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Alle wollen was erleben

Stories

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Alle wollen was erleben — Inhalt

Nach Am Ende schmeißen wir mit Gold und Das Umgehen der Orte beschließen diese Stories den Bogen einer Trilogie über das Auswegsuchen in unserer rasenden Gegenwart: Während Simon und Sophie zu einem Familientreffen unterwegs sind, zettelt Lukas einen Nachbarschaftskrieg an, erfährt ein einsamer Bäcker vom Tod Charles Mansons, hofft Ella auf Erlösung, prophezeit ein Türsteher den Untergang. Und auch Max Flieger nimmt einen neuen Anlauf. Was die einen scheitern lässt, nutzen andere als Sprungbrett aus dem Stillstand und der eigenen Komfortzone hinaus. In klarer Sprache zeichnet Fabian Hischmann ein Panorama zwischenmenschlicher Beziehungen und erinnert uns daran, dass es nicht immer nur eine Wahrheit gibt.


»Fabian Hischmann hat ein verzweifelt schönes Buch geschrieben. In einer leisen und trotzdem messerscharfen Sprache, erzählt er Geschichten von Menschen, die sich freiwillig oder gezwungen auf die Reise nach neuen Wirklichkeiten und Lebensentwürfen begeben. Literatur, die nicht erobern, sondern entdecken will: Ein seltener Glücksfall!«
Stefanie de Velasco

»Mit einer ästhetisch gereiften Sprache voller emotionaler Echos nehmen diese Erzählungen die Lesenden mit auf einen Tauchgang in die genetischen Codes unserer Familien-, Freundschafts- und Liebesbeziehungen. Ihnen gelingt etwas, was nur große Literatur kann: Sie beantworten Fragen, von denen man häufig gar nicht wusste, dass man sie sich gestellt hatte.«
Daniel Schreiber

»Diese großartigen Geschichten leuchten mit klarem Blick eine Welt voller Unschärfen aus. Sie feiern die Kraft der Versehrtheit und des Weitermachens, den Glauben an einen schwachen Puls. Thematisch hochaktuell und sprachlich dicht zeigt dieser Erzählband, dass es nicht fünfhundert Seiten braucht, um etwas Wahres zu schaffen. Am Ende weiß man wieder, was man zu oft vergisst: Wir sind nicht allein da draußen!«
Verena Güntner

»Alle wollen was erleben ist grandios. Durchgängig hatte ich das tolle Gefühl, etwas ganz Dichtes, Literarisches in den Händen zu halten, das sich im Kopf festsetzt, obwohl es sich leicht liest.«
Kristof Magnusson

 

€ 18,00 [D], € 18,50 [A]
Erscheint am 05.08.2019
176 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-8270-1357-6
€ 16,99 [D], € 16,99 [A]
Erscheint am 05.08.2019
160 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-8270-7991-6

Leseprobe zu »Alle wollen was erleben«

»Listen, I have been educated.
I have learned about Western Civilization.
Do you know what the message of Western Civilization is?
I am alone.«

– Eileen Myles

»You have to pick the places you
don’t walk away from.«

– Joan Didion



Alaska

 

Jemand schmeißt Flaschen in die Tonne im Innenhof. Das Geräusch von Glas auf Glas hallt von den Wänden wider. Sophie kommt in unsere Küche und versucht ein Lächeln. Sie hat rissige Lippen. Die bekommt sie immer, wenn sie zu viel getrunken und das Wasser dabei vergessen hat. Ich stelle mir ein ausgetrocknetes, rotes [...]

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»Listen, I have been educated.
I have learned about Western Civilization.
Do you know what the message of Western Civilization is?
I am alone.«

– Eileen Myles

»You have to pick the places you
don’t walk away from.«

– Joan Didion



Alaska

 

Jemand schmeißt Flaschen in die Tonne im Innenhof. Das Geräusch von Glas auf Glas hallt von den Wänden wider. Sophie kommt in unsere Küche und versucht ein Lächeln. Sie hat rissige Lippen. Die bekommt sie immer, wenn sie zu viel getrunken und das Wasser dabei vergessen hat. Ich stelle mir ein ausgetrocknetes, rotes Flussbett vor, eine skelettierte Herde Gnus.

Sie setzt sich und sagt: »Ich kann verstehen, dass es dir zu viel ist. Aber ohne dich schaff ich’s nicht.«

Ich schaue weiter auf ihre Lippen, die glatte Haut darüber und darunter.

 

Früher musste ich ihr Gesicht fast täglich inspizieren.

»Sei ehrlich, Simon. Ich merke sofort, wenn du lügst«, sagte sie dann.

Ich war froh, als das Haar immer langsamer wuchs, die Wurzeln per Laser schließlich ganz entfernt waren, und der Bartschatten, auf den ich früher so neidisch gewesen war, verschwand.

