Ihr einziges Kind

Ihr einziges Kind

Kriminalroman

Taschenbuch
E-Book

€ 10,99 inkl. MwSt.

»Treffend und mitunter boshaft beschreibt Barbara Wendelken die Normalität eines Dorfes von heute. Spannend und anschaulich erzählen kann die Autorin unbedingt.« Radio Bremen über »Das Dorf der Lügen«

Cord Cassjen ist überglücklich, sein Sohn Caspar hat das Licht der Welt erblickt. Aber seine Frau Silvana leidet an einer postpartalen Psychose, sieht sich und vor allem das Baby von allen Seiten bedroht. Und dann passiert das Unfassbare – Cord wird erschossen, Silvana ist mitsamt dem Säugling verschwunden. Die Kommissare Renke Nordmann und Nola van Heerden stehen vor einem Rätsel: Gab es vielleicht doch den großen Unbekannten, vor dem Silvana sich so sehr fürchtete? In größter Eile machen sie sich auf die Suche nach den beiden Vermissten, da sie vor allem um das Leben des Kindes bangen ...

  • € 10,99 [D], € 11,30 [A]
  • Erschienen am 02.11.2016
  • 528 Seiten, Broschur
  • ISBN: 978-3-492-31012-3
 
 

Leseprobe zu »Ihr einziges Kind«

PROLOG

»Ich will dir was zeigen«, hat Dustin in der Schule gesagt. »Nix für Babys. Und wehe, du hältst nicht den Mund. Dann bist du tot.«

Dann bist du tot. Dustin sagt andauernd solche Sachen, und Philipp zweifelt keine Sekunde daran, dass sein Freund es ernst meint. Gruselig fühlt sich das an und gleichzeitig schrecklich schön, so wie Eis, das an den Zähnen pikst und trotzdem himmlisch schmeckt.

Philipp hat zu Hause gelogen, ohne schlechtes Gewissen, weil ihm nichts so wichtig ist wie die Freundschaft mit Dustin. »Ich will zu Ole«, hat er behauptet. Seine Mutter mag Ole und findet [...]

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Barbara Wendelken

Barbara  Wendelken

Barbara Wendelken wurde 1955 in Schwanewede bei Bremen geboren. Die gelernte Kinderkrankenschwester veröffentlicht seit 1996 regelmäßig Kinderbücher, Kriminalromane sowie zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien. Wenn sie nicht schreibt, genießt die Autorin mit ihrem Mann das Landleben in mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Neue Ruhr Zeitung


»Der Fall ist akribisch aufgebaut, schlüssig und nachvollziehbar gelöst. Doch das Ende überrascht.«   

Kommentare zum Buch
1. Keine einfachen Lösungen
Barbara62 am 07.12.2016 - 19:36:03

