Felicitas von Lovenberg über die neuen Bücher im PIPER Verlag


News: Am Mittwoch, 01. Juni 2016 von Piper Verlag

© Daniel Biskup

»Sobald ich als Kind lesen gelernt hatte, erschien mir Schreiben als Wunder. Wie sonst sollte es möglich sein, dass sich mit den immer gleichen sechsundzwanzig Buchstaben so viele völlig verschiedene Welten, Charaktere und Schicksale erschaffen ließen?


Seitdem sind Bücher aus meinem Leben nicht wegzudenken, doch das Staunen über die Wunder, die Schriftsteller mit jenen gut zwei Dutzend Buchstaben auszulösen vermögen, ist nie vergangen.

In meiner Zeit als Literaturkritikerin bin ich oft gefragt worden, ob die professionelle Lektüre einem die Freude an den Büchern verderbe. Die Frage zielte auf eine Kluft zwischen Buch und Rezensent, die ich nie empfunden habe: Vor den Büchern sind alle Leser gleich. Und was ein Werk aussagen will, ist noch lange nicht die Grenze dessen, was es für den Einzelnen bedeuten kann.

Seit einigen Monaten aber lese ich erstmals anders – genauer: seit meiner Ankunft im Piper Verlag, ein Seitenwechsel, mit dem für mich ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Denn bei jeder Lektüre schwingt nun die Vorstellung mit, gerade dieses eine Buch in die Welt bringen, es Lesern zugänglich machen zu können.  Damit bin ich da angekommen, wohin ich mich immer gewünscht habe: ganz auf Seite der Autoren und Bücher – und zugleich ganz auf Seite der Leser.

In unserem Herbstprogramm werden Sie, in bester Piper-Tradition, viele Bücher finden, die Sie anregen, aufregen, unterhalten, amüsieren und nachdenklich stimmen. Lassen Sie sich packen von Nathan Hills grandiosem Debüt »Geister«, heben Sie ab mit Heinrich Steinfest und erleben Sie die rasante psychologische Weiterentwicklung des Großmeisters Arne Dahl.

ZDF-Journalist Elmar Theveßen erläutert die radikalen Strategien der Islamisten und Michael Mary verrät, wann die Liebe beim Geld aufhört. Bei Malik nehmen Reinhold Messner und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Sie mit in ungesehene Bergregionen – so haben Sie die Welt noch nie gesehen. Beim Berlin Verlag entfachen Christopher Gerald Robinson und Gavin Ford Kovite einen hochliterarischen »Krieg der Enzyklopädisten«. Und das Wunderbare: Alle benutzen sie die gleichen sechsundzwanzig Buchstaben.«

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»...ein Roman, der mich seit der Lektüre nicht losgelassen hat.«

Verlegerin Felicitas von Lovenberg über »Der Diversant« von Andree Hesse

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