Adventsgeschichten 8 Dezember
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Adventsgeschichte 8. Dezember

Der Tote unterm Weihnachtsbaum

von Sabine Strick

Als Kai Seeberg am Morgen des Heiligen Abends erwachte, rekelte er sich zufrieden in seinem Gästebett. Zum ersten Mal seit fünf Jahren hatte er es geschafft, an Weihnachten die Heimat zu besuchen. Genauer gesagt war er überhaupt zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in Berlin. Seit er in Indien als Privatdetektiv für eine große Agentur arbeitete, hatten ihn das Land und der Job völlig vereinnahmt.
Aber nun freute er sich auf ein ruhiges Fest mit seiner Familie. Sogar auf Schnee und Weihnachtsdekoration, was er früher nicht hatte ausstehen können.
Zehn Tage Urlaub lagen vor ihm, und da er in der Kreuzberger WG seiner älteren Schwester Silke untergekommen war, musste er noch nicht einmal ein Hotelzimmer zahlen.
Gerade als er sich schläfrig noch einmal umdrehen wollte, ertönte ein markerschütternder Schrei.
Kai fuhr hoch, warf die Decke von sich und sprang aus dem Bett. Er rannte den endlos langen Flur der riesigen Wohnung hinunter in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war. Die Tür zum Wohnzimmer stand offen, und im fahlen Tageslicht glänzten bunte Kugeln und Lametta. Silke und er hatten den Baum am Vortag zusammen geschmückt. Aber statt liebevoll verpackter Geschenke lag etwas weniger hübsches und vor allem unerwartetes unter den Zweigen der Tanne: ein mit Unterhemd und langer Hose bekleideter Mann. Das Verstörende daran war das Blut, das seinen Oberkörper überströmte und bis zum Ständer der Tanne geflossen war.
Zu seinen Füßen stand Silke und zitterte am ganzen Körper. In ihrem kurzen Nachthemd und mit den langen hellblonden Haaren, die über ihre Schultern flossen, wirkte sie mädchenhaft, obwohl sie bereits auf die Fünfzig zuging. Als sie ihren Bruder bemerkte, streckte sie hilfesuchend eine Hand nach ihm aus.
„Er ist tot, oder?“, stammelte sie.
Kai blickte in das starre, leicht wächserne Gesicht. Der Blick der halb offenstehenden Augen war gebrochen.
„Ja, denke schon. Geh nicht so dicht ran, wäre nicht gut, wenn sie deine DNA auf ihm finden.“ Er entzog sich Silkes klammernder Hand und ging zum Telefon.
„Wen willst du anrufen?“
„Die Polizei, wen sonst?“
Sie war mit einem Satz bei ihm und versuchte vergeblich, ihn daran zu hindern, den Hörer zu nehmen. „Nein, nicht die Polizei!“
Befremdet blickte er sie an. „Nenn mir einen vernünftigen Grund, warum nicht. Wer ist der Mann überhaupt?“
„Mein Ex-Freund. Ben. Wir haben uns vorgestern noch gestritten – vor Zeugen. Die werden mich wegen Mordes verhaften.“ Ihre blauen Augen starrten ihn angstvoll an.
Kai legte den Hörer zurück. „Hast du mir was zu sagen, Silke?“
„Ich war das nicht, ich schwöre es dir!“
„Na, dann können wir die Polizei ja anrufen.“
„Aber die werden denken, dass ich es war. Kannst du nicht ermitteln?“
»Ich bin Privatdetektiv, Mordermittlungen sind nicht gerade mein Spezialgebiet. Und überhaupt, willst du den Toten etwa in deiner Wohnung verwesen lassen? Du erwartest hoffentlich nicht von mir, dass ich ihn verschwinden lasse.« Er fuhr sich nervös durch die kurz geschnittenen braunen Haare.
Sie wand sich vor Unbehagen. „Nein, natürlich nicht. Gott, ist das furchtbar. Der arme Ben.“
„Wenn wir nicht sofort die Polizei rufen, wirst du erst recht verdächtig wirken. Worum ging es bei eurem Streit?“
