Der Besuch

Roman

€ 8,99 inkl. MwSt.

»Licht und dunkel, bitter und komisch. Ein ergreifender Roman!« Zeruya Shalev

Es ist der Sommer der nicht so fernen Katastrophen. Eine ungewöhnlich hartnäckige Hitze liegt über Jerusalem, ein Wohnhaus stürzt ein, ein Junge verschwindet. Nili und Nataniel haben eine Woche ohne Kinder vor sich, als ein Anruf aus Paris die empfindliche Balance ihres Lebens stört. Duclos, ein französischer Millionär, kommt nach Israel und will sie treffen. Jahre zuvor war er ihnen bei einem unseligen Vorfall in einem Pariser Sternerestaurant zu Hilfe gekommen. Nie haben sie einander eingestanden, was an diesem Abend wirklich geschah.

Hila Blums Debüt erzählt nicht nur die Geschichte dieses Paares, Nili und Nataniel, ihrer verborgenen Seiten, Sehnsüchte und nie offenbarten Geheimnisse; es ist ein Roman, der das Porträt einer modernen Familie zeichnet. Blum spürt die Risse in der Fassade auf, Momente der Unsicherheit, die man vielleicht zu schnell kaschiert, Gefühle, die man zu rasch unterdrückt hat. Ein großer Familienroman aus Israel, eine Autorin, deren Stilgefühl und klarer, kluger Blick verblüffen.

 

  • € 8,99 [D], € 8,99 [A]
  • Erschienen am 11.08.2014
  • 416 Seiten , WMEPUB
  • Übersetzt von: Mirjam Pressler
  • ISBN: 978-3-8270-7757-8
 
 

Leseprobe zu »Der Besuch«

Davor

Es gibt Dinge, die können nur in den schmalen Spalten der Nachlässigkeit geschehen, der Unaufmerksamkeit, in einem Wirbel aus Trägheit und Licht. Plötzlich entspringen sie der Phantasie und landen im gelebten Leben.

Erklärungen werden erst später gesucht. Die Augen der Sprecher sind feucht, sie glänzen mit falschem Feuer wie die Edelsteine in Kinderschmuck. Sie behaupten alle glühend, gefühlsbetont, jeder auf seine persönliche Art, dass sie nicht wussten, was sie taten, dass sie es nicht bis zum Ende durchdacht hätten. Sie hätten zu ihrer Zeit nur eine Seite weiterblättern [...]

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Hila Blum

Hila Blum

Hila Blum, 1969 in Jerusalem geboren, lebte auf Hawaii, in Paris und New York. Sie war als Journalistin tätig und arbeitet seit vielen Jahren als Lektorin. »Der Besuch« ist ihr erster Roman. Hila Blum lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Jerusalem.

Rezensionen und Pressestimmen

buch aktuell - Taschenbuch Magazin


»Ein großer Liebes- und Familienroman, dessen Intensität zu Herzen geht. Aus dem Hebräischen übersetzt von Mirjam Pressler.«   

Rheinische Post


»Mit behutsamen Worten erzählt die Israelin Hila Blum von der Liebe, einer Hochzeitsreise, einem jungen Paar, einer Familiengründung und all den Abgründen, die sich selbst im sensibelsten Miteinander auftun. Ihr Ton ist sanft, doch Blum erzählt mit größter, psychologischer Tiefenschärfe – bis es schmerzt. Dieses Debüt ist eine Entdeckung.«   

NDR "Kulturspiegel"


»Ein erstaunliches Debüt! […]. Hila Blum schreibt genauso, wie Menschen in außergewöhnlichen Situationen leben, denken, fühlen.«   

rbb Inforadio "Quergelesen"


»Ein sensibles Porträt von einer Patchworkfamilie vor dem Hintergrund der geteilten Stadt Jerusalem.«   

ZEIT Magazin


»Roman über eine lang vergessene Nacht in Paris«   

emotion


»Die intensive Sezierung einer Beziehung: klug, einfühlsam, poetisch - und nahe am Abgrund.«   

Missy Magazine


»In unchronologischen Vignetten widmet sich Autorin Hila Blum einer Patchwork-Familiengeschichte. Dabei kehrt sie immer wieder zu anfänglich skizzierten Ereignissen zurück, geht ins Detail, ohne je an Tempo und Zusammenhalt zu verlieren. Ein filmreifer Debütroman.«   

Stuttgarter Nachrichten


»Sehr subtil untersucht die Autorin die Ringe der Vergangenheit, die sich in all den Jahren um diese Familie gelegt haben. Bildstark sind Blums Szenen.«   

Hamburger Morgenpost


»Hila Blum legt mit "Der Besuch" einen großartigen Debütroman vor, der vor Poesie und kluger Beobachtungsgabe strotzt, in leisen aber wortgewaltigen Tönen. [...]. Ein feinsinniger, kluger, sprachgewaltiger Roman. Einfach großartig!«   

Mannheimer Morgen


»"Der Besuch" ist das fulminante Roman-Debüt der 1969 in Jerusalem geborenen Hila Blum. Die Autorin zeichnet ein sensibles Porträt eines modernen Paares und legt die Risse in der Fassade einer vermeintlich glücklichen Familie frei.«   

Myself


»Sehr gefühlvoll und sprachlich brillant erzählt die israelische Autorin die Geschichte einer Familie, die so heil gar nicht ist.«   

Der Freitag


»Das Sprechen über die Familie und ihre Anlagerungen, das soziale Moos aus gescheiterten und gar nicht erst zustande gekommenen Ehen, aus Verwandten und Rivalen und Anschlägen, wäre uferlos, säße es nicht fest in einer Kathedrale, so wie Diamanten über ihren Ringen in Kathedralen eingespannt sein können. Eine Form der Fixierung auf der Basis von Kunst & Handwerk - Hila Blum beherrscht sie. [...]. Das macht den "Besuch" großartig: Nicht gnädig, sondern grausam ist Nilis Perspektive, wenn der Verlobte am Superformat seiner Balz scheitert. Das schildert der Roman ohne fromme Floskeln.«   

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