 

Drei Stunden später stehen wir irgendwo bei Hannover im Stau.

Ich schreibe: Liebe Lucy, bitte verzeih mir! Ich mach’s wieder gut, versprochen! Hab Dich sehr lieb! Papa

Neben uns ein Sattelschlepper mit einem Windradflügel auf der Ladefläche. Vielleicht wird sich die Evolution irgendwann übersteigert wiederholen, und mammutartige, turmhohe Geschöpfe mit Stoßzähnen so lang wie der Flügel rechts von uns werden durch diese platte Landschaft trotten.

»Was denkst du?«, fragt Sophie.

»Dass Niedersachsen öde ist und es wahrscheinlich auch noch lange bleiben wird.«

Sie trägt etwas von dem Papaya-Lippenbalsam auf, den ihr eine Bekannte aus Australien mitgebracht und als Wundermittel gepriesen hat.

»Mit wem warst du denn trinken gestern?«

»Mit allen, die wollten«, antwortet Sophie und klingt ein bisschen bassiger als sonst, weil sie den Balsam gerade in die Mundwinkel massiert.

»Und Agnes hat wirklich nichts dazu geschrieben, warum wir kommen sollen?«

»Nur was von einer Familienfeier im kleinsten Kreis. Wahrscheinlich hat Georg ihr endlich einen Antrag gemacht.«

»Warum hast du nicht nachgefragt?«

»Weil sie Liebe Sophie geschrieben hat. Das wollte ich einfach so stehen lassen und keinen Streit riskieren, verstehst du?«

Ich nicke.

Vor ein paar Tagen hat sie eine E-Mail von Agnes bekommen. Die erste überhaupt. Sonst schicken die beiden sich nur noch Anstandskarten zu Geburtstagen und Weihnachten.

Sophie lehnt ihren Kopf an meine Schulter. Ich lege eine Hand auf ihren Kopf. Der Stau löst sich auf. Als wäre eine unserer ältesten Choreografien plötzlich die Lösung für alles.

Neben der Autobahn wirbt ein Schild für den ultimativen Freibadspaß, wenn man die nächste Ausfahrt nehmen würde.

Wir hassen Freibäder. Früher sind Sophie und ich deshalb oft an abgelegene Seen gefahren. Wir versuchten, jedes der Gewässer mindestens einmal schwimmend zu überqueren. Sophie begann, Bikinis zu tragen. Wenn wir nicht allein waren, wickelte sie sich vor der operativen Angleichung manchmal ein Handtuch um die Hüfte, bis wir das Wasser erreichten.

 

Ich lernte Sophie in den letzten Wochen der vierten Klasse kennen. Trotz ihres bunten Bad+Mad-Shirts sah sie traurig aus, als die Lehrerin sie vorstellte. In der anschließenden Pause wurde sie von Lars als »Polacke« beschimpft. Unsere Lehrerin hatte einen Namen an die Tafel geschrieben – BENEDYKT – und erklärt, es sei die polnische Variante von Benedikt, was den meisten völlig egal war. Aber Lars übte wohl damals schon für seine braune Zukunft. Er schubste Sophie, und ich brüllte ihn von der Seite an: »Halt doch einfach mal dein dummes Maul!«

Er wollte etwas zurückbrüllen, doch da hatte Sophie ihm schon mit der Handkante auf den Kehlkopf geschlagen. Lars taumelte gegen die Wand und sank in die Hocke.

Manchmal reicht ein Idiot, um zueinanderzufinden.

Am vorletzten Grundschultag füllten wir alle eine Seite für die Klassenzeitung aus. Hinter den Doppelpunkt bei Was ich einmal werden will schrieb ich: Urwaldforscher – damals war ich verrückt nach einer Comicreihe, deren Hauptfigur eine Expedition ins Amazonasgebiet anführt, um nach Kristallen zu suchen, von denen das Schicksal der Menschheit abhängt – und bei Größter Wunsch: Gesundheit, weil meine Großmutter es mir zu jedem Fest auch irgendwo dazuschrieb und ich sie für den klügsten Menschen überhaupt hielt. Die Seite von Sophie blieb leer. Sie hatte Mumps bekommen.

Und wahrscheinlich Angst, dachte ich viele Jahre später, als ich ihr nach der letzten OP die Zeitung mit ins Krankenhaus brachte, die ich zufällig beim Aufräumen wiedergefunden hatte.

»Schreibst du jetzt bitte noch was rein?«, sagte ich.

 

Das Gegenlicht macht Lucy sichtbar. Sie hat ihren Namen in den Staub auf dem Armaturenbrett geschrieben. Ich schaue auf mein Handy. Noch immer keine Antwort.

