxon, das mich neben den Charakteren von einem Gewissenszwiespalt in den nächsten katapultiert hat und ich habe es geliebt.   Ein junger Mann kann sich wie ein Gentleman benehmen und wie einer aussehen, dass macht ihn noch lange nicht zum guten Jungen. Ebenso ist ein tättoowierter und gepiercter Mann mit großer Klappe nicht gleich ein Bad Boy. Sowohl in Ryder als auch in Brock vereinen sich die guten und die schlechten Seiten, doch erst zum Ende kristallisiert sich heraus, wer dem Wahnsinn der Liebe verfallen ist und seine Hemmungen fallen lässt.   Ich hatte recht. Das ist ein Omen. Er ist der Teufel, und ich befinde mich in einer himmlischen Hölle.   Hätte uns die Autorin nicht die Möglichkeit gegeben in die Köpfe der drei Protagonisten einzutauchen, so wäre es mir unmöglich gewesen Brock und Ry richtig einzuschätzen. Die Zweifel, die durch einen Charakter wie Hailey gestreut werden, scheinen weit mehr, als aus der Luft gegriffen, doch das Verhalten der Männer Amber gegenüber lässt die kalte Fassade, die angeblich hinter ihnen steckt, auch nicht zu. Zwischen Liebe, die einem dem Atem raubt, und Wahnsinn verläuft nur ein hauchdünner Pfad und diesen zu überschreiten, kommen sie immer näher.   Amber wirkt auf die beiden Männer wie eine Art Sirene, die sie sowohl unbewusst als auch bewusst ins Verderben reißt. Ungeachtet ihrer eigenen Gefühle opfern sie so viel für die junge Frau, dessen dramatische Vergangenheit sie immer wieder vor Augen haben. Brock hat ihr einen Freifahrtschein gegeben, auf den sich Amber beruft, dennoch liegt die Schuld bei beiden gleichermaßen. Sie sind in der Lage, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden und die Konsequenzen ihres Handelns abschätzen zu können. Amber, Ryder und Brock haben jeder ihr eigenes Päckchen im Leben zu tragen. Amber, die nie erfahren hat, wie sich Liebe anfühlt und was es bedeutet zu vertrauen, und Brock, der eine Schuld mit sich trägt, die noch durch den Entzug der Liebe seiner Eltern verstärkt wird. Die Vergangenheit reicht bei dem Trio bis in die Zukunft und hat sie dazu verleitet Wege einzuschlagen, die von jeglicher Vernunft ausgeschlossen sind.   [...] Deine Taten können ihr Leben ruinieren, ihren Glauben an die Realität zerstören. Deine Fehltritte könnten genauso gut eine Hand um ihren Hals sein, die ihnen die Luft aus den Lungen presst. Man kann den Glauben einer Person an das, was Lieben sein sollte, töten.<<   Ein kurzer Augenblick kann nicht nur unser Leben schlagartig ändern, sondern auch das vollkommen Unbeteiligter. Um Amber zu schützen verschweigen sie Dinge, die unerlässlich sind, um selbst ein Auge offen zu halten. Ihr Hitzkopf lässt es nicht zu, dass man sie bevormundet und von aufgestellten Regeln, ja sogar Befehlen lässt sie sich erst recht nicht aufhalten. Viel mehr stellen sie eine Art Herausforderung für sie da.   Die drei sind von einem Sturm aus Schmerz, Qual, Verwirrung, Anziehung und Begierde umgeben. Die körperliche Nähe war sowohl für Amber als auch für Brock und Ry immer ein Mittel, ihrem Frust Luft zu verleihen. Der schwierige Teil, besonders bei jemandem, der einem am Herzen liegt, kommt erst danach. Die Phase, in der man lernt, jemandem seine Gefühle, Geheimnisse, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anzuvertrauen. Die Phase, in der man am liebsten weglaufen würde, weil man beginnt, für den anderen etwas zu empfinden, und nicht weiß, wohin das Herz einen führen wird. Man hat eine Heidenangst davor, was der andere einem antun wird, wie sehr er einen verletzen könnte, sodass man vielleicht nie wieder lieben kann. Dennoch ist da ein Funke in einem, der einem zum Bleiben überredet.   