„Um alle möglichen Kleinigkeiten. Es ist halt schwer, mit seinem Ex weiter zusammenleben zu müssen, nur weil der keine Wohnung findet.“
„Hast du gedroht, ihn rauszuwerfen?“
„So was in der Art. Ich habe gesagt, dass ich froh wäre, ihn los zu sein.“
„Ich weiß nicht, ob das als Motiv reicht. Es wird sicher noch andere Verdächtige geben.“
„Ich habe Camilo im Verdacht.“ Silke strich sich fröstelnd über die nackten Arme.
„Wen?“
„Meinen Untermieter. Du hast ihn noch nicht kennengelernt. Er ist mir unheimlich.“
„Warum hast du ihm dann ein Zimmer gegeben?“
»Anfangs fand ich ihn sehr nett und charmant. Ich dachte, es könne nicht schaden, einen kräftigen Mann im Haus zu haben. Und es hätte so aussehen können, als hätte ich ihn abgewiesen, nur weil er braune Haut hat und Dreadlocks.«
„Wo kommt er her?“
„Dom’ Rep’.“
„Hat er eine Aufenthaltsgenehmigung?“
„Ja. Er ist mit einer Deutschen verheiratet. Aber die hat ihn rausgeworfen. Deswegen suchte er ja dringend eine neue Bleibe.“
„Arbeitet er?“
„Ja, er ist Fitnesstrainer.“
„Und warum ist er dir unheimlich?“
»Er hat irgendwas an sich… ich weiß nicht. Undurchschaubar. Und er zahlt nie pünktlich die Miete und erledigt nicht seinen Teil der Hausarbeit. Außerdem bedient er sich ständig im Kühlschrank an meinen Sachen.«
„Das ist ärgerlich, macht ihn aber nicht zum Mörder.“
„Und er hat mich sexuell bedrängt.“
Kai runzelte die Stirn. „Was genau hat er gemacht?“
»Mir die Hand zwischen die Beine geschoben, als wir uns mal zufällig nachts am Kühlschrank getroffen haben. Als ich ihm gesagt habe, er solle das lassen, hat er allerdings aufgehört und mich seitdem auch nicht mehr angerührt.«
„Hatte er schon vorher Annäherungsversuche gemacht?“
„Mal die Hand auf die Schulter gelegt, über die Haare gestreichelt oder den Rücken getätschelt. Ich habe das nicht ernst genommen – er ist schließlich fast fünfzehn Jahre jünger als ich.“
„Was für ein Motiv sollte er haben? Ich meine für den Mord, nicht für das Grapschen.“
Silke zuckte die Schultern. „Sie könnten aus allen möglichen Gründen aneinander geraten sein. Und Camilo ist bestimmt ein Typ, der schnell die Beherrschung verliert.“
„Hast du Ben gesagt, dass er dich unsittlich berührt hat?“
„Nein. Aber vielleicht war Ben eifersüchtig auf ihn. Wer weiß, was Camilo ihm erzählt hat.“
„Du solltest aber sehr vorsichtig damit sein, ihn zu beschuldigen.“
Kai wählte den Notruf, schilderte die Situation und gab die Adresse durch.
Als er auflegte, erklang von der Tür ein Aufkreischen.
Eine zierliche, dunkelhaarige junge Frau starrte entsetzt auf die Leiche, die Hände vor den Mund geschlagen.
„Schau nicht hin, Livia.“ Silke ging zu ihr und legte beschützend den Arm um ihre schmalen Schultern. „Geh in dein Zimmer zurück. Wir haben gerade die Polizei gerufen.“
Sie nickte verstört und ließ sich von Silke aus dem Zimmer schieben.
„Gehen wir uns was anziehen, bevor die Polizei hier aufkreuzt“, empfahl Kai.
Wenige Minuten später zerriss das Schrillen der Türklingel die Stille. Und dann wimmelte es plötzlich von Kriminalbeamten im Flur.
„Ich bin Kommissar Becker“, stellte sich ein mittelgroßer Blonder in den Vierzigern vor. „Das ist mein Assistent Jens Kramer.“ Ein junger Mann mit Dreitagebart nickte ihnen zu, während sich im Flur mehrere Männer Plastiküberzieher über die Schuhe streiften und in Gummihandschuhe schlüpften.
„Silke Pointecker.“
„Sind Sie die Eigentümerin dieser Wohnung?“
„Die Hauptmieterin“, korrigierte Silke und geleitete sie ins Wohnzimmer.