Ich drossle die Geschwindigkeit, klappe den Blendschutz aus. Sophie reicht mir die Sonnenbrille und zündet uns zwei Zigaretten an.

 

Wir blieben auch auf dem Gymnasium zusammen.

Sophies Notendurchschnitt hatte eigentlich nur für eine Realschulempfehlung gereicht, aber die Klassenlehrerin glaubte an uns. Gegenseitig zogen wir uns von Jahr zu Jahr.

Mit dreizehn waren ihre Noten besser als meine, hatten wir unsere ersten Freundinnen. Sie hießen beide Nina. Eine Woche später machten wir Schluss mit den Ninas, weil sie rauchten.

Zwei Jahre später rauchten wir selbst und gingen auf eine Party zu Marius. Seine Mutter war damals Bürgermeisterin und das Wochenende über auf einem Parteitag.

Als uns die nach Moschus-Deo stinkenden Jungs auf der Sofalandschaft, die Chips und Pornos zu langweilig wurden, verdrückten wir uns ins Schlafzimmer und inspizierten Schubladen und Kleiderschränke. Alle möglichen Farben und Muster leuchteten uns entgegen. Marius’ Mutter war bekannt für ihren extravaganten Stil. »Mutig«, sagten die einen, »nuttig«, die anderen. Sophie zog ein grünes Paillettenkleid vom Bügel und warf mir ein rotes Businesskostüm zu.

»Komplementär find ich fair«, sagte sie grinsend.

Ich weiß noch, dass ich keine große Lust auf Verkleiden hatte und es deshalb schnell hinter mich bringen wollte. Jedoch war das Spiel – denn dafür hielt ich es, für ein albernes Jungsspiel – allemal spannender als die öde Porno-Party im Wohnzimmer.

Als ich mich in den engen Stoff gezwängt hatte, sagte Sophie: »Wow. Pass bloß auf, dass die Spice Boys von der Couch dich nicht so sehen.«

Weil mir plötzlich schrecklich heiß war, fiel mir gar nicht auf, wie selbstverständlich sie dabei im Raum stand.

»Und jetzt?«, fragte ich.

»Jetzt gehen wir in die Stadt und machen Wahlkampf für Frau Bürgermeister, oder?«

Kurz darauf hatte ich mich wieder aus dem Kleid geschält, mir im angrenzenden Bad kaltes Wasser ins Gesicht geklatscht und blieb überrascht auf der Schwelle zum Schlafzimmer stehen. Ich sah Sophie vor dem Spiegel am anderen Teppichende, völlig versunken in das Bild, das sie vor sich hatte. Sie strich die Falten glatt, neigte den Kopf von einer Seite zur anderen. Ihre Bewegungen waren ruhig und fließend.

»Habt ihr sie noch alle? Was macht ihr zwei Schwuchteln hier?«

Plötzlich stand Marius im Raum.

Sophie blieb cool, trat auf ihn zu und sagte: »Aber, aber, mein Schatz. Spricht man etwa so mit seiner Mutter?«

Später saßen wir auf dem Balkon und atmeten Helium ein, das einer von den Jungs mitgebracht hatte. Sophie stieg auf einen Klappstuhl und piepste: »Mir ist langweilig, Simon. Lass uns heimfliegen.«

Ich packte sie am Bein und piepste zurück: »Aber du kannst nicht fliegen, Ben.«

»Warum nicht?«, fragte Sophie mit einem herausfordernden Lächeln.

Mir fiel keine gute Antwort ein.

 

Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne und gibt den Blick auf Industrieschornsteine frei. Auf einem davon steht JESUS. Sophie zeigt darauf.

»Nichts als heiße Luft, der gute Mann.«

Und dabei fällt mir ein, dass er und Sophie eine Vergangenheit haben.

 

Agnes und Rainer hatten Sophie ausgewählt, obwohl sie schon sieben war. »Bemüh dich, mein Junge«, gab ihr der Leiter des Kinderheims mit auf den Weg, als sie sie mitnahmen. Und Sophie gab sich alle Mühe. Sie zwang sich, fröhlich und nie unordentlich zu sein, und putzte sogar nach dem Mittagessen die Zähne. Trotzdem war sie verunsichert, weil Agnes und Rainer häufig stritten und Rainer immer später von der Arbeit nach Hause kam. Das Klingeln der Mikrowelle weckte sie, wenn er sich sein Abendessen aufwärmte, das Agnes auf dem Drehteller bereitgestellt hatte. Sie konnte dann nicht wieder einschlafen, weil sie befürchtete, es läge an ihr. Morgens beim Frühstück sah nicht nur Rainer müde aus. Sophie konzentrierte sich auf ihre Cornflakes, Rainer verbarg das Gesicht hinter den Schlagzeilen der Zeitung und reagierte nicht auf Agnes’ Blicke, bis er aufstand und zur Arbeit fuhr.