Der Verstand kann ändern, was das Herz gedacht hat zu wollen.   Wir alle müssen Entscheidungen treffen. Manchmal führen sie uns auf den richtigen Weg und alles ist gut. Und manchmal landen wir in einem düsteren Loch voller Schmerz und Bedauern. Entscheidungen sind eine von vielen Arten, wie die Realität uns mit ihrem Wahnsinn konfrontiert.   Nimmt die Verbindung der Drei ein gutes Ende? Für wen wird sich Amber letztendlich entscheiden? Für ihren Fels, ihren Antrieb, ihre erste wahre Besessenheit oder für ihre Leidenschaft und ihr Verlangen? Die Entscheidung ist getroffen, doch das, was sich ihr in den Weg stellt, lässt ihr keine Möglichkeit diese zu verkünden.     Charaktere:   Ambers ganzes Leben hat sich immer nur darum gedreht, sich selbst zu beschützen. Diese Mauern werden durch die Gefühle zweier Männer eingerissen, die ihren Fluchtinstinkt wecken und ihr dennoch die Stärke geben, sich etwas Neuem zu öffnen, beherrschen sie es, sie in ihrem eigenen Spiel zu schlagen, eine Konversation zu manipulieren.   Brocks Bedürfnis nach Kontrolle ist ein großer Teil von ihm. Niemals hätte er gedacht, dass es eine Frau mit Leichtigkeit schafft, sein Herz in Beschlag zu nehmen. Er liebt sie mit jeder Faser seines Körpers. Doch wahre Liebe zu erfahren und mit ihr umzugehen ist auch etwas, dass er erst erlernen muss. Mit seiner Begierde eröffnet er Amber einen Weg, der ihm letztendlich für den Rand einer Kippe bringt und seine Gefühle nicht mehr zu bewältigen weiß.   Ryders Augen strahlen Belustigung, Ärger und eine gesunde Portion Rebellion in gleichen Maßen aus. Vom ersten Augenblick an, indem ihm Amber in die Arme gestolpert ist, hat er einen Narren an ihr gefressen. Den Ehrenkodex bester Freunde achtend, hält er sich von ihr fern, doch als ihm ein Rettungsanker geboten wird, ergreift er ihn und eröffnet den bisher stummen Kampf.     Schreibstil:   Gail McHugh verkörpert in dieser Geschichte Wahnsinn und Gegensatz in einer Weise, die es mir unmöglich macht, mich zwischen Begeisterung und Entsetzen zu entscheiden. Amber, Ryder und Brock bilden einen Kontrast zueinander, der sie gleichzeitig verbindet. Ihre Wesenszüge sind grundsätzlich verschieden, doch im Kern harmonieren sie. Hinzukommend mit der Mischung aus Manipulation, Liebe und Gefahr ergibt dieses Buch eine explosive Mischung. Die Autorin hat mich unweigerlich dazu gebracht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen und zu entscheiden, wie ich mich an ihrer Stelle entscheiden würde. Auch wenn ich viele Handlungen der Protagonisten verwerflich finde, erkennt man dank der jeweiligen Sichtweise, worauf diese basieren. Doch im wahren Leben können wir den Menschen nur vor den Kopf schauen und müssen uns auf unsere Instinkte verlassen. Ein schwieriges Unterfangen, denn jeder weiß, Liebe macht blind.   592 Seiten waren einfach nicht genug, besonders das Ende ist an dieser Stelle zum Haare raufen. Fortsetzung, bitte komm bald. =3

Band 2
Victoria am 05.10.2015

Liebe Verena, die Leserstimmen sind überwältigend, und wir wollen den Fans Band 2 der Serie natürlich nicht vorenthalten, aber wir warten gerade selbst auf die Info, wann es weitergeht. Insofern: Sobald wir Band 2 haben, beeilen wir uns, damit alle möglichst schnell lesen können. (Wir können es ja selbst kaum erwarten!) ;) Liebe Grüße Victoria aus dem Piper Verlag

Verena am 03.10.2015

Hallo Zusammen! Habe gerade fertig gelesen und muss sagen WOW!!!! Weiss man den schon wann Teil 2 erscheint???

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