„Wer ist der Tote?“ Kommissar Becker zückte ein Notizbuch.
„Ben Härtling, mein ehemaliger Lebensgefährte.“ Sie wischte sich Tränen aus den Augenwinkeln und rang sichtlich um Fassung.
„Was machte der hier?“
„Er wohnt hier vorübergehend zur Untermiete, da er seit unserer Trennung noch keine neue Bleibe gefunden hat. Sie wissen ja, wie schwierig das in Berlin ist.“
„Allerdings. Wurde eingebrochen?“
Kai, der ihnen gefolgt war, schüttelte den Kopf. „Es gibt keine Spuren eines Einbruchs, also ist anzunehmen, dass der Täter von Herrn Härtling hereingelassen wurde.“
„Die Schlussfolgerungen würde ich gerne selbst anstellen, Herr –?“
„Seeberg. Ich bin Frau Pointeckers Bruder.“
„Und Sie wohnen auch hier?“ Er ließ den Blick kurz an Kais durchtrainierter Gestalt hinuntergleiten. Dieser hatte sich Jeans angezogen und hastig ein blaues Hemd übergeworfen, das er jedoch noch nicht zugeknöpft hatte und das viel von seiner sonnengebräunten Brust zeigte.
„Ich lebe in Indien und mache gerade hier Urlaub. Und schlafe in dem Zimmer, wo sonst der Tote wohnte.“
„Und der schlief jetzt im Wohnzimmer, oder wie?“ Der Kommissar schien diesen verwickelten Sachverhalt als höchst unerfreulich zu empfinden.
„Nein. Ben wollte über die Feiertage und bis nach Silvester zu seinen Eltern nach Bayern fahren“, schaltete sich Silke ein. »Mein Bruder ist gestern früh angekommen, und Ben wollte wegfahren. Offensichtlich hat er gestern Abend noch was aus der Wohnung geholt oder was auch immer. Ich war nicht da, ich hab ihn nicht mehr gesehen.«
„Wohnt sonst noch jemand hier?“
„Ich habe zwei Untermieter.“
Der Kommissar krauste die Nase. „Erklären Sie mal Genaueres zur Wohnsituation.“
»Also, ursprünglich habe ich mit meinem Ex-Mann hier gelebt und nach meiner Scheidung allein mit meinen beiden Kindern. Dann habe ich eine Beziehung mit Ben begonnen, und nach einer Weile ist er bei uns eingezogen. Als meine Tochter vor knapp einem Jahr ausgezogen ist und die Miete zu teuer wurde, habe ich ihr Zimmer an Livia vermietet. Kurz darauf habe ich mich von Ben getrennt. Allerdings hat er noch keine Wohnung gefunden, das sagte ich ja schon, und so hab ich das Arbeitszimmer für ihn freigemacht. Dann ist mein Sohn zu seiner Freundin gezogen, und ich habe sein Zimmer an Camilo vermietet, vor vier Monaten.«
„Was für’n Durcheinander“, brummelte Kommissar Becker verdrossen in sich hinein.
Sein Assistent zuckte die Schultern und grinste. „Kreuzberg eben.“
Silke warf den beiden einen verärgerten Blick zu und putzte sich die Nase.
„Wo waren Sie beide gestern gegen – wann war ungefähr der Todeszeitpunkt?“, rief er dem Gerichtsmediziner zu, der begonnen hatte, die Leiche zu examinieren.
„Zwischen dreiundzwanzig Uhr und null Uhr dreißig. Muss ich in der Pathologie genauer untersuchen.“
„Also, wo waren Sie in diesem Zeitraum?“
„Bei einer Freundin“, sagte Silke. „Wir hatten Mädelsabend. Vier Frauen können Ihnen das bestätigen. Ich war erst nach eins zu Hause.“
„Und Sie?“ Der Kommissar blickte Kai an.
„Ich war mit alten Freunden aus. Beim Bowling und danach was trinken. Dafür gibt es auch etliche Zeugen. Bin gegen halb drei hier gewesen.“
„Fehlen Wertgegenstände?“
„Mir ist noch nichts aufgefallen.“ Silke ließ den Blick durch den Raum wandern. Smart-TV, iPad, Computer, alles war da. Auf dem Tisch lagen ein Zwanzigeuroschein und etwas Kleingeld neben dem Adventsgesteck.
„Also wahrscheinlich kein Raubmord.“ Becker machte eine Notiz.

