Nelson Mandela Lebenslauf


Der Autor Helge Hesse beschreibt in seinem Buch »Mit Platon und Marylin im Zug«, wie Nelson Mandela und Frederik de Klerk, es gemeinsam geschafft haben, die Gewalt in Südafrika zu überwinden.

»Indem Nelson Mandela und Frederik de Klerk Schuld und Sühne nicht aufrechneten und trotz enormen Drucks durch die Gegner einer Aussöhnung nicht einknickten, zeigten sie, wie Gewalt überwunden werden kann.« Helge Hesse

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Buch, wie es zur ersten Begegnung zwischen den beiden kam:


Die Anfänge Nelson Mandelas in der ANC

Der junge, hochgewachsene Jurastudent Nelson Mandela erregte bereits 1944, dem Jahr seines Eintritts, im African National Congress (ANC) Aufsehen. Er stammt aus einem einflussreichen Clan des Volkes der Xhosa. Eigentlich ist sein Vorname Rolihlahla, was wörtlich übersetzt »am Ast eines Baumes ziehen« heißt und sinngemäß »Unruhestifter« bedeutet. In der Missionsschule gab man ihm den Vornamen Nelson.

Noch im Jahr seines Eintritts in den ANC gehörte der 24-Jährige zu den Gründern der Jugendorganisation der Bewegung. Er war beeinflusst von Mahatma Gandhi, der zur Jahrhundertwende als junger Anwalt in Südafrika sein Konzept des gewaltlosen Widerstands entwickelt hatte.

Auch Mandela trat zunächst für den ausschließlich friedlichen Protest gegen das Apartheidregime ein. Als jedoch Polizisten 1960 beim Massaker von Sharpeville 69 Schwarze töteten, rief Mandela mit einigen Kameraden die Organisation Umkhonto we Sizwe (»Speer der Nation«) ins Leben, den bewaffneten Flügel des ANC. Ziel war es, Sabotageakte und Angriffe gegen Einrichtungen – nicht gegen Menschen – durchzuführen.


»Auch mit einer Umarmung kann man einen politischen Gegner
bewegungsunfähig machen.« Nelson Mandela


Nelson Mandela im Gefängnis

Schon zuvor war Mandela mehrere Male verhaftet worden. Nun wurde er erneut festgesetzt, und 1964 verurteilte ihn ein Gericht mitsamt seinen Mitstreitern zu lebenslanger Haft.

»Dies ist die Insel. Hier werdet ihr sterben!«, riefen die Wärter, als Mandela und seine Kameraden in dem berüchtigten Gefängnis auf Robben Island 25 Kilometer vor der Küste vor Kapstadt eintrafen.

Über 17 Jahre blieb er auf dem schmalen windumtosten Eiland, schlief in einer kalten kargen Zelle auf dem Boden und klopfte tagsüber Steine zu Kieseln. Er ließ sich nicht brechen, lehnte sich gegen Willkür auf, versuchte, in jeder Situation seine Würde zu bewahren, und blieb auch im Gefängnis ein Anführer.

Ab 1982 verbrachte er weitere acht Jahre im Hochsicherheitsgefängnis Pollsmoor Prison, von dem er sagte, es habe »ein modernes Gesicht, aber ein primitives Herz «. Dort durfte er immerhin einen Garten anlegen und Gemüse ziehen.

1985 bot ihm Botha die Freilassung an, dafür sollte er auf den bewaffneten Kampf verzichten. Es war nicht das erste Angebot dieser Art. Erneut lehnte er ab. Seine Antwort ließ er von seiner Tochter Zindzi öffentlich auf einer Versammlung des ANC in Soweto verlesen: Er stimme seiner Freilassung
nicht zu, ließ er sie sagen, »solange ich, ihr, das Volk, nicht frei sind«. Freiheit sei unteilbar.

Schon Jahre vor der Begegnung im Tuynhuys hat die südafrikanische Regierung einen geheimen Gedankenaustausch mit Führern des ANC und anderen Vertretern der Opposition begonnen, auch mit Mandela. Der wird in seinem Gefängnis immer wieder von Regierungsvertretern aufgesucht.