Während Agnes auf Rainer wartete, sah sie ihre Lieblings-Talkshow. Der Moderator, ein Fernsehpfarrer, der später wegen Schleichwerbung abgesetzt wurde, brachte sie ständig zum Weinen. Sophie setzte sich dann neben sie und hielt ihre Hand. Und weil sie dachte, sie könne Agnes damit glücklicher machen, meldete sie sich ihr zuliebe sogar als Messdiener. Bis Sophie sechzehn wurde, deckte sie jeden Sonntag und an den meisten Feiertagen den Altar. Sie hasste alles daran, bis auf die Gewänder und den nackten Jesus mit den langen, braunen Haaren am Kreuz.

 

»Unfassbar, dass du das Messdienerding so lange durchgezogen hast«, sage ich.

»Sechs Jahre kellnern ohne Kohle«, stöhnt Sophie. »Und am Ende tritt Agnes aus der Kirche aus und zieht zu einem Atheisten nach Österreich.«

Aus dem toten Winkel taucht ein Motorrad auf und überholt uns rechts. Fuchsschwänze flattern an der Antenne.

 

Ein knappes Jahr nachdem Agnes und Rainer Sophie adoptiert hatten, begann Rainer mit einer Kollegin ein neues Leben und ließ sich in ein Finanzamt in Norddeutschland versetzen. Er zahlte pünktlich Unterhalt, ansonsten herrschte Funkstille. Später fand Sophie ein Foto von ihm im Internet. Es zeigte einen käsigen Mann mit Motorrad an einer Strandpromenade, Eckernförder Motorradklub wählt neuen Vorstand stand darüber.

Vor ein paar Jahren starb Rainer an einer verschleppten Lungenentzündung. Etwa zeitgleich lernte Agnes über eine Kontaktanzeige Georg kennen, einen frisch pensionierten Mathematiker, der ebenfalls verlassen worden war. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Sophie, zu dem er, sie war sich sicher, Agnes hatte überreden müssen, sprach er viel über seine Forschungen zu reellen Zahlen und die Kalenderspruch-Einsicht, dass die wichtigsten Dinge im Leben eben nicht den Gesetzen der Logik unterworfen waren. Er hob sein Glas und sagte: »Auf dich, Agnes. Und auf deine bezaubernde Tochter.«

Sophies Gesicht hatte sich aufgehellt. Das von Agnes fing an zu glühen.

 

Wir halten auf einem Parkplatz, um uns zu lockern. Sophie streckt beide Arme in die Luft und fragt: »Wie möchte der alte Simon in zwei Wochen eigentlich seinen Ehrentag verbringen?«

»Eine Ganztagesmassage wäre super«, antworte ich und versuche vergeblich, meine Fußspitzen mit den Fingern zu berühren.

»Mit Happy End?«

»Wenn schon, denn schon«, antworte ich augenzwinkernd und gehe Richtung Böschung. Ich muss pinkeln.

 

Es war mein 25. Geburtstag. Fruchtfliegen leierten durchs Zimmer Richtung Fensterbank und ertranken dort in einem Schälchen mit Essigessenz. Ich hatte jede Menge Obst besorgt, das ich dann doch nicht essen wollte. Eine Woche zuvor hatte eine vitaminsüchtige Affäre mich abserviert. Pausenlos hatte ich Sophie vollgeheult, abgedroschenen Mist wie »Frauen und ich, das passt einfach nicht zusammen« von mir gegeben, nicht mitbekommen, dass auch sie dringend etwas loszuwerden versuchte. Als sie mir zu allem Überfluss noch mitteilte, sie wolle eine Freundin zu meinem Geburtstag mitbringen, protestierte ich und sagte, es sei abgemacht: »Wir zwei allein, Ben. Mehr ertrag ich nicht.«

Doch sie antwortete ernst: »Ich kann ihr nicht mehr absagen.«

Widerwillig putzte ich mein Wohnheimzimmer, kaufte Wodka und Eis und wartete.

 

»Ich hab schon gedacht, du willst mich loswerden und hast dich in die Wildnis abgesetzt«, sagt Sophie, als ich zurück ins Auto steige.

»Das hier ist Deutschland, nicht Alaska.«

»In Alaska hättest du es also getan?«

»Blödsinn. Ich mag die Stadt.«

»Ach ja? Und warum fährst du dann mit Lucy jedes zweite Wochenende in den Wald?«

»Weil Lucy nun mal gerne klettert und Hochseilgärten schöner sind als irgendwelche Hallen … Naturerlebnisse sind wichtig.«

Wir rollen zurück in den Verkehr, und ich frage mich, wie mir ein Leben in Blockhütte und Einsamkeit gefallen würde.