Ein muskulöser, braunhäutiger Mann in eng anliegender Jogginghose aus Baumwolle und weißem T-Shirt erschien im Wohnzimmer.
„Was is’n hier los?“ Er starrte erst auf die Männer in Plastikanzügen, die sich in dem kleinen Wohnzimmer drängten, dann auf die Leiche. „Dios mío, ist der tot?“
„Und wer sind Sie?“ Becker starrte fasziniert auf die langen dünnen Zöpfe, die dem Mann fast bis zu seinem äußerst knackigen Hinterteil fielen.
„Camilo López. Ich wohne hier.“
„Wo waren Sie gestern Abend?“
„Wieso – stehe ich etwa unter Verdacht?“
„Reine Routine. Antworten Sie.“
„Ich habe bis zweiundzwanzig Uhr einen Zumba-Kurs im Fitnessstudio gegeben. Danach habe ich noch mit einer Teilnehmerin gequatscht und wir waren was essen. Ich war gegen halb eins zu Hause“, erklärte er mit starkem spanischem Akzent.
„Ist Ihnen nichts aufgefallen? Waren Sie im Wohnzimmer?“
„Nein. Die Tür war zu und ich bin vorbeigegangen, zu meinem Zimmer. Hm, kann sein, dass ich Geräusche gehört habe aus dem Wohnzimmer.“ Er legte das gutgeschnittene Gesicht in nachdenkliche Falten.
„Kann sein oder haben Sie?“ Der Kommissar massierte sich genervt die Schläfen.
„Nur ganz leise. Keine Stimmen, mehr so – ach, kann ich nicht beschreiben. Ich dachte, es wäre der Fernseher.“
„Ich brauche den Namen des Studios, wo Sie unterrichtet haben, und den Namen der Frau, mit der Sie essen waren.“
„Ich kenne nur ihren Vornamen – Caroline.“
„Handynummer?“
Der Dominikaner machte ein bedauerndes Gesicht. „Hat sie mir nicht gegeben. Aber ich kann Ihnen sagen, wo ich unterrichtet habe.“ Er nannte ihm den Namen eines großen Fitnessstudios in Berlin-Mitte.
Kai trat hinter den Gerichtsmediziner. „Sind das Stichwunden?“
„Ja. Bitte treten Sie zurück, sonst verunreinigen Sie mir noch den Tatort.“
„Jetzt fehlt uns noch diese Livia“, stellte der Kommissar fest.
„Ich werde sie holen.“ Silke verließ den Raum und kehrte kurz darauf mit der jungen Frau zurück, die sich einen Bademantel über das Nachthemd geworfen hatte und noch immer wie versteinert wirkte.
„Wo waren Sie gestern am späten Abend?“
„Ich war aus, war erst so um zwei Uhr wieder hier“, sagte sie stockend.
„Wolltest du gestern Abend nicht zu Hause bleiben, Livia?“
„Eigentlich schon, aber dann hat Hanna mich angerufen und wir sind ins Twenty-One gegangen.“
Wie hypnotisiert starrte sie auf den Toten, der soeben auf eine Bahre gehoben wurde. Der Gerichtsmediziner schloss den Reißverschluss der Leichenhülle.
Kommissar Becker klappte sein Notizbuch zu.
„Falls es noch was gibt, was Sie in den nächsten Tagen aus diesem Raum brauchen, so nehmen Sie es jetzt mit“, ordnete er an. „Danach werde ich ihn versiegeln, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.“
„Aber das können Sie doch nicht machen“, protestierte Silke.
„Seien Sie froh, dass ich nicht die ganze Wohnung absperre.“
„Dann will ich den Weihnachtsbaum mitnehmen.“
„Das geht leider nicht. So dicht wie der an der Leiche war, muss er der Spurensicherung noch länger zur Verfügung stehen. Begnügen Sie sich mit Ihrem Adventsgesteck.“
„Was wird denn jetzt aus meinem Weihnachtsessen morgen?“, jammerte Silke. „Meine Kinder wollten mich besuchen.“
„Müssen wir mit aufs Präsidium?“, erkundigte sich Kai.
Becker warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Ihm war anzusehen, dass er es unbedingt pünktlich zum weihnachtlichen Kaffeetrinken nach Hause schaffen wollte. „Nein, ich habe Ihre Aussagen ja bereits notiert – aber halten Sie sich zu unserer Verfügung.“


