1918 – Aufstand für die Freiheit

1918 – Aufstand für die Freiheit

Die Revolution der Besonnenen

Hardcover
E-Book

€ 28,00 inkl. MwSt.

Die vertane Chance zur Demokratie

Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance – dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die Weimarer Republik. In wenigen Tagen erreichen sie, was der Sozialdemokratie in Jahrzehnten nicht gelungen war: die überlebte, autoritäre Ordnung des Kaiserreichs zu stürzen. Es ist die Tragödie der Revolution, dass ihre eigenen Führer sie fürchteten – zu Unrecht. Denn das Ziel der meisten Revolutionäre war nicht, wie es in der Rückschau oft erschien, ein kommunistisches Regime wie in Russland zu errichten. Das Aufbegehren in Deutschland hatte vor allem die Absicht, die alten Eliten der Kaiserzeit zu entmachten, besonders das Militär und die Kriegstreiber von 1914. Für einige wenige Wochen hat die Revolutionsregierung, geführt von der SPD, die Gelegenheit dazu – und nutzt sie nur halbherzig. So bleiben die Todfeinde der deutschen Demokratie mächtig, mit fatalen Folgen für die junge Republik. Joachim Käppner wertet Quellen und neueste Forschungsergebnisse aus und zeichnet ein gerechteres Bild der Arbeiter und Matrosen, die eine Welt aus den Angeln hoben.

  • € 28,00 [D], € 28,80 [A]
  • Erschienen am 02.11.2017
  • 528 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-492-05733-2
 
 

Leseprobe zu »1918 – Aufstand für die Freiheit«

»Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen«: Einführung

 


Die deutsche Revolution lag kaum ein Jahr zurück, da schrieb ihr Kurt Tucholsky 1919 schon eine Grabrede:


Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein (…)
Wir dachten schon: Jetzt gilts den Offizieren!
Wir dachten schon: Hier wird nun ernst gemacht.
Wir dachten schon: Man wird sich nicht genieren,
… das Feuer brennt einmal … es ist entfacht …
Wir dachten schon: Nun kommt der Eisenbesen …
Doch weicht der Deutsche sich die Hosen ein.
Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat [...]

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Joachim Käppner

Joachim Käppner

Joachim Käppner ist Redakteur und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Der promovierte Historiker veröffentlichte u.a. »Erstarrte Erinnerung. Der Holocaust im Spiegel der DDR-Geschichtswissenschaft« (1999) und ist Herausgeber und Mitautor von »Die letzten 50 Tage: 1945 – als der Krieg zu Ende ging« mehr ...

Veranstaltungen

Vortrag: Am Dienstag, 28. November 2017 in Coburg
Joachim Käppner spricht über »1918« in Coburg
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Pfarrzentrum St. Augustin, 96450 Coburg
Vortrag: Am Montag, 29. Januar 2018 in Düsseldorf
Joachim Käppner spricht über »1918« in Düsseldorf
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Stadtbücherei Düsseldorf, 40213 Düsseldorf
Vortrag: Am Mittwoch, 21. Februar 2018 in Münster
Joachim Käppner spricht über »1918« in Münster
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28 , 48145 Münster
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