Aimée, René und das schöne Paris


von Cara Black

Cara Black © Privat
Cara Black »Die langen Schatten der Bastille«
Cara Black »Die dunklen Lichter von Paris«

 

»Bonjour,

 

und herzlich willkommen im Paris von Aimée Leduc: ein Paris jenseits des Rummels und geschäftigen Treibens, ein Paris, das Sie so nicht in den Reiseführern finden werden, die Stadt der Liebe von ihrer dunkleren Seite. Denn Aimée begibt sich als Privatdetektivin auf spannende Verbrecherjagd. Sie durchkämmt die Gassen von Paris, seine Cafés, Geschäfte und wenn wichtige Hinweise sie dorthin treiben, sogar die finsteren Katakomben unter der Stadt. Aber das ist der Preis, den sie zahlen muss, um die spektakulärsten Mordfälle der Stadt aufzuklären.

 

Aimées Büro liegt in der Rue du Louvre mit Blick auf das weltberühmte Museum. Es wurde von ihrem Großvater– einem ehemaligen Detektiv – eingerichtet und ist dann an ihren Vater übergegangen, der vorher ein flic war, also ein Polizist. Aimée erbte das Büro, nachdem ihr Vater bei einem Einsatz tragisch ums Leben gekommen ist. Mit der Hilfe ihres Freundes René Friant – ein Kommilitone aus der Sorbonne und ein begnadeter Hacker –  übernahm Aimée das Büro und spezialisierte sich auf auf den Schutz und die Sicherheit der Server und Computersystem ihrer Kunden. Sie schwor sich, niemals in echten Kriminalfällen zu ermitteln, wie der, bei dem ihr Vater ermordet wurde. Leichter gesagt als getan.

 

Gemeinsam sind Aimée und René ein unschlagbares Team. René ist ziemlich klein, immer schick gekleidet, fährt den klassischen Citroën DS und hat heimliche Gefühle für Aimée, die ihn jedoch vor allem als ihren besten Freund sieht, für den sie ihr Leben riskieren würde – was sie in zahlreichen Fällen auch schon unter Beweis gestellt hat.

 

Aimée ist halb Amerikanerin, halb Französin, aber vor allem groß, schlank und stilvoll. Sie entdeckt echte Vintage Couture auf den Pariser Flohmärkten, sprintet in High Heels über Pflastersteine und weiß, wie man ein Halstuch perfekt bindet – eine Fähigkeit, die nur wahren Französinnen vorbehalten ist. Sie verlässt ihr Apartment niemals ohne Mascara und einen Spritzer Chanel No. 5. Sie trägt High Heels von Louboutin, auch wenn Sie jemanden beschattet. In ihrer Luis-Vuitton-Tasche bewahrt sie immer ein Set Dietriche, einen roten Lippenstift von Chanel- und andere überlebenswichtige Werkzeuge ihrer Branche auf.

 

Durch Paris düst Aimée immer mit ihrem Roller. Wenn sie aber doch mal ein Taxi nimmt, geht sie sicher, dass sie dem Taxifahrer viel Trinkgeld gibt - gegen das schlechte Taxi-Karma bei regnerischen Nächten. Aber sie ist nicht perfekt, auf keinen Fall: Böse Jungs sind ihr Schwäche. Und sie kann nicht kochen. Warum sollte sie auch? Dafür gibt es Bistrots.

 

Ihr Zuhause ist ein geerbtes Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert auf der malerischen Île Saint-Luis an der Seine, wo sie mit ihrem Hündchen Miles Davis (gesprochen „Miels Davies“) lebt. Das Stadthaus ist ausgestattet mit altertümlichen Wasserleitungen, einer nicht existierenden Heizungsanlage und Antiquitäten, die jedes Auktionshaus vor Neid erblassen ließen. Aimée vermisst noch immer ihren verstorbenen Vater und sehnt sich heimlich danach, ihre amerikanische Mutter zu finden, die sie verließ, als sie acht Jahre alt war.

 

In Aimées Kampf um Gerechtigkeit für die fälschlich Verurteilten und die von der Gesellschaft Vergessenen jagt Aimée bei ihren Ermittlungen durch die unterschiedlichen Arrondissements von Paris: durch den alten jüdischen Stadtteil Marais, das Arbeiter-Viertel Belleville, das Fashion-Viertel Sentier, die Ateliers der Bastille, die Gässchen in Clichy, die steilen Treppen von Montmartre, die Rue de Paradis, über die Île Saint-Louis, das linke Ufer der Seine entlang und durch das mittelalterliche Quartier Latin, das vornehme Viertel um das Palais Royal und die baskische Gemeinde, in der Balzac gelebt, geschrieben und sich vor seinen Gläubigern versteckt hat.

 

Aimées Welt spiegelt das aktuelle Paris wider: Es ist bevölkert von Überlebenden der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, jungen Arabern, afrikanischen Immigranten, der reichen Elite der Grands Écoles, alten Adeligen, der gehobenen Bourgeoisie, strengen Ministeriumsbeamten … Die Pariser Stadtmauern wurden vor vielen Jahrhunderten erbaut. Die Geheimnisse der Vergangenheit hallen in Aimées Paris nach –  es ist eine lebendige, atmende, pulsierende Stadt.

 

Ein Leser erzählte mir mal bei einer Lesung in Paris: „Ich liebe Aimée, weil sie niemals locker lässt und sich niemals locker kleiden würde.“

 

Aber genau jetzt schaut Aimée auf ihre Tim-und-Struppi-Uhr. Es ist Zeit für einen Spaziergang mit Miles Davis am Ufer der Seine, bevor sie sich wieder als Detektivin Leduc auf ihren Roller schwingt. Werden Sie sie begleiten?

 

Bon voyage!

Cara«


Hauptfigur: 

»Aimée Leduc: Lebt am Quai d’Anjou Nr. 17 auf der Île Saint-Louis in einem Apartment, das sie von ihrem Großvater geerbt hat. Die Detektei Leduc (ihr Großvater hat sie gegründet und ihr Vater fortgeführt) liegt in der Rue du Louvre Nr. 18, nahe der Rue de Rivoli. Aimée ist Anfang Dreißig (aber als Französin verrät sie niemals ihr Alter) und 1,73m groß. Sie besitzt eine nicht zugelassene Glock, Kaliber 9mm, die sie manchmal bei sich trägt, und eine Beretta. Nachdem ihre Mutter die kleine Familie verlassen hatte, wuchs die bei ihrem Vater auf. Als er getötet wurde, war Aimée bei ihm. Als stete Erinnerung hat sie eine Brandnarbe an der Hand.«

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