*


Später am Abend lief Kai vom U-Bahnhof Schlesisches Tor durch die belebten Straßen des Kreuzberger Kiezes zu Silkes Wohnung. Feiner Schnee rieselte vom dunklen Himmel und glänzte im Licht der Laternen. Kai reckte sein Gesicht den Flocken entgegen. Sein erster Schnee nach fünf Jahren. Es fühlte sich herrlich an. Noch schöner war es gewesen, die Eltern nach so vielen Jahren wiederzusehen. Sie hatten an einem liebevoll gedeckten Tisch Kaffee getrunken, neben einem prachtvoll geschmückten Weihnachtsbaum, unter dem Geschenke lagen, wie es sich gehörte, statt einer Leiche. Danach hatten sie als frühes Abendessen einige Delikatessen aus dem KaDeWe verzehrt. Dabei war Silke nervös geworden.
„Bitte sieh dich unbedingt noch heute in Camilos Zimmer um, bevor er nach Hause kommt“, tuschelte sie ihrem Bruder zwischen Krabbencocktail und Blätterteigpastete ins Ohr. „Er ist irgendwo eingeladen, aber ich weiß nicht, wie lange es dauert.“
So war Kai aufgebrochen, während sie noch geblieben war, um ihrer Mutter beim Abwaschen und Aufräumen zu helfen.
Er schlenderte an weihnachtlich geschmückten Dönerläden vorbei und an Cafés, aus denen türkische und arabische Musik schallte und der Duft von Wasserpfeife auf die Straße drang. Kai fühlte sich wohl in dieser Multikultigegend. Es erinnerte ihn an seine Wahlheimat Indien.
Als er die Wohnung betrat, knarzte der Dielenboden unter seinen Schritten. Es war ein eigenartiges Gefühl zu wissen, dass jenseits der versiegelten Tür wenige Stunden zuvor noch ein blutüberströmter Toter gelegen hatte. Und dass der Mörder möglicherweise einen Schlüssel zur Wohnung besaß. Kai bereute, dass er seine Pistole nicht mitgenommen hatte. Aber er hatte nicht damit gerechnet, in Berlin in einen Kriminalfall hineingezogen zu werden.
Kurz bevor er Camilos Zimmer betreten wollte, bemerkte er, dass aus Livias Zimmer Licht drang.
Die Tür stand halb offen und er hörte eine leise männliche Stimme. Kai klopfte kurz an und trat ein. Livia saß wie ein Häufchen Unglück auf ihrem Bett. Neben ihr Camilo, der ihr zärtlich über die Haare strich. Seine andere Hand ruhte auf ihrem Oberschenkel. „Mach dir keine Sorgen, chica, es wird alles wieder gut. Sie werden ihn finden. Wenn du Angst hast, komm zu mir.“ Er tätschelte ihr Bein, zwinkerte ihr zu und erhob sich. Ausdruckslos erwiderte er Kais prüfenden Blick, als er an ihm vorbeiging.