 

»Was soll das?«

»Herzlichen Glückwunsch.«

Sie streckte mir eine Hand hin.

Ihr Gesicht war frisch rasiert und geschminkt, außerdem hatte sie sich die schwarzen Locken geglättet.

»Ich bin Sophie.«

»Vergiss es. Ich mach da heute ganz bestimmt nicht mit.«

Ihre Miene blieb unbewegt, die Hand wartete weiter auf meine.

»Okay«, sagte ich genervt und ergriff sie endlich. »Schön, dich kennenzulernen. Komm doch rein!«

Wir gingen in die Küche. Dort füllte ich zwei Gläser mit Wodka und Eis.

»Also, was soll das, Ben?«, sagte ich, als noch immer nichts von ihr kam.

»Sophie«, verbesserte sie mich.

Genervt leerte ich mein Glas in einem Zug und sagte: »Kannst du bitte endlich mit dem Scheiß aufhören, Benedykt!«

Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich den Namen in voller Länge aussprach. Dass es auch das letzte Mal sein würde, kapierte ich immer noch nicht.

Zwei Gläser später saßen wir auf meiner Matratze, wünschte ich mir ein Loch, durch das ich bis in die Kanalisation fallen könnte. Ich fühlte mich elend, ignorant und verarscht zugleich. Plötzlich wusste ich nicht mehr, ob es Fruchtfliegen waren, die durch die Luft leierten, oder ob mir schwarz vor Augen wurde.

»Warum hast du nie was gesagt?«, presste ich durch meine angespannten Kiefer.

Du warst so viel mit dir selbst beschäftigt, hätte ihre Antwort lauten können. Das zu sagen, wäre die Wahrheit und ihr gutes Recht gewesen.

Stattdessen erwiderte sie nur: »Weil ich jetzt so weit bin.«

Auf wackligen Beinen ging ich in die Küche und füllte mein Glas mit Leitungswasser. Als ich zurückkam, lag neben Sophie ein Geschenk. Ich setzte mich und packte es aus.

Das Bild zeigt einen fünfzehnjährigen Ben – eine fünfzehnjährige Sophie, korrigierte ich mich selbst. Sie steht mit ausgebreiteten Armen auf einem Klappstuhl, und ich halte ihr Bein fest.

Ich war eine leere Lichterkette, in die Sophie nach und nach die fehlenden Glühbirnen eindrehte.

»Weiß deine Mutter Bescheid?«, fragte ich, den Blick weiter auf das Bild gerichtet.

»Kann schon sein«, antwortete Sophie. »Aber du warst der Erste, dem ich es sagen wollte.«

 

Das letzte Stück der Strecke fährt Sophie. Den Kopf ans kühle Glas des Beifahrerfensters gelehnt, schreibe ich eine weitere Entschuldigung an meine Tochter. Als Anhang schicke ich ein Foto des verirrten Rehs mit, das ich vorhin an der Raststätte geschossen habe. Es lief im Zickzack durch den Tisch-Parcours des Schnellrestaurants und schmiss die Tablettrückgabe um.

»An Lucy?«, fragt Sophie.

»Ja. Ich hab’s voll versaut.«

Jedes zweite Wochenende gehört uns beiden. So ist es vereinbart. Und dieses wäre eins für uns gewesen.

»Tut mir leid, Simon. Wenn wir zurück sind, sage ich ihr, dass es meine Schuld war.«

Ich ziehe das Reh auf dem Display größer. Du musst ab jetzt wirklich besser aufpassen, denke ich.

 

Ein halbes Jahr nach meinem 25. Geburtstag lernte ich Raja im Vorbereitungskurs zu einer Prüfung kennen. Nach der ersten Stunde lud uns die Tutorin noch auf ein Getränk in eine Bar ein. Raja und ich blieben am längsten. Und weil ich betrunken war und es rauswollte, erzählte ich ihr die Geschichte von Sophie und mir. Ich erzählte, dass Sophie die meiste Zeit bei mir im Wohnheim übernachtete, seit es ihren Freund nicht mehr gab. Er sei nun mal schwul und wolle mit einem Mann zusammen sein. Außerdem fühle er sich ohnehin schon länger zu jemand anderem hingezogen. Ich erzählte, dass Agnes gegenüber Sophie noch immer nichts als Geheule und Warum-Sätze mit falschem Pronomen zustande brachte. Und ich erzählte ihr auch, dass ich manchmal selbst fürchtete, nur so zu tun, als käme ich gut damit klar. In diesen Momenten vermisse ich meinen besten Freund, fühle es sich an, als habe ich jemanden verloren, obwohl dieser Jemand immer schon da gewesen sei.

»Hältst du mich für ein verklemmtes cis Mann-Arschloch?«, fragte ich.

