PIPER Buchtipps für den Sommer 2017


Großartige Bücher für Ihren Urlaub

Unsere Kollegen aus dem Verlag verraten ihre besten Buchtipps für den Urlaub. In unserer Sommerleseliste finden Sie spannende Bücher, Unterhaltung und Literatur, die in Ihrem Urlaubsgepäck nicht fehlen dürfen.

 

Viel Spaß beim Lesen!


Isabella Jaross, Lektorat Sachbuch:

Für meinen Sommerurlaub packe ich mir immer besonders dicke Wälzer ein, denn wann sonst kommt man noch dazu, mal einfach so knapp 900 Seiten am Stück zu lesen? Letztes Jahr war das für mich Nathan Hills »Geister« und das entpuppte sich als hervorragende Entscheidung.

Lange hat mich kein Buch mehr so in seinen Bann gezogen, sowohl erzählerisch als auch inhaltlich ist Hills autobiografisch geprägtes Debüt ungeheuer facettenreich. Es ist sowohl ein hochsensibler Familienroman als auch eine Auseinandersetzung mit den 68er-Aufständen in Chicago bis hin zu »Occupy Wall Street«, es hält dem Leser oftmals einen Spiegel vor und gestaltet sich auch sonst auf leichtfüßige Weise als sehr lehrreich.

Für diesen Sommer habe ich mir »Ein wenig Leben« von Hanya Yanagihara vorgenommen und ich freue mich jetzt schon auf entspannte Stunden in der Hängematte.


Marina Baur, Lektorat Sachbuch:

»Angesichts der im Iran stattfindenden Wahlen ist das Land momentan wieder ein wichtiges Gesprächsthema. Wer den Iran und seine Menschen gerne besser verstehen möchte, dem kann ich das Buch „Mein Iran“ sehr ans Herz legen.

In ihrer Autobiografie erzählt die Iranische Richterin Shirin Ebadi den Verlauf der Geschichte des Landes aus ihrer Perspektive und ermöglicht dem Leser einen Einblick in die Iranische Gesellschaft.

Eine unglaubliche starke und lesenswerte Geschichte, die durch zahlreiche historische Fakten und Shirin Ebadis spannenden Erzählstil sowohl als Erstliteratur zum Thema Iran, wie auch als Urlaubslektüre perfekt geeignet ist.«



Christiane Bauer, Abteilung Digitale Medien:

»Seit der Wahl in den USA wird sehr viel über »Der Report der Magd« gesprochen.  Für den Urlaub habe ich mir darum dieses Buch vorgenommen.

Gleich die erste Szene zieht einen sofort in seinen Bann, man möchte mehr wissen über die Erzählerin und die Welt in der sie lebt. Man ist sofort in jeder Szene und hat alles schnell vor Augen - so bildhaft und genau ist Atwoods Sprache. Blumig würde man sagen, wenn es nicht alles so kalt wäre.  Eine erschreckende Dystopie, in die uns Margaret Atwood entführt, mit einem Ende, das mich schaudern ließ.
 
Ein Buch, das einen nachdenklich zurücklässt und großartige Lektüre bietet.«




Raphaela Vocke, Art Direction:

»Wenn ich je vorankommen will, muss ich gehen. Ich brauche Zeit zur Neuorientierung.«

So erklärt Claire ihrer Grandma, warum sie ihren guten, aber auch nichtssagenden Job aufgegeben hat. Aber die Neuorientierung läuft nicht so, wie Claire sich das vorgestellt hat.


Die Zeit, die sie jetzt hat, nutzt sie nicht, wie geplant, um endlich regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen, ihrer Grandma im Haushalt zu helfen und einen Traumjob zu finden. Vielmehr beginnen mit der neuen Freiheit, die kleinen Dinge des Alltags zu größeren Hindernissen zu werden. Was soll mit dem Unkraut an der Hauswand geschehen?

Wie kann es sein, dass ihre Grandma gar keine Hilfe will, weil sich alle anderen Enkel bereits um alles kümmern? Und was ist die richtige Antwort auf die arglose Smalltalk-Frage, was man denn eigentlich beruflich so macht?

Mit großem Vergnügen habe ich dieses ungewöhnliche, freche und flott geschriebene Buch gelesen. Ideale Urlaubslektüre, weil man nicht aufhören kann, Claire in ihrem aus den Fugen geratenen Alltag zu folgen.«





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