*


Als sich Kai am nächsten Morgen in die Küche setzte und Zucker in seinem Kaffee verrührte, kam Silke hereingefegt.
„Jetzt! Camilo ist gerade ins Bad gegangen. Bitte schau dich bei ihm um.“
Kai schlich sich in Camilos Zimmer und überlegte kurz, wo er beginnen sollte. Er öffnete die Schublade des Nachttischs und erblickte zwischen Taschentüchern, Hustenbonbons und allerlei Krimskrams ein Springmesser. Es überlief ihn kalt.
„Was machst du da?“, fragte eine Stimme von der Tür her. Der Dominikaner stand im Türrahmen, ein Handtuch um die Hüften gewickelt, die langen Dreadlocks zu einem kunstvollen Knoten aufgesteckt. Seine dunklen Augen musterten ihn finster.
„Ich lasse mich gerade beim Herumschnüffeln erwischen“, gestand Kai mit einem entwaffnenden Lächeln.
„Jetzt siehst du das Messer und denkst, ich hätte Ben damit getötet oder was?“
„Möglich. Hast du?“
„Nein. Erstens: warum? Ich mochte ihn. Zweitens: glaubst du, ich wäre so blöd und würde das Messer danach wieder in meinen Nachttisch packen?“
„Wahrscheinlich nicht. Solche Messer sind übrigens illegal.“
„Hey, Mann, ich bin oft spätabends unterwegs und will mich verteidigen können.“ Der Fitnesstrainer näherte sich und Kai dachte, dass jemand mit solchen Muskeln eigentlich kein Messer zur Selbstverteidigung nötig hatte. „Was ist? Willst du mir beim Anziehen zugucken oder kannst du jetzt gefälligst verduften?“
„Schon gut, ich verschwinde.“ Er überlegte, ob er das Messer konfiszieren sollte, aber wenn er sich im Besitz eines Messers befand, das sich als Mordwaffe herausstellte, würde er in Schwierigkeiten kommen. Außerdem bezweifelt er, dass Camilo, der sich drohend vor ihm aufgebaut hatte, sein Messer so einfach herausgeben würde.
„Und?“, drängte Silke, als sich Kai wieder zu ihr an den Frühstückstisch setzte.
„Er hat mich ziemlich schnell überrascht und ich habe nichts gefunden.“ Die Sache mit dem Springmesser wollte er ihr nicht auf die Nase binden, um sie nicht zu beunruhigen. Er hatte Kopfschmerzen und wollte seine Ruhe haben. Außerdem musste er sich mental auf den kommenden Nachmittag vorbereiten.
Livia kam mit einem gemurmelten Gruß herein. Ihre Schritte und ihr puppenhaft hübsches Gesicht hatten etwas Schlafwandlerisches. Sie nahm sich einen Kaffee, setzte sich neben Silke und griff nach einem der aufgebackenen Brötchen, die im Körbchen auf dem Tisch lagen.
„Wirst du dein Weihnachtsessen heute in der Küche abhalten?“, erkundigte sich Kai.
»Meine Tochter hat angeboten, dass wir es bei ihr machen. Allerdings ist ihre Studentenbude kaum größer als diese Küche, und ihr Backofen ist Stauraum. Aber es ist vielleicht trotzdem entspannter als hier mit dem Weihnachtsbaum hinter versiegeltem Tatort.« Silke seufzte. „Du kommst doch mit?“
„Gerne. Aber zum Kaffee habe ich eine andere Verabredung.“
„Mit wem?“
„Meiner Ex.“
„Du liebe Zeit. Lass dich bloß nicht wieder mit der ein!“
„Hab nicht die Absicht. Aber ich bin neugierig, wie es ihr ergangen ist.“
Livia legte den Kopf schief und blickte ihn so neugierig aus ihren eisblauen Augen an, dass er unwillkürlich eine Erklärung abgab: »Sie hat mich vor sechs Jahren betrogen und hat dann versucht, mir das Kind von ihrem Liebhaber unterzuschieben. Ich Idiot hatte mich gefreut, Vater zu werden. Das Baby hatte allerdings milchkaffeebraune Haut und Augen wie Kohle. Tina ist blond und grünäugig. Ein Test hat bestätigt, dass ich nicht der Vater bin.«
„Dumm gelaufen“, murmelte Livia und schmierte Butter auf ihr Brötchen. „Und dann?“
„Danach konnte ich gar nicht genug Abstand zwischen mich und diese Geschehnisse bringen und bin nach Indien ausgewandert.“
„Hm. Cool.“ Sie biss in ihr Brötchen.
„Cool? Na, wenn du meinst… Was machst du denn heute?“
„Bin bei einer Freundin eingeladen.“
„Hast du keine Familie, Livia?“
„Nicht in Berlin.“ Sie beeilte sich, ihr Brötchen aufzuessen, spülte mit einem großen Schluck Kaffee hinterher und verschwand aus der Küche.
Kai wandte sich mit gerunzelter Stirn an seine Schwester. „Steht sie noch unter Schock oder ist sie immer so verschlossen?“
„Sie ist immer ziemlich still. Aber ein liebes Mädchen. Sehr hilfsbereit.“
„Kann ich mir vorstellen – ihre Anteilnahme eben war echt überwältigend“, brummelte er. „Hat sie eigentlich was mit Camilo?“
„Das hätte er wohl gerne. Aber ich glaube nicht, dass sie interessiert wäre.“ Silke seufzte. „Das Mädchen zieht die Männer an wie Blumen die Bienen. Na ja, sie ist ja auch bildhübsch. Ben war ebenfalls hinter ihr her.“
Kai beobachtete seine Schwester über den Rand seiner Kaffeetasse. „Während ihr noch zusammen wart oder erst danach?“
„Erst danach.“
„Ging es bei eurem Streit auch darum?“
„Ja, auch“, gab sie zu. „Es ist eine beschissene Situation, mit seinem Ex weiter zusammenwohnen zu müssen.“
„Kann ich mir vorstellen. Du warst aber nicht verpflichtet, ihn aufzunehmen. Du hast ein zu gutes Herz, Schwesterchen.“
„Was hältst du von Camilo? Er ist ziemlich exotisch, oder?“
„Du hast mich doch in Indien besucht. Stell ihn dir zwischen Sadhus und Fakiren vor, dann wirkt er nur noch halb so exotisch“, scherzte Kai.