»Nein«, sagte sie und lächelte. »Wenn überhaupt, bist du ein egozentrisches cis Mann-Arschloch.«

Als wir das erste Mal zu dritt kochten, fragte Raja einfach drauflos. Wo man so tolle Ohrringe kaufen könne, wie sich die Brustprothesen anfühlten, ob Sophie zukünftig vorhabe, Hormone zu nehmen und, als es eh schon zu spät war, ob ihre Fragen überhaupt okay seien.

Später im Club gingen sie zusammen auf die Toilette, wie beste Freundinnen, und ließen mich allein zurück.

Vier Jahre später trennten wir uns. Lucy konnte gerade ihre ersten Sätze bilden.

»Nein, will ich nicht«, hörten wir besonders oft, wenn wir versuchten, ihr etwas Essbares jenseits von Grießbrei anzudrehen.

Sie war uns einfach passiert und überforderte mich anfangs sehr. Genau wie der einzige andere Mensch, der neben ihr die Fähigkeit besaß, mich uneingeschränkt glücklich zu machen.

Sophie war eine große Hilfe in dieser Zeit, sie und Lucy hatten sofort eine enge Verbindung.

Eine Weile träumte ich die immer gleiche Szene: Ich war gestorben und sah aus schwebender Perspektive in ein Wohnzimmer. Dort saßen Raja und Sophie mit Lucy und rollten sich lachend einen Ball zu. Sie sahen perfekt zusammen aus, eine glückliche Familie, der nichts zu fehlen schien.

 

Kurz vor der österreichischen Grenze stoppt uns die Polizei bei einer Verkehrskontrolle. Ein junger Beamter nimmt Führerschein und Fahrzeugpapiere zur Prüfung entgegen.

»Wohin sind Sie unterwegs?«

»Bregenz, Familienbesuch«, antwortet Sophie. »Meine Mutter heiratet, vielleicht.«

Er mustert unsere Gesichter. Meine Augen sind vor Müdigkeit geschwollen, und es würde mich nicht wundern, wenn er uns aussteigen ließe. Doch nur Sekunden später reicht er ihr die Dokumente durchs Fenster zurück.

»Gute Fahrt.«

 

»Was soll das sein?«, fragte die Polizistin, als Sophie einmal grundlos auf der Straße kontrolliert wurde.

»Das ist ein Ergänzungsausweis.«

»Und wo ist Ihr gültiges Ausweisdokument?«

»Das ist ein gültiges Ausweisdokument.«

»Sie haben keinen Personalausweis bei sich?«

»Wie ich schon sagte …«

Als Sophie mich wenig später anrief, saß ich mit Raja bei ihrer Großmutter in Brandenburg und aß Kuchen. Man hatte sie wegen Beleidigung mit auf die Wache genommen und erst Stunden später wieder gehen lassen. »Die haben mich beleidigt, nicht andersrum«, schimpfte sie ins Telefon.

Raja und ich fuhren sofort zurück in die Stadt, um sicherzugehen, dass Sophie nichts Dummes anstellte. Als wir ankamen, schlief sie bereits.

 

Wir steigen aus. Der Motor ist nach knapp tausend Kilometern heiß gelaufen und brummt. Ich lege dem Volvo meine flache Hand auf die Haube, als wäre er ein gehetztes Tier. Tatsächlich verschwindet das Brummen hinter einem Quaken. Georgs Haus steht direkt am Bodenseeufer und wird von einer Armada von Fröschen belagert.

Sophie sieht mich an. »Noch können wir abhauen«, sagt sie.

In einer Serie würde jetzt eine Abblende folgen, denke ich, ein Cliffhanger.

 

Kraftlos hing ich in der Luft. Lucy war in null Komma nichts über den Seilsteg auf die andere Seite zur Plattform balanciert und rief: »Zieh dich hoch, Papa! Du schaffst das!«

Verkehrte Welt, dachte ich, als ich ängstlich in meinem Gurt zwanzig Meter über dem Waldboden baumelte. Ich klammerte mich an das Stück Seil oberhalb des Karabinerhakens und rief mit möglichst ruhiger Stimme zurück: »Ich kann nicht.«

»Okay. Ich hole Hilfe.«

Ich wollte Nein! schreien, bekam aber bloß ein »Gut!« heraus und hätte am liebsten noch Beeil Dich! hinterhergerufen.

»Tour 7 ist auch wirklich sehr anspruchsvoll. An dieser Stelle sind schon viele abgeschmiert«, sagte der Junge, er war höchstens sechzehn, als wir zurück am Boden waren. »Ihre Tochter hat es jedenfalls voll drauf.«

 

Georg trägt eine Schürze. Kiss The Cook steht quer über seinem Bauch.

