Das Fremde Meer

Das Fremde Meer

Roman

Taschenbuch
E-Book

€ 10,99 inkl. MwSt.

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern… Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. „Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte.“ (Spiegel online) – ein magischer Roman.

  • € 10,99 [D], € 11,30 [A]
  • Erschienen am 10.11.2014
  • 576 Seiten, Broschur
  • ISBN: 978-3-8333-0990-8
 
 

Leseprobe zu »Das Fremde Meer«

Ich gehöre zu den Menschen, die glauben, dass sie sich schützen können, wenn sie mit dem Schlimmsten rechnen, dass die Kata- strophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind.
Dass man ihnen entkommen kann, wenn man sie erwartet.


Zuerst muss ich von mir erzählen.
Und ich fange ganz am Anfang an.


Die Geschichte der Kindheit

Als Kind hatte ich viele Freunde. Fast ausschließlich Jungen. Die Mädchen konnten wenig mit mir anfangen. Ich war zu laut, zu grob, zu schnell, meist war ich schmutzig, die Arme voller blutiger Kratzer, die Beine voller blauer Flecken.
Ich war ein wildes [...]

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Katharina Hartwell

Katharina  Hartwell

Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

DIE WELT kompakt


"Katharina Hartwell ist eine Erzählerin aus Überzeugung. In ihrer Generation gibt es nicht so viele davon."   

WELT online


„Hartwell beweist in ihrem Debütroman, dass nicht immer alles nüchtern und abgeklärt sein muss. Dass die großen Worte noch immer ein Recht darauf haben, ausgesprochen zu werden. Katharina Hartwell ist eine Erzählerin aus Überzeugung. In ihrer Generation gibt es nicht so viele davon.“   

Spiegel online


„Dass Katharina Hartwell schreiben kann, lernt man schon auf den ersten Seiten ihres Debütromans ‚Das Fremde Meer‘ - was für eine kluge Dramatikerin sie ist, lernt man spätestens auf den letzten, traurigen Seiten ihres Romans. Und dazwischen - ja, dazwischen lernt man, wie viele Möglichkeiten die Literatur bereithält, um etwas zu sagen, und auf wie viele Arten man das gleiche Motiv erzählen kann: Eine junge Frau will einen jungen Mann retten […] Jede dieser Erzählungen könnte für sich stehen. Jede dieser Episoden hat ihren ganz eigenen Ton. Und Katharina Hartwell erzählt sie alle so gut, dass sie damit auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte.“   

BILD am Sonntag


"Wie die Liebesgeschichten in 'Das fremde Meer' ineinander fließen, wirkt märchenhaft und verstörend zugleich. Katharina Hartwells Debütroman macht mit seiner intensiven Erzählweise Lust auf Meer."   

Die Welt


"Eines der kühnsten Debüts der Saison."   

ZEIT online


"Der Roman 'Das fremde Meer' treibt einem den Wunsch, zu Hause zu bleiben, gründlich aus. Heimat bedeutet hier nicht viel mehr, als stillhalten zu müssen. Hartwells Figuren aber sind getrieben, von Ungeduld, von Angst, von der Suche nach einem Menschen, der sie vom nagenden Gefühl erlöst, nicht zugehörig zu sein. In der Rahmenerzählung finden sich Jan und Marie, eine in zarten Tönen erzählte Geschichte, deren zentrale Motive die Autorin in neun Märchen wieder aufnimmt. In diesen Binnenerzählungen zerstören die Figuren ihr Ich und erschaffen sich in magischen Ritualen und Kämpfen neu. Das ist spannend, oft tragisch und nicht zuletzt herrlich konsequent."   

Clemens J. Setz


"Katharina Hartwell kann zaubern. Bei ihr spürt man den großen Rückenwind des Erzählens. »Das Fremde Meer« geht dem ältesten Großprojekt der Literatur nach: die Rettung - wenn nicht des, so doch eines Menschen."   

Markus Orths


»Ungeheuerliche, soghafte, magische Erzählungen von archaischer Kraft münden in eine berührende Liebesgeschichte. Ich habe diesen Roman verschlungen - und der Roman mich.«    

Antje Rávic Strubel


»Katharina Hartwells Roman ist eine atemberaubend sicher erzählte Verwirbelung der klassischen Motive der Literatur: Liebe, Angst und Tod. Berührend einfach, grandios komponiert, von sprühender Intensität. Ich bin berauscht.«    