*


An diesem Abend war die Wohnung dunkel und verlassen, als Kai von dem eher unerquicklichen Treffen mit seiner Ex-Frau zurückkehrte. Etwas Bedrohliches schien in der Luft zu liegen – eine Spannung, die er nur fühlen, aber nicht begründen konnte. Er bezwang seinen Impuls, Licht in der Diele einzuschalten und schlich im Dunkeln und auf Zehenspitzen durch den langen Flur. Eigentlich war es unverantwortlich von ihm gewesen, Camilo das Messer nicht abzunehmen und es bei der Polizei abzuliefern, damit sie es mit der Mordwaffe abgleichen konnten. Außerdem war jetzt Gelegenheit, noch einmal in seinem Zimmer nach irgendeiner Verbindung zu Ben zu suchen, die als Motiv dienen könnte. Kai nahm die kleine Taschenlampe, die Silke ihm bereits für den Vorabend gegeben hatte. Ihr Licht war schwach und flackerte, aber das musste genügen. Camilos Tür war abgeschlossen. Zum Glück hatte Silke ihm bereits am Vortag ein Double des Zimmerschlüssels ausgehändigt.
Leise öffnete er die Tür, schlich sich in den Raum und durchsuchte ihn im Schein der Taschenlampe. Als er feststellte, dass das Messer aus der Nachttischschublade verschwunden war, überlief ihn ein Schauder im Nacken wie eine zweite ungute Vorahnung. Im nächsten Moment erlosch der Schein der bereits flackernden Taschenlampe. Nur ein schwaches Licht aus Straßenlaternen und Weihnachtsbeleuchtung fiel vom Fenster herein. Er suchte nach dem Schalter der Nachttischlampe, fand ihn aber auf die Schnelle nicht.
Dann spürte er, dass er nicht mehr allein im Raum war. Kais Sinne schalteten sich auf Alarm. Im selben Moment, als er die Bewegung schräg hinter sich wahrnahm, sah er im Augenwinkel eine lange dünne Messerklinge glänzen. Er wirbelte herum wie ein Torero, der dem Stier auswich, spürte einen scharfen Schmerz an seinem rechten Schulterblatt und hörte stoßartigen Atem, der nicht sein eigener war. Wieder sah er die Messerklinge, die sich anschickte, auf ihn niederzustoßen, doch diesmal erkannte er die Umrisse seines Angreifers und konnte das Handgelenk, das das Messer hielt, packen und abwehren. Mit dem Bein fegte er die Füße des anderen vom Boden, was erstaunlich leicht ging. Ein heller Aufschrei ertönte und ein dumpfer Aufprall.
Plötzlich flammte das Deckenlicht auf. Camilo stand in der Tür und starrte auf die Szene.
Am Boden lag Livia und zitterte unter Kais hartem Griff. Neben ihr ein todbringendes Stilett, das ihrer Hand entglitten war.
„Warum wolltest du mich umbringen?“, herrschte er sie an.
„Er hat mich bedrängt“, stammelte sie.
„Der da?“ Kai wies mit dem Kinn in Camilos Richtung.
„Ja.“ Sie starrte ihn verzweifelt und mit wildem Blick an.
„Und was hab ich damit zu tun?“
„Ich habe euch verwechselt.“
Kai und Camilo tauschten einen verblüfften Blick. „Ja, klar, weil wir uns so unheimlich ähnlich sehen“, spottete der Fitnesstrainer.
„Aber dies ist dein Zimmer!“, schrie sie Camilo an. „Du hast mich andauernd angefasst. Ich will das nicht!“
„Das hättest du mir einfach sagen können“, erwiderte er perplex.
Kai fiel ein, was Silke ihm über Livia und Ben erzählt hatte. „Hat Ben dich auch bedrängt? Musste er deswegen sterben?“
Sie hüllte sich in Schweigen.
„Oh, Scheiße, womöglich eine Serienkillerin!“ Camilo schlug entsetzt die Hände an die Wangen.
„Du rufst jetzt die Polizei“, ordnete Kai an. „Und lernst daraus hoffentlich, deine Pfoten still zu halten. Wenn ich höre, dass du meine Schwester noch mal belästigst, mach ich dich fertig.“
„Ich fasse keine deutsche Frau mehr an“, knurrte der Dominikaner. „Die chicas in der Karibik sind viel lockerer.“
Silke kam nach Hause, als die Kriminalbeamten gerade Livia in Handschellen abführten. Kai stand mit nacktem Oberkörper im Bad und ließ sich von Camilo die oberflächliche Schnittwunde an seinem Schulterblatt mit Desinfektionsspray und Pflastern verarzten.
„Was ist hier los, was bedeutet das alles?“, fragte sie erschrocken.
»Das bedeutet, dass deine süße, hilfsbereite Livia höchstwahrscheinlich Ben umgebracht hat, weil er ihr zu nahe getreten ist, und dass sie Camilo das gleiche Schicksal zugedacht hatte. Nur leider hätte es fast mich erwischt, weil ich gerade im Dunkeln in seinem Zimmer herumgeschnüffelt habe und sie uns wohl verwechselt hat.«
„Oh mein Gott, warum hat sie denn nicht mit mir geredet?“, jammerte Silke.
Kai hob die Schultern und zuckte dabei vor Schmerz zusammen. „Das wird vielleicht ein Polizeipsychologe herausfinden.“