»Wie schön, dass ihr da seid!«, sagt er freudig. »Kommt rein!«

Wir folgen ihm ins Haus.

Noch bevor Agnes uns überhaupt gesehen hat, sagt sie: »Scheiße«.

»Schatz?«, fragt Georg in ihrem Rücken.

Sie dreht sich um und hält ein Stück Gurke in der Rechten und die Reibe in der Linken. Wir sehen Blut auf den Küchenboden tropfen. Eigentlich ist Agnes’ Gesicht chronisch glühend von der Rosacea, jetzt aber sieht es blass und ratlos aus. Für einen Moment ist da nur das Geräusch der köchelnden Soße, bis Agnes zusammenklappt und Georg panisch den Notruf wählt.

 

»Fändest du mich attraktiv, Simon?«

Sophie hielt das Messer in meine Richtung, als sie die Frage stellte. Ich hörte auf, den Salatkopf zu rupfen, und sah sie an.

»Ich meine, wenn du mich nicht kennen würdest?«, schob sie nach.

Ich war überrumpelt, zögerte.

»Also nicht«, sagte sie und wandte sich ab.

»Warum ist das wichtig?«, fragte ich.

»Vergiss es.«

»Jetzt sei nicht eingeschnappt.«

Sie setzte die Klinge zurück auf die Hühnerbrust.

»Weil du mein Maßstab bist«, sagte sie nach einer Weile und schnitt einen weiteren Streifen vom Stück.

Ich wischte meine nassen Finger an der Jeans ab.

»Sophie, ich …«

 

Die Zacken der Reibe haben kleine, aber offenbar tiefe Wunden ins Fleisch gerissen. Sie ähneln einer Kiemenreihe, als hätte Agnes versucht, sich ein Extra für den See vor der Tür zu verpassen. Ihre Augen sind weit geöffnet, der Kreislauf ist wieder stabil. Ich presse ein Küchentuch auf ihr Handgelenk, weil Georg schlecht geworden ist und er kreidebleich in der anderen Küchenecke hockt. Sophie ist vor zur Straße gelaufen, um die Sanis abzuholen.

»Tut mir leid«, sagt Agnes, und obwohl sie blutet und klitzeklein ist da vor mir auf dem Boden, macht sie mich aggressiv.

Das sollte es auch, möchte ich schreien und: Mir musst du das nicht sagen. Doch ich erwidere nur: »Alles gut«, und sehe, dass ich das Tuch demnächst werde wechseln müssen.

Endlich kommt Sophie mit in weißen Polos und roten Westen steckender Unterstützung ins Haus zurück. Nickend lösen die Profis mich ab. Ich stelle mich neben Sophie. Sie flüstert mir ins Ohr: »Drama können sie gut, nicht wahr?«

 

Lucy und ich begleiteten Sophie ins Theater. Jugendliche, die von ihr betreut wurden, hatten die Möglichkeit bekommen, in einem Stück mitzuspielen. Nach der Vorstellung wartete ich mit Lucy vor einem der Nebenausgänge. Sophie wollte nur schnell verschwinden, um ihren Schützlingen zu gratulieren und Vertrauen zu signalisieren, brauchte dann aber doch eine kleine Ewigkeit. Ich war kurz davor, sie zu holen, als ein Mitglied des Reinigungsteams die Tür öffnete und etwas in die Luft warf. Es landete auf dem Boden und schleppte sich ins Dunkel neben dem Eingang. Lucy sah mich entsetzt an und lief los. Sie leuchtete mit der Handytaschenlampe in die Ecke. Schließlich entdeckten wir die Taube hinter einem Standaschenbecher kauernd. Der Kopf hing schlaff zur Seite, die Flügel schleiften über den Boden, und ihr Gurren klang nass, als hätte sie den Hals voll Blut. Ich wusste, dass Lucy die Taube aufheben, mit nach Hause nehmen und gesund pflegen wollen würde. Und ich wusste auch, dass es dafür zu spät war und ich die Person aus dem Reinigungsteam zurückholen sollte, damit sie das Leiden durch einen gezielten Schlag mit der Kehrschaufel beendete.

Da hastete Sophie um die Ecke: »Ach, hier seid ihr!«

Ich winkte sie zu uns.

»Scheiße«, sagte sie, als sie das Tier sah, und ich flüsterte ihr ins Ohr: »Geht schon zum Auto.«

Ich reichte Lucys Hand an Sophie weiter.

»Komm, Süße«, sagte sie umstandslos und zog Lucy mit sich.

»Sie stirbt, oder?«, fragte sie mich noch, und ich antwortete: »Ich sag drinnen Bescheid, dass sich jemand um sie kümmert.«

»Versprochen?«

Lucy weinte. Ich nickte.

Als ich die beiden außer Hörweite wusste, hob ich den Aschenbecher an.

