8 Tipps,


wie der Zyklus das Leben leichter macht

News: Am Montag, 27. April 2015 von Ohl, Sabeth, Dignös, Eva

Frauen können von ihrem Zyklus profitieren. Für die Herausforderungen des Alltags, im Job, für ihre persönlichen Erfolge. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Hormone nicht nur den Eisprung steuern, sondern auch das Verhalten beeinflussen.

 

Fazit: Wer seinen Zyklus kennt, ist klar im Vorteil.   

 

1. Effektiver trainieren

  

Die Zyklushormone trainieren mit: Vor dem Eisprung ist Krafttraining besonders wirkungsvoll, die Muskeln wachsen schneller. Denn Östrogen fördert den Aufbau von Eiweiß – und genau das ist es, was ein Muskel braucht, um an Kraft zuzulegen. Nach dem Eisprung dagegen ist Ausdauertraining sinnvoll. Jetzt kurbelt nämlich Progesteron den Stoffwechsel an und damit auch die Fettverbrennung. Und wie ist es mit Sport während der “Tage”? Medizinisch kein Problem und deshalb vor allem eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Jogging oder Couch - machen Sie das, was Ihnen gut tut.

 

2. Klüger shoppen   

 

Besonders um den Eisprung herum, in unserer fruchtbaren Phase, neigen wir dazu, mehr Geld auszugeben für Kleider, Kosmetik und Accessoires – für all die schönen schmückenden Dinge, die uns noch schöner aussehen lassen. Dahinter steckt ganz profan die Evolution, der Wunsch, sich fortzupflanzen. Wir  wollen in dieser Zeit Blicke potenzieller Partner auf uns lenken und uns vom Feld der Wettbewerberinnen absetzen. Einkaufen an den fruchtbaren Tagen – schlecht für den Kontostand. Die kluge Frau shoppt antizyklisch. Dann also, wenn der Eisprung wieder vorbei ist.

 

3. Motivierter abnehmen    

 

Einmal im Monat ist es soweit, da zieht uns der Kühlschrank magisch an. Dann nämlich, wenn wir uns in Richtung unserer “Tage“ bewegen. Wenn es theoretisch sein könnte, dass wir schwanger sind. Unsere Biologie erwartet jetzt von uns: Reserven anlegen für den Nachwuchs. Süß und fettig muss es sein. Energiereich. Wenn wir jetzt entscheiden, eine Diät zu machen, kann das nicht gutgehen. Zu viel innerer Widerstand. Frauen, die ihre Diät nach den “Tagen“ starten, könnten im Vorteil sein: Auf dem Weg zum Eisprung, der Zeit, wenn es – evolutionsbiologisch gesehen – auf Partnersuche geht, achten sie unbewusst mehr auf ihre Figur. Essen eher Salat als Pizza. Eine Diät könnte jetzt eher zum Ziel führen als in anderen Phasen des Zyklus.

 

4. Überzeugender verhandeln   

 

Rund um den Eisprung fahren Frauen die Ellenbogen aus. Selbst gut dastehen und Konkurrentinnen blass aussehen lassen - darum geht es jetzt. Evolutionsgeschichtlich gesehen dient das der Vermehrung: Das Weibchen will beim besten Männchen landen. Doch warum nicht solche Mechanismen auch im Job nutzen? Und Verhandlungen genau auf diese Tage legen, in denen wir besonders durchsetzungsstark sind? Aber Achtung: Wir sind Männern in dieser Phase deutlich zugewandter und sie uns auch. Lassen Sie sich nicht mit Komplimenten einwickeln -  und dann doch wieder Aufgaben aufs Auge drücken, die Sie eigentlich gar nicht übernehmen wollten.

 

5. Attraktiver rüberkommen    

 

Es gibt ihn, den richtigen Zeitpunkt fürs Bewerbungsfoto. Dann nämlich, wenn unsere Haut frisch und rein wirkt, gesünder aussieht. Weil sie unter dem Einfluss des weiblichen Superhormons Östrogen besser durchblutet wird und weil sich Wasser einlagert. Rund um den Eisprung also kann sich die Gesichtsform leicht verändern, das Gesicht weicher und runder aussehen. Und vielleicht ist da noch ein Funkeln in den Augen ... Besonders wenn wir fruchtbar sind, strahlen wir etwas Besonders aus – was sich offenbar auch auf Fotos wiederfindet.

 

6. Erfolgreicher flirten     

 

Männervorlieben schwanken mit dem Zyklus. Rund um den Eisprung haben tatsächlich die Machos bessere Karten, auch wenn wir eigentlich wissen, dass sie nicht gerade zu den zuverlässigsten Vertretern ihres Geschlechts gehören. Aber sie sehen doch so gut aus - und versprechen deshalb gute Gene für starken, fitten Nachwuchs. An den übrigen Tagen dagegen bekommen die softeren und zuverlässigeren Typen ihre Chance. Blöd nur, dass wir, wenn die Hormone wieder kitzeln, manchmal vergessen, wie gut wir es mit ihnen haben. Deshalb könnte vor dem Date ein Blick in den Zykluskalender lohnen. Und wir sollten uns Gedanken machen, was wir eigentlich wollen: eine kurze Affäre oder den Partner und Familienvater fürs Leben.

 

7. Cleverer streiten   

 

Musste das jetzt sein? Ein blöder Streit um Kleinigkeiten und schon ist der ganze Abend gelaufen. Nein, natürlich hätte es nicht sein müssen, weil uns die herumliegenden Socken sonst ja auch nicht so aufregen. Aber immer dann, wenn die Hormone ihren Tiefstand erreichen, kurz vor der Periode, sind wir einfach stärker auf Nörgelei, auf Streit gebürstet. Das lässt sich auch mit Zykluskalender oft nicht verhindern - aber wenn wir wissen, woran’s liegt, können wir es unserem Partner oder unseren Kinder wenigstens erklären. Oder eine Methode finden, diesen inneren Unzufriedenheits-Rappel abzubauen, bevor es zum Krach kommt. Durch Sport zum Beispiel.

 

8. Souveräner in Schale werfen  


Was ziehe ich heute nur an? Wenn es morgens mal wieder länger dauert, haben wir ab sofort eine gute Entschuldigung: Es liegt an den Hormonen! Denn während wir in der Mitte des Zyklus lieber in den Spiegel schauen, eher denken “Wow!“ und uns ruckzuck für ein Outfit entscheiden, tun wir uns an den unfruchtbaren Tagen schon schwerer. Wir nörgeln an uns herum, fühlen uns eher unwohl in unserer zweiten Haut, probieren dies, probieren das – und finden uns in fast jeder Klamotte einfach nur schrecklich. Und die Zeit läuft, der Job ruft ... Wenn wir an diesen Tagen morgens genug Zeit einplanen und eine Tasse Kaffee mehr, kommen wir vielleicht gelassener zu einem Kompromiss.

 

aus: Sabeth Ohl + Eva Dignös »Die Zyklusstrategie«

Ohl, Sabeth · Dignös, Eva »Die Zyklusstrategie«
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