ORF fm4


»Ein Debüt, das einen lange nicht mehr loslässt.«   

Neue Zürcher Zeitung


»Schon in ihrem vor zwei Jahren erschienenen Erzählungsband "Im Eisluftballon" hat die 1984 in Köln geborene Katharina Hartwell gezeigt, wie gut sie die Dinge zum Flirren bringen kann. Auch in ihrem Debütroman weicht sie nun die Umrisse auf. Unter der Oberfläche der Sätze indes entspinnt sich ein Netz von Andeutungen und Motiven, die allesamt etwas mit dem Verschwinden zu tun haben, mit dem Fremdsein und der Angst, die Liebe könnte plötzlich vergehen. Die Fäden verschlingen sich immer weiter und werden erst auf den letzten Seiten verknotet. Es gehört zur Kunstfertigkeit dieses Romans, dass er seine Erzählidee trotzdem nicht ganz auflöst. Denn wie heisst es über die Stimmen, an die wir uns erinnern: "Wir sind der Spuk in den Köpfen der Gespenster. Aber wer wir einmal waren, ist nicht weiter wichtig, es geht immer bloss um das Jetzt und um das, was sein wird."«   

Kölner Stadt-Anzeiger "Bücher Magazin"


"Es heißt: Ein gutes Buch erkennt man auf den ersten 20 Seiten. Dieses hier wird ab Seite 50 attraktiv, auf Seite 120 spannend und auf Seite 568, im allerletzten Satz entwickelt es sich zu einem ganz großen Werk. Selten sind zehn Erzählstränge, Rahmenhandlung (Marie und Jan) und neun Novellen, so kunstvoll verwoben worden. Selten sind Erzählmotive - Meer, Fische, Krankheit, der große, dunkle angsterregende Schattenmann - in verschiedenen Geschichten so dezent variiert worden, dass es für Verwirrung und Spannung gleichzeitig sorgt. Selten waren Sätze und Worte so einfach-alltäglich und doch so aussagekräftig."   

Kreuzer


"Hartwells Sprache ist dicht und sensibel. Ohne in Esoterik oder Kitsch abzugleiten, überzeugt die Autorin den Leser davon, dass nur die Liebe das Individuum aus seiner es ständig bedrohenden Verlorenheit retten kann. Dabei schielt sie keineswegs auf ein Happy End. Die Kraft der Liebe erweist sich in ihrem Vollzug - unabhängig vom Ergebnis. Das ist romantisch und realistisch zugleich."   

Bolero


"Hartwells Sprache ist reduziert, ihre Fantasie überbordend. Ein im wahrsten Sinne des Wortes fantastischer Erstling!"   

annabelle


"Ein verwirbeltes Kaleidoskop von einem Buch, ein Ritt durch die Genres, ein Sprungtanz zwischen den Orten: vom Winterwald in die Psychatrie, von der Wechselstadt, wo Häuser und Stadtviertel teleportiert werden, in die Geisterfabrik. Und immer geht es um Jan und Marie, um die Liebe, die Sehnsucht und die Angst vor Verlust. Sprühendes und tiefschichtiges Debüt der jungen Autorin Katharina Hartwell."   

Freundin Donna


"Ein poetisches Debüt."   

bücher


"Hier wird ein tragisches Schicksal äußerst zärtlich und experimentell erzählt. Ein tiefgsinniges, sehr eindringliches Debüt."   

Wienerin


"ganz fantastisch."   

NEON


"Zauberhaft!"   

Deutschlandradio Kultur


„Katharina Hartwell räumt auf mit dem Vorurteil, dass die am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ausgebildeten Autoren zwar das Handwerk beherrschen, erzählerisch aber nichts wagen. Die Autorin fabuliert, komponiert und variiert. Sie liefert ein gewagtes, aber überzeugendes Debüt. […] Auf fast 600 Seiten fährt Katharina Hartwell nahezu alle Geschütze auf, wechselt gekonnt die Genres und Töne und liefert den […] furiosen Beleg für die heilende Kraft des Erzählens.“   

FOCUS online (dpa)


„Ein komplexes, kraftvolles Buch […] Ernsthaft und fantasievoll schreibt sie über eine im wahrsten Sinne des Wortes übersinnliche Verbindung – unerklärlich und höchst spirituell.“   

Berliner Zeitung


„‘Das fremde Meer‘ verbindet überzeugend Magie mit der Realität, blickt in die Vergangenheit und ahnt eine Zukunft. Je länger man ‚Das fremde Meer‘ verfolgt, je tiefer man eintaucht, desto mehr fängt es seinen Leser ein […] ein kunst- und kraftvoll gebauter Roman. […] Katharina Hartwell erweist sich als begabte Erzählerin.“   

NDR Kultur "Neue Bücher"


"Wie eine gefährliche Strömung zieht uns die Erzählerin in dieses - zum Teil sehr fremde - Meer hinein. In behutsam poetischen, manchmal fast kryptischen Worten. [...] Ein grandioses Debüt. Märchenhaft und verstörend."   

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