*


„Wir haben inzwischen einiges über Ihre Mitbewohnerin in Erfahrung bringen können“, begann der Kommissar, als die drei am nächsten Morgen wie befohlen auf dem Kommissariat erschienen, um ihre Aussagen zu machen. »Sie stammt aus Schleswig-Holstein. Als sie zehn war, wurde sie von ihrem Stiefvater missbraucht. Zu Weihnachten gab es deswegen einen heftigen Streit zwischen ihm und ihrer Mutter, und sie musste dabei zusehen, wie er diese mit einem Küchenmesser erstach. Sie konnte sich aus der Wohnung retten, bevor er ihr etwas antun konnte. Sie war danach jahrelang in psychologischer Behandlung – die sie aber abgebrochen hat, als sie achtzehn war und die Stadt verlassen hat. Ein Jahr später gab es an Weihnachten in Niedersachsen einen nie aufgeklärten Mord und wie wir nun herausgefunden haben, hat Livia damals im gleichen Ort gewohnt und hatte zu dem Mann Kontakt. Das gleiche passierte vor zwei Jahren in Brandenburg, auch an einem Weihnachtsabend. Die Morde geschahen mit der gleichen Art von Stilett, mit dem auch Herr Härtling erstochen wurde. Was wiederum dasselbe ist, womit sie gestern über Sie hergefallen ist.«
„Vielleicht haben diese Männer sie missbraucht. Oder es versucht. Und sie hat versucht, die Geschichte umzukehren, indem sie sie tötet, bevor die ihre Mutter töten“, vermutete Kai. „Hat sie gestanden?“
„Nein.“
„Möglicherweise hat sie eine gespaltene Persönlichkeit und weiß in ihrem jetzigen Bewusstsein tatsächlich nicht, dass sie ihn ermordet hat.“
»Damit sollen sich die Psychiater auseinandersetzen. Sie ist jetzt in der geschlossenen Abteilung. Mich interessiert nur, dass wir ihre DNA an der Leiche gefunden haben, sie im Besitz der Mordwaffe war und ihr Alibi sich als falsch erwiesen hat. Für mich ist der Fall abgeschlossen, und Sie können ab sofort wieder in Ihr Wohnzimmer.«
„Ich weiß nicht, worüber ich am meisten erschüttert bin“, sagte Silke, als sie wenig später auf die Straße traten. „Über Bens Tod, dass Livia es war oder darüber, was das arme Mädchen durchmachen musste.“
„Letzteres“, murmelte Camilo bedrückt und mit Schuldgefühlen in den Augen.
Kai klopfte ihm kurz auf den Rücken, legte dann den Arm um Silke, und sie schlenderten durch das weihnachtliche Schneegestöber nach Hause.

Über die Autorin

Sabine Strick wurde 1967 in Berlin geboren und wuchs dort auf. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bereits als Kind und begann mit siebzehn, an ersten Romanen zu arbeiten. Doch erst 2017 entschloss sie sich aber erst, endlich die notwendigen Schritte für Veröffentlichungen in die Wege zu leiten. Dann ging auf einmal alles recht schnell: Sie wird nun von der Agentur Ashera vertreten und veröffentlichte im Sommer 2018 ihre ersten beiden Romane im Verlag Edel Elements. In 2019 wird ein Familiengeheimnis-Roman bei dp Digital Publishers erscheinen sowie Band 1 einer Krimi-Dilogie im Verlag Piper Digital. Band 2 folgt in 2020.

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