Tag der Wahrheit


Guillaume Musso im Interview zu „Nacht im Central Park“.

Guillaume Musso

gilt als einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs und arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. 1974 im südfranzösischen Antibes geboren, verbrachte er schon als Zehnjähriger die meiste Zeit des Sommers in der Bücherei. Im Alter von 19 Jahren zog er für einige Monate nach New York, wo er unter anderem als Eisverkäufer jobbte.

 

Nachtod-Erfahrung bringt Erfolg

Seinen Durchbruch als Autor feierte der heute 41-Jährige mit seinem Roman »Et après«, der 2004 unter dem Titel »Ein Engel im Winter« auf Deutsch erschien. Die Idee zum Buch kam ihm, nachdem er einen schweren Autounfall überlebt hatte. Der Roman führte wochenlang die französischen Bestsellerlisten an, wurde weltweit übersetzt und mit John Malkovich in der Hauptrolle verfilmt.

Autor Guillaume Musso; © Emanuele Scorcelletti
Autor Guillaume Musso; © Emanuele Scorcelletti

RB: Zufallsbegegnungen sind oftmals zentrale Themen Ihrer Romane. Doch wie das Schicksal ihre beiden Protagonisten in „Nacht im Central Park“ zusammenführt, ist ungewöhnlich. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
GM: Viele Jahre hatte ich dieses Bild vor meinem inneren Auge: eine Frau und ein Mann, die sich nicht kennen und gemeinsam ohne Erinnerung mit Handschellen aneinander gekettet an einem öffentlichen Ort erwachen. Es fehlte mir aber lange Zeit die Idee, wie sich daraus eine spannende, logische Geschichte entwickeln kann.


RB: Wie hat sich das geändert?
GM: Ich konzentrierte mich auf die Entwicklung der Haupt-Charaktere. Was zeichnet sie aus? Welche Vergangenheit haben sie? Was beeinfl usst sie in ihrem Handeln? Als mir die „Geschichte“ von Alice klar war, wusste ich, wie die gesamte Story ablaufen könnte.


RB: Was sind die zentralen Themen Ihres Romans?
GM: Es geht um die eigene Identität. Wenn ich mich nicht daran erinnern kann, was ich vergangene Nacht getan habe, wie gut kenne ich mich dann eigentlich selbst? Gibt es eine unbekannte dunkle Seite in mir? Diesen und ähnlichen Fragen müssen sich Alice und Gabriel im Laufe der Geschichte stellen.

›Wieso weiß ich nicht,

was ich getan habe?‹

 

 

RB: Das Rätsel um Alice und Gabriel beginnt um 8 Uhr morgens und löst sich abends am selben Tag. Wieso haben Sie sich für diesen kurzen Zeitrahmen entschieden?
GM: Ich wollte die Spannung für die Leser bis zum Ende konstant hoch halten. Deshalb habe ich immer neue Wendungen, Überraschungen und Enthüllungen in die einzelnen Handlungsstränge eingebaut.

 

RB: Wie würden Sie Ihren Schreibstil beschreiben?
GM: Spannung, Überraschungen und unvorhersehbare Ereignisse zeichnen meinen Erzählstil aus. Ich versuche, die Leser mit meinen Geschichten zu fesseln.

 

RB: Das Ende von „Nacht im Central Park“ ist nicht vorhersehbar. Wie haben die Testleser darauf reagiert?
GM: Die meisten waren überrascht. Und sie baten mich, in Interviews möglichst wenig über die Story zu verraten

 

... mse

Nacht im Central Park

NACHT IM CENTRAL PARK | Guillaume Musso
Eine Nacht ohne Erinnerung verändert das Leben einer Polizistin und eines Musikers. Beide umgeben mysteriöse Rätsel, die sie nur gemeinsam lösen können.
PIPER, 384 Seiten, 14,99 € (D)

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