Alexander Söderbergs Protagonistin Sophie Brinkmann
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Alexander Söderbergs Protagonistin Sophie Brinkmann

Dienstag, 15. Oktober 2013 von Revolverblatt


Was macht ein Mensch, der zwischen die Fronten von Gut und Böse gerät? Für welche Seite entscheidet er sich, wenn sein »Freund« auf der Seite der Bösen steht? Diese spannende Frage ist der Plot für den Thriller »Unbescholten« von Alexander Söderberg.

Eine unbescholtene Frau gerät in den Sumpf des Verbrechens 

Sophie Brinkmann ist eine unbescholtene Frau. Sie arbeitet in Stockholm als Krankenschwester und ist seit dem Tod ihres Mannes alleinerziehende Mutter. Sie lebt ein Leben wie Millionen andere Menschen auch. Doch ihr Leben ändert sich von einer Minute auf die andere radikal. Plötzlich ist sie mittendrin in der Welt des organisierten Verbrechens. Sie erlebt wilde Verfolgungsjagden und brutale Entführungen, begegnet spanischen und russischen Waffenhändlern und gerät dabei zwischen die Fronten der Polizei und der Verbrecher. Wer gehört in diesem Spiel zu den Guten? Wer zu den Bösen? Dieser Frage muss sich die Krankenschwester mit einem Mal stellen. Denn es ist für sie und auch ihren Sohn Albert eine Frage zwischen Leben und Tod. 

»Es hat mir Spaß gemacht, über Sophie zu schreiben«, sagt der schwedische Drehbuchautor Alexander Söderberg über die Heldin seines ersten Romans. »Denn Sophie ist zunächst ein unbescholtener Mensch, der ein normales und sicheres Leben führt wie die meisten von uns.« 

Ihn habe die Frage interessiert, wie sich ein »normaler Mensch« verhält, sobald er zwischen die Fronten zwischen Gut und Böse gerät. Deswegen sei sein Thriller auch kein typisch schwedischer Krimi. »Sophies Geschichte könnte überall dort spielen, wo das organisierte Verbrechen eine Gesellschaft bedroht«, sagt Söderberg, der seine Heldin auf eine atemlose Flucht vor dem Bösen schickt. Wichtig sei ihm gewesen, dass Sophie das Gute erkennt und deswegen auch so handelt, wie es jemand macht, der gut bleiben will. »Das ist aber nur möglich, weil es das Böse gibt«, erzählt der Autor, »sonst würde man ja das Gute nicht erkennen.«


Alexander Söderberg im Interview

Nichts und niemand ist sicher in dem Thriller »Unbescholten« – gibt es überhaupt Unterschiede zwischen richtig und falsch oder gut und böse? Alexander Söderberg erzählt, warum er seine Heldin auf eine atemlose Flucht vor dem Bösen schickt.

Sophie Brinkmann ist eine unbescholtene Krankenschwester, bevor sie Hector Guzman kennenlernt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine durchschnittliche Person zur Heldin eines Thrillers zu machen?

Alexander Söderberg: Ich fand es interessant, eine Frau zu beschreiben, die in sicheren Verhältnissen lebt, aber plötzlich durch die Begegnung mit einem Mann aus dem organisierten Verbrechen ein völlig ungewöhnliches Leben beginnt und eine ihr bislang unbekannte Welt kennenlernt. Faszinierend daran ist, dass Sophie dennoch eine Mutter bleibt, die sich um ihren Sohn sorgt. Ein reizvoller Kontrast. Als ich merkte, wie sich die Figur der Sophie in meinem Kopf entwickelte, entschied ich mich, den Roman zu schreiben. Denn ursprünglich war »Unbescholten« ein TV-Plot.

War es schwierig, sich in die Figur einer Frau hineinzudenken?

Nein, überhaupt nicht. Es hat mir Spaß gemacht, über Sophie zu schreiben. Vielleicht ist es mir auch leicht gefallen, weil ich mit meiner Ehefrau und drei Töchtern zusammenlebe. Da ahnt man als Mann, was und wie Frauen denken.

Die Frauen in »Unbescholten« wie Sophie oder die Kommissarin Strandberg sind starke Persönlichkeiten, Männer wie Lars Vinge oder Jens Vall sind dagegen psychisch instabil. Ist das Ihr Bild von Männern und Frauen in der realen Welt?