Man tauscht Argumente aus, lernt den anderen ein bisschen kennen und fasst sogar ein wenig Vertrauen. Richtige Verhandlungen aber will die Regierung erst dann aufnehmen, wenn der ANC offiziell auf den Einsatz von Gewalt verzichtet. Für Mandela aber ist die Androhung von Gewalt die letzte Option des Unterdrückten. Erst wenn alle politischen Gefangenen befreit und alle Repressionsmaßnahmen, wie das Verbot des ANC, aufgehoben seien, betont er wiederholt, sei er bereit, die Gewaltandrohung – die ein »Verhandlungspfand« sei – fallen zu lassen.

Mandela und der ANC sind überzeugt: Die Regierung ist zu Zugeständnissen bereit, will aber den Schwarzen nach wie vor das Recht vorenthalten, das Land zu regieren. So versuchen Regierungsvertreter in den losen Gesprächen mit Mandela unablässig auszutesten, wie möglichst viel
vom Status quo bewahrt werden kann. Doch Zwischenlösungen sind für Mandela und den ANC nicht akzeptabel.



Nelson Mandela trifft Frederik Willem de Klerk. Davos 1992

Free Nelson Mandela? Das erste Treffen mit de Klerk

Am Tag, als Frederik Willem de Klerk als neuer Premierminister der Republik Südafrika vereidigt wird, schreibt ihm Nelson Mandela in seinem Gefängnis einen Brief und bittet um ein Treffen. Es ist der 15. August 1989. Mandela ist nun seit 27 Jahren in Haft. Seine Gefangenschaft ist ihm in den letzten Jahren sehr viel komfortabler gemacht worden.

Seit Dezember 1988 ist er im Victor Verster Prison inhaftiert und lebt dort in einem Haus umgeben von Bäumen. Er darf seine Familie empfangen, und seine Wärter haben begonnen, inkognito Ausflüge mit ihm in die Umgebung zu unternehmen. Er fragt sich, ob man ihn auf die Freiheit vorbereiten will.

In seinem Brief teilt Mandela de Klerk mit, dass ihn dessen Antrittsrede beeindruckt habe, insbesondere das starke Gewicht, das de Klerk auf die Versöhnung gelegt hat. Doch er fügt hinzu, nun erwarte er auch Taten. Mandela regt Verhandlungen an, nennt aber als Voraussetzungen dafür die Freilassung aller politischen Gefangenen und die ungehinderte politische Handlungsfreiheit aller Organisationen und Personen. Auch der Ausnahmezustand solle aufgehoben werden und das Militär sich aus den Townships zurückziehen.

Am 10. Oktober 1989 lässt de Klerk tatsächlich mehrere bekannte Mitstreiter Mandelas frei, einige von ihnen waren lange Jahre seine Mithäftlinge auf Robben Island. Darunter ist Mandelas Gefährte Walter Sisulu, der einst zusammen mit ihm verurteilt worden war.

Wenige Wochen danach treffen sich Mandela und de Klerk zum ersten Mal. Am Morgen des 13. Dezember 1989 fährt man Mandela in einer Eskorte zum Tuynhuys, wie zuvor bei dem Treffen mit Botha unter strengster Geheimhaltung.

Er und de Klerk begegnen sich in dem gleichen Büro, in dem Mandela bereits mit dessen Vorgänger Teegetrunken hatte. Sie setzen sich und reden. Mandela fällt auf, dass de Klerk sehr intensiv und mit aufmerksamem Blick zuhört und dass er sich, bevor er antwortet, immer etwas Zeit nimmt. De Klerk lässt Mandela wissen, er sei überzeugt, sie hätten beide das gleiche Ziel, und er schlägt vor, die Regierung und der ANC sollten zusammenarbeiten, um die Apartheid zu überwinden.

Er sei bereit, mit Blick auf eine gewünschte Verständigung mit der schwarzen Bevölkerungsmehrheit, neue Wege zu finden. Dabei sei es wichtig, betont er, die Ängste unter den Weißen vor einer Dominanz der Schwarzen zu berücksichtigen und zu zerstreuen. Mandela ist beeindruckt von de Klerks nüchterner und uneitler Art, lässt sich das aber nicht anmerken.

Er wiederholt nun seine zuvor schon Botha vorgetragenen Forderungen, den ANC zu legalisieren und zudem ihn und seine Mitstreiter in die Freiheit zu entlassen. De Klerk erwidert, er werde über all das nachdenken, könne aber nichts versprechen. Mandela fährt zurück in sein Gefängnis, wohl wissend, dass an diesem Tag keines der Probleme des Landes gelöst worden ist. Doch neue Hoffnung keimt.

