Sterbenszeit

Kriminalroman

€ 8,99 inkl. MwSt.

Der Mord an einem Neugeborenen scheint für Ricarda Zöller von der SoKo Mainz ein unlösbarer Fall. Bis die Tatwaffe einen Zusammenhang zu einem früheren Verbrechen in Heidelberg preisgibt. Handelt es sich um denselben Täter? Ricarda wendet sich an Lorenz Rasper vom Bundeskriminalamt Wiesbaden. Kaum hat der Spezialist seine Ermittlungen aufgenommen, werden sie an einen neuen Tatort gerufen: Die Mutter des Baby wurde ebenfalls getötet …

  • € 8,99 [D], € 8,99 [A]
  • Erschienen am 15.09.2014
  • 400 Seiten , WMEPUB
  • ISBN: 978-3-492-96668-9
 
 

Leseprobe zu »Sterbenszeit«

Damals. Dienstag, 10. April

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.

Haben wir Weihnachten gesungen. Alle zusammen. Leise. Aber immerhin.

Jetzt marschieren wir.

 

Wohin auch das Auge blicket.

Moor und Heide nur ringsum.

Vogelsang uns nicht erquicket,

Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldaten

und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

 

Haben wir immer gesungen, auch wenn wir nicht die Moorsoldaten sind. Und jetzt kann ich nicht mehr singen. Mein Schädel dröhnt, der Fuß pocht, und ich weiß nicht, weshalb mir gerade dieses Lied im Kopf herumschwirrt. Den Takt geben meine Schritte [...]

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Michael Kibler

Michael Kibler

Michael Kibler, geboren 1963 in Heilbronn, ist heute leidenschaftlicher Darmstädter. Nach Studium und Promotion arbeitet er als Texter und Schriftsteller. Seit 2005 veröffentlicht er erfolgreiche Kriminalromane um die Darmstädter Ermittler Steffen Horndeich und Margot Hesgart. Mit »Sterbenszeit« mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

General-Anzeiger


»Einer der spannendsten deutschen Krimiautoren hat sich neu erfunden.«   

Kommentare zum Buch
1. Grandioser Auftakt
Nane Bouquineur am 19.11.2014 - 15:12:00

Der Titel des Romans ist hier Programm. Man könnte fast denken, dass ein Serienmörder sein Unwesen in diesem Krimi treibt. Aber nein – die Geschichte ist viel tiefgründiger und reicht bis in die dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte zurück. Sie beruht auf eine wahre Begebenheit.   Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine spielt in der Gegenwart und der andere in der Vergangenheit. In der Gegenwart begleiten wir das Ermittler-Team der Abteilung SB bei ihrer Arbeit und bekommen kurze Einblicke in ihr Privatleben. Das Team besteht aus Hauptkommissar Lorenz Rasper, Ricarda Zöller, Bruno Gerber, Leah Gabriely und Daniel Goldstein. Sie kümmern sich um “kalte Fälle”, die noch nicht verjährt sind, aber als unlösbar eingestuft wurden. Alle Teammitglieder sind bemerkenswerte Persönlichkeiten, wirken sehr authentisch und sind einfach sympathisch. In der “Damals”-Perspektive begegnen wir einem unbekannten Ich-Erzähler. Wir begleiten ihn auf seiner Reise und tauchen so tief in die bedrückende Vergangenheit, dass es beinahe physische Schmerzen verursacht. Seine Erlebnisse sind so realistisch dargestellt, dass man denkt, man wäre selbst dabei. Die Identität des Erzählers bleibt lange Zeit ungeklärt und gibt der Geschichte einen Hauch Mystery.   Durch die Perspektivenwechsel zögert der Autor die spannungsgeladene Handlung, die an dramatischen Höhepunkten nicht spart, kompromisslos hinaus. Man fiebert regelrecht mit und man kann vor lauter Neugier nicht aufhören zu lesen. Dieser Krimi ist eine gelungene Mischung aus Spannung, Tiefgang und einer Prise Humor.   Fazit: Ein grandioser Auftakt einer neuen und vielversprechenden Krimi-Reihe mit einem fantastischen Ermittler-Team. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

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