Sophie entwickelt sich in der Tat zur starken Persönlichkeit. Bei der Kommissarin Gunnilla Strandberg bin ich mir nicht so sicher. Sie ist für mich eine Psychopathin, die bewusst Grenzen überschreitet und dabei Gesetze verletzt. Lars Vinge und Jens Vall sind dagegen Getriebene in einer brutalen Welt, in der sie sich nicht zurechtfinden. Ich glaube nicht, dass diese Figuren typisch sind für Männer und Frauen in unserer Gesellschaft. Schließlich sind sie nur fiktive Figuren einer spannenden Geschichte.

Ein Leitmotiv Ihres Romans ist: »Wer ist gut, wer ist böse?« Vor allem, wenn es um die Rolle der Ermittler und ihrer Methoden geht. Muss das Gute böse sein, um das Böse zu besiegen?

In Demokratien gibt es Gesetze und Regeln, an die sich auch staatliche Institutionen halten müssen. Dass dies nicht immer so ist, erleben wir tagtäglich überall in der Welt. Vielleicht muss das so sein. Ich will das gar nicht beurteilen. Für meinen Roman war es mir nur wichtig, dass Sophie das Gute erkennt und dementsprechend handelt. Denn anders als die anderen Charaktere, die für das Böse stehen, möchte Sophie gut sein und bleiben. Deswegen ist das Böse auch so wichtig, sonst würde man das Gute nicht erkennen.

Die organisierte Kriminalität ist das Böse schlechthin für die westlichen Gesellschaften. Wie können die sich davor schützen?

Ich weiß es nicht! Ich habe darauf keine Antwort. Aber für mich als Autor ist das immer ein großartiger Stoff.

Der Gegenspieler des Guzman-Clans ist der Deutsche Ralph Hanke. Warum haben Sie sich für einen Deutschen entschieden?

Ich fand den Gegensatz sehr spannend. Auf der einen Seite die spanische Halbmafia, auf der anderen ein Deutscher mit einer Stasi-Vergangenheit. In keinem anderen westlichen Land wäre die besondere Karriere von Ralph Hanke denkbar: ein ehemaliger Stasi-Agent, der nach der Wende kurzfristig untertaucht, und dann aufgrund seiner Kontakte eine öffentliche Karriere als erfolgreicher Bauunternehmer in München startet und im Hintergrund kriminelle Geschäfte betreibt.

Wie geht es mit Sophie weiter? Wird sie unbescholten ihrer Arbeit in einem Stockholmer Krankenhaus nachgehen?

Im zweiten Buch wird sie noch dunklere Schauplätze entdecken als in »Unbescholten«, und ihr Sohn wird wieder eine wichtige Rolle spielen. Und: Es wird eine globale Geschichte sein, die überall stattfinden könnte.

Ridley Scott, der Regisseur von »Gladiator«, hat die Filmrechte von »Unbescholten« gekauft. Welche Schauspielerin ist Ihre Favoritin für die Rolle der Sophie?

Ich habe keine Favoritin. Allerdings sollte sie eine sehr gute Schauspielerin sein, der man nicht anmerkt, dass sie eine Rolle spielt.

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UnbescholtenUnbescholten

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Die Stockholmerin Sophie Brinkmann ist eine unbescholtene Frau – bis die alleinerziehende Krankenschwester den spanischen Verleger Hector Guzman kennenlernt. Hector entgeht nur knapp einem brutalen Anschlag, sie selbst wird rund um die Uhr beschattet und auch ihr Sohn wird zur Zielscheibe. Bald steht Sophie vor der Entscheidung, ob sie für Hector ihre innersten Überzeugungen opfern soll - und vielleicht sogar ihr Leben.
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Der zweite SohnDer zweite Sohn

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Ausgerechnet jetzt, da Hector Guzman im Koma liegt, steht sein international agierendes Drogenkartell gleich von zwei Seiten unter Beschuss: Die Konkurrenz und die Polizei sind ihm auf der Spur – ihm und seiner Geliebten Sophie Brinkmann. Dabei ist die unbescholtene Krankenschwester Sophie eher zufällig zwischen die Fronten der organisierten Kriminalität geraten ... Um das Schlimmste zu verhindern, muss sie sich auf die Spielregeln der Widersacher einlassen und das Böse in sich selbst entdecken. Doch wie weit darf sie gehen, ohne die Kontrolle zu verlieren?
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