Jäger

Jäger

Roman

€ 10,00 inkl. MwSt.

Ein Roman über das Fliegen? Über den Krieg? Über Helden? Salters literarischer Erstling, nach dessen Veröffentlichung er den Dienst als Kampfpilot quittierte und sich ganz dem Schreiben widmete, ist all das und noch mehr. In »Jäger« ist schon alles da, was den großen Salter ausmacht. Bereits hier geht es ihm um den Menschen an sich, was ihn in seiner Glorie und seiner Erbärmlichkeit antreibt, siegen und scheitern lässt - das alles knapp und brillant formuliert.

  • € 10,00 [D], € 10,30 [A]
  • Erschienen am 01.09.2016
  • 304 Seiten, Broschur
  • Übersetzt von: Beatrice Howeg
  • ISBN: 978-3-8333-1038-6
 
 

Leseprobe zu »Jäger«

PRONAOS


Der wahre Chronist meines Lebens, ein hoch gewachsener, sanft blickender Mann mit wässrigen Augen, kam bei einem Familientreffen auf mich zu und sagte, so als hätte er schon lange auf diesen Moment gewartet, er wüsste alles. Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen.
Ich war Mitte fünfzig. Er war nicht viel älter, wirkte aber wie ein uralter Mann. Er erinnerte sich, mich als Kind in einer Pferdekutsche auf der Hope Avenue in Passaic gesehen zu haben. Er nannte mein Geburtsdatum: »Zehnter Juni 1925, hab ich Recht? Ihr Bild war in der New York Times, als Sie Captain in Korea [...]

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James Salter

James Salter

James Salter, 1925 in Washington, D.C. geboren und in New York aufgewachsen, wurde mit seinen großen Romanen »Lichtjahre« und »Ein Spiel und ein Zeitvertreib« auch in Deutschland berühmt. Er diente als Kampfflieger zwölf Jahre lang in der US Air Force und nahm 1957 seinen Abschied, als sein Debüt, mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

orf.at


»Mit 'Jäger' hat der große US-Erzähler James Salter in den 50ern seine literarische Karriere begonnen. In dem Roman über den Korea-Krieg, sprachlich das erste Zeugnis von Salters großer Kunst, inhaltlich heute durchaus ambivalent zu lesen, begegnet man bereits den Motiven in seinem Erzählwerk: existenzielle Einsamkeit und deren Überwindung, Streben nach Sinn und Besonderheit – hier in der Rivalität von Kampfpiloten, wie Salter selbst einer war.«   

tactuel


»Der im Juni dieses Jahres verstorbene James Salter war ein Kultautor, ein 'writer's writer', der nur wenige Bücher veröffentlichte, die bei Publikum und Kritik nur mäßig erfolgreich waren, aber wegen seines äußerst prägnanten, lakonischen und letztlich melancholischen Stils auf zahlreiche Schriftsteller einen großen Einfluss ausübte.«   

Badische Neueste Nachrichten


»James Salter, der mit diesem Buch Abschied von der Air Force genommen hat, evoziert in knappen, präzisen Sätzen Bewusstseinszustände und Stimmungen, ohne sie je auszubuchstabieren. Vieles bleibt unausgesprochen in dieser soldatischen Männerwelt, die ihre Lebensberechtigung aus dem Tod der anderen zieht. Salter stellt das nicht in Frage, aber er windet auch keine Girlanden darum.«   

Ö1 "Ex libris"


»Mit einfachem, schmucklosem Stil umspielt er die Bewegungen und Gesten seiner Figuren und setzt sie sorgsam und unspektakulär in Szene. Doch gerade diese Geräuschlosigkeit lässt erst hören, was Salter zu sagen hat. Er spricht von einem Sinn des Daseins, vom angstlosen Vertrauen, vom spurlosen Verlassen der Welt, von einer arglosen Männlichkeit, die angesichts der letzten Regungen des Atems und des Geistes wie zu Staub zerfällt.»   

SWR 2 "Forum Buch"


»Es ist ein Roman, der den Geschmack der fünfziger Jahre hat, literaturgeschichtlich interessant ist und am Ende etwas schafft, was nur wenigen Gegenwartsromanen gelingt: der Handlung eine parabelhafte Bedeutung und den Lesern eine Portion Lebensphilosophie mit auf den Weg zu geben.«   

Süddeutsche Zeitung


»Ohne es zu ahnen, hat er, dessen gebrochene Helden Glück nur als rauschhaften Moment der Ekstase kennen, ein Buch über die Kunst des Fliegens geschrieben, das zugleich ein Buch über die Kunst des Schreibens ist.« Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/jaeger-von-james-salter-moerder-der-luefte-1.2251744-2   

Frankfurter Allgemeine Zeitung


»In Salters makelloser Prosa, der Klarheit der Beschreibungen und Vergleiche, erhält dieser von allem Irdischen abgelöste Wert des Heroischen seine ästhetische Gestalt.«   

kulturSpiegel


»Dass ‚Jäger‘ jetzt erst auf Deutsch erscheint, ist ein hoch interessanter Anachronismus. Immer wieder blitzen in ihm wunderbare Sprachbilder auf.«   

Frankfurter Rundschau


»Er ist ein beeindruckend kühler Bericht über einen Männerbund.«   

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