Schrottplatz der gebrochenen Herzen

Storys

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€ 9,99 inkl. MwSt.

Padgett Powell und Harry Rowohlt brechen Herzen

Sie begehren auf gegen vorgestanzte Lebensmuster. Sie provozieren, irritieren, stören. Sie trinken und lügen. Sie setzen alles aufs Spiel. Padgett Powells Figuren eint der tägliche Kampf gegen den Absturz, gegen Wahnsinn und Delirium. Ein Mann, der auf einer Mauer patrouillierend den Schrottplatz gebrochener Herzen bewacht; ein zwölfjähriger Knirps, der der reifen, gelangweilten Mrs Hollingworth unziemliche Avancen macht; der Dachdecker Wayne, der Frau und Kinder verlässt und sich im weiten amerikanischen Süden zu verlieren droht. „Das Leben ist Flaute“, heißt es in einer Story, doch nichts stimmt weniger für Powells trotzige Helden. Das Leben ist Aufruhr, und niemand könnte besser davon erzählen, rotzig, neurotisch, abgrundtief komisch, als Padgett Powell.

  • € 9,99 [D], € 9,99 [A]
  • Erschienen am 12.11.2013
  • 224 Seiten , WMEPUB
  • Übersetzt von: Harry Rowohlt
  • ISBN: 978-3-8270-7684-7
 
 

Leseprobe zu »Schrottplatz der gebrochenen Herzen«

Gib mir Süßes, sonst gibt’s Saures

Auf dem Weg zum Lebensmittelladen, den sie zu Fuß
erreichen konnte, was sie oft feierte, indem sie Cowboystiefel
aus Echsenhaut und andere Kleidungsstücke anlegte,
die für einen täglichen Ausflug, um Nahrung für
eine Familie zu kaufen, übertrieben waren, rezitierte
Mrs Hollingsworth: »Er liebt mich, er liebt mich nicht.
Ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht – «, bis sie von einem
Jungen hinter einem Palisadenzaun direkt am Bürgersteig
unterbrochen wurde.
»Wovon sprechen Sie da?« Dies kam gleichmütig
von einem runden sommersprossigen Gesicht knapp
über den [...]

mehr

Padgett Powell

Padgett Powell

Padgett Powell wurde 1952 in Gainesville, Florida, geboren, wo er auch heute noch lebt. Bekannt wurde er durch Veröffentlichungen in THE NEW YORKER, ESQUIRE und HARPER'S MAGAZINE. Powell erhielt etliche Auszeichnungen: den Prix de Rome der American Academy of Arts and Letters, den Whiting Writers' mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Psychologies


»Kaum jemand schreibt so virtuos und komisch über den ganz alltäglichen Irrsinn wie der US-Amerikaner Padgett Powell - außer vielleicht Harry Rowohlt, und der ist glücklicherweise kongenialer Übersetzer der Storys.«   

Bücher


»Padgett Powells Kurzgeschichten sind alles andere als brav, sie sind bizarr, surreal und meist in einem derben Ton erzählt. Als Leser braucht man eine weltoffene Haltung, muss Fäkalsprache vertragen und bereit sein, sich dem Absurden zu stellen. Gelingt das, kann man Freude an den Außenseitern haben und die Exkurse in heruntergekommene Motels und schäbige Kneipen Floridas genießen.«   

sf-magazin.de


»Das Leben ist Aufruhr, und niemand könnte besser davon erzählen, rotzig, neurotisch, abgrundtief komisch, als Padgett Powell.«   

suedostschweiz.ch (dpa)


»Als Meister der Wortschöpfung findet Padgett Powell selbst den Ausdruck, der das Wesen seiner Geschichten wohl am treffendsten beschreibt: "Kuddelmuddelpotenzial". Sein "Schrottplatz der gebrochenen Herzen" ist grandios.«   

Süddeutsche Zeitung


»Es darf gestaunt, geschmunzelt, es sollen einzelne Passagen wieder und wieder gelesen werden, nur um es am Ende doch nicht zu begreifen. Aber der Weg ist das Ziel und auch das kann Spaß machen.«   

WDR 5 "Scala"


»Powell hat jüngst mit seinem "Roman in Fragen" triumphiert. Dieser Erzählband beweist, dass eines keine Frage mehr ist. Hinter großen Namen wie William Faulkner, Flannery O'Connor oder Walker Percy darf sich auch Padgett Powell in die Reihe bedeutender Südstaatenautoren einreihen. Für seine rotzige, kreative Sprache hätte er im Deutschen keinen besseren Übersetzer als Harry Rowohlt finden können.«   

SonntagsZeitung


»Ein Glück, dass dieses wilde Lesevergnügen endlich auf Deutsch erscheint - in seiner poetischen Derbheit kongenial übersetzt von Harry Rowohlt.«   

Freundin


»Es braucht ein bisschen, bis man sich an den ungewöhnlichen Erzählstil von Padgett Powell gewöhnt hat. [...]. Doch dann machen die Storys, die er in der Sammlung "Schrottplatz der gebrochenen Herzen" zusammengetragen hat, richtig Spaß. Powells Figuren sind skurril und scheinen es darauf anzulegen, direkt in die Katastrophe hineinzuschlittern. Sie lügen, betrinken sich und verführen Minderjährige. Das Identifikationspotenzial ist also gleich null - trotzdem will man unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht.«    

sonntag (HAZ)


»Powell reißt einen mit seiner lakonischen und von keinem Geringeren als Harry Rowohlt ins Deutsche übersetzten Sprache förmlich mit in seinen Abgrund voller Alltagsabsurditäten.«   

NDR Kultur


»Powell beherrscht Formspiele, er ist ein Meister des Stils und der Sprache; das beweisen auch seine Short Stories. "Aliens of Affection" heißt dieser Erzählband im Original, der jetzt mit fünfzehn Jahren Verspätung ins Deutsche übersetzt wurde, wieder von "Holy Harry". Es fielen einem ja auch wenige ein, die mit dieser oft aberwitzig-abgedrehten und bis auf die Knochen verkürzten Sprache etwas anfangen könnten.«   

Deutschlandradio Kultur


»Man muss sich schon einlassen auf die schräge Fantasie dieses Autors, um wertzuschätzen, was er da treibt. Wenn es in einer anderen Story mal heißt "Mit diesen Sinnfickern bin ich durch", dann darf man das wörtlich nehmen. Harry Rowohlt hat Powells Geschichten kongenial-derb übersetzt.«   

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