Zwei wichtige Männer der feindlichen Lager haben das Gefühl bekommen, dass sie das Wagnis eingehen können, dem anderen zu vertrauen.

Nelson Mandela Steckbrief

Das Leben von Nelson Mandela im Überblick.

1918:      Rolihlahla Mandela wird am 18. Juli in Mvezo in der Transkei geboren. Die Eltern sind Nosekeni Fanny und Nkosi Mphakanyiswa Gadla Mandela.

1925:     Der Junge besucht die Grundschule in der Nähe des Dorfes Qunu. Seine Leh­rerin gibt ihm den Namen »Nelson«.

1927:      Mandela wird nach dem Tod seines Vaters in die Obhut des Häuptlings Jongintaba Dalindyebo gegeben, des Regenten des Thembu-Volkes. Er lebt jetzt an dessen Regierungssitz Mqhekezweni, der provisorischen Hauptstadt von Thembuland, die auch »Der Große Platz« genannt wird.

1934:      Er unterzieht sich der traditionellen Beschneidungszeremonie, mit der er ins Mannesalter eingeführt wird, und besucht das Clarkebury Boarding Institute, eine Internatsschule in Engcobo.

1937:      Schulbesuch in Healdtown, dem Wesleyan College in Fort Beaufort.

1939:      Studienbeginn an der Universität von Fort Hare in der Stadt Alice, der einzigen Universität für Schwarze in Südafrika. Begegnung mit Oliver Tambo.

1940:     Exmatrikulation in Fort Hare wegen Beteiligung an einer Protestaktion.

1941:      Mandela flieht vor einer arrangierten Hochzeit und zieht nach Johannesburg, wo er in einer Goldmine als Nachtwächter arbeitet. Er lernt Walter Sisulu ken­nen, der ihm in der Anwaltskanzlei Witkin, Sidelsky & Eidelman einen Ausbildungsplatz vermittelt.

1942:     Fernstudium für den Grad eines Bachelor of Arts an der University of South Africa (UNISA). Informelle Teilnahme an Veranstaltungen des African National Congress (ANC).

1943:      Abschluss als B.A., Immatrikulation an der Universität von Witwatersrand für den Abschluss als LLB (Bachelor of Laws).

1944:     Mitgründer der ANC Youth League (ANCYL). Heirat mit Evelyn Ntoko Mase. Aus dieser Ehe gehen vier Kinder hervor: Thembekile (1945–1969), Makaziwe (geb. 1947), die im Alter von neun Monaten stirbt, Makgatho (1950–2005) und Makaziwe (geb. 1954).

1948:     Wahl zum nationalen Sekretär der ANCYL sowie in das ANC-Exekutivkomitee von Transvaal.

1951:      Wahl zum Präsidenten der ANCYL.

1952:     Wahl zum ANC-Präsidenten für die Provinz Transvaal und zum stellvertretenden ANC-Präsidenten. Offizieller Sprecher und Anführer der Missachtungskampagne, die am 26. Juni 1952 beginnt. Er wird mehrmals verhaftet und verbringt einige Tage im Gefängnis. Gemeinsam mit 19 weiteren Beschuldigten wird er nach den Bestimmungen des Suppression of Communism Act verurteilt. Das Urteil lautet auf neun Monate Gefängnis mit Zwangsarbeit, es wird jedoch auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zugleich erhält er das erste einer Reihe von Urteilen, mit denen er »gebannt wird«: Jegliche Art von politischer Tätigkeit ist ihm untersagt. Mit Oliver Tambo eröffnet er die Kanzlei Mandela und Tambo, die erste von Schwarzen betriebene Anwaltskanzlei Südafrikas.

1953:      Entwicklung des M-Plans für künftige Untergrundaktionen des ANC.

1955:     Beim Volkskongress in Kliptown wird die Freiheits-Charta verabschiedet. Mandela verfolgt das Geschehen gemeinsam mit anderen gebannten Mitstreitern heimlich vom Dach eines benachbarten Geschäftes aus.

1956:     Verhaftung und, gemeinsam mit 155 Mitgliedern der Congress Alliance, ­Anklage wegen Hochverrats. Der Prozess zieht sich viereinhalb Jahre lang hin.

