Der Pfandleiher

Roman

€ 10,99 inkl. MwSt.

»Die Romane von Edward Lewis Wallant sind allesamt meisterhaft.« Dave Eggers

Norman Moonbloom ist ein Versager. Als kleiner Angestellter seines erfolgreichen Bruders Irwin dreht er täglich in Manhattan seine Runden, um in dessen heruntergekommenen Wohnblocks ausstehende Mieten einzutreiben. Und in jedem Apartment erwartet ihn eine neue Ausrede, ein noch tragischeres Schicksal, ein weiterer Mieter, dessen Seele genauso reparaturbedürftig ist wie seine Wohnung. Da ist der 100-jährige Jude Karloff, der bis zur Besinnungslosigkeit Schnaps trinkt, hier wohnen Hipster und Beatniks wie der Jazz-Trompeter Katz oder der homosexuelle Schriftsteller Paxton - aber auch der KZ-Überlebende Lublin, der die Hölle der Lager tief seinem Herzen mit in die Neue Welt getragen hat. Alle sind Gebrochene und Getriebene der Großstadt. Unwillkürlich wird Norman zum Archivar ihrer Leiden und Sehnsüchte. Oder ist er gar ihr Erlöser? Mr Moonbloom unternimmt einen verzweifelten Versuch, ihrer aller Leben zu verbessern ...

Mr Moonbloom ist ein grandioses Kaleidoskop des urbanen Amerika und zugleich eine universelle Parabel über Würde und Menschlichkeit - ein kleines Meisterwerk der amerikanischen Erzählkunst, das es nun erstmals in deutscher Übersetzung zu entdecken gilt.

  • € 10,99 [D], € 10,99 [A]
  • Erschienen am 05.10.2015
  • 352 Seiten , WMEPUB
  • ISBN: 978-3-8270-7691-5
 
 

Edward Lewis Wallant

Edward Lewis Wallant wurde 1926 in New Haven, Connecticut, geboren. Nach dem Kriegsdienst studierte er in New York Gestaltung und arbeitete in der Werbung. Mit »The Human Season« (1960) und »Der Pfandleiher« (1961) zählte er rasch zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation - neben Philip Roth, mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung


»Von dieser Meisterschaft darf man sich in dem von Barbara Schaden nuancenreich ins Deutsche gebrachten Roman überzeugen: von Wallants Gespür für die verschiedenen Stimmungen der Stadt, die etwas Bedrohliches und Abweisendes hat; von seiner Fähigkeit, in knappen Strichen Porträts der vielen Nebenfiguren zu zeichnen [...]; von dem Mut, einen abweisenden, verletzlichen Charakter wie Nazerman so konsequent in den Mittelpunkt seines Romans zu stellen.«   

denglers-buchkritik.de


»Nicht feilschen, lesen!«   

PLAYBOY


»Kaum zu glauben, dass dieser bewegende New-York-Roman erst jetzt auf Deutsch erscheint. Schon 1964 verfilmte Sidney Lumet die Geschichte von Sol Nazerman, dem Pfandleiher von Spanish Harlem. Mit eiserner Härte führt der Holocaust-Überlebende sein Geschäft – perfektes Material für ein zeitloses Drama.«   

leselebenszeichen.wordpress.com


»Dieser Großstadtroman [...] ist das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der Unerträgliches überlebt hat und verständlicherweise die Liebe zum Leben und zu Menschen verlernt hat. Der Pfandleiher ist ein schwermütiger Roman, der die menschlichen Schattenseiten betont.«   

Die Rheinpfalz - Zweibrücker Rundschau


»Willy Vlautin beobachtet und beschreibt seine Figuren wie ein Sozialarbeiter - voller Mitgefühl, aber realistisch und pragmatisch. Er versteht der Versuchung vieler Autoren, aus berührenden Schicksalen leicht verdauliche Unterhaltung zu formen. Deshalb wirkt sein Roman so authentisch, und er wirft Fragen auf, wie es ein reiches Land zulassen kann, einen Teil seiner Bevölkerung im Stich zu lassen.«   

Szene Köln-Bonn


»Edward Lewis Wallants wichtigstes Buch ist eines der bewegendsten Werke der modernen Literatur«   

biograph - Kultur Kino Düsseldorf


»Dem vergessenen Wallant ist ein großartiger Roman über die latenten Langzeitwirkung unbewältigter Traumata gelungen. Absolut lesenswert.«   

academicworld.net


»Fazit: Oy, lesen, und zwar jedermann!«   

Südwest Presse


»Das Werk des früh verstorbenen Edward Lewis Wallant ist beklemmende, klassische und amerikanische Erzählkunst. Und Sol Nazerman, der sich selbst am liebsten vergessen würde, ist ein Mann, den man so schnell nicht vergisst.«   

Nordkurier


»Pflichtlektüre! […]. Auch die feinfühlige Übersetzung von Barbara Schaden mag dazu beitragen, dass die Lektüre dieser mehr als ein halbes Jahrhundert alten Prosa absolut lohnenswert ist. Ein Buch, das bewegt – und seiner berühmten Verfilmung einiges voraus hat.«   

Der Tagesspiegel


»Als Betreiber einer Pfandleihe in Harlem agiert der Holocaust-Überlebende Sol Nazerman als eine Art kalter Schicksalsgott seines Viertels, bis sich die Ereignisse überschlagen. Bekannt geworden durch Sidney Lumets Verfilmung, liegt das düster-elegante Meisterwerk von 1961 endlich auf Deutsch vor.«   

Lebensart Schleswig-Holstein


»Diesen Roman des jung verstorbenen amerikanischen Autors kann man nun endlich nach mehr als 50 Jahren auch in deutscher Übersetzung lesen - und sollte es unbedingt tun.«   

Öko-Test Magazin


»Gut 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung erschien der Roman jetzt auf Deutsch - ein düster beklemmendes, bewegendes, großartiges Buch.«   

Rouge Nation


»Träumer, Verlierer, Alltagskämpfer und sonstige kuriose Typen mit denen der Pfandleiher von Spanish Harlem Sol Nazerman zu tun hat. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt. Genial!«   

Ostthüringer Zeitung


»Der Autor gibt seiner Figur am Ende des Romans eine neue Chance, der tiefen Verzweiflung zu entkommen. Gleichzeitig ist 'Der Pfandleiher' such ein eindrucksvoller Großstadtroman über ein New York, das es so heute nicht mehr gibt.«   

Neues Deutschland


»Es muss genügen, dem allzu früh verstorbenen Schriftsteller Edward Lewis Wallant meisterhafte Fertigkeit zu bescheinigen und ihn für die Angst und die Gewalt, die er fühlbar zu machen verstand, in die Nähe von Dostojewski zu rücken.«   

Hamburger Klönschnack


»'Der Pfandleiher' wird damit zu einem modernen Klassiker, der sich die neue Übersetzung verdient hat und noch heute so frisch erscheint wie 1961.«   

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