Auch der dritte Teil der Ostfriesland-Krimireihe von Barbara Wendelken um die sympathischen Ermittler Renke Nordmann, Hauptkommissar im Polizeirevier von Martinsfehn, und Nola van Heerden, Oberkommissarin von der Kripo Leer, ist für mich wieder ein großer Wurf im Krimisegment. Selten passen Autorin und Leserin so perfekt zueinander wie bei dieser Serie, die inzwischen für mich die beste ist, die ich derzeit auf dem deutschen Krimimarkt kenne.   Grund dafür ist nicht alleine die jeweils sehr spannende, komplexe Krimihandlung mit ungezählten Wendungen, Einbahnstraßen und Spuren und absolut logischen Auflösungen, sondern die Fähigkeit von Barbara Wendelken, Charaktere und Orte mit wenigen Worten so detailliert zu beschreiben, dass ich sie wie in einem Film vor mir sehe. Außerdem mag ich die häufig wechselnden Perspektiven, die immer wieder ein anderes Licht auf die Geschehnisse werfen und jede zuvor aufgestellte Theorie ins Wanken bringen. Dabei ist es nur ihrem großen erzählerischen Talent zu verdanken, dass man nie die Orientierung verliert, denn scheinbar mühelos führt sie durch den Dschungel aus Spuren und Verdachtsmomenten und gönnt uns nur ab und zu eine kleine Verschnaufpause, wenn es um die ebenso spannende private Beziehung zwischen Nola und Renke geht. Auf über 500 Seiten, von denen keine verzichtbar ist, entsteht so ein absolut umfassendes Bild der Lage und trotzdem ist der Plot jedes Mal eine Überraschung.   Der aktuelle Fall "Ihr einziges Kind" beginnt mit einem meisterhaften erzähltechnischen Trick, denn bevor es überhaupt ein Verbrechen gibt, werden Renke und Nola wegen eines verschwundenen Säuglings in die Villa des Urologen Dr. Cord Cassjen und seiner deutlich jüngeren Frau Silvana gerufen. Es stellt sich schnell heraus, dass die unter einer postpartalen Psychose leidende, verwirrte Frau das Baby lediglich „verlegt“ hat, aber wir als Leser haben so den Ort, der bald darauf Schauplatz eines Mordes wird, bereits kennengelernt, ebenso wie das Ehepaar Cassjen, die Mutter von Cord, Spirituosenfabrikantin und reichste Frau von Martinsfehn, und ihren Lebensgefährten, den honorigen Landrat a. D.   Renke und Nola jagen im weiteren Verlauf des Krimis nicht nur einen Mörder oder Mörderin, sie suchen auch nach der verschwundenen Silvana, was ein und dasselbe sein könnte, und vor allem nach deren Baby, letzteres eine nur schwer zu ertragende Belastung.   Als Leserin habe ich um den Säugling gezittert, mit angehaltenem Atem die Mordermittlungen verfolgt, wegen der diversen Schweinereien der ach so vornehmen Familie Cassjen mit den Zähnen gekirscht, jede Menge Unschuldige verdächtigt und gehofft, dass es für Nola und Renke endlich ein gutes Ende nimmt. Am Schluss blieb nur eine Frage offen: wann in Martinsfehn das nächste Mal ermittelt wird, denn dann will ich unbedingt wieder dabei sein! 

2. Ihr einziges Kind
Carmen Dauer am 20.11.2016 - 21:25:20

Dr. Cord Cassjen und seine Frau Silvana sind frisch verheiratet und seit ein paar Tagen krönt das Glück auch noch der kleine Casper. Doch Silvana leidet an einer Wochenbettpsychose und sieht sich und den kleinen Kasper bedroht. Silvana versteckt den kleinen Casper im Gartenhaus der Nachbarn und kann sich nicht mehr daran erinnern wo sie ihn versteckt hat oder ob ihn doch jemand geholt hat. Dr. Cord Cassjen ruft die Polizei und die beiden Kommissare Nola von Heerden und Renke Nordmann sind schnell zu Stelle und machen sich auf die suche nach Casper. Der kleine wird auch relativ schnell im Gartenhaus gefunden und Dr. Cord Cassjen verspricht, das er mit seiner Frau einen Psychiater aufsucht. Wenige Tage später wird Dr. Cord Cassjen erschossen aufgefunden und von Casper und seiner Frau fehlt jede Spur. Dr. Cord Cassjen stammt aus einer reichen Unternehmerfamilie und schnell merkt der Leser das hier nicht alles so ist wie es scheint.   Mir hat der Kriminalroman sehr gut gefallen und es wird garantiert nicht langweilig. Man lernt die ganze Familie und Angehörigen kennen, mit ihren Stärken und Schwächen. Die beiden Kommissare geben die Hoffnung nicht auf, das sie den kleinen Casper lebend finden und stellen alles auf den Kopf. Nola und Renke mochte ich von Anfang an und hätte sogar gerne noch mehr über sie erfahren, ein wirklich tolles Ermittlerteam. Immer wieder habe ich selbst in eine andere Richtung ermittelt und mir Gedanken über verschiedene Protagonisten gemacht. Fast nichts hat sich aber bestätigt und Barbara Wendelken hat geschickt die Fäden gespannt, das das Buch wirklich durchgehend spannend zu lesen war. Das Ende war für mich noch überraschend und hat mir eigentlich gefallen. Mir persönlich waren es aber zu viele Protagonisten und viel zu viele Baustellen und Probleme, die das ganze etwas zu verworren machten.   Eine klare Leseempfehlung für einen Kriminalroman, der nicht Langweilig wird.

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