1958:     Scheidung von Evelyn Mase. Heirat mit Nomzamo Winifred Madikizela, mit der er zwei Töchter hat: Zenani (1959) und Zindziswa (1960).

1960:     Die Regierung ruft nach dem Sharpeville-Massaker vom 21. März den Ausnahmezustand aus, und Mandela wird verhaftet. Der ANC und der PAC (Pan Africanist Congress) werden am 8. April verboten.

1961:      Freispruch im Hochverratsprozess am 29. März mit der Gruppe der letzten 30 Angeklagten. Die Anklage gegen alle übrigen Beschuldigten war zuvor bereits in verschiedenen Phasen des Verfahrens fallen gelassen worden. Im April geht Mandela in den Untergrund, er tritt auf dem All-in African Congress in Pietermaritzburg als Hauptredner auf und fordert einen Nationalkonvent, um für Südafrika eine neue Verfassung zu entwerfen. Umkhonto we Sizwe (MK), der bewaffnete Arm des ANC, wird im Juni gegründet, Mandela fungiert als Anführer, und tritt im Dezember mit einer Reihe von Bombenanschlägen erstmals öffentlich in Erscheinung.

1962:     Mandela verlässt im Januar Südafrika, um sich einer militärischen Ausbildung zu unterziehen und um Unterstützung für den ANC zu werben. Er verlässt das Land heimlich über Botsuana (damals Betschuanaland) und reist im Juli über dieses Nachbarland wieder ein. Militärische Ausbildung erfährt er in Äthiopien und in Marokko nahe der Grenze zu Algerien. Insgesamt besucht er zwölf afrikanische Staaten und verbringt auch zwei Wochen in London mit Oliver Tambo. Am 5. August wird er bei Howick in KwaZulu-Natal verhaftet und am 7. November wegen Anstiftung zum Streik und illegalen Verlassens des Landes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

1963:      Mandela wird im Mai in das Gefängnis auf Robben Island verlegt, aber bereits nach zwei Wochen plötzlich ins Zentralgefängnis von Pretoria zurückgebracht. Die Polizei verhaftet bei einer Razzia auf der Liliesleaf-Farm in Rivonia am 11. Juli fast die gesamte Führungsspitzte des MK. Mandela wird im Oktober im sogenannten Rivonia-Prozess gemeinsam mit neun anderen Beschuldigten wegen Sabotage angeklagt. Die Anklage gegen James Kantor wird zurückgezogen, Rusty Bernstein wird freigesprochen.

1964:     Mandela, Walter Sisulu, Ahmed Kathrada, Govan Mbeki, Raymond Mhlaba, Denis Goldberg, Andrew Mlangeni und Elias Motsoaledi werden im Juni zu lebenslanger Haft verurteilt. Alle Verurteilten mit Ausnahme von Goldberg, der in Pretoria einsitzt, werden in das Gefängnis auf Robben Island gebracht.

1968:     Mandelas Mutter stirbt am 26. September. Seine Bitte, an ihrer Beerdigung teilnehmen zu dürfen, wird abgelehnt.

1969:     Mandelas ältester Sohn Madiba Thembekile (Thembi) kommt am 13. Juli bei einem Autounfall ums Leben. Mandelas Brief an die Gefängnisbehörde, in dem er um die Erlaubnis zur Teilnahme an der Beerdigung bittet, wird ignoriert.

1975:      Beginn der heimlichen Niederschrift der Autobiografie. Sisulu und Kathrada gehen das Manuskript durch und machen Vorschläge. Mac Maharaj und Laloo Chiba übertragen es in winzige Handschrift, und Chiba versteckt den Text in Maharajs Übungsheften. Maharaj schmuggelt ihn bei seiner Entlassung 1976 aus dem Gefängnis hinaus.

1982:     Mandela wird gemeinsam mit Walter Sisulu, Raymond Mhlaba, Andrew Mlangeni und Kathrada (der zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommt) in das Hochsicherheitsgefängnis Pollsmoor bei Kapstadt verlegt. Im obersten Stockwerk eines Zellengebäudes teilen sie sich dort eine große Gemeinschaftszelle.

1984:     Ablehnung eines Angebots seines Neffen K.D. Matanzima, des Präsidenten des sogenannten unabhängigen Staates (oder: Bantustans) Transkei, das eine Entlassung in die Transkei vorsah.