 

Nachdem Agnes’ Wunde versorgt worden ist, fahre ich uns zurück zum Haus. Noch in der Kliniktiefgarage fängt Georg, den das verabreichte Beruhigungsmittel eher aufzuputschen scheint, an zu erzählen. Dass sie nicht heiraten würden, sondern weggehen wollten. Nach Haiti. Zu einem Freund, der dort ein Schulprojekt leite.

»Die Situation ist auch noch Jahre nach dem Beben katastrophal … jedenfalls wollen Agnes und ich …«

»Hast du deine Stimmbänder im Handgelenk, Mama?«, unterbricht ihn Sophie. »Oder warum muss Georg alles für dich quatschen? Was willst du von mir? Dass ich mich freue und dir sage, dass ich stolz auf dich bin? Dass ich es toll finde, dass du dich mit Kindern auseinandersetzen willst, weil du es mit deinem eigenen nicht mehr schaffst?«

»Aber Sophie …«, stottert Georg dagegen.

»Sei still!«, zischt sie ihn an.

 

»Meinst du, ich soll irgendwas ganz Neutrales anziehen, um es leichter für sie zu machen?«, fragte Sophie kurz bevor wir aufbrachen.

Ich schüttelte den Kopf.

»Hast recht. Warum mach ich mir solche Gedanken?«

»Weil du sie liebst.«

»Das ist Fernsehpfarrerscheiße, Simon.«

»Das ist Familienscheiße, Sophie.«

 

Am Haus angekommen, lasse ich die drei aussteigen.

Ich denke darüber nach, dass Sophie Agnes trotz ihrer Wut Mama genannt hat.

Und dann fahre ich einfach los.

 

Ich saß gerade mit Lucy über einer Mathehausaufgabe, als Sophie polternd vom Einkaufen zurückkam. Sie klatschte in die Hände und sagte: »Schluss mit Rechnen! Ich brauche eure Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit.«

»Au ja!«, rief Lucy lachend und klappte nur zu gerne das Matheheft zu.

»Um was geht’s denn?«, fragte ich skeptisch.

Sophie griff in eine der Tüten und holte drei verschiedenfarbige Lippenstifte daraus hervor.

»Ab ins Bad!«

Da ich mindestens so froh über die Pause war wie Lucy, folgten wir ihr beide und reihten uns vor dem Spiegel auf.

»Wenn ich sie alleine ausprobiere, macht es weniger Spaß. Außerdem komme ich dann zu spät zu meiner Verabredung.«

»Mit wem triffst du dich?«, wollte Lucy wissen.

»Er heißt Klaus«, sagte Sophie.

»Wie in der Lindenstraße«, stellte Lucy fest.

Ab und zu sahen wir uns das Mehrfamilienhaus-Elend sonntags zusammen an, auch weil es mich an meine Großmutter erinnerte, die nie eine Folge verpasst hatte.

»Genau«, sagte Sophie und lachte. »Bloß ein bisschen dünner. Und jetzt los!«

Wir spitzten die Lippen und trugen jede*r eine Farbe auf. Sophie sah erst sich prüfend an und dann uns.

»Sind alle gut«, sagte sie. »Aber ich denke, ich bleibe bei dem hier. Was meinst du, Lucy?« Sie zeigte auf ihre eigenen Lippen.

Lucy legte eine Hand ans Kinn und machte ein Jurygesicht.

»Nicht?«, fragte Sophie.

»Doch«, sagte Lucy und hielt ihr den Lippenstift hin, den sie selbst probiert hatte. »Darf ich dann den hier behalten?«

Es klingelte.

»Das wird Mama sein«, vermutete ich.

»Ich mach auf«, sagte Lucy und flitzte zur Haustür.

Sophie sah mich an.

»Violett steht dir gut.«

»Wer’s glaubt …«

»Gib mir mal einen Kuss auf die Wange«, bat sie mich. »Ich will sehen, wie stark es abfärbt.«

Ich beugte mich zu Sophie hin, und plötzlich drehte sie mir ihr Gesicht frontal zu. Ihre Lippen waren warm und weich.

 

Wir stehen vor dem Aufstieg zu Tour 7.

»Bist du bereit?«

Ich nicke. »Bereit.«

Sie klettert voran, und bevor ich nach der ersten Sprosse greife, vibriert es unter meinem Gurt.

Schon in Alaska?, schreibt Sophie.

»Kommst du, Papa?«, fragt Lucy von oben.

»Ich bin gleich da«, antworte ich.

Fabian Hischmann

Über Fabian Hischmann

Biografie

Fabian Hischmann, geboren 1983 in Donaueschingen, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2013 war er Teilnehmer der Jürgen-Ponto-Schreibwerkstatt, 2015 Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. 2017 wurde er zum...

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