1985:     Ablehnung eines Angebots des Staatspräsidenten P.W. Botha, das für einen öffent­lichen Verzicht auf Gewalt als politische Strategie die Freilassung vorsah. Mandelas Tochter Zindzi verliest die Ablehnungserklärung am 10. Februar bei einer Kundgebung in Soweto. Im November unterzieht sich Mandela im Volks Hospital in Kapstadt einer Prostataoperation. Justizminister Kobie Coetsee besucht ihn im Krankenhaus. Bei seiner Rückkehr ins Gefängnis wird er in Einzelhaft untergebracht. Beginn von Sondierungsgesprächen mit Regierungsmitgliedern über die Voraussetzungen für Verhandlungen mit dem ANC.

1988:     Ein zwölfstündiges Popkonzert zur Feier von Mandelas 70. Geburtstag im Londoner Wembley-Stadion wird vom Fernsehen in 67 Länder übertragen. Bei Mandela wird Tuberkulose festgestellt, er wird zunächst ins Tygerberg Hospital und dann in die Constantiaberg-Klinik eingewiesen. Bei seiner Entlassung aus dem Krankenhaus im Dezember wird er ins Victor-Verster-Gefängnis bei Paarl verlegt.

1989:     Abschluss mit dem LLB-Grad (Bachelor of Laws) an der University of South Africa.

1990:     Aufhebung des ANC-Verbots am 2. Februar. Mandela wird am 11. Februar aus der Haft entlassen.

1991:      Im Juli Wahl zum ANC-Präsidenten bei der ersten Jahreskonferenz des ANC in Südafrika seit dem Verbot von 1960.

1993:      Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis gemeinsam mit Staatspräsident F.W. de Klerk.

1994:     Mandela wählt zum ersten Mal in seinem Leben bei den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika am 27. April. Am 9. Mai wird er zum ersten Präsidenten eines demokratischen Südafrika gewählt und am 10. Mai in Pretoria in sein Amt eingeführt. Die Autobiographie Der lange Weg zur Freiheit erscheint.

1996:     Scheidung von Winnie Mandela.

1998:     Heirat mit Graça Machel an seinem 80. Geburtstag.

1999:     Rückzug aus dem Amt des Staatspräsidenten nach einer Amtsperiode.

2001:     Bei Mandela wird Prostatakrebs diagnostiziert.

2004:     Ankündigung des Rückzugs aus dem öffentlichen Leben.

2005:     Makgatho, Mandelas zweitältester Sohn, stirbt im Januar. Mandela gibt öffentlich bekannt, dass sein Sohn an Aids gestorben sei.

2006:     Veröffentlichung von Mandela: Das autorisierte Porträt.

2007:     Teilnahme an der Einführung seines Enkels Mandla Mandela ins Häuptlings­amt beim traditionellen Stammesrat in Mvezo.      

2008:     90. Geburtstag. Aufruf an die jüngeren Generationen, den Kampf für soziale Gerechtigkeit fortzusetzen.

2009:     Mandelas Geburtstag, der 18. Juli, wird von den Vereinten Nationen zum Internationalen Nelson-Mandela-Tag erklärt. 

2010:     Die Urenkelin Zenani Mandela stirbt im Juni bei einem Autounfall.


Wie Begegnungen berühmter Menschen zum Philosophieren verführen

Die Fragen der Menschheit in 15 Begegnungen. Was verrät uns die Freundschaft zwischen Machiavelli und Leonardo da Vinci über Macht? Was erfahren wir aus der tragischen Liebe zwischen Arthur Miller und Marilyn Monroe über unseren Hang zur Perfektion? Spannend und anschaulich beschreibt Helge Hesse 15 Begegnungen berühmter Persönlichkeiten, die ein Schlaglicht auf jeweils eine große Frage des Lebens werfen.

 

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Nelson Mandela Biografie

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Die südafrikanische Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer erzählt

Ob sie über Apartheid, Zensur, eine Kindheit in Südafrika, über das Sklavenstädtchen Banana, den Kongo oder über Nelson Mandela schreibt, in jeder Zeile schwingen Redlichkeit und große Menschlichkeit mit. Und nicht zuletzt zeigt sie sich, in Überlegungen zu dem Einfluss moderner Technologien auf das Schreiben, als moderne und verblüffend jung gebliebene Autorin. Eine Autorin, vor deren klaren Verstand, tiefer Menschenkenntnis und jugendlicher Kühnheit man sich verneigen muss.

 

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